Der Sumpf legt Trump trocken

19. Juni 2017 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Was ist wirklich los? Was ist wirklich wichtig? Diese Fragen stellen wir uns. Immer und immer wieder. Donald J. Trump kam nach Washington, D.C., und versprach, den Sumpf trockenzulegen. Jetzt tritt das Gegenteil ein. Der Sumpf legt Trump trocken…

Die Medien greifen ihn frontal an. Die Mächtigen im Establishment nippen an ihm wie die Moskitos an einem Picknick. Spezialkräfte und Deep State-Einsatzkräfte umkreisen ihn auf bedrohliche Art. Gleichzeitig versuchen die Schwergewichte von Deep State, ihn in einem Meer von Anschuldigungen zu ertränken.

Wir dachten, „The Donald“ würde schnell Frieden mit dem Sumpf schließen.

Er hat keine festen Überzeugungen … keine Ideologien oder Prinzipien, die ihm im Weg stehen.

Wir dachten, er würde Hand in Hand mit den Insidern gehen … und das größte Sumpf-Lebewesen von allen werden.

Und als er sein Kabinett mit Generälen und Goldman-Jungs vollstopfte, dachten wir, er sei exakt auf diesem Weg.

Insider wollen Trump nicht

Aber so wie es jetzt aussieht, passt „The Donald“ da einfach nicht rein. Viele Deep State-Füchse erachten ihn als unzuverlässig. Oder als peinlich. Sie wollen ihn loswerden oder ihn schwächen, so dass er mehr oder weniger irrelevant ist.

Die Insider im Establishment sind fest entschlossen, ihn weiter zu schlagen; bis er umfällt.

Sie könnten Erfolg damit haben. Oder vielleicht auch nicht. Aber das ist jetzt nicht mehr wirklich wichtig.

Mittlerweile steckt Präsident Trump so viele Schläge ein, dass er schon anfängt zu wackeln. Nach nur fünf Monaten im Amt sieht er wie eine lahme Ente aus. Er kann keine größeren Veränderungen mehr machen – selbst wenn er wollte.

Und was ist mit dem Vizepräsidenten Pence?

Er ist bereit, jederzeit mit den Insidern Hand in Hand zu gehen.

So wie das eben üblich ist. Kein ausgetrockneter Sumpf … keine ernsthaften Budgetkürzungen … keine Tränen im Deep State Land … kein Ende der endlosen Kriege … keine Trump-Reflation … keine großen Infrastrukturprojekte … keine „Jobs, Jobs, Jobs“ … und keine Veränderung im Kurs.

Insider haben totale Macht

Die Feds kontrollieren – direkt oder indirekt – die Hälfte des US-BIP. Und die Insider kontrollieren die Feds. Das letzte, was die wollen, ist eine echte Veränderung.

Aber das bedeutet nicht, dass sie diese aufhalten können.

Märkte machen nicht einfach Halt, nur weil die Insider das so wollen; Märkte reagieren auf das öffentliche Spektakel … aber sie folgen auch tieferen Strömungen.

Schulden schrumpfen nicht, nur weil man sie nicht bezahlen kann. Und die Zukunft wartet nicht auf einen, der nicht bereit für diese ist.

Veränderung passiert, ob man dies will oder nicht.

Irgendwann bald – höchstwahrscheinlich noch vor dem Ende des Jahres 2017 – wird das Gewicht der Schulden, Lügen, Wahnvorstellungen und Betruges dazu führen, dass der Boden an den Märkten wegebricht.

Wenn das passiert, werden die Leute plötzlich das Interesse an dem Spektakel in Washington verlieren.

Es wird nicht mehr interessant sein, ob Russland sich in einer US-Wahl eingemischt hat. Niemand wird mehr ein Interesse daran haben, ob Comey gelogen hat … oder Trump … oder was die New York Times sagte … oder ob „The Donald“ präsidial agiert.

Wall Street kommt wieder in den Fokus

Stattdessen wenden sich alle Augen auf das Schauspiel in New York richten. Zusammenbrechende Preise bekommen das ganze Interesse.

Der Dow wird sich halbieren. Die großen Banken, die zu groß sind, um zu scheitern, werden untergehen. Menschen, die ETFs gekauft haben, um „im Markt“ zu sein, wollen „aus dem Markt“ raus. Die Volatilität, die noch vor kurzem wie das EKG eines toten Mannes aussah, wird anfangen, wie wild nach oben zu schnellen.

Und dann wird der Anruf des Präsidenten an die Vorsitzende der Fed folgen.

„Tu etwas! Rette uns! Eile zur Rettung!“

Und zur Rettung werden sie eilen.

Aber wie?

Mit kurzfristigen Zinsen, die bereits in der Nähe von Null sind … mit der Fed, die bereits mehr als $ 4 Billionen an Staatsanleihen in der Bilanz hält … mit dem Haushaltsdefizit, das in den kommenden 10 Jahren um 10 Billionen Dollar steigen wird…

…was können Sie da noch groß machen?

Das und nichts anderes wird die nächste große Geschichte sein …

… nicht die Schlacht über die russische Wahleinmischung …

… nicht der Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen …
Quelle: Kapitalschutz-Akte
Weitere Informationen: Investor Verlag

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