Das Silber Quiz – Bestehen Sie den Test?

9. Juni 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer, Slideshow, Zeitlos

Die CPM Group hat kürzlich ihr Silber Jahrbuch 2011 veröffentlicht, was in der Industrie als eine der umfassendsten Informations-quellen zum Silbermarkt gilt. Obwohl es zum größten Teil ein Nachschlagewerk ist,  konnte ich einige interessante Fakten aufdecken, die zweifelsfrei ein zukünftig bullisches Bild für das Metall aufzeigen…

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Jeff Clark, von Casey Research, BIG GOLD der uns erlaubte sein Silber Quiz 2011 ins Deutsche zu übersetzen und auf rottmeyer.de zu veröffentlichen. Viel Spaß.

Wenn Sie ein Silberanleger sind oder über den kürzlich erlebten Abverkauf in Sorge sind, könnten Sie die nachfolgenden Daten sehr verlockend finden. Sie bieten eine Spur in das Innere des Marktes und wird uns alle sicherlich zu mehr sachkundigen Anlegern machen.

Zum Spaß habe ich das, was ich gelesen habe in die Form eines Quiz umgewandelt. Schauen Sie mal wie viele der Fragen Sie selbst korrekt beantworten können…

1) Der Haupttreiber für den Silberpreisanstieg in 2010 war:

a) Anlagenachfrage

b) Verarbeitungsnachfrage

c) Niedrigeres Angebot

Während sowohl die Verarbeiternachfrage, als auch das Angebot im letzten Jahr stieg, kauften Anleger 142 Millionen Unzen Silber – das dritthöchste jemals verzeichnete Volumen und das Höchste seit 1980. Dies trieb den Preis in die Nähe des Rekordhochs.

Es ist bemerkenswert, dass die Investorennachfrage im letzten Jahr höher war als während des Rezessionsjahres von 2009. Dies spricht dafür, dass die Anleger mehr Silber auf Grund der Dollarabwertung und aus Inflationssorgen kauften, als einfach nur durch einen wirtschaftlichen Rückgang.

2) Die Silberminenproduktion:

a) Übertrifft die Nachfrage

b) Balanciert die Nachfrage aus

c) Bleibt unter der Nachfrage

Die weltweite Silberminenproduktion erreichte im letzten Jahr 667 Millionen Unzen – aber die Gesamtnachfrage erreichte 986 Millionen Unzen. Obwohl es eine Tatsache ist, dass die Minenproduktion seit 1999 um 33% angestiegen ist, blieb sie weit unter dem Angebot, den die Märkte benötigen.

Während Altsilber (scrap) an den Markt kommt um die Differenz auszugleichen, ist die Lücke (zwischen Angebot und Nachfrage) zukünftig eine der mehr kritischen Fragestellungen. Die delikate Balance zwischen Angebot und Nachfrage wird zunehmend heikel werden, da die Gesamtnachfrage weiter wächst.

3) Die Nachfrage der Haushalte nach Silber (Besteck, Geschirr, und Kerzenleuchter) ist in den letzten zehn Jahren nicht gestiegen. Die Schmuckherstellung ist nur geringfügig gestiegen. Der Silberverbrauch in der Photografie fällt weiterhin. Also, ist es wahr oder falsch? Die Gesamtnachfrage fällt, oder?

Falsch. Der industrielle Gebrauch hat die Differenz aus Abnahmen in anderen Anwendungen mehr als ausgeglichen und drückt die Nachfrage auf neue Ebenen. Seit 1999 stieg der Verbrauch im Elektronikbereich um 120%. Die Benutzung von Silber in Solarpanels begann im Jahr  2000 und ist seit dem um 640% gestiegen. Silber wurde erstmals im Jahr 2002 in antibakteriellen Anwendungen eingesetzt und hat sich, obwohl dies nur eine kleine Nische ist, im Wachstum bereits versechsfacht. In der Tat werden neue Anwendungsbereiche für Silber nahezu täglich gefunden, speziell im Bereich der antibakteriellen Anwendungen. Dies macht es zunehmend schwieriger alle wachsenden Anwendungen zu katalogisieren.

Das Silberinstitut erwartet, dass der gesamte industrielle Gebrauch des Metalls über die nächsten 5 Jahre um 36% steigen wird, bis auf 666 Millionen Feinunzen jährlich. Das ist eine Menge Silber und bedeutet, dass dieser Teil der Nachfrage – der ca. 60% aller Fabrikation darstellt – sobald nicht nachlassen wird. —-> Seite 2

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8 Kommentare auf "Das Silber Quiz – Bestehen Sie den Test?"

  1. carsten_kai sagt:

    Etwas peinlich, wie ich daneben lag.
    Hat aber niemand gemerkt, ich war ja allein.

    Fazit des Artikels:
    Es gibt nur einen Weg für Silber.
    Nach oben.

  2. Krisennews.com » Das Silber Quiz – Bestehen Sie den Test? sagt:

    […] Derweil sind unsere gegenwärtigen monetären Probleme noch lange nicht vorbei, werden nicht einfach zu beheben sein und es wird Jahre dafür benötigen. Edelmetalle sind erprobte Schutzformen für dieses Umfeld. Silber, an der Seite mit Gold, ist Ihre beste Verteidigung gegen unhaltbare finanzwirtschaftliche Ungerechtigkeiten und massive Währungsentwertung und werden in den kommenden Jahren ein Profitcenter sein.“ ——————————————– Artikel auf: rottmeyer.com […]

  3. amoratis sagt:

    moin moin 🙂

    is ja gut und schön, die Nachfrage steigt kontinuierlich (was mich sehr freut), ABER – im gleichem Atemzug entsteht in absehbarer Zukunft durch Recycling und Urban mining die Möglichkeit mittlere bis größere Mengen an AG zurückzugewinnen.

    http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-03/urban-mining

    Ich denke da an die ganzen Solarpanele die in cirka 30 Jahre wieder von den Dächern gerissen werden, verfeinerte Methoden um auch das letzte Quentchen AG aus dem Althandy oder KFZ Wracks zu holen, die ganzen TFT Monitore die nach cirka 10 Jahren entsorgt werden – ist die Nachfrage (Investoren / Industrie) so groß, das all das vom Markt „absorbiert“ wird, ohne das es zum Überangebot, oder Preisrückgang kommen wird? oder bin ich da schon wieder einfach nur zu „pessimistisch“ 😉 Sicher gibt es Anwendungen wo auf Silber auch in Zukunft nicht verzichtet werden kann, aber genauso wird es vermutlich Ersatz geben, weil AG einfach zu teuer wird für den ungebremsten Verbrauch in der Industrie. Ich beschäftige mich nun schon einige Jahre intensiv mit diesem Metall, und alles spricht FÜR den Kauf und das Invest in SILBER, die Aussichten sind so gut, das ich mich öfter mal frage „Wo ist denn da der Haken“

    So, das zum Thema, und nun noch ein Würfelchen Zucker. Ich mag Eure Seite, das Layout ist sauber, klar und gut gestaltet. Ich mag Euren Humor und ich freue mich immer über die neue Metallwoche.

    der Wolfgang

  4. SpanischerGaul sagt:

    Guten Tag Herr Meyer, ich habe eine Frage an Sie. Und zwar gehts um folgendes Problem:

    In der Antike/Mittelalter war das Gold/Silber Ratio bei ungefähr 1 zu 15. Also entspricht das (so denkt man naiv) in etwa dem Aufwand es aus der Erde zu holen, also den Produktionskosten.

    Da heute die Produktionskosten aber bei einem Verhältnis von 1 zu 100 liegen (ungefähr) also 5 Dollar bei Silber zu 500 Dollar bei Gold, frage ich mich wieso es in der Antike/Mittelalter ein Ratio von 1:15 gab, logischer wäre doch ein Produktionskostenratio von 1:100.

    Und Papierspielchen gabs ja damals noch nicht, also zählte eigentlich in Antike/Mittelalter ausschließlcih der Aufwand es aus dem Boden zu holen?!

    Haben Sie da eine plausible Antwort?

    • Frank2 sagt:

      …oder es aus Flüssen zu waschen!?

      Ich bin da nicht Experte, aber wenn ich recht davor bin, muß Silber gemint werden und Gold kann auch gewaschen werden. Ich stelle mir es relativ billiger weil aufwandfreier vor, es zu waschen. Das mag die relativen Goldförderungskosten im Schnitt billiger gemacht haben als heute.

      Habe aber auch ne Frage, wegen „Amoratis‘ Haken“ da oben:
      Wenn Silber 5,16 USD Förderungskosten hat, sind wir dann bei 35 USD plus im Verkauf nicht vielleicht doch schon im spekulativen Blasenbereich? Dann müßten Silberminen derzeit ja echte Goldminen sein. 😉

  5. Z sagt:

    Hallo,
    1:15 oder 1:16 ist das Verhaeltniss von Gold/Silber in der Erdkruste. Nicht zu vergessen ist, dass es viel weniger primaere Silberfoerderer als Goldfoerderer gibt. Silber wird bei vielen Minen als Beiprodukt gefoerdert und so sind die Cashkosten auch sehr gering.

    Ich glaube in der WiWo stand vor einigen Wochen, dass die Cashkosten der groessten Goldproduzenten bei 900$/oz liegen.

    5) .. ungefähr 46% der weltweiten Produktion.
    Frage: Ist hier nicht das Komma um eine Stelle verrutscht?

  6. Z sagt:

    5) .. ungefähr 46% der weltweiten Produktion.
    Frage: Ist hier nicht das Komma um eine Stelle verrutscht

    Ups hier sind wohl die Verkaeufe gemeint und damit stimmt das Komma 🙂

  7. Takuto sagt:

    Weiß jemand, welche Fonds (oder Aktien) in chinesische Silberminen investieren?

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