Das Scheitern der Fed

4. Mai 2013 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

von Bill Bonner – Wenn der Dow 100 Punkte steigt oder fällt, und der Goldpreis 10 Dollar steigt oder fällt, was beweist das? Gar nichts. Die Zentralbanken sind engagiert in einem atemberaubenden Programm des Aktivismus. Ich weiß nicht, wohin das führen wird. Aber wenn ich mir die historischen Vergleiche anschaue, dann funktionieren Aktivismus und Zentralbanken so gut zusammen wie Auto fahren und Alkohol trinken…

Wenn man das lange genug zusammen macht, dann steht einem ein Unfall bevor.

 Aber dieser Unfall ist noch nicht passiert. Deshalb haben die meisten Leute aufgehört, sich deswegen Sorgen zu machen. Sie riechen die Fahne des Fahrers. Aber sie steigen dennoch in den Bus ein.

Warum nicht? Zumindest versucht die Fed es….selbst wenn wenig Gutes durch ihre Handlungen zustande kommt. Die New York Times berichtet:  Die Federal Reserve macht moderate Fortschritte bei ihrem Bemühen, die Arbeitslosenquote zu senken. Aber das ist nicht das Arbeitsplätze-Ziel, das der Kongress für die Fed geschaffen hat. Die Zentralbank soll die Zahl der Beschäftigten maximieren. Und an dieser Front macht sie keinen Fortschritt.

Der Anteil der erwachsenen Amerikaner mit Arbeitsplätzen liegt seit mehr als drei Jahren im Bereich 58,5%, was kaum 5 Prozentpunkte unter dem Hoch vor der Rezession liegt.

Die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze hat gerade mal mit dem Bevölkerungswachstum Schritt gehalten. Die Arbeitslosenquote, aktuell bei 7,6%, ist größtenteils deshalb gefallen, weil die Menschen aufgehört haben, nach Arbeit zu suchen.

Es gibt wenige Zeichen dafür, dass die Fed (…) über eine Expansion ihres 4 Jahre alten Stimulierungs-Programmes nachdenkt

Betrunkene Fahrer

Wie gefällt Ihnen das, liebe Leser? Der rücksichtsloseste Fahrer in der Geschichte der Zentralbanken…welcher die Geldmenge von 800 Mrd. Dollar auf 4 Billionen Dollar erhöht hat….und das hat nicht einen einzigen zusätzlichen Arbeitsplatz geschaffen. Trotz des radikalen Programms der Zentralbank ist der Anteil der Bevölkerung, welcher einen Arbeitsplatz hat, seit 2009 nicht gestiegen.

 Zumindest plant die Fed nicht, den Alkohol-Anteil im Blut weiter zu erhöhen! (Zumindest nicht für den Moment…) Aber die Nachrichten vom Arbeitsmarkt sind nicht die einzigen negativen Nachrichten. Und die schlechten Nachrichten kommen nicht nur aus den USA, sondern auch aus Europa. Ein Bericht teilte uns mit, dass die Arbeitslosenquote der Eurozone auf den Rekordwert von 12,1% gestiegen ist.

 Deutschlands Wirtschaft sieht zunehmend zerbrechlich aus. Und Italien könnte einen „bailout“ benötigen. Und je länger das riskante Fahren keinen Effekt hat, desto wahrscheinlicher wird es, dass die Zentralbanken das Gaspedal noch weiter durchtreten wollen…und gleichzeitig eine weitere Flasche Jack Daniel´s öffnen…

Wer weiß, was passieren wird? Alles, was wir wissen ist: Die Fed tritt das Pedal weiter voll durch…mit einer Flasche Whiskey an den Lippen.

An welcher Ecke….bei welcher Geschwindigkeit…mit welchem anderen Fahrzeug…an welchem Tag….wird der Unfall geschehen? Ich warte, um das herauszufinden, genau wie jeder andere auch… (Seite 2)

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Ein Kommentar auf "Das Scheitern der Fed"

  1. Reiner Vogels sagt:

    Die von den Notenbanken betriebene Politik des billigen Geldes ist nicht nur ein Diebstahl an allen Sparern, sie riskiert nicht nur in leichtsinniger Weise den großen Crash, sie ist darüber hinaus auch noch langfristig absolut schädlich und zerstörerisch:

    Sie ermöglicht es denen, die mit dem billigen Geld zocken, auf einfache Weise Geld zu verdienen, – vor Verlusten geschützt durch die Notenbanken – obwohl sie zur Wertschöpfung überhaupt keinen Beitrag leisten. Es ist heute so, dass man mit ehrlicher Arbeit, die Werte schafft, nicht so leicht Geld verdienen kann wie mit Finanzspekulationen. Clevere junge Leute werden es sich daher gut überlegen, ob sie wirklich sich die Mühe machen wollen, ein Ingenieurstudium ergreifen, um später bessere Autos bauen zu können, Medizin, Chemie, studieren sollen oder ein ordentliches Handwerk erlernen bzw. eine sonstige Ausbildung für einen wertschöpfenden Beruf absolvieren sollen, wenn man doch im internationalen Finanzcasino offensichtlich viel leichter an viel mehr Geld kommen kann, wohlgemerkt, immer vor Verlusten abgesichert durch die Notenbanken.

    Auf Dauer wird auf diese Weise der produktive Sektor der Wirtschaft austrocknen. Dass dies am Ende zum Totalzusammenbruch des Wohlstands führen muss, sollte jedem einleuchten. Die vielen Millionen von Menschen in der westlichen Welt können nicht davon satt werden, gekleidet werden, eine warme Wohnung haben, dass Millionen von Bankern und Tradern Finanzzockerpapiere hin- und herschieben und die Notenbanken immer neues Geld drucken.

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