Der größte Konflikt unserer Zeit

23. Juli 2015 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Und der Zombiekrieg hält an… Selbst Papst Franziskus ist nun involviert… Es ist der große Konflikt unserer Zeit. Er wird bestimmen, wer die Weltwirtschaft in Zukunft anführen wird – die freien Märkte oder die Zombies? Außerdem wird festgelegt ob die Welt nun reicher wird… oder ärmer…

Weder die Zombies noch die Cronies sind im Stande, Wohlstand zu schaffen. Sie fokussieren sich darauf, ihn umzuverteilen… an sich selbst. Und solange sie am Ruder sind, wird das globale Wirtschaftswachstum sehr langsam sein… oder negativ. Hier ist, was zuletzt in Japans Zombie-Wirtschaft passiert ist.

Bloomberg berichtet: Ministerpräsident Shinzo Abe machte das Versprechen, Japan aus der Deflation und Stagnation zu bringen. Seine Logik ist, dass steigende Preise die Löhne in die Höhe treiben und das wiederum den Konsum steigern soll. Vor mehr als zwei Jahren stiegen die Kurse, doch die der Inflation angepassten Gehälter sanken auf das tiefste Level seit 1990. Das ist richtig. Die Japaner haben ein viertel Jahrhundert der wachsenden Löhne ausgelöscht. Wie die Armen werden auch die Zombies uns für immer begleiten.

Doch je mehr es werden, desto schwieriger wird es, sie zu unterstützen. Sie kämpfen bis aufs Blut, um ihre illegal erworbenen Einnahmen zu behalten. Doch wenn die Wirtschaft absinkt, gibt es weniger Erträge, die den Zombies zur Verfügung stehen.

Hillary lässt die Peitsche schnalzen

Die letzten Schlachten jedoch, waren überwiegend „Wortgefechte“, bei denen jedes Wort entweder unehrlich oder ignorant war. Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton stand dabei auf der Seite der Cronies – soweit keine große Überraschung. Ihr Part waren diese unehrlichen Worte:

„Viele Amerikaner verdienen sich etwas nebenbei dazu. Die vermieten Fremdenzimmer, designen Websites, verkaufen selbstgemachte Produkte von zu Hause aus oder fahren sogar ihr eigenes Privat-Taxi… …das wirft harte Fragen zum Thema Sicherheit am Arbeitsplatz auf und dazu, wie ein guter Job zukünftig aussehen wird.“

Sie fuhr fort, indem sie sagte, sie würde: „..hart gegen die Arbeitgeber durchgreifen, die ihre Angestellten durch falsche Klassifizierung als Werksvertragsnehmer ausbeuten oder ihnen sogar ihren Lohn stehlen.“

Die neue Wirtschaft – die nicht zombifizierte Wirtschaft – will Arbeitnehmer eher wie eigenständige Unternehmer, Vertragsnehmer, und Partner behandeln, statt als Angestellte. Uber, Lyft, Airbnb, Internetbasierte Berater und Freiberufler – all das erlaubt den Menschen zu arbeiten, wie sie wollen, ohne eine Stechuhr oder Ausgabenberichte abliefern zu müssen.

Sicherheit am Arbeitsplatz?

Die Menschen arbeiten wo sie wollen… wann sie wollen… und wie sie wollen. Aber die Zombies und Cronies wollen dem einen Riegel vorschieben. Diese neuen Unternehmen „verletzen Gesundheitsvorschriften, verletzen das Arbeitsrecht und verletzen die Bauordnungsbestimmungen“, wie sie sagen. Und wenn sie keine Vorschriften mehr finden, die verletzt werden, dann schreiben sie einfach ein paar neue. Dafür sind Vorschriften immerhin da! Und nun kündigt Hillary an, „hart durchzugreifen“, so dass sie die arbeitenden Menschen da halten kann, wo sie diese kontrollieren kann – als Sklaven ihres Gehaltes.

Quelle: Kapitalschutz Akte
Der größte Konflikt unserer Zeit (von Bill Bonner)
Weitere Informationen: Investor Verlag

 

9 Kommentare auf "Der größte Konflikt unserer Zeit"

  1. meinereiner sagt:

    Äh – was sind Cronies?

    „Die Menschen arbeiten wo sie wollen… wann sie wollen… und wie sie wollen.“ ist grundfalsch. Die Menschen arbeiten wo ihr Auftraggeber es will… wann ihr Auftraggeber es will… und wie ihr Auftraggeber es will. Und zwar zu einem Lohn, der zu Millionen anderen Drohnen konkurrenzfähig ist.
    Die Löhne sanken schon, als es noch weniger „Zombies“ gab. Und sie beschleunigen ihren Sinkflug jetzt da die „neue Wirtschaft“ dazu kommt. Wer permanente Leiharbeit und Scheinselbstständigkeit als glorreiche Zukunft beschwört muss schon eine sehr merkwürdige Einstellung zur Ethik und der Würde des Menschen besitzen. Wenn ich sehe was meine Freundin in ihrem „sozialen Beruf“ verdient könnte ich kotzen. Aber ich werde ihr das „wann sie will“ mal erklären. Schade dass dann keiner mehr in der Nachtschicht auf die alten Damen und Herren achtet…

    • rote_pille sagt:

      Solange sie sich Ihre Arbeitsstelle freiwillig ausgesucht haben, sind auch alle Folgen das Ergebnis Ihrer Entscheidung. Es wird niemals eine Wirtschaftsform geben wo Sie jemand einstellt und dann bitten muss, die Arbeit für die Sie eingestellt wurden auch zu tun. Oder wo Sie den Lohn Ihrer eigenen Arbeit anders bestimmen können als durch die Wahl, ob Sie die Arbeit zu diesem Preis verrichten. Das sollte unmittelbar einleuchten. Es ist keine Frage der Ethik, sondern der Logik.
      Die Leiharbeit können Sie nicht abschaffen, indem Sie sich einfach wünschen, dass sie nicht mehr existiert. Sie existiert, weil die normale Beschäftigung einer großen Anzahl von Regulierungen unterliegt, die dafür sorgen, dass es niemand mehr bezahlen kann. Wenn Sie die Folgen dieser Interventionen durch noch stärkere Interventionen bekämpfen wie z.B. ein Verbot der Leiharbeit, dann werden diese Leute arbeitslos.
      Es wäre für alle arbeitenden Menschen aber sicher einfacher wenn sie nicht über die Hälfte ihres Einkommens in irgendeiner Form abgeben müssten. Oder wenn der Staat nicht durch vielfältige Eingriffe in jeder nur erdenklichen Form den allgemeinen Wohlstand reduziert hätte.

      • meinereiner sagt:

        Ich habe nur geschrieben, dass die „neue“ Arbeitswelt nicht besser ist als die alte – im Gegenteil. Beispiel Uber – ein Heer von Drohnen erledigt die Arbeit der Taxifahrer für einen Bruchteil des Preises. Gute Geschäft für die Chefs von Uber mit ihren Provisionen, die Fahrer selbst kommen wohl eher auf eine „schwarze 0“. Dafür haben wir jede Menge arbeitlose Taxifahrer. In wie weit haben hier Menschen vom Wettlauf ums billigste profitiert, von Uber mal abgesehen?

        Wer will die Leiharbeit abschaffen? Die ist für Auftragsspitzen gedacht. Also für Zeiten, in denen die Firmen mit außerordentlichen Umsätzen „zu kämpfen“ haben. Also wäre es nur fair, wenn der Leiharbeiter vom ersten Tag an 20% mehr auf die Hand bekommt als die Stammbelegschaft. Bekämpft die Unsitte, Stammarbeiter durch Leiharbeiter zu ersetzen und führt das ganze auf den Zweck zurück, für den es gedacht war.

  2. asisi1 sagt:

    Politiker verstehen keine frei Marktwirtschaft, da sie vom leistungslosen gehalt leben!!!

  3. rote_pille sagt:

    Gov’t will lose this fight!

  4. grafiksammler sagt:

    Nach dem Lesen mancher Beiträge hab ich die 3 Fragezeichen in den Augen.

    Wäre es nicht viel einfach gewesen festzustellen, dass das kapitalistische System die westliche Welt kaputtmacht?

    • rote_pille sagt:

      Einfacher schon, aber dafür grundfalsch.

      • tommy7733 sagt:

        rote_pille sagt:
        25. Juli 2015 um 20:15

        „Einfacher schon, aber dafür grundfalsch.“
        Sie mögen recht haben mit Ihrer Antwort, aber bedenken Sie bitte auch den weiteren Verlauf des kapitalistischen Systems!! Mit Folgen wie Massenzuwanderung und wahrscheinlich folgenden Krieg. All das gehört dazu, Geschichte wird sich widerholen………

  5. böses Schaf sagt:

    >Diese neuen Unternehmen „verletzen Gesundheitsvorschriften, verletzen das Arbeitsrecht und verletzen die Bauordnungsbestimmungen<

    Als Fach'Mensch' kann ich noch folgendes hinzu fügen…
    Auch die Grundlagen der ordnungsgemäßen Buchführung "GOB" werden mit zunehmenden Massen nicht mehr eingehalten.

    Wie sonst wäre es möglich, dass Firmen oder Vereinigungen (kriminiller Art) Jahr für Jahr sich den Vorschriften widersetzen?

    Aus eigener Erfahrung sag ich dazu nur – Bilanz- und Gewinn- u. Verlustrechnungsfälschungen sind heute üblich.
    Warum sollte ein Mittelständler oder kleiner Höker etwas anderes tun, als die gewählte Regierung?

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