Das Weiße Haus hat die Kontrolle verloren

31. Oktober 2017 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Trump übernimmt nicht die Kontrolle – er drückt sich davor. Anstatt die Führung zu übernehmen, bittet er den Kongress, sich um Obamacare und die Steuerordnung zu kümmern… und so weiter. Aber der Kongress überlässt das den Lobbyisten und Experten…

Sumpf-Schlacht

Die “Sumpf”-Viecher kämpfen um Geld und Macht. Die Kriegsindustrie gegen die Pharmaindustrie… die Königinnen der Sozialhilfe gegen die Könige der Wall Street. Die schleimigen Gauner von Nord-Virginia gegen die schmierigen Ganoven von Montgomery County, Maryland.

Es ist eine starke Führung nötig – in der Regel aus dem Weißen Haus –, um diese Parasiten zu einem einheitlichen Programm der systematischen und nachhaltigen Plünderung zusammenzuführen. Ohne sie ist es ein einziges Gerangel, und jeder Gauner stiehlt alles, was er kann.

Das Problem ist, dass alle Zecken auf dem gleichen Hund sitzen. Und wenn sie zu viel Blut saugen, stirbt er. Darum haben wir Schuldengrenzen… Budgets… Zinssätze… und so weiter –, um sie daran zu hindern, zu viel Reichtum aus der Wirtschaft abfließen zu lassen. Aber anstatt diese Grenzen zu stärken, wie allgemein erwartet, hat Team Trump sie ganz entfernt.

Die Generäle bekommen mehr Geld, mehr Medaillen und mehr Waffen. Der Sozialstaat bekommt mehr Medikamente, mehr Betreuer, mehr Administratoren, mehr Mitläufer und mehr Unterhalts-Suchende. Der “Deep State” wird stärker… während die Wirtschaft schwächer wird.

Grell und absurd

Das ist die wahre Bedeutung des Haushaltsplans von vier Billionen Dollar, der letzte Woche vom Kongress verabschiedet wurde. Daher haben wir Folgendes zu erwarten: Mehr.

Mehr Ausgaben. Mehr Schulden. Mehr “Sumpf”-Schlachten. Mehr Volatilität. Weitere Krisen. Mehr Unsinn. Und mehr Kontrollen und Widersprüche, während die verschiedenen Tentakel des “Deep State” tiefer in alle Aspekte der Wirtschaft eindringen und sich um unseren Hals wickeln.

Die nächste Krise

Wenn die nächste Finanzkrise kommt (jede Minute, aber halten Sie nicht den Atem an), dürfte die US-Notenbank in Panik geraten. Sie allein muss die Lücke zwischen Steuereinnahmen und Ausgaben schließen… zwischen Zufluss und Abfluss… Fantasie und Realität.

Die echte Wirtschaft – gemessen am BIP und an Unternehmensgewinnen – ist in den letzten zehn Jahren mit einer Geschwindigkeit von etwa 2 % pro Jahr gewachsen. Unterdessen stiegen die US-Staatsanleihen um etwa 100 %. Und die US-Aktienkurse liegen bei etwa 200 %. Was wohl passiert, wenn das alles vorbei ist?

Quelle: Kapitalschutz-Akte
Weitere Informationen: Investor Verlag

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