Crash-Alarm?

29. August 2015 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Tivoli, New York – ich hatte meinen ersten Kaffee am Morgen noch nicht getrunken, als mich eine alarmierende Nachricht von Stephen Jones ereilte, der für mich Recherchen am Aktienmarkt betreibt.

Stephen, ein ehemaliger Aktienanalyst, hat an einem firmeneigenen Indikator gearbeitet. Das Ziel ist, uns ein besseres Verständnis für die erwarteten Renditen zu vermitteln, durch die aktuellen Bewertungen.

Ich habe bereits von seiner Langzeitvorhersage berichtet: Er geht davon aus, dass der amerikanische Aktienmarkt einstürzen wird und das durchschnittlich um 10% pro Jahr während des kommenden Jahrzehnts.

Wenn also der Dow im August 2025 irgendwo bei 6.030 Punkten liegt, hat sich seine Annahme bestätigt.

Aber wie sieht es jetzt aus? Was können wir auf kurzer Sicht erwarten?

Ich weiß es nicht. Doch vergangene Woche schickte Stephen mir eine Crash Warnung. Seine erste überhaupt.

Ein „riesiger und dramatischer Abschwung“

Stephen schreibt:

„Kurzzeitiges Markt-Timing ist der beste Weg, um sich in eine Position oder aus einer hinaus zu bringen oder um kleine Korrekturen an den Aktienpositionen in einem Portfolio vorzunehmen. Es gibt nur wenige Gelegenheiten, bei denen man größere Bewegungen in Erwägung ziehen muss.

Jetzt ist eine dieser Gelegenheiten. Nicht, dass es eine Garantie dafür gibt, dass ein Marktabschwung vorprogrammiert ist. Doch wie dem auch sei, die Hinweise suggerieren, dass ein sehr großer und dramatischer Abschwung auf den Aktienmärkten unmittelbar bevorsteht.

Mit „groß“ meine ich einen Rückgang der Überschüsse von 50%. Mit „dramatisch“ meine ich, dass es in einem Zeitraum von nur drei Jahren geschehen wird.

Beispiele dafür sind der 21monatige Abschwung von Januar 1973 bis September 1974…der 25monatige Fall von August 2000 bis März 2009… und der 17monatige Absturz von Oktober 2007 bis März 2009.

„Unmittelbar bevorstehend“ ist der schwierigste Teil dieser Vorhersage. Wie dem auch sei… der Abschwung scheint wahrscheinlich innerhalb der kommenden drei Monate zu beginnen.“

Cronies auf der Flucht

Ich finde keinen Gefallen an einer Markt-Schlappe. Persönlich sowieso nicht. Ich bestreite meinen Lebensunterhalt durch das Anbieten von wirtschaftlichen Beiträgen und finanziellen Ratschlägen.

Doch indirekt kann ich es genießen. Und okay… vielleicht huscht ein dunkles Lächeln über meine Lippen. Für diese Art von Lächeln haben die Deutschen ein schönes Wort – Schadenfreude.

Die Cronies sind auf der Flucht. Mr. Market, die Main Street und die reale Wirtschaft schlagen endlich zurück.

Die Milliarden von Dollar in Aktienrückkäufen bei oder nah bei Rekordkursen beginnen nun auch nach dem auszusehen, was sie immer waren: eine Plünderung der Firmenschatzkammern durch die Insider.

Das ganze Gequatsche darüber, dass die Zentralbanken eine Erholung durch finanzielle Interventionen stimulieren, beginnt zu klingen, wie der Müll, der es immer war.

Zusätzlich habe ich ein tiefes und beständiges amor fati. Ich mag es, wenn das, was passieren soll, auch tatsächlich geschieht. Es beruhigt meine Nerven.

Papst Franziskus sitzt im Vatikan. Janet Yellen sitzt auf dem bequemsten Stuhl der Fed. Und die Aktien fallen. Alles richtig im Universum.

Quelle: Kapitalschutz Akte
Crash-Alarm (von Bill Bonner)
Weitere Informationen: Investor Verlag

 

 

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