Cyberwar

17. März 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer, Slideshow

von Bill Bonner

Was den „Cyberwar“ besonders attraktiv auch für Terroristen mit niedrigem Budget macht: es kostet relativ wenig, eine ernsthafte Bedrohung darzustellen. Keine Kriegsschiffe sind notwendig. Keine Milliarden Dollar teuren Kampfflugzeuge. Keine nukleare Abschreckung. Mit dem richtigen Team von Software-Genies kann es sogar möglich sein, das nukleare Potenzial einer Nation gegen sie selbst zu richten…

Das US-Verteidigungsministerium teilte mit, dass 2008 militärische Computer-Netzwerke attackiert wurden. Auf einer Militärbasis im Mittleren Osten wurde ein infizierter Wechseldatenträger in einen Laptop des US-Militärs eingeführt, wahrscheinlich von einem ausländischen Agenten. Der Code hat sich selbst in ein Netzwerk hochgeladen, welches vom US-Oberkommando betrieben wird (…), und es wurde eine digitale Quelle geschaffen, von der aus Daten auf Computersysteme unter ausländischer Kontrolle transferiert werden konnten.

Mit anderen Worten: Wenn es darum geht, Schlechtes zu tun…dann ist nur der Himmel die Grenze. Schlechte Dinge werden passieren…auf die eine oder andere Art und Weise. Und es könnte richtig schlimm werden.

Und wenn schlechte Dinge passieren, dann ist man besser irgendwo anders. Wo?

Generell passieren schlechte Dinge meistens in Städten. Warum ist das so? In Städten leben die meisten Leute. Da sind die Regierungen. Und da sind die Arbeitskosten am spezialisiertesten. Es gibt keine Subsistenz-Landwirte in Städten. Und ein Städter lebt auch nicht „vom Land“. Stattdessen hängen Städter von komplexen Handels-Netzwerken ab. Ein typsicher Stadtbewohner produziert weder Nahrungsmittel noch Energie. Er sitzt den ganzen Tag im Büro – komplett davon abhängig, dass andere Energie und Nahrung liefern. Dann geht er nach Hause – immer noch abhängig davon, dass die Arbeitsteilung erfolgreich ist.

Fortschritt kann beschrieben werden als der Fortschritt bei der Arbeitsteilung. In den primitivsten Zeiten der Menschheit war die Spezialisierung sehr begrenzt. Nach dem, was mir mitgeteilt wurde, war der Mensch der Frühgeschichte ein Jäger. Die Frauen blieben zu Hause und kümmerten sich um Kinder und Zubereitung der Nahrung. Das war es im Grunde.

Als die Stämme größer wurden, nahm auch die Spezialisierung zu. Eine Person kümmerte sich ums Feuer. Eine andere machte Kleidung oder Bögen.

Als die Stämme dann sesshaft wurden, Landwirtschaft betrieben und Städte gründeten, da führte das zu einem großen Fortschritt und – nicht zufällig – zur Arbeitsteilung. Einige Menschen gingen auf die Felder. Andere begannen, sich auf Holzarbeiten zu konzentrieren…oder das Herstellen von Eisen…oder auf das Herstellen von Waffen…oder Kleidung. Einige spielten Karten und hingen in Kneipen ab. Dann gab es eine Immobilien-Industrie…und nicht viel später dann Prostituierte und Banker…und sogar Winkeladvokaten und Steuereintreiber.

Als die Arbeitsteilung immer weiter ging, wurde der durchschnittliche Mensch immer reicher…und immer abhängiger von anderen. Um zu essen…musste jemand anderes pflanzen…und dann ernten…und jagen…

Und dann, als die Landwirtschaft mechanisierter wurde, hingen die Menschen von weit entfernt lebenden anderen Menschen ab, die Öl und Benzin lieferten. Und von Leuten, die Traktoren herstellten…und Bankern, die Industriezweige und Fabriken finanzierten. Und natürlich wurden die Menschen auch vom Geld immer abhängiger. In den Tagen des Tausches von Gütern gegen andere Güter war Geld keine Gefahr. Dann, als nur mit Gold und Silber als Geld gearbeitet wurde, gab es keine Hyperinflationen…keine Finanzkrisen. —–>

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