Das Jobwunder von Brüssel: Verbot von Jugendarbeitslosigkeit

2. Dezember 2012 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

(von Frank Meyer) In Brüssel steht nicht nur der hässlichste Weihnachtsbaum der Welt, von dort hört man an diesem Wochenende Dinge, die den Europäern Zuversicht geben – vor allem zur Weihnachtszeit. Das zweite Türchen im Adventskalender beinhaltet etwas ganz Besonderes: Ein Verbot der Jugendarbeitslosigkeit. Halleluja!

Nach offizieller Lesart sind in der EU 7,5 Millionen der jungen Leute unter 25 Jahren arbeitslos. Noch. In Griechenland und Spanien betrifft dieses „Phnomen“ mehr als 50 Prozent der Jugendlichen. Was das DDR-Statistikamt nicht besser geschafft hätte, soll nun auch in der EU Realität wahr werden – die Abschaffung der Arbeitslosigkeit, zunächst unter Jugendlichen. Der Schaden beträgt immerhin 150 Milliarden Euro im Jahr.

So empfiehlt die EU-Kommission, gottgleich, dass die nationalen Regierungen eine „Jugendgarantie“ abgeben sollen. Nach der Vorabmeldung der FAZ sollen die jungen Leute spätestens vier Monate nach dem Verlust des Arbeitsplatzes oder nach dem Ende der Ausbildung etwas Neues bekommen. Wir vermuten etwas, was dann nicht in mehr dem Bereich der „Arbeitslosigkeit“ zugehört. Bezahlt werden sollen die Programme aus dem Europäischen Sozialfonds. Und wer bezahlt diese Sozialfonds?

Das Programm wird der von den meisten noch nie gehörte Sozialkommissar László Andor am kommenden Mittwoch in Brüssel vorstellen, meldet die FAZ. Und er wird den Ländern empfehlen, dieses Gebot umzusetzen. Später wird daraus vielleicht sogar ein Befehl bzw. ein Dekret. Man weiß ja nie. Wer sich solche Weihnachtsbäume ausdenkt, kommt noch auf ganz andere Ideen.

Das sind gute Nachrichten! Probleme lösen kann so einfach sein. Demzufolge wird die EU-weite Arbeitslosenquote in Kürze von 55 Prozent in Spanien auf erfreuliche Null Prozent sinken und dort auf Ewigkeiten verharren. Wie bekommt man aber die im Oktober in den EU-Ländern 25,9 Millionen Arbeitslosen oder die 18,7 Millionen in der Eurozone aus der Statistik? Verbieten!

Und am nächsten Sonntag, zum zweiten Advent verbietet die EU dann die Altersarmut. Zum Weihnachtsfest, so erfuhren wir heute schon aus Brüsseler Kreisen, werden jegliche Pleiten verboten. Das wird ein Fest! Nicht nur für Schleckerfrauen.


 

Schlagworte: , , , ,

25 Kommentare auf "Das Jobwunder von Brüssel: Verbot von Jugendarbeitslosigkeit"

  1. FDominicus sagt:

    Die Idee ist an Genialität nicht zu übertreffen.
    EU befiehl, wir folgen „Dir“

    Folgende Befehle harren dann noch der „Ausführung“.
    – Es gibt keine Schulden mehr
    – Es gibt „nur“ noch EUrokratie (denn viel hilft viel)
    – Strom hat aus der Steckdose zu kommen
    – Geld bekommen Staaten ohne Nachfrage von der EBZDVG(Europäische Bank Zum Drucken Von Geld)
    – Boten die schlechte Nachrichten überbringen sind zu töten.

    Ich glaube dann haben wir das EU-weit „im Griff“

  2. diefans sagt:

    …na dann freue ich mich schon auf die 24. Türe: Liebe, Wärme, Freude, Reichtum und Glück, also das Schlaraffenland für alle für immer für ewig – und das ab sofort!

  3. JayJay sagt:

    Die EUDSSR mit dem obersten Sowjet in Brüssel, nimmt immer mehr konkrete Formen an. Das sage mal noch einer der Sozialismus wäre gescheitert, er ist immer noch voll da nur in einem anderen Gewand.

    Dieser Sozialismus ist dann nur für die korrupte politische Kaste und ihren Helfern, sowie der Hochfinanz um Goldman Sachs angedacht.

    Der steuerzahlende Pöbel sowie Rentner, Jugendliche, Sparer die dürfen weiter in im Kapitalismus leben und wehe sie mucken auf………damit hätte mann dann auch Erfahrung wie mit Ungehorsam umzugehen ist.

    Gold & Silber Ahoi

  4. Futur sagt:

    Geld sollte immer Mittel zum Zweck sein!

    Wenn der Zweck, Jugendlichen Arbeitslosen eine sinnvolle Beschäftigung zu ermöglichen, erfüllt werden kann, dann werden die Gelder zweckmäßig eingesetzt.

    Unzweckmäßige Verwendungen der Mittel gibt es tatsächlich viele, so dass, wenn sie als Unterstützung der Richtigen ankommen, die Zustimmung groß sein sollte, denn Sie profitieren auch davon.

    Oder wollen Sie perspektivlosen Jugendlichen verübeln, wenn sie ihren Lebensunterhalt mit unzweckmäßigen „Arbeiten“ (Dealen, Strich, Betrug,…) bestreiten?

  5. Skyjumper sagt:

    Immer dieses Gemeckere. Statt sich mal zu freuen über die löblichen Initiativen aus Brüssel.

    Da entsteht jährlich ein Schaden von 150 Mrd.€ durch die 7,5 Millionen jugendlichen Arbeitslose. Das ist eine nicht zu verachtende Summe.

    Wenn nun jeder dieser 7,5 Mill. Arbeitslosen für 900,-€/Monat beschäftigt wird, dann kostet das aber nur 81 Mrd. €. Folglich entsteht ein EU-weiter Gewinn in Höhe 69 Mrd. € …….. so muss man das betrachten. Dafür können in Brüssel dann mindestens 2 neue Kommissionen zur Untersuchung der besseren Integration von Kindern unter 15 in die wirtschaftlichen Arbeitsprozesse und zur Untersuchung der Frage inwieweit die regenerative Abnickbewegung von Parlamentsabgeordneten in Energiegewinnung umgesetzt werden kann.

    Ich sehe großartige Zeiten auf Europa zukommen.

  6. Lickneeson sagt:

    „….Untersuchung der Frage inwieweit die regenerative Abnickbewegung von Parlamentsabgeordneten in Energiegewinnung umgesetzt werden kann.“

    Allein wegen solcher Formulierungen macht das Lesen hier Spass.

    Gab es nicht auch die nationale „Kitaplatzgarantieverordnung“?Und sollten da nicht die Schleckerfrauen per Umschulung zu „Mutter Beimers“der geplagten Kinderseelen werden?Und alles wesgen der Pisastudie.Trotz scheinbar schlapper Pisaergebnisse sind wir EU-weit wirtschaftlich vorne.Pisa und Intelligenz haben wohl nicht viel gemein.

    Warten wir auf den nächsten Klamauk.

  7. Futur sagt:

    Also, mir fallen außerhalb der erwähnten „regenerativen Abnickbewegung“ noch viele zweckmäßige Beschäftigungen ein, denn eins ist klar, Arbeit an sich gibt es genug!

    Wie wäre es mit:

    – Kinderbetreuung zur Entlastung der Familien,
    – Seniorenbetreuung zur Entlastung der Familien,
    – Schülerbetreuung zur Entlastung der Lehrer,
    – Krankenbetreuung zur Entlastung des Pflegepersonals,
    – Soziale Betreuung zur Entlastung der Sozialdienste,
    Fahrdienste, Rettungsdienste, Behindertenbetreuung…?

    Alles ist machbar, wenn nicht sklavisch an dem Gegenwert des aus dem Nichts geschaffenen Mammon festgehalten wird.
    Oder soll eine ganze Generation dem Nichtstun, und damit dem sicheren Verfall, anheimfallen?
    – Nur deshalb, weil der Zweck des Geldes mit dem vermeintlich sicheren Versprechen eines stabilen Wertes verwechselt wird?

    Sie haben doch alle die Wahl, Ihr Geld in bessere Alternativen zu tauschen!
    Ich kann Ihnen zu diesem Thema allerdings keine Tipps geben, denn da habe ich wirklich Null Ahnung von…:)

    • Gandalf sagt:

      @futur

      ..und wem nehmen Sie nun mit welchem Recht vorher das Geld ab, das sie angeblich so „sinnvoll“ einsetzen wollen?

      Was ist mit denjenigen, die mit dem Geld, das sie nun nicht mehr haben für ihre Familien ein Haus bauen wolen – oder den Handwerkern, die nun nicht mehr eine Werkstatt bauen können, um Aufträge anzunehmen, die nachgefragt werden?

      Kennen Sie Frederic Bastiat? –

      .. und den Unterschied von dem was man sieht – zu dem was man nicht sieht?

      • Futur sagt:

        @ Gandalf

        Frédéric Bastiat! Liberaler Ökonom von 1801! Von vor über zweihundert Jahren!
        Wenn es sich bei der Ökonomie wenigstens um eine deduktive Wissenschaft handeln würde, aber so!

        Was konnte denn Bastiat von den heutigen ökonomischen Problemen erahnen? Nun ja, die anderen ökonomischen Theorien sind mit über 80 Jahren auch nicht wesentlich besser. An die ökonomische Märchenwelt, z.B. des Neoliberalismus, Stichwort „Die unsichtbare Hand“, „glauben“ doch wohl nur die Nutznießer.
        Wiir leben nun mal in einer komplexen Welt, und da funktionieren die induktiven, empirisch konstruierten Theorien nicht.

        Wieso nimmt man, bei einer Finanzierung beispielsweise über die EZB, den Familien, bzw. Handwerkern Geld weg? Ich sehe nur ein Inflationsproblem, welches aber, ehrlicherweise, auch Vorteile hat.

    • Skyjumper sagt:

      @ futur

      Den allerwenigsten wird es wohl egal sein, wenn soviele junge Menschen durch eine verfehlte Politik ihrer Zukunft beraubt werden sollen. Das gilt mit einiger Sicherheit auch hier.

      Dennoch finde ich es ziemlich befremdlich wie Sie hier anderer Leute Geld endweder direkt erst entwenden und dann verwenden wollen, oder aus staatlichen Handeln heraus der Entwertung preisgeben wollen. Es ist nämlich neben dem Handel die primäre Aufgabe von Geld wertstabil zu sein. Oder wollen Sie tatsächlich zurück in eine Gesellschaftsordnung wo alle von der Hand in den Mund leben …… oder auch sterben?

      • Futur sagt:

        Lieber Skyjumper,

        da sind wir uns doch einig, dass geholfen werden sollte.

        Sie haben einen statischen Blick auf das Geld. Für mich ist das Geld Mittel zum Zweck. Staatlicherseits sollte es zur Steuerung und Realisierung von Aufgaben verwendet werden. Viel zu teuer können nur die massenhaft verschwendeten menschlichen Ressourcen, und die daraus resultierenden negativen Folgen für die Gesellschaft sein.Dagegen ist ein bisschen Inflation geradezu billig.

        Wie gesagt, es sollen ja auch Werte geschaffen werden. Am besten finanziert man dies nicht über Steuergelder, sondern über die Geldschöpfung, also die EZB. Alle bezahlen und Alle profitieren, über die Reduzierung der Schulden!

        Geld ist doch nie wertstabil, sondern immer relativ zum Angebot und zur Nachfrage. Ein wenig müssen/ sollten die Wohlhabenden bereit sein, die Maßnahmen zur Unterstützung der Jugendlichen mitzufinanzieren.

  8. retracement sagt:

    Grundsätzlich eine gute Idee. Weiter die Staatsquote nach oben treiben. Mehr Dienstleister etc. Aber man kann so etwas auch falsch verstehen. Letztlich muss man es leider auch. Sind Soldaten (nicht nur im wörtlichen Sinne) so unter 25? Von wem bezahlt? Denk!

    edit
    “Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein”
    Jiddu Krishnamurti

  9. Futur sagt:

    Lieber retracement,

    selbstverständlich spielt das Militär als Auffangbecken für unterprivilegierte Jugendliche, wie z.B. in den USA, eine große Rolle. In diese Richtung möchte ich aber nicht weiter denken, denn eine militärische Aufrüstung der europäischen Streitkräfte halte ich fûr kontraproduktiv. Angegriffen werden wir nicht, und selber angreifen, so wie die Amis, mon dieu, aidez-moi, so verrückt sind wir wohl noch nicht…

    Wann war denn eine Gesellschaft gesund? Von einem idealen Standpunkt aus, ist die Gesellschaft immer krank.

    Was zeichnet denn den Gewinner im evolutionären Prozess aus? Seine Unangepasstheit? Nein, diejenigen, die es geschafft haben, sich trotz widrigster Umstände an ihre Umgebung anzupassen, haben überlebt! Das gilt für die Pflanzen-, Tier-, und Menschenwelt.

    Wenn ein Tier sein Winterfell ablegt, machen wir uns keine Gedanken über seine Gesundheit. Warum sollte eine Individuelle Anpassung an die realen Zustände der Gesellschaft ein Zeichen von Krankheit darstellen?
    Es ist auch kein Zeichen von Gesundheit unangepasst zu sein.

    • retracement sagt:

      Na denn im Gleichschritt Marsch in Richtung Futur!
      Die kommenden EU-Lohnsöldner haben sicher feinstes Schuhwerk. Sommers wie winters. Für mich unfassbar wie lakonisch wieder einmal mit einem Junkerschen Vorstoss umgegangen wird. Was ist denn der reale Zustand der Gesellschaft heute? Und wo ist die Mitte davon? Das ist hilfreich für eventuelle Operationen am Blinddarm. Sonst schneidest da nur unnötig rum 😉

      • Futur sagt:

        Das blinde Organ ist dem Fall die Ideologie, die erwartet, dass Jugendliche in der Lage wären, Produkte für den Weltmarkt herzustellen. Denn mit den deutschen Produkten kann man zur Zeit qualitäts- und preisbezogen nicht konkurrieren.

        Tatsächlich ist das deutsche Modell aus einem ganz anderem Grund wegweisend: Über das sogenannte „Duale Ausbildungssystem“ gibt es Jugendlichen die Möglichkeit, eine sowohl fundierte wie auch innovative Basis für die Berufstätigkeit zu schaffen.
        Denn das starke Rückgrat der deutschen Wirtschaft ist der Mittelstand. Dieser schafft die meisten Arbeitsplätze.

        Meine These steht: Der eigentliche Grund für die niedrige Jugendarbeitslosigkeit in D, im Gegensatz zu den meisten anderen EU-Ländern, ist das hervorragende deutsche duale Ausbildungssystem!

        Der reale Zustand der Gesellschaft ist gespalten, inhomogen, komplex. Deshalb muss man sich auch mit den Theorien der Komplexität auseinandersetzen, so wie es der Wissenschaftstheoretiker Karl Popper getan hat. Der Vorteil der Komplexität ist die „Offene Zukunft“, also eine Welt voller Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten.
        Das ist unsere Chance.
        Wenn ich ehrlich bin, finde ich die EU zweckmäßig, denn ich habe im Geschichtsunterricht aufgepasst! Die Idee mit dem Euro ist gut, ist aber sehr schlecht umgesetzt worden.
        Allerdings haben wir jetzt auch die Verpflichtung den anderen zu helfen!

  10. wolfswurt sagt:

    @Futur

    Der Dienstleistungssektor Entlastung wäre eine echt gute Sache.

    Nur wer entlastet am Ende der Kette die Entlaster?

    • Futur sagt:

      @ wolfswurt

      Das Hauptproblem ist doch: Werden sich die arbeitslosen Jugendlichen ihren Lebensunterhalt mit gesellschaftsschädlichen Tätigkeiten verdienen, oder schafft es die Gesellschaft diesen sinnvolle Beschäftigungen anzubieten.

      Ein Wirtschaftssystem, das im Endeffekt Millionen arbeitslose Jugendliche hervorbringt, ist unzweckmäßig.

      Es ist nicht die Frage, ob diejenigen belastet werden, die beispielsweise einer regulären Tätigkeit nachgehen, sondern ob wir Alle durch die Finanzierung über die EZB belastet und gleichzeitig begünstigt werden.
      Für dieses Programm könnten beispielsweise die Produktivitätsgewinne eingesetzt werden.

      • FDominicus sagt:

        „Ein Wirtschaftssystem, das im Endeffekt Millionen arbeitslose Jugendliche hervorbringt, ist unzweckmäßig.“

        Sie haben recht Kakistokratie/Ochlokratie ist schlecht oder auch Sozialismus oder Korpokratismus.

        Was Sie aber dann vorschlagen soll das Problem noch vertiefen. Nämlich mehr „Kontrolle“
        „Für dieses Programm könnten beispielsweise die Produktivitätsgewinne eingesetzt werden.“

        [Sarkasmus]
        Die „guten“ Politiker beschließen wie hoch diese Gewinne sind. Ist ja auch viel praktischer als Bilanzen und Buchführung.
        [/Sarkasmus]

        • Futur sagt:

          Hallo FDominicus!

          Also,Bilanzen sind immer! falsch, eben weil sie immer relative Werte bilanzieren. Das meine ich nicht sarkastisch, sondern mathematisch und logisch. Deshalb ist auch eine Buchführung immer inkorrekt.

          Nun ja, ich gehöre zu denjenigen, die viel von Politikern halten, eben weil sie nicht für die (relativen!) Zahlen, sondern für die Menschen
          arbeiten.

          …ismus,egal, wie Sie es bezeichnen mögen, es ist der Versuch mit kleinen, zweckmäßigen Schritten in die richtige Richtung zu gehen.

          Viele Grüße
          Futur

          • zweifel sagt:

            „Nun ja, ich gehöre zu denjenigen, die viel von Politikern halten, eben weil sie nicht für die (relativen!) Zahlen, sondern für die Menschen
            arbeiten. “

            Ihr Glaube ist bemerkenswert…

          • FDominicus sagt:

            Statt einer längeren Antwort.Ich schlage vor Sie schauen einmal in von Mises Bürokratie herein.

            Bilanzen sind also immer „falsch“. Das ist interessant, dann dürften eigentlich doch unsere Politiker kein Probleme haben eine solche aufzustellen. Selbst das schaffen Sie aber nicht, warum nur?

  11. Futur sagt:

    @ zweifel, FDominicus

    Treten Sie doch bitte mal vor den Spiegel und seien Sie ehrlich. Hätten Sie sich freiwillig dem politischen Alltag, der absolut ungesicherten Position, den andauernden Angriffen, dem ständigen Kampf und der Kritik ausgesetzt.
    Um dann auf einem niedrigen beruflichen Status anzulangen? Kann doch niemand von Ihnen verlangen.
    Eben, es sind meistens Idealisten, die in die Politik gehen.

    Wo sind denn die ganzen Ökonomen, die ihre Vorstellungen in der Politik umsetzen könnten?
    Werden die alle gemobbt? ich glaube nicht?

    Mir war das politische Geschäft immer zu hart, aber ich bin wenigstens ehrlich und habe höchsten Respekt für diejenigen, die sich für uns Alle in die Bresche schmeißen.

    Bilanzen sind wirklich, vor allem von einem logischen Standpunkt aus, falsch. Sie können nicht stimmen, weil sie sich immer auf relative Werte/ Positionen beziehen.

    Als Politiker würde ich mich auch mehr auf Umfragewerte als auf Bilanzen verlassen. (Bevor uns missverstehen, meine ganze Familie besteht nur aus Mathefreaks).

    • FDominicus sagt:

      Ich habe mich politisch in einer Partei bestätigt und zwar in der FDP. Nachdem ich mir anderthalt Jahre das Elend mit anschauen durfte, habe ich es wieder sein gelassen.

      Warum soll ich eine Partei unterstützen die alle Grundsätze die in Ihrem Programm stehen über Bord geworfen hat?

      Es ist außerdem eines der übelsten Machenschaften, daß „nur“ Parteien für die Willensbildung zählen. Haben Sie mal versucht mit einer „Petition“ (man muß sich das vorstellen einer „Bittschrift“) zu beteiligen? Was ist dabei herausgekommen. Ich will es Ihnen sagen mehr als 20000 Unterzeichner sind in die Tonne getreten worden.

      Bei der FDP gibt es noch einen Punkt. Nicht alle Parteimitglieder können bei allen Abstimmungen mitmachen. Nein das geht nur über Delgierte. Ist ja wirklich „super“.

      Und Sie vergessen eines ganz bestimmt. Für Liberale sind Politiker größtenteils überflüssig für Libertäre schon völlig. Liberale wollen nicht „herrschen“ sondern Ihre Ruhe haben. Es gäbe für Liberale viel weniger zu entscheiden. Das ist nämlich nicht Sache eines „tollen Staates“ sondern von einzelnen Teilnehmern an freiwilligen Geschäften. Wieviel Freiwilligkeit bekommen Sie von der Politik?

      Ihre „falschen“ Bilanzen funktionieren seit Jahrhunderten. Nämlich an Ihnen kann man sehen ob man „etwas übrig“ behält oder eben nicht. Und jede Bilanz, die nicht gefälscht wurde, zeigt Ihnen das.

      Im Gegensatz zu Ihnen halte ich von den Politikern gar nichts, denn ich verlange gar nicht von Ihnen in die Bresche zu springen, mein Verlangen ist viel kleiner: „Lasst mich in Ruhe“. Nur das bekomme ich von eben den Politikern ganz und gar nicht.

      Ich weiß nicht in welchem Bereiche Sie arbeiten, aber vielleicht erläuterten Sie uns einfach mal welche Gesetze für Sie gelten. Wie viel Positives halten diese Gesetze für Sie?

      Was mich massiv stört ist es uns mit immer mehr Gesetzen zuzuschütten, die aber wiederum für Abgeordnete nicht gelten. Es gibt halt doch gleichere Tiere. Schauen Sie sich die Idee der Quoten an. Gibt es eine Quote für wirtschaftlich bewanderte oder sind nicht > 70 % immer nur vom Staat bezahlt worden. Das es so sein muss erkennen Sie leicht an den Gesetzen unter denen wir leiden „dürfen“/müssen.

    • zweifel sagt:

      @Futur:

      Ich kann mich FDominicus voll anschliessen. Übrigens habe auch ich ähnliche Erfahrungen in der gleichen Partei gesammelt.

      „Hätten Sie sich freiwillig dem politischen Alltag, der absolut ungesicherten Position, den andauernden Angriffen, dem ständigen Kampf und der Kritik ausgesetzt.“

      Vollzeit wohl eher nicht. Ich schliesse daraus aber nicht, dass dort nur Idealisten am Werk sind, ganz im Gegenteil.

  12. Futur sagt:

    @ FDominicus, zweifel

    Jetzt verstehe ich auch, warum Ihnen die Empathie und jeglicher Idealismus verloren gegangen ist, und dem Sarkasmus verfallen sind. Sie haben sich in der falschen Partei engagiert! Vermutlich sind Sie ihr im Einheitstaumel, an der Seite des tapferen Genscher beigetreten, nur um dann im Mövenpickdesaster einem Arzt als Wirtschaftsminister! eingesetzt zu sehen! Ein politisches Desaster, keine Frage.

    Andere Parteien, ohne Programm, überspringen mit Leichtigkeit die fünf Prozent-Hürde, während das FDP-Programm, der Goldene Weg zur Umsetzung Neoliberaler Ideen durch Rückführung der staatlichen Regulierungen, mit 1,4 Prozent abgestraft wird.

    Dabei funktioniert der Neoliberalismus doch so gut! In den USA wird die entspreche Klientel auch immer reicher und deren Kinder brauchen auch nicht zu fürchten, dass es im Finanz-Casino langweilig wird.
    Lieber Staat, lass uns in Ruhe, denn du nervst besonders dann, wenn du unsere selbstbezogenen Grenzen, insbesondere bei den Finanzen überschreiten willst.
    Ach, übrigens Karl Popper würde die heutigen Liberalen absolut unzweckmäßig finden, davon bin ich überzeugt.

    Denn durch die Deregulierungen und dem Rückzug der Staatlichen Aufgabengebiete wurde die Demokratie verwässert, und sind in der Konsequenz gewaltige undemokratische Machtkonzentrationen entstanden!

    Aber die Jugend, auch Ihre Zukunft, ist am unschuldigsten und soll gleichzeitig die größten Schulden tragen und dies auch noch unter extrem schlechten Berufsaussichten!

Schreibe einen Kommentar

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben.