Das verschenkte Glück

21. April 2011 | Kategorie: Aufgelesen

von Blognition

Das Streben nach Glück ist eine uralte Sehnsucht des Menschen. Und genauso alt wie dieser Wunsch ist natürlich die Frage, was Glück eigentlich bedeutet und wo es zu suchen ist. Der kleine, grüne Drache Tabaluga etwa findet in der Erzählung von Peter Maffay das „geschenkte“ Glück: Er erkennt, wie schön es ist, jeden Tag mit freiem Herzen einem anderen eine kleine Freude zu machen. Denn es kommt hundertfach zurück, das verschenkte Glück, so die Geschichte…


Glück wird zuallererst aber auf ganz andere Art und Weise verschenkt: Unsere Eltern schenken uns Glück, oder eben nicht! Denn Zufriedenheit ist erblich. Mancher mag sich als notorisch unglücklich bezeichnen, die große Mehrheit hingegen sieht sich auf der Sonnenseite des Lebens. Diese Grundhaltung ist zumindest teilweise angeboren – unterschiedlichste Studien vornehmlich mit ein- und zweieiigen Zwillingen konnten nachweisen, dass die persönliche Lebenszufriedenheit[i] zu rund 40 bis 50 Prozent ererbt ist.[ii] Das ist für die Glückssucher allerdings keine sonderlich gute Nachricht. Denn es bedeutet, dass die Hälfte dessen, was Lebenszufriedenheit ausmacht, fix ist. Nicht veränderbar. Wir können uns noch so abstrampeln und streben, unsere Glückskurve ist bereits zu einem großen Teil in unseren Genen festgelegt. Und unsere Eltern können wir uns nun einmal nicht aussuchen.

Jeder Mensch startet von einem individuellen Glücksniveau, zu dem er zumeist wieder zurückkehrt – in einer Langzeitstudie änderte sich die Glückskurve im Fünfjahresdurchschnitt zwar bei 75 Prozent aller Teilnehmer so gut wie gar nicht. Zumindest 25 Prozent der beobachteten Personen ist es aber gelungen, ihre subjektiv empfundene Lebensqualität zu verändern.[iii] Letztere haben sich womöglich ein Beispiel am kleinen, grünen Drachen genommen. Denn die andere Hälfte der Glückskurve wird zum einen von äußeren Umständen bestimmt – allerdings spielen Geld und Status nur eine untergeordnete Rolle – vor allem aber von sozialen Kontakten. Die wirklich glücklichen Menschen stehen ständig in sozialer Interaktion mit Freunden und Familie. Hier gibt die Wissenschaft dem kleinen Tabaluga recht: Glück vermehrt sich, wenn man es teilt.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein frohes und glückliches Osterfest!

via Das verschenkte Glück | blognition.de

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