Das Verhältnis von Einnahmen zu Ausgaben (von Bill Bonner)

28. Januar 2011 | Kategorie: RottMeyer

Möchten Sie gerne einige Fehler rückgäng machen? Die Fehler korrigieren? Sich selbst zu einem besseren Menschen machen? Mehr Erfolg haben? Liebe, Glück und Geld in 2011 bekommen? Sie brauchen einen Plan!

Zum Glück sind die Leben der meisten Menschen leicht zu verbessern. Sie müssen nichts tun. Sie müssen nur damit aufhören, Dinge zu tun, die dumm sind. Nehmen wir dicke Menschen. Was ist die Lösung? Nichts. Einfach nicht so viel essen. Keine riesige Portionen essen. Nicht ins Restaurant gehen. Keinen Nachschlag fordern. Tun Sie das. Ich garantiere Ihnen, dass es funktionieren wird.

Dasselbe könnte von Menschen mit Finanzproblemen gesagt werden. Der durchschnittliche Angestellte kann sein Einkommen nicht einfach erhöhen. Er hat einen Job. Er verdient eine bestimmte Menge Geld. Oder er hat ein bestimmtes festes Renten-Einkommen. Solange er nicht jung genug ist, um verschiedene Karriere-Chancen vor sich zu haben, ist sein Einkommen effektiv fix. Seine Entscheidungen diesbezüglich sind bereits gemacht worden.

Wenn er also seine finanziellen Umstände verbessern möchte, dann kann so jemand nur bei den Ausgaben ansetzen, nicht bei den Einnahmen. Und während das Einkommen durch das Tun“ von Dingen bestimmt wird – werden die Ausgaben durch das Nicht-Tun“ bestimmt.

Wollen Sie das Geheimnis finanziellen Erfolgs wissen? Stellen Sie sicher, dass Ihre Ausgaben niedriger sind als Ihre Einnahmen. Wie kompliziert ist das denn?

Gestern las ich am Flughafen von Miami in einer Zeitung einen Beitrag über Leute, die große finanzielle Probleme haben. Einige hatten ihre Jobs verloren. Andere hatten nicht genug für den Ruhestand gespart. Und andere gaben einfach zu viel Geld aus. Was ist die Lösung? Die offensichtlichste Lösung für das alles ist: Hören Sie auf damit. Hören Sie auf mit Geld ausgeben. Sehen Sie etwas, das Sie haben möchten? Denken Sie noch mal nicht; wahrscheinlich brauchen Sie es nicht wirklich.

In den nächsten 19 Jahren werden in den USA jeden Tag 10.000 Menschen in den Ruhestand gehen. Die meisten dieser Baby Boomer“-Ruheständler sind finanziell nicht vorbereitet. Sie haben nicht genug Geld gespart, um so zu leben, wie sie es erwarten.

Aber das ist nur der Anfang der Geschichte. Wenn ich Recht habe und wir in einer Großen Korrektur“ sind, dann wird der Lebensstandard in den USA generell fallen. Arbeitsplätze werden knapper werden. Die Einkommen (real gesehen) werden fallen. So wird jeder den Gürtel enger schnallen müssen.

Was kann man da tun? Nichts! Ausgaben kürzen durch nichts tun!

Aber was ist mit den armen Leuten in der Zeitung? Sie haben kein Geld für die Miete. Lebensmittel. Heizung. Versicherung. Krankenversicherung. All das übliche. Nachdem man die Grundlagen bezahlt hat, bleibt nichts übrig. Ein Artikel in der New York Times berichtete sogar von einem Ehepaar mit 250.000 Dollar Einkommen – dem nach Abzug der Fixkosten fast kein frei verfügbares Einkommen mehr verbleiben soll.

Was ist, wenn man sich gerade mal die notwendigsten Dinge leisten kann, also nicht sparen kann? Hier wird es interessant. Ab einem bestimmten Punkt muss man aufhören nichts“ zu tun, und beginnen, radikal zu werden.

Ich war bis vor kurzem in Nicaragua. Am Strand traf ich mich mit einem Leser. Der hat es drauf“, sagte meine Frau Elizabeth. Er hat ein schönes Haus direkt am Strand. Keine Heizkosten. Die Grundsteuern liegen bei fast null. Und man kann sein Geld gar nicht ausgeben; hier gibt es nichts zu kaufen. Aber es ist ein sehr hoher Lebensstandard. Und man vermisst keine Shopping Malls und Kinos.“

Natürlich müssen Sie nicht nach Nicaragua ziehen, um billig zu leben. Auch in den USA gibt es viele Orte, an denen man günstig leben kann. Kleine Städte in Texas. Arkansas. Tennessee.

Da kann man genügend Land bekommen, um einen Gemüsegarten anzulegen. Und sein Haus mit Holz zu heizen. Und die Kreditkarten kann man dann wegschmeißen.

Und hey, das könnte Spaß machen.


Quelle: Kapitalschutz-Akte

Das Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben (von Bill Bonner)

weitere Informationen: Investor Verlag

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Ein Kommentar auf "Das Verhältnis von Einnahmen zu Ausgaben (von Bill Bonner)"

  1. Steffi sagt:

    Hallo Herr Bonner,

    schönen Dank für den Artikel. Ich lese Ihre Kolumnen sehr gerne.

    Das mit dem Sparen ist so eine Sache. Für mich gehört es zu einem der ungeheuren Vorteile des Älterwerdens, dass man gewisse Dinge nicht mehr so wichtig nimmt bzw. die Prioritäten veschiebt. Was habe ich früher für Firlefanz ausgegeben – brauche ich heute alles nicht mehr. Dafür wandert ein dicker Batzen in den Tierschutz.

    Als junger Erwachsener ist das Krokodil auf der linken Hemdbrust ganz wichtig und man sonnt sich ein wenig im Neid dessen, der sich das jetzt vielleicht nicht leisten kann. Später lernt man, dass es auf diese Äußerlichkeiten nicht ankommt, sondern auf das, was man tut, undzwar kontinuierlich tut.
    Und darüber hinaus wird es einem wesentlich egaler, was die anderen über einen denken.

    Aber ich habe auch viel Glück gehabt.

    Und eines kann ich ganz sicher sagen: Der Gemüsegarten macht enorm Spaß und das Heizen mit Holz auch!!

    In diesem Sinne,
    einen schönen Gruß an Sie in einem Land, das beinahe meine Heimat geworden wäre.

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