Der wahre Kandidat des “Deep State”

23. Oktober 2017 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Warum setzten Wähler und Investoren ihr Vertrauen in einen Reality-TV-Star? Warum stiegen die Aktien, nachdem er gewählt wurde? Was haben sie gesehen, dass wir nicht sahen? Kurz gesagt, was wusste „Mr. Market“?

Das „Fake Money“-System wird von fast allen unterstützt – von Republikanern und Demokraten… von der Mainstream-Presse… von Wirtschaftswissenschaftlern… von internationalen Organisationen wie der UNO, dem IWF und der Weltbank… von der „Verteidigungs“-, „Bildungs“- und „Medizin“-Industrie (alle in Anführungszeichen, um unsere tiefe Skepsis zu signalisieren, dass sie tun, was sie vorgeben zu tun)… und vielleicht noch wichtiger, von der Wall Street.

Was ist dieses System? Es ist ein System, das „Geld“ aus dem Nichts erschafft – gesteuert durch die Regierung und die Zentralbanken -, das in den Händen des „Deep State“ und der Elite landet. Es schafft eine Wirtschaft, die über Kredite läuft, nicht über echten Reichtum oder Erträge. Es kann nur wachsen, indem der Schuldenlevel erhöht wird… und ist so zu seiner eigenen Zerstörung verdammt.

„Gestörte Persönlichkeit“

Es gibt nur zwei Hauptbedrohungen für dieses System: Die erste ist die offensichtliche: die Ökonomie. Man kann sich nicht unendlich verschulden. Früher oder später fliegt das Ganze in die Luft. Die zweite ist politisch: Ein entschlossener, Unruhe stiftender Politiker könnte das System möglicherweise verlangsamen oder sogar reformieren.

Letztes Jahr um diese Zeit gab es die Hoffnung, dass Trump solch ein Mann sein könnte. Er war eindeutig eine „störende“ Persönlichkeit. Vielleicht hatte er auch ein störendes Programm?

Es war schwer zu wissen. Was er sagte, war so zusammenhanglos und undiszipliniert, dass viele Leute glaubten, er sei schlauer, als er aussah, mit einer „hidden agenda“… einem Aktionsplan, den er nicht preiszugeben wagte, aus Angst, das gesamte Gewicht des „Deep States“ würde auf ihn einstürzen.

Hillary Clinton war eindeutig auf der dunklen Seite. Sie war für mehr Ausgaben, sowohl für soziale Programme als auch militärische Einmischung. Sie steckte so tief in den Taschen der Lobbyisten, Großbanken und Großunternehmen, dass es keine Chance gab, dass sie da jemals herausklettern könnte.

Ansonsten können Sie in den nächsten Jahren hilflos dabei zusehen, wie Ihr Vermögen dahinschmilzt, wie Eis in der Sonne.

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Herr Trump war anders. Er schien unabhängiger. Er war zu reich, um zu stehlen. Und zu dumm, um zu lügen. Er schien niemandem verpflichtet zu sein – auch nicht der mächtigen israelischen Lobby.

„Ich brauche Ihr Geld nicht“, sagte er ihnen.

Trumps größter Trick

Das war das Genie von Donald Trump: Er funktionierte als Marke. Aber seine wichtige historische Errungenschaft war es, die kümmerliche Opposition gegen den „Deep State“ zum Schweigen zu bringen.

Herr Trump hat freie Bahn. Gibt es Einwände gegen das „Deep State“-Programm, wird man durch Herrn Trumps clownesken Querelen abgelenkt.

Wir sollen uns darum kümmern, ob Footballer stehen oder knien… und nicht bemerken, dass 1,4 Billionen Dollar an Lockheed Martin gezahlt werden, um eine Flotte von Flugzeugen zu bauen und zu erhalten, die Experten zufolge möglicherweise nie kampfbereit sein wird.

Ebenso soll es uns interessieren, ob Herr Trump die Familien der jungen Männer anruft, die während des militärischen Unfugs des „Deep State“ getötet werden. Aber niemand scheint sich um den aktuellen Preis für Obamacare zu kümmern… oder dass die Nation auf bestem Weg ist, ihre Schulden in den nächsten 10 Jahren um 10 Billionen Dollar zu erhöhen.

Und wir sind so beschäftigt damit, uns Gedanken über einen Krieg mit Nordkorea oder eine Fehde mit Senator Corker zu machen, dass wir gar keine Zeit haben, uns zu fragen, woher all dieses Geld kommt, das die Aktien in die Höhe treibt.

Das Geld fließt… und die Show geht weiter. Und nun erkennen wir, was „Mr. Market“ in seiner Weisheit schon vor einem Jahr gesehen haben muss: Herr Trump, nicht Frau Clinton, war die ganze Zeit der wahre Kandidat des „Deep State“.
Quelle: Kapitalschutz-Akte
Weitere Informationen: Investor Verlag

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Ein Kommentar auf "Der wahre Kandidat des “Deep State”"

  1. Don_Juan_Matus sagt:

    Wow, wieder schonungslos klare Worte und Begriffe.
    Aber genau darum geht es: Die Wenigen bekommen quasi leistungslos Milliarden – Monat für Monat – zugeschanzt, alle Anderen müssen dafür arbeiten und Steuern zahlen.
    Und die „Weisheit des Mr. Market“ ist die Schlauheit der Meisterbetrüger.
    Ökonomen dürfen „Akra Kadabra“ spielen und „sich selbst erfüllende Algorithmen“ ausdenken.
    Dafür gibt es dann den Fake-Nobelpreis!
    Währenddessen spielen weltweit Computerprogramme im High-Speed-Modus gegeneinander um noch mehr Profit.
    Wenn genau dieses System sich mit Kriegsindustrie (und jetzt auch noch die Medien) verbündet, kommt das raus, wovor W.Wilson schon lange gewarnt hatte. Doch da war es anscheinend schon zu spät…
    Aber zum Erkennen ist es noch nicht zu spät.

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