Der Dollar sollte goldgedeckt sein

19. April 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

„Was ist, wenn Sie zum Chef der Federal Rerserve ernannt werden würden? Was würden Sie in der ersten Woche in ihrem neuen Job tun? “ Die Frage ist nicht wirklich ernst gemeint. Und die Antwort auch nicht. „Wir würden uns krank melden.“

Trockene Winde, Hungriges Vieh

Wir sind auf dem Weg zu unserer Familien-Ranch im Nordwesten Argentiniens. Wir werden ein paar Tage in Buenos Aires verbringen … und dann nach Salta fliegen. Von dort aus ist es eine Sechs-Stunden-Fahrt, über die Berge, auf unbefestigten Straßen – mit einem Stopp auf einer Rinderfarm, um einige unserer Tiere zu untersuchen – bis wir endlich das Ziel la sala, den Sitz unserer Ranch erreicht haben. Es ist ein hartes Jahr in den Bergen gewesen.

Normalerweise bekommen wir etwa 5 Kubik-Zoll Regen pro Jahr. Aber in diesem Jahr sank die Regenmenge auf nur die Hälfte des normal Üblichen. All diese Regenfälle gehen im Januar und Februar nieder. Es gibt dann bis zum nächsten Jahr keinen weiteren Tropfen. Neun Monate gibt es hier nichts anderes außer trockenen Wind und hungriges Vieh. Aber das ist nur der Anfang der schlechten Nachrichten …

Also, kommen wir nun wieder darauf zurück, die Probleme der Welt zu bekämpfen.

Eine Rückkehr zu Gold

Dürre, Alter, Verkehrsstaus, Gemeinheit, lila Getränke, schlechter Geschmack, Rap, Vorstädte, Krebs, Regierung, Hillary Clinton, Restaurantmusik, Shorts, Facebook, Fettleibigkeit – es gibt eine Menge Dinge, die auf der Welt schief laufen. Und die meisten von ihnen sind nicht einfach wieder in Ordnung zu bringen.

Aber es gibt einige Probleme, die über Nacht gelöst werden können. Wirtschaftliche und finanzielle Probleme, zum Beispiel, können schnell gelöst werden … wenn man es denn nur zulässt.
Fast alle Makro-Geldwunden der modernen Welt sind selbst verschuldet. Die Zentralbanken und Finanzministerien auf der ganzen Welt hören nicht auf, sich ständig in die Füße zu schiessen. Aber ehe Sie damit aufhören, das System zu manipulieren … kaufen Sie ein anderes Paar Schuhe.

Wenn wir wie durch ein Wunder von Präsident Trump an die Spitze der Fed kämen würden, wäre unsere erste Tat, die Waffen niederzulegen. Wir würden verkünden, dass von nun an, alle auf eine Zinserhöhung eine lange Zeit warten müssten. Wir haben nicht vor, irgendwelche Zinserhöhungen vorzunehmen … selbstverständlich auch nicht Zinssenkungen. Stattdessen würden wir die Zinsen sich selbst überlassen. Kreditgeber und Kreditnehmer sollen ihre eigenen Preise festlegen.

Aber was ist, wenn die Banken in Schwierigkeiten geraten?

Ah … wir würden uns auch um das kümmern. Wir würden darauf hinweisen, dass die Fed im Notfall nicht mehr mit Notkrediten parat stehen würde.

Wir würden den Banken klar sagen:

„Jede Bank, der das Geld ausgeht, soll tot umfallen“

Dann würden wir die gesamte Fed-Bilanz – die mehr als $ 4.000.000.000.000 in den letzten acht Jahren angehäuften zwielichtigen Anleihen – zum Verkauf stellen.

Und wir würden Entlassungs-Mitteilungen an das gesamte Personal schicken … und ihnen sagen, dass sie ihre Schreibtische reinigen sollen. Gleichzeitig würden wir sie dazu ermahnen, dass sie sich von nun an eine ehrliche Beschäftigung suchen müssen oder versuchen sollten, einen Job an der Wall Street zu ergattern.

Wenn wir an der Macht wären, würden wir einen weiteren Schritt vornehmen: Wir würden anküdigen, dass die Amerikaner, welche Währung auch immer sie wollen, verwenden können. Gleichzeitig würde der Dollar wieder für eine festgelegte Menge an Gold austauschbar sein.

Und last but not least wird das US-Finanzministerium angewiesen, jede größere Währung – einschließlich bitcoin – als Steuerzahlungsmittel zu akzeptieren.

Sehen Sie, wie einfach es sein könnte?

All das Heben schwerer Lasten könnte man bei der Arbeit am ersten Montag vor dem Mittagessen erledigen. Dann würden wir aus der Hintertür des Eccles Gebäude herausgehen … mit etwas Glück noch kurz vor der Zusammenkunft einer größeren Menschenansammlung.

Kommen wir zurück auf die jüngst vorgeschlagenen Maßnahmen, die wir an der Spitze der Fed ergreifen würden. Diese einfachen Änderungen würden die meisten der Geldsorgen der USA beseitigen. Da keine weitere Luft in den Ballon gepumpt werden würde, würde die Schuldenblase platzen. Schlechte Investments, schlechte Geschäfte, und zu teure Vermögenswerte würden allesamt ihre Luft verlieren … und verschwinden.

Der Dollar würde wieder fest und stabil sein. Er würde einen echten Mehrwert darstellen, keinen gefälschte Reichtum. Ausleihungen würden auf echten Ersparnissen basieren, nicht mehr nur auf hohlen Krediten.Und – da das Kapital, mit dem es Arbeiten müsste, knapp wäre (und es eine unbegrenzte Versorgung mit falschem-Kredit-Quatsch nicht geben würde) – wären Investoren und Unternehmer vorsichtig mit Blick auf ihre Investitionen.

Sie würden Ihr Kapital nur in Projekte stecken, die den realen Wert von Amerikas Vermögen erhöht, anstatt in diejenigen, die lediglich Reichtum von der Main Street an die Wall Street verschieben.

Zwar wäre der Preis anfangs hoch für das amerikanische Volk. Die meisten Menschen haben keine Ahnung, wie das Geld-System funktioniert. Der Kredit-Dollar ist alles, was sie kennen. Und sie haben immer noch den Glauben, dass die großen Köpfe bei der Fed wissen, was sie tun.

Die Zeitungen und Experten würden „Alarm“ schreien. Seriöse Ökonomen würden vor lauter Empörung fast ersticken. Ein Lynch-Mob würde sich bilden. Sie würden unser Programm „radikal“ und „unverantwortlich“ nennen. Dessen nicht bewusst, dass das heutige System das radikalste, mit extremen Experimenten behaftete und veranwortungsloseste System der Geschichte ist.
Unsere Vorschläge würde das Land wieder zu einem traditionellen und vernünftigen Geldsystem führen. Die Leute würden für sich selbst entscheiden, welche Art von Geld sie verwenden wollen …, ob sie es sparen… oder ausgeben … und welchen Preis sie festlegen, wenn sie es verleihen wollen.

Würde es funktionieren? Wir wissen es nicht. Aber möchten zumindest einen sehen, der es versucht…

Quelle: Kapitalschutz Akte
Der Dollar sollte goldgedeckt sein – Teil 1 (von Bill Bonner)
Der Dollar sollte goldgedeckt sein – Teil 2 (von Bill Bonner)
Weitere Informationen: Investor Verlag

 

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Ein Kommentar auf "Der Dollar sollte goldgedeckt sein"

  1. FDominicus sagt:

    „Würde es funktionieren? Wir wissen es nicht. Aber möchten zumindest einen sehen, der es versucht…“

    Daran sollte man nicht zweifeln. Märkt funktionieren seit der Mensch anfing Handel zu treiben. Und Gold hat schon mehrere Jahrtausende als Geld funktioniert. Solange nicht irgendwer beliebig Gold vermehren kann, wird sich daran nichts ändern. Aber auf einem Markt wäre selbst das abzufangen, dann gäbe es irgendwann einfach ein anderes Geld….

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