Der künstliche Aufschwung ist die Krise

18. Juli 2013 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

von Thorsten Polleit

Im Euroraum versinken immer mehr Volkswirtschaften in Rezession und Depression. Der künstliche Aufschwung, den die Euro-Einführung anfänglich brachte, ist vielerorts einem Abschwungsalbtraum gewichen. Die Menschen in den betroffenen Ländern erleiden Arbeitslosigkeit, Einkommensverluste oder gar persönlichen Ruin. Nicht nur sie…

…sondern auch die Menschen in anderen Euroraum-Ländern, die sich vor einem ähnlichen Schicksal fürchten, rufen nach geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen, um das Unheil abzuwenden. So verständlich eine solche Reaktion aus Sicht der Betroffenen auch ist, sie ist aus ökonomischer Sicht höchst problematisch.

Denn der viel beklagte Abschwung bringt nichts anderes als die wirtschaftliche Gesundung der zuvor im Aufschwung angehäuften Fehlentwicklungen. In der Öffentlichkeit herrscht jedoch eine andere Sichtweise vor. Ein Konjunkturaufschwung wird begrüßt. Er bringt Einkommens- und Beschäftigungszuwächse, er ist wie eine wohltätige Flut, die alle Boote, ob klein, ob groß, gleichermaßen anhebt. Ein Abschwung wird hingegen als „Krise“ verdammt: Er ist mit Produktions- und Arbeitsplatzverlusten verbunden, unterscheidet unbarmherzig zwischen erfolgreichem und nicht erfolgreichem Wirtschaften. Anders gesprochen: Aufschwung ist gut, Abschwung ist schlecht.

Kreditgeld

In der heutigen Papiergeldwelt ist jedoch der Aufschwung das, was ökonomisch als Krise zu bezeichnen ist, und der von vielen beklagte Abschwung ist es, der Fehlentwicklungen abbaut, die der Aufschwung verursacht; der Abschwung führt die volkswirtschaftliche Produktionsleistung wieder zurück zum Gleichgewicht. Das Ausweiten der Geldmenge durch Kreditvergabe löst nämlich einen illusionären Scheinaufschwung aus.

Die Zinsen werden unter das Niveau gedrückt, das sich im freien Markt einstellen würde. Die Ersparnisse nehmen ab.

Gleichzeitig steigt der Konsum, und zusätzlich erhöht die Investitionstätigkeit die Nachfrage nach knappen Ressourcen. Das delikate Koordinationsverhältnis von Sparen – Konsumieren – Investieren, das über den freien Marktzins bestimmt wird, gerät aus der Balance.

Die neuen Investitionen können sich nicht rechnen. Die tatsächlich verfügbaren Ersparnisse reichen dafür nicht aus, zumindest nicht zu herrschenden Preisen, oder die Unternehmer merken, dass sich ihre Produkte nicht zu den erhofften Preisen absetzen lassen. Die Erwartungen der Investoren werden enttäuscht.

Produktion und Beschäftigung, die im künstlichen Aufschwung ausgeweitet wurde, werden nun wieder zurückgeführt. Der Aufschwung geht in einen Abschwung über.

Vor allem sind die Folgen eines künstlichen Aufschwungs für Staaten und Banken problematisch. Die Finanzen des Staates verbessern sich. Ausgaben lassen sich durch Kredite problemlos finanzieren. Banken weiten im Auf-schwung ihre Gewinne aus, indem sie neue Kredite vergeben und zusätzliche Finanzprodukte verkaufen. Die Vorteile für Staat und Banken, die der Aufschwung bringt, verwandeln sich jedoch, wenn der Abschwung einsetzt, in schwere Nachteile. Staaten fällt es immer schwerer, ihren Schuldendienst zu leisten. Banken merken, dass Kreditkunden in Zahlungsschwierigkeiten geraten, und dass es zunehmend schwieriger wird, die Ansprüche der eigenen Gläubiger zu bedienen… (Seite 2)

 

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16 Kommentare auf "Der künstliche Aufschwung ist die Krise"

  1. Michael sagt:

    Wenn ein Boom und der anschließende Bust in einer spezifischen Blase oder Bläschen (Umfang) verdaut sind stellt sich ein neues Preisniveau ein und das ist höher, das wäre das Ziel.

    In Europa ist das eine etwas absurde Strategie. Es reicht nicht mehr den Arbeitsmarkt zu flexibilisieren, wenn der Product Mix nicht stimmt wie in Griechenland und teils in Spanien oder Portugal. Die Strategie dort billiger zu produzieren hat ja 20 Jahre oder länger nicht gefruchtet. Will Europa überhaupt in diesen Gebieten was erreichen, braucht es andere Ideen.

    Teils kann ich mich mit den Inhalten des Artikels anfreunden.

  2. 4fairconomy sagt:

    „Was aber, so ist zu fragen, macht einen „echten“ Aufschwung aus?

    Die Antwort lautet: Die Marktakteure sparen aus dem laufenden Einkommen mehr und investieren ihre Ersparnis in produktive Verwendungen.“

    Und was ist, wenn die Marktakteure sparen und nicht in produktive Verwendungen investieren und das Geld horten? Soll ein echter Aufschwung von der Lust und Laune der Sparer abhängig sein, ob sie in produktiven Anlagen investieren mögen oder nicht? Soll das Wohl von Mio Menschen wirklich davon abhängig sein?

    Was ist die Bedingung, dass in produktiven Verwendungen investiert wird? Die Aussicht auf genügend Rendite. Das bedeutet wiederum, ein echter Aufschwung gibt es nur, wenn für die Ersparnisse genügend rentable Verwendungsmöglichkeiten vorhanden sind. Denn gespart wird auch dann, wenn dies nicht der Fall ist, d.h. die Menge an anfallenden Ersparnissen richtet sich nicht nach der Menge an möglichen rentablen Verwendungsmöglichkeiten! Schlicht, weil diesbezüglich der Marktpreis versagt. Das Sparbedürfnis kann gross genug sein, dass 0% Zins nominell (nicht einmal real) nicht davon abschrecken, zu sparen. Gut zu sehen an den über 1000 Mrd. Liquidität, welche US Unternehmen zuweilen vor sich herschoben. Gleichzeitig muss der Staat auf Pump und finanziert aus der Notenpresse Geld ausgeben, damit die Wirtschaft nicht absäuft.

    Siehe auch:

    https://finanzportal.vermoegenszentrum.ch/Wissen-Tools/Wissen-Tools/Thema-der-Woche/Thema-der-Woche-vom-10-Juli-2013.html

    Mir ist schleierhaft, wie man folgende Tatsache ignorieren kann: Damit eine Rendite möglich ist, müssen die Erwerbstätigen mehr produzieren, als sie mit ihrem Einkommen konsumieren können. Wie kann aber der Markt geräumt werden? Dies ist nur möglich, wenn die Empfänger der Zinsen (Gewinne, Renditen usw.) diese zur Markträumung einsetzen (ob selbst oder durch Geldausleihe oder Spenden). Anders kann die Wirtschaft auf Dauer nicht funktionieren! Natürlich kann ein Land mehr exportieren als importieren, wodurch mehr eingenommen werden kann als ausgegeben wird. Aber in einem geschlossenen System wie die Weltwirtschaft eines ist, kann nur soviel eingenommen werden, wie ausgegeben wird – ausser es wird Geld gedruckt! Aber das soll ja nicht stattfinden, zumindest nicht um den Geldkreislauf „nachzufüllen“, weil Gelder blockiert bleiben.

    Die Ursache der Krise ist nicht das drücken der Zinsen und das Gelddrucken – dies sind nur nachfolgende Symptombekämpfungen einer Problematik, welche tiefer liegt, nämlich, dass es keinen funktionierenden Marktpreis gibt zwischen Sparen und Investieren! Es wird zunehmend mehr gespart als investiert, wodurch die Produktion zunehmend ins Leere zu laufen droht, womit noch mehr gespart und noch weniger investiert wird usw. (Abwärtsspirale). Deshalb die Interventionen, um die Wirtschaft nicht absaufen zu lassen.

    Eine ganz wesentliche Ursache der Krise ist auch die Verteilung: 10% oder weniger besitzen über 50% des Volksvermögens. Diese profitieren mindestens entsprechend von den Vermögenserträgen, also sagen wir 15% des Sozialproduktes. Diese 10% haben aber kaum unbefriedigte Konsumbedürfnisse mehr, welche ins Gewicht fallen. Sie haben vor allem ein Sparbedürfnis. Und sie können problemlos auf die anfallende Liquidität sitzen bleiben und mit Investieren zuwarten, bis die Wirtschaft wieder in Schwung kommt (dank dem Staat!), damit das Investieren sich wieder lohnt -> Trittbrettfahren auf Kosten der Allgemeinheit, welche den Aufschwung vorfinanziert!

    Weil ein wesentlicher Teil der Ersparnisse keine zurückgestauten Konsumbedürfnisse darstellen, also überhaupt nicht aus Konsumverzicht entstehen, findet auch kein vermehrter Konsum statt, wenn die Renditen sinken. Das Geld bleibt einfach liegen! Hier hilft eine Liquiditätsabgabe ganz wesentlich zur Aufhebung dieser Blockade, welche eine unhaltbare Situation darstellt.

    Wenn die Ersparnisse nur investiert werden, wenn die Rendite im Schnitt genügend über 0% liegt, muss deswegen die Wirtschaft wachsen. Eine Schlussfolgerung des obigen Artikels ist: entweder wächst die Wirtschaft exponentiell und ein „echter Aufschwung“ ist möglich, oder es kommt zur Krise!

    Wollen die Menschen wirklich ein Geldsystem, welches keine anderen Alternativen bietet? Also ein Geldsystem, welches keine Stabilität ermöglicht, wenn die Wirtschaft nicht exponentiell (prozentual) wächst? Wollen die Menschen ein Geldsystem, mit dem der Wohlstand der Mehrheit von der Lust und Laune einer Minderheit abhängig ist?

    Es ist zynisch, immer mehr Flexibilität nach unten von den Löhnen zu verlangen, während den Ersparnissen eine Mindestrente von 0% garantiert werden soll. Und zwar insbesondere auch dafür, dass sie sich einer produktiven Investition verweigern können und so erst recht eine Krise auslösen bzw. verstärken.

    Im Gegenzug sollen die Erwerbstätigen zu noch niedrigeren Löhnen produzieren, womit sie sich noch weniger an der Markträumung beteiligen können?

    Die Vorschläge von Prof. Polleit führen nicht zum Aufschwung und noch weniger zu breitem Wohlstand, sondern zu einer weiter zunehmenden Spaltung der Gesellschaft in arme, um ihre Existenzgrundlage bangende, schuftende bedürftige Erwerbstätige und zu einem weiteren sinnlosen und unverschämtem Vermögenswachstum bei einer Minderheit! Von den ökologischen und demokratischen Folgen einer solchen Misswirtschaft ganz zu schweigen.

    • Gandalf sagt:

      @4fairconomy

      Zitat:
      „Und was ist, wenn die Marktakteure sparen und nicht in produktive Verwendungen investieren und das Geld horten? Soll ein echter Aufschwung von der Lust und Laune der Sparer abhängig sein, ob sie in produktiven Anlagen investieren mögen oder nicht? Soll das Wohl von Mio Menschen wirklich davon abhängig sein?“

      Erst seitdem das Wohl von Millionen von Menschen durch kapitalistische Arbeitsteilung (= dezentral angewandtes Wissen) gesichter werden kann, müssen Menschen nicht mehr verhungern -So wie z.B. in der zentral , von einem „genialien Führer“ gelenkten Volkswirtschaft Nordkoreas!

      Ich für meine Teil würde Ihnen keine einzigen Cent überlassen, da Sie schon an anderer Stelle gezeigt haben, das ihnen ökonomische Zusammenhänge genauso wesensfremd sind, wie den Kommunisten in ihren Traumländern.

      Zitat:
      „Mir ist schleierhaft, wie man folgende Tatsache ignorieren kann: Damit eine Rendite möglich ist, müssen die Erwerbstätigen mehr produzieren, als sie mit ihrem Einkommen konsumieren können. Wie kann aber der Markt geräumt werden? Dies ist nur möglich, wenn die Empfänger der Zinsen (Gewinne, Renditen usw.) diese zur Markträumung einsetzen“

      Soso es ist Ihnen also schleierhaft, wie es neben Kartoffelbauern auch noch Kuhbauern geben kann, die Milh gegen Kartoffeln tauschen? Auch an diesem Unverständnis ist der Sozialismus schon mehrfach gescheitert!

      Zitat:
      „Aber in einem geschlossenen System wie die Weltwirtschaft eines ist, kann nur soviel eingenommen werden, wie ausgegeben wird – ausser es wird Geld gedruckt! Aber das soll ja nicht stattfinden, zumindest nicht um den Geldkreislauf “nachzufüllen”, weil Gelder blockiert bleiben.“

      Mein Goptt! Eine ‚Geldrechnung‘ kann innerhalb einer kapitalistischen Arbeitsteilung immer nur ‚ein Hilfskonstrukt‘ sein, um ökonomische Entscheidungen zu begründen. – NIE UMGEKEHRT!!! Wer das tut begibt sich in die Gefilde von „monetary craks“§ udn faselt dann regelmäßig was von Exponentailafunktionen udn das der Zins angeblich nie mit geschöpft werden würde und ähnlichen Blödsinn.

      Geld arbeitet nciht! Es sind immer die Menschen die in Arbeitsteilung den Tauschwert der einzelnen Güter erhöhen können. Die Geldmenge spielt Nie eine Rolle. Es ist lediglich der (unmanipulierte) Preis, der Unternehmens- und Konsumentenentscheidungen beeinflusst. Steigt die Produktivität steigt auch der Wert der einzelnen Geldeinheit bei gleicher Menge

      Ich gebe ihnen eine Tipp mit was sie anfangen können sich solide ökonomische Kenntisse anzueignen, die zeitlos gültig sind und bleiben: http://www.wissensnavigator.com/documents/Mises_Gemeinwirtschaft.pdf

      Zitat:

      „Die Ursache der Krise ist nicht das drücken der Zinsen und das Gelddrucken – dies sind nur nachfolgende Symptombekämpfungen einer Problematik, welche tiefer liegt, nämlich, dass es keinen funktionierenden Marktpreis gibt zwischen Sparen und Investieren!“

      Selbstverstsändlich liegt die Ursache der Krise im drucken von ‚Schwundgeld‘. Dadurch werden Preise (einschließlcih des Preises für das Tauschmittel Geld) im höchsten Maße manipuliert!

      Menschen haben Zeitpräferenzen. Sie schränken ihren Gegenwartskonsum ein, wenn Sie der Ansicht sind das ein Zukunftskonsum mit dem ersparten Geld sinnvoller ist. Da sie aber gleichzeitig immer auch eine (völlig individuelle, von keinem Gottspieler errechenbare) Wirtschaftlichkeitsrechnung durchführen, richten sich ihre Entscheidungen auch nach dem Preis, bzw. dem OErtrag des Geldes selbst, den der Konsumverzicht jeweils mit sich bringt.

      Greift man hier mit Gelddruckerei und Zinsmanipulation ein (so wie es zb. Freigeldideolgoen, Keynesianer und sonstige Gottspieler selbstherrlich und genauso dumm wie arrogant durchzuziehen gedenken) manipuliert man Milliarden von Entscheidungen, die eine ganze Volkswirtschaft in Gefahr bringen können, weil man z.B. unsinnige Energieprojetke durch Kredite und Sonderzinsen „anschiebt“, wohingegen die Rohstoffe für diese Projekte anderweitig ökonomischer eingesetzt werden könnten. Des weitern lohnen sich bei künstlich zu niedrigen Zinsen auch solche (unsinns-) Projekte, die unter normalen Marktbedingungen nie fianzierbar wären (z.B. leere sTaäcte in der chinesischen Wüste)

      Die Gelddrucker kaufen mittels Falschgeld und der Hilfe ihrer „politischen Hehler“ Waren auf, die dann für die restliche Volkswirtschaft immer teurer, weil knapper werden. siehe dazu den „Cantilloneffekt“: http://ef-magazin.de/2009/01/10/881-oekonomie-cantillon-effekte

      So ergibt sich auch die stets verhängsvolle Allianz aus Sozialpolitikern (die sich selbst Schulden genehmigen um „Gutes zu tun“) und den Finanzkapitalisten (diejenigen die sich an den gemachten Schulden dumm und dämlich verdienen und den Sozialpolitikern zu Wahlsiegen verhelfen)
      Der Geldsozialismus eben, den wir gegenwärtig erleben dürfen und der wie jeder Sozialismus auch diesmal in einer Katastrophe enden wird.

      • 4fairconomy sagt:

        @ Gandalf

        „Erst seitdem das Wohl von Millionen von Menschen durch kapitalistische Arbeitsteilung (= dezentral angewandtes Wissen) gesichter werden kann…“

        Zur Zeit wird das Wohl von Millionen Menschen durch die aktuelle Misswirtschaft bzw. Verteilungskrise bedroht. In den USA lebt fast die Hälfte der Bevölkerung unter oder nahe am Existenzminimum. Siehe auch:

        http://www.neopresse.com/wirtschaft/es-gibt-keine-wirtschaftskrise/

        Weder klassische, liberale oder neoliberale ökonomische Theorien haben eine Antwort auf die Verteilungskrise. Ich verwerfe wie Sie die sozialistischen Ansätze. Es gibt vielversprechendere Ideen wie die von Silvio Gesell bzw. der Freiwirtschaft. Sie haben nichts mit sozialistischem Gedankengut zu tun, wie sie mir immer wieder unterzustellen pflegen.

        „Die Geldmenge spielt Nie eine Rolle.“ und dann „Selbstverstsändlich liegt die Ursache der Krise im drucken von ‘Schwundgeld’. Dadurch werden Preise (einschließlcih des Preises für das Tauschmittel Geld) im höchsten Maße manipuliert!“

        Also die Geldmenge spielt nie eine Rolle, aber wenn zuviel Geld gedruckt wird, ist dies für Sie (für mich auch!) eine abzulehnende Preismanipulation…

        Aber im Gegensatz zu Ihnen sehe ich (bzw. sah Silvio Gesell) auch darin eine Preismanipulation, wenn wirtschaftliche Akteure das Geld horten und so eine Deflation herbeiführen! Das ist dasselbe wie das Horten von Nahrungsmitteln, um den Preis künstlich in die Höhe zu treiben. Geldhortung führt zur Deflation = gegenüber den Gütern steigt der Wert des Geldes. Deflation ist z.Z. nur kein drängendes Thema (siehe aber Japan!), weil sich die Staaten massiv verschulden (= Nachfrage auf Pump) und Geld gedruckt wird wie wild (auch hier, siehe insbesondere Japan). Eine Deflation hat aber für die Menschen verheerende Folgen, wie die Geschichte zur genüge gezeigt hat.

        Inflation wie Deflation führen zu leistungslosen Gewinnen und zu Verlierern ohne Selbstverschuldung. Deshalb ist Preisstabilität so wichtig, will man die Entwicklung eines möglichst breiten Wohlstands durch Eigeninitiativen ermöglichen. Und auch hier haben weder liberale, neoliberale noch sozialistische Theorien den hauch überzeugender Ansätze, wie Preisstabilität dauerhaft und sicher erreicht werden könnte.

        „Des weitern lohnen sich bei künstlich zu niedrigen Zinsen auch solche (unsinns-) Projekte, die unter normalen Marktbedingungen nie fianzierbar wären (z.B. leere sTaäcte in der chinesischen Wüste)“

        Erstens sind die Zinsen aktuell nicht künstlich zu tief sondern viel zu hoch! Die Vorenthaltung grosser Beträge auf der Angebotsseite führt zu konjunkturell gesehen viel zu hohen Zinsen (gemäss Taylor-Regel sollte der Mindestzins heute bei -5% liegen…). Die Zinsdrückerei der Notenbanken ist nur eine Symptombekämpfung der künstlich durch Geldhortung und der ausufernden Spekulation auf den Finanzmärkten (=Bindung von Liquidität) hochgehaltenen Zinsen! Letztlich ist es eine (untaugliche) Massnahme der Notenbanken um eine Deflation zu verhindern!

        Zweitens haben Sie recht, dass der Staat möglichst keine Projekte finanzieren oder anschieben soll sondern dies den Marktteilnehmern überlassen soll, die besser wissen können, wo und wieviel zu investieren ist.

        Die Notenbank hat aber für Rahmenbedingungen zu sorgen, welche die Preisstabilität auf Dauer sicherstellen. Das ist im Wesentlichen (nebst einer Bodenreform, einer Vollgeldreform und freien Wechselkursen), was die Freiwirtschaft fordert. Vergleiche mit kommunistischen Diktaturen zeugen nicht gerade von auch nur oberflächlichen Kenntnissen der Freiwirtschaft und den Ideen Silvio Gesells (der bzgl. freier Marktwirtschaft und Staatsinterventionismus auch ultraliberale Ansichten vertrat – dort wo angebracht!).

        • Gandalf sagt:

          @4fairconomy

          Zitat:
          „Zur Zeit wird das Wohl von Millionen Menschen durch die aktuelle Misswirtschaft bzw. Verteilungskrise bedroht.“
          Richtig! – eine Mißwirtschaft, die z.B. sehr gut belegbar bei der amerikanischen Immobilienkrise druch ’staatliche Eingriffe‘ („Anti-Diskriminierungsgesetze) ausgelöst wurde und sich kaskadierend immer weiter aufschaukelt. (Es werden jetzt nur noch die Verursacher „gerettet“, wenn der Markt auf Fehlentscheidungen der staatlichen Stellen ausschlägt)

          Zitat:
          “ In den USA lebt fast die Hälfte der Bevölkerung unter oder nahe am Existenzminimum. Siehe auch:“

          Auch richtig. Im Sozialismus wären sie schon längst verhungert.

          Die USA ist ja schon lange kein Land mehr, indem nach objektiven ökonomischen Gesichtspunkten entschieden wird, sondern nach ‚etatistischen‘ und damit ‚politischen‘. Es hat sich nahezu schon all das verwirklicht, wovor Ayn Rand gewarnt hat. Wir sollten froh sein, das nicht auch noch das „Finale“ so abläuft wie in „Atlas shrugged“ an die wand gemalt: Faschismus, Krieg, Massenarmut, Hunger, – weil einfach die grundlegenden ökonomischen Gesetze nicht beachtet werden und Gottspieler am Hebel sind („PRISM“ ist auch nur ein Symptom dafür)

          Zitat:
          „Weder klassische, liberale oder neoliberale ökonomische Theorien haben eine Antwort auf die Verteilungskrise.“

          Unsinn, – die Klassisch Liberalen“, – die hier in D nicht mal mehr einen Lehrstuhl haben,- haben als einzige rechtzeitig vor dieser Krise gewarnt. (siehe dazu u.a. die Veröffentlichungen von Roland Baader und Claus Vogt) Etatistische Ideologien (wie der sich liberal gebende Neoliberalismus), konnten zwar wegen ihres (kleinen) liberalen Anteils Erfolge verzeichnen, mussten aber an ihrem Gundübel – dem staatlich manipulierten (fiat money) Geldsystem – scheitern, das kein Neoliberaler je aufgeben wird.

          Zitat:
          „Also die Geldmenge spielt nie eine Rolle, aber wenn zuviel Geld gedruckt wird, ist dies für Sie (für mich auch!) eine abzulehnende Preismanipulation…“

          Auch hier: Sie lesen, bzw. adaptieren nicht genau und basteln mit Irrtümern ihre Theorien, die zu falschen Schlüssen führen müssen.

          Es gilt: Die Gelmenge spielt keine Rolle! Ob nun 10 Kartoffeln 10 GE kosten oder 10 Kartoffeln 100 GE. Die ‚Realtion‘ im Preisniveau im Verhältnis zu den Kartoffeln bleibt in einer Volkswirtschaft immer gleich. (Können Sie sich noch an Italien erinnern als alle (Lira-) Millionäre) waren. Haben ihnen die „Millionen“ genutz, doer das was man dafür kaufen kann?)

          ENTSCHEIDEND ist die ÄNDERUNG der Geldmenge: WER und an WELCHER STELLE ändert sich die geldmenge für WEN?
          (Sie sind meinem Hinweis zum ‚Cantillon-Effekt‘ natürlich nicht gefolgt, der übrigens ‚zentral‘ für die Lehre der „Austrians“ steht, wenn es um Inflation etc. geht)

          Es gibt grundsätzulich zwei (2!) Arten wie man die Geldmenge in Händen der Geldinhaber VERÄNDERN (erhöhen) kann. Und diese unterscheiden sich diametral.

          1) Erhöhnung der Menge des Tauschmittels (Geld) durch (er)finden von Tauschmittel. Vereinfacht: Durch Geld „drucken“, hat der ‚Drucker mehr Geld‘

          Es provitiert naturgemäß der Drucker, der glauben macht, dass das gedruckte Geld was wert sei und die Hehlere, die ihm dabei helfen das Geld in Umaluf zu bringen.

          2) Verbilligung von Gütern, durch effizientere Produktionsmethoden, Erfindungen, Fleiß, etc. Vereinfacht: Der Konsument und Investor hat mehr GELD ÜBRIG um zu konsumieren oder zu investieren.

          Und WICHTIG: Es profitieren im ersten Schrtitt ANDERE, als derjenige der die ERfindung gemacht hat, von der Erfindung)

          ====
          Etatistische Gottspieler und monetary cranks kennen nur Methode 1) Den diese versetzt sie in die bequeme Situation, – ohne Fleiß und Innovation – am Gütertausch teilhaben zu können, obwohl sie NICHTS Produktives FÜR ANDERE dazu beitragen. DIEBE und BETRÜGER eben.

          Während in der kapitalistischen Wertschöpfung gemäß 2) erst einmal „der Kapitalist“ das von sich Ersparte auslegen muss, um z.B. eine Fabrik zu bauen, während der Bauphase Löhne zahlen muss, Rohstoffe bezahlen musss, etc…

          Alle anderen (v.a die Arbeiter und „kleinen Leute“) profitieren also von dieser Art der Geldmengenänderung im Geldbeutel – bevor der Unternehmer überhaupt einen einzigen Cent Gewinn vereinnaht hat (und ob er übrhautp Gewinn mach tist ja noch nicht mal sicher. Dennoch bekommend die Arbeiter bis dorthin Geld. Geld, das der Unternehmer oder ein anderer (z.B. Kreditgeber) sich irgendwann in der Vergangenheit abgespart hat! Nur so war überhaupt Massenwohlstand möglich!

          Ich hoffe Sie können un einigermaßen erkennen welchen Schaden dieses Betrugsmodell 1) in einer Volkswirtschaft anrichtet, dass Sie sogar noch weiter ausbauern wollen!

          Zitat:
          Geldhortung führt zur Deflation = gegenüber den Gütern steigt der Wert des Geldes.

          Unterscheiden Sie bitte erst mal ‚Defaltion‘ (= immer die FOLGE einer infaltionären Gelddruckerei,- Also der Heilungsprozess nach einem Betrug) – und ‚Preissenkung durch Produktivitätssteigerung‘, die natürlich auch durch Hortung ausgelöst erden kann!! Nur weil z.B. Apple seine iphones mit verschiedenen Mitteln „unersetzbar“ amchen wollte, – gibt es günstigere Samsung Handys! Monopole können sich in einem freine Markt NIE lange halten. Sie gibt es immer nur dort, wo (staatlich angestellte) Ideologen am Werkt sind und die Monopolkosten per Zwang auf die Allgemeinheit umwälzen.

          Sie ignorieren komplett die Findigkeit der Menschen innovativ vorauszudenken und eingefahrene Schienen zu verlassen! – Wie ein Funktionär eben, der immer in seiner Anweisung nachschauen muss, welchen Schritt er als nächstes geht. Typisch für Ideologen ohne Sachverstand und Praxisbezug
          PRAXEOLOGIE: – Auch das ha tL. v. Mises gelehrt: http://de.wikipedia.org/wiki/Praxeologie

          Zitat:
          “ Eine Deflation hat aber für die Menschen verheerende Folgen, wie die Geschichte zur genüge gezeigt hat. “

          Faseln Sie nicht wieder herum sondern belgen Sie mir anhand der bereits von mir angeführten Beispiele welche (angeblich) verheerenden Folgen die Deflation hatte!?

          Als Beispiel hatte ich die größten Deflationen in der Geschichte angeführt, die wir kennen: Das Kriegsende von WK1 und WK2

          Milllionen von Panzern und Kanonen waren schlagartig überflüssig/wertlos (bzw. „suberbillig“)Ich wiederhole auch hier. Was war daran schlecht?

          (und weichen Sie nicht immerzu aus, wenn ich ihre selbstgefällgen Behautpungen hinterfrage, die sie stets nicht belegen. Das gebetsmühelnartige Wiederholen von bereits widerlegtem nervt nicht nur, sondern zeigt einen Unfähgikeit logisch argumentiv Erkenntnsise erarbeiten zu können. Wie bei Ideolgien eben)

          Die größten Defaltionskrisen, die wir kennen, waren also in sehr kurzer Zeit gelöst (schon nahc 1-2 Jahren hatten die Massenarbeitslosen zumidnest in den USA neue Jobs in innovativen Branchen, die den größten Wirtschaftsaufschwung aller Zeiten ermöglichten)

          Ganz anders die Krise von 1929: Eine Endlosschleife von staatlichen Interventionen verhinderte in den USA die Gesundung der Wirtschaft (das „Pleite-gehen“ von unproduktiven Zweigen). In D zeigte die (stets unbeliebte) Sparpolitik Brünings trotz Versailler Diktat bereits nach wenigen Jahren Erfolge, die dann leider Hitler als seine eigenen ausgab. (und der Faschismussympathisant und Gegenspieler von Mises und Hayek, – J.M. Keynes dies auch noch bestätigte)

          Zitat:
          „Vergleiche mit kommunistischen Diktaturen zeugen nicht gerade von auch nur oberflächlichen Kenntnissen der Freiwirtschaft und den Ideen Silvio Gesells (der bzgl. freier Marktwirtschaft und Staatsinterventionismus auch ultraliberale Ansichten vertrat – dort wo angebracht!). “

          Ach kommen Sie – Das habe ich doch schon alles durch! Ich hatte früher stets nur ein Faible für Naturwissenschaften (Physik), weil ich Volkswirtschaft schlechthin für keine echte Wissenschaft sonern für „Esoterik“ hielt. Die Ereignisse von 2007/2008 berührten mich Anfangs überhaupt nicht, bevor ich nicht einen „seltsamen“ Film von „B.Senf“ sah, dessen Behauptungen (die Sie ja kennen) mich tatsächlich zum nachdenken anhielten Daraufhin folgen Ausflüge zur ‚Humanwirtschaftspartei‘ und das massenweise herunterladen von „Gesellschen Schriften“, Helmut Creutz und E.W. Kreutzer (mit dem ich mich u.a. deswegen auch getroffen habe. (usw.)

          Ich muss zugeben, manche Ideen sind (auf den ersten Blick) sehr interessant (wohl weil für viele zunächst ungewohnt und logisch ‚induktiv‘ naheliegend. Das (trügerische) Bauchgefühl eben) – bis ich tatsächlich mit der „österreichischen Schule“ (via C. Vogt und Baader) in „Berührung“ kam und ich meine Ansicht zur VWL revidieren musste: Man kann diese logisch deduktiv (also nach wissenschafltich Prinzipien) fassen – und das über einen alten Bekannten, der ein Held aus meiner „pyhsikalischen Phase“ war: Dem „Österreicher“ Sir Karl Popper und seinem kritischen Rationalsimus, der wiederum selbst großen Einfluss auf die „Lehre der Österreicher“ hat.

          • 4fairconomy sagt:

            „Im Sozialismus wären sie schon längst verhungert.“ Diesbezüglich ging es den Menschen in sozialistischen Länder nicht so schlecht, als denjenigen, welche in den USA mit Lebensmittelmarken ums Überleben kämpfen müssen. Davon sind in Washington 1 Einwohner von 4 betroffen…Solche Zustände gab es z.B. in der DDR nicht (in anderen sozialistischen Länder gab bzw. gibt es sehr wohl auch Hunger). Anderes Beispiel: China. Sozialistisch bzw. zentralistisch geführte Wirtschaft mit vielen Interventionen und Preisregulierungen schaffte es, 300 Mio Menschen aus der Armut zu holen… Nicht, dass ich sozialistische Länder als Vorbild nehmen würde, aber ihre extreme Auffassung einer laisser-fair Wirtschaftspolitik kann ich nicht teilen. Das führt zu einer immer grösseren (Wirtschafts-)Machtkonzentration bei Wenigen.

            „Die USA ist ja schon lange kein Land mehr, indem nach objektiven ökonomischen Gesichtspunkten entschieden wird.“ In den USA haben die Oligarchen das Sagen. Die „Gottspieler“ sind die privaten (!) Eigentümer der FED, die Besitzer und Herrscher über die Finanzindustrie. Die USA sind ein gutes Beispiel, wie schädlich die Konzentration von (Wirtschafts-)Macht ist. Hat die Österreichische Schule ein Rezept bzw. Ideen, wie des verhindert werden kann?

            „…haben als einzige rechtzeitig vor dieser Krise gewarnt.“ Also die Freiwirtschaft kann nachweislich auch für sich beanspruchen, auf ein krisenhaftes Ende des „Kapitalismus“ aufmerksam gemacht zu haben.

            Die Deflation in Deutschland nach 1929 wurde ausgelöst durch drastische Reduzierung der Geldmenge, weil diese mit Gold gedeckt werden musste und den USA ein teil des Goldes abgeliefert werden musste! Die Folgen waren verheerend und haben die soziale Situation herbeigeführt, welche Hitler zur Macht verhalf. Nichts da von erfolgreiche Sparpolitik (ausser Ihnen ist die unverschuldete Verarmung praktisch der ganzen Bevölkerung wegen der Reduzierung der goldgedeckten Geldmenge egal). Natürlich kann es, nachdem die Wirtschaft richtig kaputtgespart wurde, nur noch besser werden…Ist dies Ihr Vorschlag zur aktuellen Krisenbewältigung: zuerst alles kurz und klein schlagen, Mio verarmen lassen, damit es dann wieder aufwärts gehen kann?

            Dass nach einem Krieg der Kapitalismus gut funktioniert ist absolut logisch! Die Frage ist, wie funktioniert der Kapitalismus bei zunehmend gesättigten Märkten? Oder braucht es halt immer wieder Kriege, um von Vorne mit dem Aufbau (->Aufschwung) beginnen zu können?

            Kapitalismus in Kurzform erklärt: Kapitalismus ermöglicht kreditfinanziertes Wachstum – das ist nach dem Krieg. Kapitalismus erzwingt Wachstum auf Pump – das ist vor dem Krieg.

            Ihre Geldmengenänderungstheorien sind beides Betrugsmodelle, welche keine dauerhafte Preisstabilität garantieren. Zum Betrugsmodell 2: funktioniert nur bei wachsender Wirtschaft, d.h. wenn die Investoren damit rechnen können, auf Dauer mehr einzunehmen als sie für die Vorfinanzierung und Betriebsfinanzierung ausgegeben haben -> die Kapitalerträge beanspruchen einen immer grösser werdenden Teil des Sozialproduktes. Wenn dieses nicht Wächst und auch die Geldmenge damit, ist rasch mal das Ende des Systems erreicht: Die bedürftigen Erwerbstätigen können sich immer weniger an der Markträumung beteiligen (trotz günstiger werdender Güter!)während die Kapitalertragsempfänger immer weniger Anreiz haben werden, ihre Kapitalerträge zu investieren. Ihre Vorstellung bzw. die der Österreicher über eine funktionierende Geldwirtschaft ist nicht nachvollziehbar bzw. umgesetzt würde dies rasch zum Kollaps und zu viel Elend führen. Vielleicht braucht es aber mal solch ein Experiment, damit es ein für alle mal begriffen wird!

            zum ‘Cantillon-Effekt’ : der existiert nur bei dem aktuellen System der Giralgeldschöpfung sowie bei inflationärem Schöpfen von zuviel Liquidität. Mit einem umlaufgesicherten Vollgeld spielt der Cantillon-Effekt keine Rolle mehr. Der leistungslose Gewinn aus der Geldschöpfung (Seniorage) gehört zu 100% der Allgemeinheit.

            „Unterscheiden Sie bitte erst mal ‘Defaltion’ (= immer die FOLGE einer infaltionären Gelddruckerei,- Also der Heilungsprozess nach einem Betrug) – und ‘Preissenkung durch Produktivitätssteigerung’, die natürlich auch durch Hortung ausgelöst erden kann!!“

            Da kann ich Ihnen nicht Folgen. Deflation ist nun mal definiert durch einen zunehmend günstiger werdenden Index-Warenkorb und damit Steigerung der Kaufkraft pro Geldeinheit. Deflation gab es insbesondere auch unter Goldwährungen, also ohne vorangehende inflationäre Gelddruckerei – sieh z.B. „Morgan – der ungekrönte König der Welt“. Und das waren keine positiven Zeiten!

            Creutz halte ich für einen guten Analysten und Aufrüttler, aber bezüglich freiwirtschaftlicher Theorien nicht immer unproblematisch (insbesondere was die Geldschöpfung anbelangt). E.W. Kreutzer ist absolut nicht empfehlenswert, kocht aus den eigenartigen Interpretationen der gesellschen Ideen sein eigenes Süppchen, welche zum Teil ungeniessbar ist. Wirklich empfehlenswert sind die Schriften Gesells selbst (insbesondere die natürliche Wirtschaftsordnung) oder die beste Einführung zum Verständnis der Gedanken von Gesell ist das Buch „Weder Kapitalismus noch Kommunismus“ von Gerhard Senft (nicht Bernd Senf – dessen Bücher und Schriften sehr zu empfehlen sind, aber die Ideen Gesells etwas „verschleiert“ vermittelt werden bzw. mit anderen Ideen und Konzepten angereichert werden – das ist aber keine Kritik).

            Da die „österreicher Schule“ die Problematik des Geldumlaufes nicht einsieht, deflationäre Krisen als „Reinigung“ befürwortet und sie die Fixierung des untersten möglichen Marktzinses bei 0% nicht als folgenschweren Eingriff ins Marktgeschehen erkennt, produziert diese Schule z.T. völlig unbrauchbare Ansätze, welche umgesetzt z.T. direkt ins Verderben führen würden. Wünsche niemandem, dass deren Theorien zuerst in der Praxis erprobt werden müssten, um deren Untauglichkeit zu erkennen…(Einige gute, liberale Ansätze kann ich allerdings schon auch erkennen, aber diese würden nicht genügen, um eine monetär verursachte Katastrophe zu verhindern…- ausser es würde als private Parallelwährung auch ein umlaufgesichertes Geld eingeführt im Sinne des free banking).

    • Avantgarde sagt:

      “ 10% oder weniger besitzen über 50% des Volksvermögens. Diese profitieren mindestens entsprechend von den Vermögenserträgen, also sagen wir 15% des Sozialproduktes.“

      Soll nicht zynisch klingen aber das ist sogar noch die extreme Positivvariante.
      Die Datenerhebung ist gar nicht so einfach – die Lage ist vermutlich noch sehr viel schlimmer.
      http://www.kiwifo.de/Darstellungen_der_Vermoegensverteilung.pdf

      Die 10% Profiteure besitzen halt leider 90% der Medienmacht und steuern das Wahlvieh alljährlich in die gewünschte Richtung.

      Die Ungleichheit wird uns letztlich auf globaler Ebene eines Tages tatsächlich ins Verderben stürzen – alles schon mal dagewesen…
      🙁

      Aber man darf ja noch träumen:
      http://www.youtube.com/watch?v=7rZbvi6Tj6E

      • Gandalf sagt:

        @Avantgarde:

        Zitat:
        „Die 10% Profiteure besitzen halt leider 90% der Medienmacht und steuern das Wahlvieh alljährlich in die gewünschte Richtung.“

        Ist halt nur die Frage wer sind ‚DIE‘ 10% ??

        Sind es tatsächlich die „Kaptialisten“, also die vorwiegend mittelständischen Unternehmer und ihre Arbeiter und Angestelle, – die regelmäßgi ‚wenig‘ politsche Macht in’s Parlament einbringen, aber die Stütze unserer Gesllschaft und des Wohlstandes darstellen.

        ..Oder sind es die ‚Nettostaatsprofiteuere‘:

        – Finanzwirtschaftler (die nur mit Geld und damit gar keine produktven Kapitalisten sind), die vom „immer merh Schulden machen“ leben unhd sich dabei dumm und dusselig verdienen
        – die „wir profitieren vom Euro“ – Großkonzerne, die stets aud Staatsaufträge und Subventionen angewisen sind, um ihre Oligopole aufrecht zu erhalten
        – Ideologen innerhalb staatlicher Stellen (50% der „Grünen“ Volzeitbeschäftigtenb Partiemitglieder haben Nistpllätze in staatlichen Einrichtungen bezogen uhnd manipuliern von dort aus die Rebuplik. Von den Gendertanten und Sexonkels gar nciht zu sprechen)
        – Politiker die nicht das Volk vertreten, sondern gern ein bischen auf eigene Rechnung „Gotts spielen“ (genannt Etatisten)

        Ich tippe daher auf Letzteres: Die Nettostaatsprofiteure. Und das scheint das Grundübel zu sein: DerStaat selbst, der uns nicht mal mehr beschützen kann und mehr Gewlt und Zwang produziert, als es ein Unternehmer je könnte.

        Der Etatisitsche Staat selbst, ist für diese Ungleichverteilung verantwortlich und manipuliert nicht nur die Medien.

        Er ist nicht „der Retter“, sondern unser aller Ausbeuter.

        • Avantgarde sagt:

          Nur mal für das Protokoll: Ich bin keineswegs ein Pateigänger von den Grünen oder Roten!

          Als rot/grün damals an die Macht kam war es anfangs aber tatsächlich ein kleiner Hoffungsschimmer für mich – der sich allerdings bald in einen Alptraum verwandelte.

          Statt „etwas besser“ wurde es mit der Zerstörung der gesetzlichen Rente, Pampern der Großfirmen durch z.B. der steuerfreien Veräusserung von Kapitalbeteiligungen, der steuerlichen Entlastung des Großkapitals und der entsprechenden Verschuldung des Staats „sehr viel schlimmer“
          Ich könnte hier endlos Dinge aufzählen, die den Rahmen hier sprengen.

          Nichts als Leute wie z.B. den guten alten Norbert Blüm hab ich mir in der Vergangenheit zurückgewünscht!
          Mammamia was mußte der arme für eine Schmutzkampagne über sich ergehen lassen….
          Immerhin bleibt er sich treu. Er hatte damals wie heute Recht!
          Ist sehenswert:
          http://www.youtube.com/watch?v=hoxMSeJVrh0


          Die sogenannten Global Players sind das Krebsgeschwür unserer aktuellen Gesellschaftsform – nein auch damit hab ich nix am Hut.
          Ich kann nur jedem raten lokale Produkte zu konsumieren um die Wirtschaft vor Ort zu unterstüzen.
          Mal abgesehen davon würde z.B. der Irrsinn von China Apfelsaftkonzentral nach Deutschland zu verschiffen ebenfalls etwas reduziert…

          Bei mir damals hieß es noch noch VWL…
          Nein ich bin kein Interessensvertreter – ich versuche die Dinge systemisch zu sehen.
          Mich interessiert wie möglichst viele von dem technischen Fortschritt profitieren können – und nicht möglichst wenige die nicht mehr wissen wohin mit ihren zusammengerafften und geklauten Gütern.

          Mit diesen irren Summen an zusammengerafften Vermögen kommen wir übrigens ganz zwangsläufig in Gefilde wo es mit der Demokratie schwierig wird.

  3. Michael sagt:

    Die Auswirkungen sind noch viel verheerender. Wenn sich das Boom/Bust Business als volkswirtschaftlich gelebtes Modell durchsetzt dann treibt das die Vermögens- und Einkommensumverteilung in ein sehr fragwürdige Richtung.

    Der Bau leidet an dem Blasenbusiness, seit eh und jeh. Am Bau sieht man in welche Richtung sich der Boom/Bust bewegt.

    Bei Assetblasen in Aktien oder Immobilien aus Sicht der Assets das gegen ein Sparguthaben wird getauscht geht die Welt beim Bust noch nicht unter. Das ist zwar bitter, wenn jemand teuer kauft und unangenehm, da jene die mit hohen Summen investiert sind die Assets sowieso eher zu niedrigen Preisen erwerben. Bei einer Immobilie schaut man möglw. nicht immer auf den Preis. Wenn ein zuvor an Zahlungsmittel reicher in den Mittelstand abrutscht ist das kein Drama. Kredite lasse ich mal außen vor. Ohne Finanzierung auf Kredit spricht man nicht zwingend von Blasen.

    Solange eine Volkswirtschaft es schafft, das jeder Bürger die Grundbedarfe kann stabil aus der Realwirtschaft decken bleiben Blasen auf Assets beschränkt. Wir haben zwar auch hier eine Rückkopplung über die Kapitalgesellschaften, aber die leiden nicht unter dem Bust, denn die bewerten ihre Aktien hoffentlich eher realtitätsnah am Gegenwert und realistisch erwirtschaftbaren Gewinnen.

    Worin Mitteleuropa muss besser werden ist die Vermögensbildung bei allen, die an Vermögensbildung interessiert sind. Da sind Boom/Bust Zyklen immer verlockend für jene die genaueres Wissen über den Markt verfügen. Was ist praktischer als Metall. In Österreich war das auch Tradition – Goldmünzen für die Kinder jedes Jahr eine oder zwei. Wenn jeder 3 bis 5 Monatsgehälter in preiswert erworbenem Metall oder Aktien hält erreicht man durchaus eine Stabilität auch in der Vermögensbildung.

    Somit bleibt der letzte Punkt – Pensionen über Einkommensumverteilung finanziert.

    Da wäre es an sich besser bei der Einkommensumverteilung in Richtung vom Staat abhängige Wirtschaftseinheiten (Apotheken, Pharma, öffentl. Aufträge für Bauunternehmen, Gehälter im öffentlichen Dienst usw… Pensionen) eher an Gewinnminimierung zu denken und gleichere Verteilung der Entlohnung

    Auch andere Investments zuzulassen ist nicht falsch – die Golden Gate Bridge ist ja auch nicht vom Staat Kalifornien finanziert worden.

    Anpassung an Durchschnittsgehälter in der Realwirtschaft und schmäleren Bandbreiten. Ein Pensionist der monatl. auf sein Sparbuch legen kann, sei es ihm vergönnt, ist Hölle fürs Wirtschaftswachstum – gilt genauso für Gehaltsempfänger der oben genannten Kategorie. Wachtsumskiller No. 1. Die Produktivitätszugewinne wachsen ja nicht in den Himmel.

    Wenn ein Beamter/öffentl. Bediensteter entlang des Schnitts der Realwirtschaft in der Pension bedacht werden wird oder schon zur Zeit des Schaffens, dann wird er sein Möglichstes zu im eigenen Interesse das Werkl in Summe nach vorne zu bringen. Es ist alles eine Frage der Incentives.

    Funktionierte in .at ganz gut im Grunde. Seit der EU geht es teils wieder zurück in die alter Leier. Wir hatten mal eine Zeit, da wurde in die Responsiveness investiert – man bekam bei der Polizei einen Reisepass in einer halben Stunde max. einer. Jetzt ist die Aktivität wieder bei der Gemeinde und es dauert Tage. Jetzt werden wieder Leute beschäftigt wie im Kommunismus inkl. der Post. Keine Schimpfe auf die Verwaltungsreform die lief ganz gut und läuft immer noch. Was man bemerkt ist, dass seit dem Einwirken der EU, der Zentralisten, wieder Politik sich in die Verwaltung reinfrisst.

    Entlastung der Einkommensumverteilung ist Teil der Vermögensbildung. Besser jeder ist ein kleiner Kapitalist als ein paar große. Es will eh nicht jeder gleich Millionär werden, aber es sollte möglich sein.

  4. FDominicus sagt:

    „Unsinn, – die Klassisch Liberalen”, – die hier in D nicht mal mehr einen Lehrstuhl haben,- haben als einzige rechtzeitig vor dieser Krise gewarnt“

    In der Tat. Es sind die Unbelehrbaren die meinen mit mehr Umverteilung (= mehr Diebstahl) eine gerechtere Welt schaffen zu können. Wie friedlich ist eine Welt in der einem die Staatsgewalt bei jedem Kauf mal „eben“ zwichen 7 – 19 % abzockt, dazu noch diverse anderen Eingriffe gegen das Eigentum.

    Und dann kommen die „Spezialisten“ und meinen wenn man den Diebstahl nur „richtig“ aufzieht, kommt dabei etwas „Gutes“ heraus. Es ist die „Alchemie des Falschgelds“ und der nicht funktionierende Ansatz die Welt nach einem „besseren Menschen“ zu „modellieren“.

    Die klassischen Liberalen haben
    a) den Untergang der Nationalsozialisten vorausgesehen
    b) den Untergang des „real existierenden Sozialismus.

    Beides traf zu, heute versuchen wir es nochmal mit einem Interventionsstaat. Betrrüblicherweise werden dann dazu der Begriff Neoliberalismus gebraucht. Das Neo ist dabei dann nicht da „angebliche“ Problem sondern der „Liberalismus“, dabei ist es dieser der die einzige funktionierende Antwort hat.

    Aber manche Sachen dürfen einfach nicht sein, und andere „müssen“ sein auch wenn es niemals auf Dauer funktionieren kann. Und so haben wir weltweit die höchsten Schulden die es jemals gab. Blöderweise muß irgendwann irgendwer diese Schulden „tragen“. Es sind leider nicht diejenigen die diese Schulden zu verantworten haben…

  5. Gandalf sagt:

    @4fairconomy

    Zitat:
    „Diesbezüglich ging es den Menschen in sozialistischen Länder nicht so schlecht, als denjenigen, welche in den USA mit Lebensmittelmarken ums Überleben kämpfen müssen. Davon sind in Washington 1 Einwohner von 4 betroffen…Solche Zustände gab es z.B. in der DDR nicht (in anderen sozialistischen Länder gab bzw. gibt es sehr wohl auch Hunger).“

    Ach – schon vergessen, das die Menschen in der DDR nur nach dem Zusammenbruch des Sozialismus nicht verhungert sind, weil sie die Grenzen (mit Schussapparten und Minenfeldern) niedergerissen haben, so das kapitalistische Hilfe für das Pleiteland überhaupt greifen konnte? Hätte man das nicht geschafft, wäre der ’nordkoreanische Hungersozialismus‘ nur eine Frage der Zeit gewesen. Ein Stadium das in den USA bei weitem noch nicht erreicht ist und auch nicht wird, so lange die Selbsthilfe von den etatistischen Politikern dort nicht eliminiert werden kann. (siehe Detroit und wie es sich durch Selbstorganisation neu erfindet, – dort wo der Staat kein Geld mehr hat)

    Zitat:
    “ Anderes Beispiel: China. Sozialistisch bzw. zentralistisch geführte Wirtschaft mit vielen Interventionen und Preisregulierungen schaffte es, 300 Mio Menschen aus der Armut zu holen…“

    Unter Mao sind 40 Mio verhungert! Erst seit man dezentrales wirtschaften und freie Vereinbarung über Preise (= kapitalistisches wirtschaften) gibt es dort keine Hunger mehr und in gleichem Maße wächst die Anzahl der Millionäre. – Oder sind die etwa auch ‚geplant‘!?

    Zitat:
    „Nicht, dass ich sozialistische Länder als Vorbild nehmen würde, aber ihre extreme Auffassung einer laisser-fair Wirtschaftspolitik kann ich nicht teilen. Das führt zu einer immer grösseren (Wirtschafts-)Machtkonzentration bei Wenigen.“

    Was rauchen Sie eigentlich, damit Sie sich ihre Traumwelt so skrupellos schönlügen können? Es ist genau umgekehrt! Im Sozialismus haben am Schluss einige wenige Parteibonzen alles (Volksvermögen und Macht) ! Siehe DDR, die verschwundenen SED-Milliarden, die STASI-Seilschaften bei der Treuhandabwicklung usw. – oder Nordkorea, wo immer noch alles „in einer Hand“ liegt

    Nennen Sie mir einen Sozialismus bei dem das nicht so war oder ist!

    Zitat:

    “ In den USA haben die Oligarchen das Sagen. Die “Gottspieler” sind die privaten (!) Eigentümer der FED, die Besitzer und Herrscher über die Finanzindustrie. Die USA sind ein gutes Beispiel, wie schädlich die Konzentration von (Wirtschafts-)Macht ist. “

    Auch hier wirkt sich wieder ihre Leseschwäche aus: Ich habe bereits mehrfach gesagt das die USA kein kapitalistisches Musterland ist, bzw. diesen vor ca.100 Jahren (mit Gründung der FED) verloren hat. Die Macht ist eben nicht in Händen der Produktiven, – sondern in Händen der (politischen) Etatisten und Monetaristen – also genau solchen Gottspielern, zu denen Sie sich gerne gesellen würden. Oder ist etwa die FED so „privat“, das sie wegen ihrer Bilanzversluste schließen muss und daher von „anderen Privaten“ ‚aufgelöst‘ werden kann? So wie es ALLE „Austrians“ (insbesondere der Libertäre Kongressabgeordnete Ron Paul) schon seit Jahrzehnten fordern!?

    Hat die Österreichische Schule ein Rezept bzw. Ideen, wie des verhindert werden kann?

    Natürlich! Machen Sie sich endlich mal kundig!

    – Die Entnationalisierung des Geldes (Hayek)

    – „Fight the FED“ (Ron Paul)

    – Generell: Rückbau des Staates um den sozialistischen Ausbeutern und Etatisten sukzessive die Macht zu entziehen um allen Menschen ein Leben in Freiheit und Wohlstand zu ermöglichen.

    – dazu das libertäre Mainfest: http://docs.mises.de/Blankertz/Manifest.pdf

    Zitat:

    “ Also die Freiwirtschaft kann nachweislich auch für sich beanspruchen, auf ein krisenhaftes Ende des “Kapitalismus” aufmerksam gemacht zu haben.“

    Die übliche Wunschvorstellungen/Lügen von Sozialisten halt, die NIE in Erfüllung gingen und wohl nur der Projektion der eigenen Verlogenheit auf andere dienen.

    Bislang sind nur die Wirtschaften zusammengebrochen, in denen der Sozialismus die Oberhand gewann. Denn ‚rein kapitalistische Wirtschaftsordnungen‘ (die anarchisch wären), hat es ja in den letzten Jahrhunderten flächendeckend kaum gegeben. (nicht eingetragene Vereine, wie zB.- die meisten Freiwilligen Feuerwehr-Unterstürtzungsvereine sind in D anarchisch organisiert, dh. ohne gesetzl. Vertreter, aber dafür in Eigenverantwortung) Es liegen immer Mischformen zwischen individualistischen und kollektivistischen Wirtschaftsformen vor. Wobei letztere ausnahmslos die Tendenz zu einem selbstzerstörerischen Totalitatrismus entwickeln, wenn man ihnen die Chance gibt den Staat zu übernehmen (was insbesondere in der deutschen Geschichte leider viel zu oft der Fall war: Sei es nun Lasalle und Bismarck oder Hitler und Hindenburg oder die DDR)

    Gegenwärtig entwicklen wir uns hin in Richtung eines 75% Sozialismus (50% sozialsitisches Geldsystem + 1/3 Staatshaushalt vom erwirtschafteten Sozialprodukt)

    Nur noch 25-30% Produktive halten den Laden letzlich am Laufen. (Wobei natürlich nicht jeder 100% bzw. 0% Produktiv ist. Was aber heisst, das wir alle weniger arbeiten müssten, wenn wir uns der sozialistischen Ausbeuter entledigen könnten.

    Es ist durchaus möglich, das die Wissenschaft bessere Produktionsmethoden bereitstellen kann, um die (kapitalistische) Ökonomie überflüssig macht – dann wenn es den „universellen Replikator ala Raumschiff Enterprise gibt. Aber bis dahin müssen wir uns erst mit der zweitbesten Methode abmühen: Dem Umgang mit physikalisch gegeben Knappheiten, die Sozialisten ja verleugnen müssen, da sonst ihre Theorien sofort zusammenbrechen würden.

    Zitat:

    „Die Deflation in Deutschland nach 1929 wurde ausgelöst durch drastische Reduzierung der Geldmenge, weil diese mit Gold gedeckt werden musste und den USA ein teil des Goldes abgeliefert werden musste!“

    Unsinn. Die Ursache wurde bereits Jahre vorher gesetzt: Die Kreditausweitung durch Monetaristen (also „monetary cranks“ sie Sie einer sind) weit über die zur Verfügung stehende Golddeckung hinaus: Vortäuschung von nicht vorhanden Ressourcen also. Den gleichen Bauernfängertrick, den Sie beabsichtigen. Ein künstlicher Boom, der immer im „Bust“ enden muss, wen die Wahrheit über die tatsächlichen Möglichkeiten einer Volkswirtschaft an’s Licht kommt (wie schon immer – und wie wir auch demnächst wieder erfahren werden)

    Zitat:
    „Natürlich kann es, nachdem die Wirtschaft richtig kaputtgespart wurde, nur noch besser werden…Ist dies Ihr Vorschlag zur aktuellen Krisenbewältigung: zuerst alles kurz und klein schlagen, Mio verarmen lassen, damit es dann wieder aufwärts gehen kann?

    Die Millionen die „verarmt“ und ausgebeutet wurden, gehen auf Konten von Leuten wie Ihnen. Auch die, die dafür sterben mussten um „Furzideen“ innherhalb eines pseudowissenschafltichen Verständnisses ökonomischer Zusammenhänge durchzusetzen.

    In der „Österreichischen Welt“ kommt es gar nicht so weit, da man die Leute nicht belügt und betrügt, sondern ihnen eine Chance gibt, sich zivilvertraglich Wohlstand zu erarbeiten. Zudem werden die Geldesoteriker, Gemeinwohl- Betrüger und Schmarotzer ihre leistungslos erlangten „Villen“ räumen müssen, um Menschen platz zu schaffen die sich aus der Konkursmasse etwas aufbauen wollen. Nochmal Phillipp Bagus: http://www.derhauptstadtbrief.de/cms/index.php/89-der-hauptstadtbrief-114/302-austeritaet-ein-ammenmaerchen

    Zitat:

    „Dass nach einem Krieg der Kapitalismus gut funktioniert ist absolut logisch!“

    Da Sie es bislang nicht so sehr mit Logik hatten, hätte ich doch diese Behauptung gern etwas näher erläutert, warum das „logisch“ sein soll!?

    Einer der „Ur-Libertären“ – Frederic Bastiat- hat ja genau dieses herrschende Mißverständnis unter sich wirtschaftsverständig gebenden Scharlatanen, – das Zerstörung, Wirtschaft ankurbeln würde, – mit der Parabel vom „zerbrochenen Fenster“ schon im vorletzten Jahrhundert süffisant widerlegt.

    ..und daher bin ich wieder mal sehr gespannt, ob auch wieder mal nicht mehr dahinter steckt als die (hier äußerst gefährliche Kriegslogik) „Logik eines monetary cranks“. Paul Krugmann hat hja ähnlich kranke Vorstellungen http://www.wissensnavigator.com/documents/KriegKrankesGeld.pdf

    Ich bestehe hier auf eine konkrete Antwort, ansonsten können Sie sich ihr sonstiges Gedöns ganz sparen:

    WAS IST DARAN LOGISCH, das nach einem Krieg Kapitalismus besser funktioniert?

    Zitat:

    “ Die Frage ist, wie funktioniert der Kapitalismus bei zunehmend gesättigten Märkten?“

    Was verstehen Sie unter „gesättigte Märkte“? Einen Wunder-Kühlschrank, der immer voll ist? Da außer Sozialisten niemand einen solchen betreibt, müssen Kapitalisten stets mit ‚Knappheiten‘ umgehen, die sie animieren, „bessere Produkte“ zu einem „günstigeren Preis“ herzustellen, die „weniger“ Ressourcen zu verbrauchen (als z.B. die umweltschädliche sozialistische „Überflusswirtschaft“, die ständig damit zu tun hat den Überfluss im Wunderkühlschrank richtig zu verwalten)

    ‚Praxeologen‘ sehen immer eine Chance der Verbesserung des gegenwärtigen Zustandes womit sie SELBST UND ANDERE profitieren. Das ist ein menschlicher Trieb. (Wie z:B. sich freiwillig zur Feuerwehr zu melden) Insofern gibt es einen „gesättigten Markt“ nur bei Monopolisten/Sozialisten, die ihre EIGENEN Pfründe absichern wollen und dazu Staat und Ideologien einspannen um die Produktiven auszubeuten, bzw. Entwicklugnen mittels Preiskontrollen zu stoppen wenn sie um ihre Macht und Monopole fürchten.

    Zitat:

    „Oder braucht es halt immer wieder Kriege, um von Vorne mit dem Aufbau (->Aufschwung) beginnen zu können? “

    Das behaupten ja ihre ideologisch verwandten Freunde: Die Keynesianer und Krugman.

    (Ansonsten: siehe Frederic Bastiat)

    Kapitalisten sind stets auf Frieden und Rechtssicherheit angewiesen um Geschäfte zu machen. Sozialisten kennen nur den Wohlstand durch Raub. Deswegen waren waren und sind die stets freiheitsfordernden Produktiven den kriegstreibenden sozialistischen Ausbeutern und Gottspielern ein Dorn im Auge.

    Zitat:

    „Kapitalismus in Kurzform erklärt: Kapitalismus ermöglicht kreditfinanziertes Wachstum – das ist nach dem Krieg. Kapitalismus erzwingt Wachstum auf Pump – das ist vor dem Krieg.“

    Woher nehmen Sie ständig diese abstrusen Behauptungen, die auch hier jedweder Logik und der Kenntnis von ökonomischen Zusammenhänge entbehren!?

    Selbstverständlich ist im Kapitalismus ein Wachstum auch ohne Kredit möglich! Ganz einfach indem man Ressourcen ’spart‘ („hortet“), um sie dann gezielt investieren zu können. So macht man sich sogar von Banken unabhängig. (..und das wollen Sie und ihre Genosssen natürlich auf gar keinen Fall) So ein Wachstum ist natürlich langsamer, dafür aber „organisch“ und belastet die Umwelt weit weniger, als sozialistische Zwangswachstum per Plan. Ich habe ihnen bereits das Beispiel mit dem „Beerensammler“ gennant! Warum gehen Sie darauf nicht argumentativ ein, wenn sie es denn widerlegen könn(t)en – und behaupten stattdessen einfach immer nur weiterhin das Gleiche!?

    Nur in einem Monetarismus, dem Sie anhängen, ist es möglich mehr Kredit auszureichen als aktuell Ressoucen vorhanden sind. Das löst Wachstumszwänge aus, insbesondere dann, wenn es wegen zu niedriger Zinsen zu Fehlinvestitionen kommt (und bei einem Minuszinssatz von 5%, den Sie vorschlagen, sich die Bastler von „Siemens-Lufthäken“ und „Perpeetuum Mobiles“ die Hand geben. Offener Betrug der veinigten Monetative aus Spinnern, Pseudowissenschaftlern und Ideologen an der Wirtschaft und am Wohlstand der künftigen Generationen)

    Es sind stets Geldspieler wie Sie, die ungedeckte Versprechen machen (bzw. solche, für die ANDERE einzustehen haben) und damit einer Volkswirtschaft schweren Schaden zufügen, die nur dadurch verdeckt werden können, das man ‚Wachstum per Zwang‘ (oder geschönte Statistiken) einführt, um die Verluste durch „Furzideen“ auszugleichen, die in einem freien (Geld-) Markt niemals finanziert worden wären. Aber das geht nicht ewig gut, wie man heutzutage sehen kann.

    Zitat:
    „Ihre Geldmengenänderungstheorien sind beides Betrugsmodelle, welche keine dauerhafte Preisstabilität garantieren. “

    Nur ihr Modell 1) (=Ihr Modell) ist ein Betrugsmodell

    Beim Modell 2) profitieren v.a. die kleinen Leute und Unternehmen z.B. über einen günstigen Energiepreis und ihren eigenen Fleiß, wenn sie sich an der Arbeitsteilung beteiligen

    Bitte unterlegen Sie ihre infame Behauptung:
    Was ist an Arbeitsteilung zum gegenseitigen Nutzen und in freier Vereinbarung Betrug? (und wenn Sie es nicht können, dann seien ein für alle mal ganz still)

    Betrug ist es eine Preisstabilität für (von Natur aus) knappen Waren überhaupt herbeizaubern zu wollen. (Genausogut könnten Sie den Menschen Reisen mit Überlicht versprechen)

    Preisschwankungen sind eines der wichtigsten Signale einer (freien) Marktwirtschaft überhaupt! Nur so kann ich überhaupt kalkulieren, ob Waren in ausreichendem Umfang kaufbar (verfügbar) sind! Wird Getreide infolge schlechter Witterung Nachfrage teurer – werden vlt. mehr Kartoffeln nachgefragt, so das es sich für Bauern lohnt wieder mehr in Kartoffeln zu investieren! (und so die Nahrungsversorgung sicherstellen)

    Was wollen Sie blos mit ihrer unsinnigen „Preisstabilität“ anrichten? In der DDR hatten Bananen immer den gleichen Preis – daher gab es keine (bzw. nur welche für die ‚korrupten Beziehungswirtschaflter‘ und Machthungrige, die ein Sozialismus IMMER hervorbringt)

    Zitat:
    „Was diese kranke Vorstellung angerichtet hat, haben Sie schienbar noch niemals erlebt, wollen es aber anderen überstülpen?“

    Was bitte ist daran „krank“, das man Macht und geraubten Reichtum nicht den mit Geld spielenden Politfunktionären überlassen möchte, sondern das er denjenigen zu Gute kommen soll, die für ihr Brot arbeiten wollen? (Das ist es was der Kapitalismus leisten kann, wenn man ihn lässt, was schon vielfach bewiesen wurde. Öfter als wie Ihr Betrugsmodell gescheitert ist)

    Zitat:
    “ Zum Betrugsmodell 2: funktioniert nur bei wachsender Wirtschaft, d.h. wenn die Investoren damit rechnen können, auf Dauer mehr einzunehmen als sie für die Vorfinanzierung und Betriebsfinanzierung ausgegeben haben -> die Kapitalerträge beanspruchen einen immer grösser werdenden Teil des Sozialproduktes.“

    Quatsch. Durch (gewinnbringende) Investitionen wird das Sozialprodukt stärker gesteigert als der Kreditanteil! Kapitalerträge können in einer Ökonomie – die KEINE Luftnummer ist, eh nur gezahlt werden, wenn die Investition lukrativ ist! Wenn also viele ‚echte Kaptialerträge‘ fliessen, dann ist es ein Zeichen dafür das es einer Wirtschaft (und den Menschen) ausnehmend gut geht.

    – Was auf Ihre ‚falschen, marktfernen Zinsen‘ natürlich nicht zutrifft. Diese wachsen auch dann überproportional, wenn es der Wirtschaft schlecht geht und eigentlich gar nichts zu verteilen ist, weil man z.B. in „Furzideen“ investiert hat, die Gottspieler in ihrem Wahn gefördert und Produktive enteignet haben.

    Zitat:
    „Wenn dieses nicht Wächst und auch die Geldmenge damit, ist rasch mal das Ende des Systems erreicht: Die bedürftigen Erwerbstätigen können sich immer weniger an der Markträumung beteiligen (trotz günstiger werdender Güter!)während die Kapitalertragsempfänger immer weniger Anreiz haben werden, ihre Kapitalerträge zu investieren. Ihre Vorstellung bzw. die der Österreicher über eine funktionierende Geldwirtschaft ist nicht nachvollziehbar bzw. umgesetzt würde dies rasch zum Kollaps und zu viel Elend führen. Vielleicht braucht es aber mal solch ein Experiment, damit es ein für alle mal begriffen wird! “

    Das Elend ist dort, wo sozialistische Plan- oder Kommandowirtschafter die Produktiven (Kapitalisten) zunächst ausgebeutet, dann vertrieben oder getötet haben

    Überall wo bislang die Ökonomie nach der österreichischen Volskwirtschaftslehre in nur wenigen Punkten befolgt wurde, ging es bergauf (siehe auch China oder England unter M Thatcher, R. REagan, etc. ). Im gleichen Maße nimmt die persönliche Freiheit des einzelnen Menschen zu. Nennen Sie mir bitte ein einziges Land, in dem der Sozialsismus und/oder die Schwundgeldideolgie jemals zu wirtschaftlicher Prosperität geführt hat! (nach Recht und Freiheit der Menschen frage ich wohl hier lieber nicht)

    Zitat:
    „zum ‘Cantillon-Effekt’ : der existiert nur bei dem aktuellen System der Giralgeldschöpfung sowie bei inflationärem Schöpfen von zuviel Liquidität. Mit einem umlaufgesicherten Vollgeld spielt der Cantillon-Effekt keine Rolle mehr. Der leistungslose Gewinn aus der Geldschöpfung (Seniorage) gehört zu 100% der Allgemeinheit.“

    Sie haben wieder mal nichts verstanden. Wie lassen Sie denn bitte „der Allgemeinheit“ in ihrem Modell die Seignorage (..hat übrigens nichts mit „Senioren“ zu tun, wie Sie möglicherweise implizieren) der „Allgemeinheit“ zukommen? Warum sollte man ausgerecht Ihnen, der die Geldausgabe nach gutdünken selbst bestimmt, nicht weis, das es bei Ökonomie um ‚Knappheiten‘ geht, usw., die Verteilung überlassen? Warum darf der Produktivitätsgewinn nicht denjenigen zu Gute kommen, die ihn erarbeiten? …

    Zitat:
    „Da kann ich Ihnen nicht Folgen. Deflation ist nun mal definiert durch einen zunehmend günstiger werdenden Index-Warenkorb und damit Steigerung der Kaufkraft pro Geldeinheit. Deflation gab es insbesondere auch unter Goldwährungen, also ohne vorangehende inflationäre Gelddruckerei – sieh z.B. “Morgan – der ungekrönte König der Welt”. Und das waren keine positiven Zeiten!“

    ..es waren dann keine positiven Zeiten, wenn Finanzwirtschaftler sich mit der Staatsmacht zusammentun und mittels einer Art „Monetative“ das Geldsystem udn die Interventionen bestimmten. (so auch 1929) Im schottischen Freebanking hingegen war mit dem Goldstandard eine der längsten Perioden wirtschaftlichen Aufschwunges verbunden (bis diese wiederum durch die Staatsmacht beendet wurde)

    Man kann auf dreierlei Arten an den Besitz anderer Menschen kommen

    1) Spende

    2) freiwilliger Tausch (Kapitalismus)

    3) (gewaltsamer) Diebstahl/ Betrug

    Nur bei 2) entsteht Wohlstand.

    Geldherstellung und monetäre Manipulation ist kein freiwilliger Tausch! Und auch keine Spende. Daher ist der Reichtum von „Morgan“ auf der gleichen Art entstanden, wie der Reichtum und die „Systemrelevanz“ die Sie durch ihre „Geldmanipulation“ zu erlangen trachten: Durch Diebstahl und Betrug. Diese Art von Reichtum ist amoralisch erworben und darf/muss in Frage gestellt werden.

    Ein durch freiwilligen Tausch erlangter Reichtum ist jedoch moralisch in höchstem Maße gerechtfertigt, da der Reiche hier sehr viele Tauschwaren frewillig der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt hat.

    So einfach ist.

    Ihnen scheint folgendes zu entgehen: Eine Bank in der „österreichischen Welt“ stellt kein Geld her. Man bekommt dort keinen „Kredit“, – sondern nur ‚Geld geliehen‘! Geld, das andere (und nicht Bank) hergestellt und der Bank wiederum leihweise überlassen haben um sorgsam damit umzugehen.

    Das ist kein Betrug, sondern eine tauschfähige Dienstleistung

    Gelddrucken, sowie Schwundgeld per Zwang in Umlauf bringen ist Betrug. Dieses gehört verboten und bestraft.

    Zitat:
    „Da die “österreicher Schule” die Problematik des Geldumlaufes nicht einsieht, deflationäre Krisen als “Reinigung” befürwortet“

    In einem von Manipulateuren und Interventionisten befreiten, also „entnationalisierten“ System, gibt es keine „Problematik des Geldumlaufes“, da Geld selbst eine (Tausch-)Ware ist und damit den ökonomischen Kreislauf perfekt und selbstreflexiv schließt. (siehe oben: Banken erzeugen keinen Kredit in der österr. Welt!)

    Wenn Sie den Artikel von Prof. Polleit gelesen hätten, hätten Sie bemerkt, das die Österreicher stets deswegen die Krisen voraussagen können, weil sie rechtzeitig auf die ‚inflationäre Geldvermehrung‘ der Geldesoteriker hinwiesen, – die AUSNAHMSLOS in einem deflationären Knall endet. Sie „befürworten“ diesen Knall nicht, – sondern halten ihn so unvermeidbar, wie das Platzen eines Luftballons, den man meint durch immer weiteres Aufpumpen stabil halten zu können. Wer meint wissenschaftlich begründete, ökonomische Gesetze durch „Gesundbeten“ in ihrem Lauf aufhalten zu können (oder in ihrem Fall wohl durch ‚NOCH MEHR wertloses Schwundgeld‘), – ist im besten Fall ein volksverdummender Scharlatan, im schlimmsten Fall ein übler Krimineller.

    Zitat:
    „und sie die Fixierung des untersten möglichen Marktzinses bei 0% nicht als folgenschweren Eingriff ins Marktgeschehen erkennt, produziert diese Schule z.T. völlig unbrauchbare Ansätze, welche umgesetzt z.T. direkt ins Verderben führen würden. Wünsche niemandem, dass deren Theorien zuerst in der Praxis erprobt werden müssten, um deren Untauglichkeit zu erkennen…

    Sie Scharlatan! – Zeigen Sie mir wie sie mit einen einzige Knopf herstellen können, in dem Sie Geld aus dem Nichts schöpfen!

    Der Betrug in Ihrer Ideologie ist für jeden offensichtlich der sich seinen klaren Verstand bewahrt. Orwellsche Tatsachen und Begriffsverderehungen helfen Ihnen jetzt auch nicht mehr weiter.

    Wenn ich nochmal gutmeindend mit Ihnen sein soll: Hinterfragen Sie endlich mal Ihre hanebüchene, falsche (induktive) Logik und die sich daraus folgenden Zirkelschlüsse. Es nutzt auch nichts wenn Sie jetzt Widerlegtes einfach immer nur wiederholen, wohl in der Hoffnung das anderen die Lust ausgeht, diesen ständig auf’s neue auseinanderzunehmen. (Scheinbar scheint dies Ihre Methode zu sein, mit der Sie wohl schon viel zu oft durchgekommen sind)

    Wie FDominicus schon sagte: Sie sind entweder ein naiver Scharlatan, der auf seine eigenen Zirkelschlüsse und auswendig gelernten Behauptungen anderer Geldbetrüger (die z.T. wohl auch auf Leseschwächen beruhen) hereinfällt oder im schlimmsten Fall ein Dieb und (bewusster, ideologisch verblendeter) Plünderer. Und je öfter Sie widerlegte Behauptungen einfach nur in anderer Form wiederholen, ohne sie in einem logischen Kontext argumentativ auflösen, – macht Sie in meinen Augen nur nur noch mehr zu Letzterem.

    • 4fairconomy sagt:

      @ Gandalf

      Ihre Diffamierungen, Unterstellungen und persönlichen Anfeindungen könnn Sie sich sparen, sind doch nur ein Zeichen argumentativer Schwäche.

      Detroit ist und bleibt ein erbärmliches Bild für ein Land, welches mit 3% der Weltbevölkerung 25% der Ressourcen beansprucht.

      Reagan und M. Thatcher haben je hohe Staatsschulden zurückgelassen! Eben weil die Ideen der Austrian nicht ohne Staatsausgaben auf Pump funktionieren können, ohne, dass die Wirtschaft immer wieder rasch an die Wand gefahren würde. Thatcher hat zudem Mio Menschen in die Armut verlassen. Wenn ihre Politik so erfolgreich war, warum wurden beide abgewählt bzw. haben sich die Wähler wieder linkeren Parteien (deren Politik ich auch nicht unterstütze!) zugewandt?

      Der Kapitalismus funktioniert nach dem Krieg bzw. nach einer Zerstörung deshalb gut, weil Bedürfnisse bestehen, welche eine rasche Ausweitung der Investitionstätigkeit ermöglichen. D.h. immer mehr neue Kredite womit immer mehr Gewinnaussichten bestehen. Sobald die Bedürfnisse nach exponentiell (!) immer mehr Produktion abflachen, funktioniert das Schneeballprinzip nicht mehr. Dies entspricht dem „Bust“ bei den Austrian, welche die Ursache bei der Geld- bzw. Kreditvermehrung sehen. Das ist aber nicht die eigentliche Wahrheit. Die letztendliche Ursache ist die, dass nur investiert wird, wenn sich dabei Vermögen exponentiell vermehren lässt. Das ZWINGT zur Kreditgeldvermehrung, will man keine Deflation bzw. Rezession erleben. Eine solche Deflation bzw. Rezession beruht dann nicht auf ein plötzlicher Rückgang der Bedürfnisse, sondern ist ein rein monetäres Phänomen, nämlich, dass Geldhorten zu attraktiv wird, wenn die Renditefähigkeit des Sachkapitals abnimmt. Deshalb verschulden sich dann die Staaten, wenn sich die Privatwirtschaft nicht mehr genügend verschulden kann. Deshalb: Kapitalismus zwingt zur Verschuldung – das ist vor dem Krieg. Ein kapitalistisches System kann kein Wohlstand halten, ohne wachsende Kreditgeldmenge und wachsende Wirtschaft.

      Dass ich eine sozialistische, staatliche Umverteilung nicht unterstütze und die Problematik diesbezüglich gleich sehe wie Sie, habe ich mehrfach geschrieben. Bitte unterstellen Sie mir nicht immer wieder, sozialistische Ideen zu propagieren (ausser für Sie ist alles sozialistisch was nicht Austrian ist).

      „Minuszinssatz von 5%“ soll nur auf Liquidität angewandt werden. Andere Zinssätze sollen sich auf dem freien Geld- und Kapitalmarkt ergeben. Und selbstverständlich sind dann sehr knappe Geldmengen notwendig, um keine Inflation zu verursachen. Ein Minuszins auf Liquidität ist ein Deflationsschutz bei knapp gehaltener Geldmenge. Dies als Inflationsschutz.

      “ Im schottischen Freebanking“ interessanter Hinweis. Muss mich mal mehr damit beschäftigen. Soviel ich aber weiss, waren die Zeiten nicht so rosig (ausser für Sie sind Zeiten wie unter Thatcher rosig)…

      „Ein durch freiwilligen Tausch erlangter Reichtum“ Nur so: um 100 Mio durch eigene Leistung sparen zu können, müsste bei normaler Arbeitszeiten ein Mensch während 40 Jahren 1200 Geldeinheiten pro Arbeitsstunde auf die hohe Kante legen. Bei einer Mrd. Vermögen sind es 12’000 Geldeinheiten pro Arbeitsstunde. Solche Vermögen sind nur durch Aneignung Leistungen anderer möglich. Die wichtigsten Ursachen dafür sind: unser Geldsystem, das Bodenrecht und das heutige Patentrecht.

      Chinas Aufschwung ist für Sie ein Beispiel, wie Kapitalismus Wohlstand bringt, die USA ein Beispiel dafür, wie

      • FDominicus sagt:

        Gandalf Diffamierung zu unterstellen ist schon ziemlich daneben und Ihre „Argumente“ wurden von Gandalf mehr als einmal wiederlegt. Sie reiten aber immer weiter auf ihrem Diebstahl weiter. Markt funktioniert, ganz im Gegensatz zu Planwirtschaft und Diebstahl. Aber das werden Sie nur dann verstehen lernen, wenn es Sie sind der enteignet wird.

      • Gandalf sagt:

        @4fairconomy

        Wer nicht durch freie Tauschvereinbarung an das kommen will, was anderere haben, ist bestenfalls ein Bettler, schlimmstenfalls ein Dieb, betrüger oder Räuber. Da beisst die Maus keinen Faden ab.

        Warum sollte ich freiwilig ihr Schwundgeld für ein Tauschgeschäft annehmen wollen, wenn mir ein anderer wertbeständigeres Geld anbietet, mit dem ich wiederum investieren kann?

        Warum?

        Außedem sehe ich nicht ein, mich als Komplizen bei Ihrem Betrug mißbrauchen zu lassen, indem ich „die Blüten“ (wie beim schwarzen Peter-Spiel) möglichst schnell wieder loswerden muss um an Sachwerte zu kommen Unabhängig davon ob man was mit diesen anfangen kann oder nicht)!?

        Zitat:
        „Eben weil die Ideen der Austrian nicht ohne Staatsausgaben auf Pump funktionieren können, ohne, dass die Wirtschaft immer wieder rasch an die Wand gefahren würde. “

        Sie labern einfach immer einfach nur weiter – oder?

        Habe ich Ihnen hierzu nicht bereits zigmal argumentativ vorgebracht, das unmittelbar nach den Kriegen, – also zu Zeiten, in denen die Staaten (..die Interventionisten) wegen Überschuldung völlig handlungsunfähig waren und sich auf dezentrale Selbstorganisation der Wirtschaftsteilnehmer verlassen mussten, – und sich innerhalb kurzer Zeit die größten Wirtschaftsaufschwünge ereigneten, die sich jemals nachweisen lassen?

        Habe ich Ihnen nicht mindestenss 2x den link zu Philipp Bagus gezeigt, der nachweist, das man durch ‚Sparen‘ („Austerität“) die Wirtschaft schnell in Schwung bringen kann? ..indem amn einfach die Fehlinvestitionen und die Betrüger Pleite gehen lässt?

        Da lief nix mit „Wirtschaftsaufschung mittels Pump“ nach der Katastrophe. Das einzige was zählte war die Eigeninitiative, die nicht durch selbstgefällige Interventionisten gestört werden konnte, da einfach kein Geld dafür da war die „Furzideen“ dieser Scharlatane umzusetzen. Jedem war klar, das man nur durch Arbeit zu Wohlstand kommt und nicht durch Betrügereien

        Zitat:
        „Thatcher hat zudem Mio Menschen in die Armut verlassen. Wenn ihre Politik so erfolgreich war, warum wurden beide abgewählt bzw. haben sich die Wähler wieder linkeren Parteien (deren Politik ich auch nicht unterstütze!) zugewandt? “

        ich war zu Zeiten ‚vor‘ Thatcher in England bei der Bundeswehr. Nichts funktionerte mehr in diesem Land. Es war oft kurios. Sogar der Busfahrer durfte nicht den Bus starten, bevor er mit seinem Gewerkschjaftsfunktionär gesprochen und der die Erlaubnis erteilt hatte (ohne das ein Streik angesagt war) (Also genau das,was sie mit der „Priskontrolle“ beabsichtigen)

        Aber natrülich ist auch Thatcher auf halbem Wege stehen geblieben. Sie hat zwar die Gewerkschaftsmafia, aber das betrügerische fiat-money – Schwundgeldsystem hat sie nicht abgeschafft. Die Verlockungen mit fremder Leute Geld „Gott zu spielen“ sind wohl einfach zu groß. Im Gegenteil, nur so konnten die sich neoliberal gebenden Etatisten doch wieder an die Macht kommen und mit Lawinen von Schuldgeld erst ein richtig großes Rad drehen. ‚Schuldgeld‘ ist in der Welt der „Austrians“ NICHT vorgesehen! Und neoliberal ist nicht libertär.

        Zitat:
        „Der Kapitalismus funktioniert nach dem Krieg bzw. nach einer Zerstörung deshalb gut, weil Bedürfnisse bestehen, welche eine rasche Ausweitung der Investitionstätigkeit ermöglichen. “

        Hab ich’s mir doch gedacht das sie mit logischer Argumentation und naturgegebenen Fakten nichts am Hut haben und auch hier wieder auf „Pipi Langstrumpf“ machen und einfach ein Taka-Tuka-Land herbeiwünschen um sich selbst in die Taschen zu lügen.

        „Bedürfnisse“ ermöglichen also Investitionen in ihrem Taka-Tuka-Land nach einem Krieg, in dem alles zerstört wurde?

        Machen wir die ‚Probe auf’s Exempel‘:
        Wie sieht es also aus, wenn ich das Bedürfnis „gesittet zu pissen“ habe, aber sämtliche Klos‘ zerstört sind und sogar jeder Stein in Folge Atomschlag zu Staub zermahlen ist? Wer baut mir ein Klo aus nicht vorhanden Steinen und nicht vorhanden Steinfabriken und nicht vorhandener Energie um Fabriken zu betreiben?

        Oder damit ihr Betrugsversuch nicht gleich so anrüchig wird, ersetzen Sie bitte das „Piss-Bedürfnis“ mit einem „Bedürfnis nach einem Kühlschrank“ oder sonst igendeinem ‚greifbaren Gut‘, das für viele „Wohlstand“ impliziert.

        Daher nochmal: Wer baut in Ihrer Welt den Kühlschrank mit nicht vorhandenen Rohstoffen, nicht vorhandenen Fabriken und nicht vorhandener Energie?

        Ahja – klar- Wie konnte ich das nur übersehen: SIE!!! – mit nicht vorhandenem werthaltigen Geld!

        – ist doch logisch – oder?

        Jetzt endlich blicke auch ich durch bei Ihrer Logik!

        In ihrer Welt braucht man nur „dringende Bedürfnisse“ zu haben (je mehr und primitivere, um so doller) – und der Wirtschaftsaufschwung wird nur durch die bösen Kapitalisten gebremst die doch tatsächlich ein werthaltiges Gegenangebot für die benötigten Steine und Rohwaren (und dazu noch zu einem frei zu vereinbarenden Preis!! – ohgottogott..) von Ihnen haben wollen! – Oder vom unverschämten Ölscheich, der sein Öl nicht gegen ihre „Piss-Bedürfnisse“ (oder sollte ich sagen: „Furzideen“?) liefern will! Haben Sie evtl. noch andere Bedürfnisse, die sie ihm als Tauschangebot in einem völlig zerstörten Land anbieten können? Denn Staub oder Sand wird er ja wohl auch nicht nehmen?

        (Mit (m)einer Unze gehortetem Gold sehe ich da übrigens kein Problem, so lange sie mir nicht von ideologisch verkleideteten Möchtegern-Betrügern wie Ihnen oder anderen Gewaltbereiten geraubt wird. Oder ich gar gemordet werde, was ja in der Geschichte der verschiedenen Sozialismen leider stets als finale Lösung für ‚unverbesserliche, weil selbständig denkende Individuen‘ vorgesehen war – und wohl wieder ist)

        Hmm .. und warum sieht es in den armen Ländern Afrikas immer noch so schlimm aus, wenn doch dort ebenfalls die Bedürfnisse exponentiell zu den nicht vorhandenen Klos‘ (bzw. Kühlschränken) steigen?

        Ich denke Sie sollten mal runterfahren nach Afrika und ihre Lehre dort verbreiten. Ich bin sicher: Sie werden dort bei den Schamanen, Despoten, Voodoo-Pristern und anderen Betrügern als der neue Messias gefeiert werden. Denn mit Ihrem Schwundgeld haben Sie das ideale Mittel dazu, das nicht vorhandene Vermögen und damit den nicht vorhandenen Wohlstand unter’s Volk zu bringen und Sie können dabei auch noch buchstäblich aus „Schei*e Gold machen“.. !!

        – aber bitte verschonen Sie uns hier künftig mit ihren hanebüchenen, phantasievoll ausgeschmückten, aber dennoch betrügerischen und wohl zwangsläufig in Destruktion und Gewalt mündenden „Klo-Parolen“,

    • 4fairconomy sagt:

      die USA ein Beispiel für auf die sozialistische Schiefbahn geratenes Land. So wie es eben passt, wenn dogmatisch eine Lehre oder Anschauung verteidigt wird. Davor bin ich übrigens auch nicht gefeit, bemühe mich aber dies bewusst zu vermeiden.

      „da Geld selbst eine (Tausch-)Ware ist und damit den ökonomischen Kreislauf perfekt und selbstreflexiv schließt.“ Genau dieser Ansicht widerspreche ich vehement. Geld muss zuerst in seiner Aufbewahrfunktion verschlechtert werden, damit es den Waren ebenbürtig wird, welche mit der Zeit verderben oder zumindest Lagerungskosten verursachen. Das Tauschmittel darf den Waren nicht zu überlegen sein, darf seinen Besitzern nicht zuviele Vorteile verschaffen im Vergleich zu den Güterbesitzer! Genau hier liegt die wichtigste Ursache kapitalistischer Ausbeutung. Die Güterbesitzer stehen unter einem Angebotszwang, die Besitzer der Tauschmittel, besonders wenn sie über sehr viele bestimmen können, nicht. Damit haben sie ein Machtvorteil, der ihnen ohne Leistung, nur durch die Eigenschaften des Geldes, veliehen wird. Und an diesem Punkt scheitert alle Wirtschaftspolik, welche sich an den Austrian orientiert: das Geld wirkt nicht wie angenommen als neutrales, perfektes Tauschmittel.

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