Der un-talentierte Mister Greenback

21. April 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer, Slideshow

Denkt man an den Dollar in der Nacht, dann ist man um den Schlaf gebracht – Dieser Herr Greenback wandelt verdächtig oft und auch recht nahe an einer Klippe entlang – und das auch noch im betrunkenen Zustand…

Was hat er? Was tut man ihm an? Wird er springen? Früher war Herr Greenback ein Promi. Unverwechselbar. Selten. Teuer. Es war mal so gut wie Gold. Nun aber haben ihn die Druckerpre$$en beschmutzt wie durch Pfützen fahrende Autos die Fußgänger. Er wirkt aufgebläht und zugleich auch dehydriert. Oh! Schauen Sie, wie viele Kinder er hat, obwohl er doch für keines davon zuständig war. In den letzten Jahren hat er die meiste Zeit auf dem Kopierer zugebracht, wo er so festgeklebt war wie auch der Start-Knopf der Kopiermaschine. So viele Kopien…

Dass Mister Greenback verbittert wirkt, sollte kaum wundern. Ihm wird bitter eingeschenkt – zu viele Cocktails einer  besonderen Art. Seine Barkeeper sind Ben Bernanke, seine Kollegen und das ganze Team um Barack Obama. Wir haben das Rezept entdeckt. Erschrecken Sie nicht. Den Autoren dieser Zeilen liegen über dies noch Auszüge aus seiner Krankenakte vor.

Herr Greenback ist nicht einsam aber krank. Sein Kollaps kann stündlich eintreten, sagen die Ärzte. Die sagen das schon lange. Es gab Zeiten, da flüchtete man zu ihm, wenn es in der Welt Krisen gab. Und jetzt? Nix. Nothing. Niente. Es muss schon wirklich große Krisen geben, die ihm Leben einhauchen könnten. Vielleicht eine Invasion von Marsmännchen? Könnte Herr Greenback gar selbst in der Krise stecken, weil er selbst die Krise ist? Keine Ahnung. Gibt es eine Alternative?

Na Sie stellen Fragen! Der Euro? Yen? Pfund? Ich bitte Sie! Der chinesische Yuan? Wo gibt’s die? Ahhh! Der Schweizer Franken! Die Eidgenossen haben neulich ihren Kampf um einen weicheren Franken aufgegeben. Zuviel Gips statt Kakaobutter in der Schokolade. Als Währung darf man heute keinen guten Ruf mehr haben. Auf einer Müllhalde fällt man sonst penetrant auf. Hätten sich die Schweizer mal dem Euro angeschlossen.

Bei den Rohstoffwährungen finden gerade gute Partys statt. Der australische Dollar feiert ausgelassen. Der kanadische Dollar ist schon sturzbetrunken und auch aus dem Hause des neuseeländischen Dollar tönen wilde Partygeräusche. Was haben die drei Kollegen gemeinsam? Schulden. Sie sind alle nicht wirklich gut, aber auch nicht so schlecht Mister Greenback. Können sie ihm die Show stehlen? Vielleicht, aber nur solange sie ihre Jacken an behalten. Schulden, Schulden, Schulden – aber weniger als in den USA. Was, wenn ihr Deo versagt? (Seite 2)

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