Zeitlos

Endspiel in down under

Die kürzlich veröffentlichten Daten der australischen Zentralbank passen in das Bild einer Ökonomie, die ihren Zenit vorerst überschritten hat. Ein vergleichsweise kleiner Sektor – der Bergbau mit seiner überbordenden medialen Präsenz – mag optische Strahlkraft haben. Er allein kann eine Volkswirtschaft aber nicht tragen…



Kurzsichtigkeit und lange Trends – Rott`s Schuldenshow

von Bankhaus Rott Die Börsennachrichten und Teile der Wirtschaftspresse sind in einem ungesunden Kurzfristdenken verhaftet. Die schon Zwanghafte Suche von Begründungen für kleinste Kursbewegungen driftet oft geradezu ins Absurde ab. Unlängst vermeldete gar ein Redakteur im offensichtlicher Feierlaune „Spanien bändigt den Schuldenstier“.



Uranpartikel – die heimtückische Luftpost

Der moderne homo sapiens ist ein notorischer Verteiler seines selbst erzeugten Abfalls. Die Idee von einem natürlichen Wiederverwerten in einem Kreisprozeß steht dem menschlichen Gewinnstreben im Wege. Er erfüllt also die Antithese zum Naturgedanken. So vagabundieren allein über 100 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Ozeanen, die jährlich um weitere sechs Millionen Tonnen anschwellen. Damit nicht genug: giftige Uranabfälle haben global eine lange Tradition – zu Erden, Luft und Wasser. Was unternehmen wir gegen den sorglosen Uranaustrag?



Naturphänomene als Erdbebenvorhersage

Ein Urverlangen des Menschen ist es zu wissen, was ihm die Zukunft bringt, vor allem interessieren existenzbedrohende Ereignisse wie Erdbeben. Was die Zukunft alles im Schilde führt, versuchen uns Wahrsager, Gurus und Propheten aufzuschwatzen – meist gegen ein saftiges Honorar. Zeitlich und räumlich verlässliche Vorhersagen von Erdbeben zu treffen, sind aber nach dem heutigen Stand der Geowissenschaft nicht möglich. Und doch gibt es skurrile Naturbeobachtungen, die Zweifel an der doktrinären Wissenschaft aufkommen lassen. Diesen Phänomenen wollen wir einmal nachspüren.



Milliarden für Loch Bless

Als teilverstaatlichte Bank hat man es schon nicht leicht! Die Staatsbeteiligung verhindert ein Gehalt, das für ein warmes Abendbrot reicht. Alle reden einem in die Geschäfte rein, ein echtes Ärgernis. Dazu kommen noch die lästigen Gläubiger – so kann doch niemand in Ruhe arbeiten!



Wann ist man reich?

Im Rahmen einer Umfrage von Fidelity Investments wurden unlängst 1.000 Dollarmillionäre zum Thema Reichtum befragt. Die Ergebnisse sind – zumindest für Nichtmillionäre – erstaunlich. Während der Normalbürger mit der schönen runden Schallgrenze von einer Million recht gut leben könnte, legen die besser Betuchten die Messlatte höher.



Glücksspiel ETF

Eine seltsame Neigung von Investoren ist es, sich bei einer Anlageentscheidung nur von steuerlichen Aspekten oder anfallenden Gebühren leiten zu lassen. Die verständliche Suche nach möglichst kostengünstigen Anlagevehikeln trieb vor allem Kleinanleger in die Arme einer wachsenden Schar zahlreicher ETF Anbieter. Gute 50% der Sparer dürften allerdings nicht genau wissen, was da eigentlich in ihren Depots schlummert….



Vergiftete Hoffnung

In Zeiten, in denen auch eine Reihe drohender Schuldenschnitte den Puls deutscher Nachrichtensprecher nicht in die Höhe treiben können, gehen viele interessante Nachrichten aus der Finanzwelt unter. Besonders selektiv wird die Wahrnehmung gewohnterweise, wenn der Bildschirm auf nachtsichtgrün wechselt und der embeddet journalist direkt von der Front der Menschlichkeit berichtet.



Boom! Erang!

Wirft man einen Stein in einen See, so fällt er hinein, verursacht ein paar Wellen und sinkt auf den Grund wie einst die Aktie der AIG. Das Schleudern eines Bumerangs hingegen kann dazu führen, dass man nach der Rückkehr des Wurfholzes gefragt wird: “Schöne Zähne. Alle neu?“ Der australische Immobilienmarkt ist in jeder Hinsicht mehr Bumerang als Stein…



Belohnung für die Pleite

Wir müssen die Talente halten! So lautet eines der am häufigsten gehörten Argumente, warum in der Finanzbranche teils absurde Gehälter gezahlt werden. Die Branche ohne Wertschöpfung zahlt – zumindest auf höheren Ebenen – Saläre, die oft jenseits von gut und böse sind.



Nachruf auf die Silberzehner

Das war`s dann, Ihr Silberzehner. Richtig gemocht habe ich Euch ja nie. Ich wusste nur nicht warum. Eure beste Zeit liegt jetzt hinter Euch. Schlummert sanft, in den Schränken, Truhen oder dort, wo man Euch versteckt hat…



Panzerschrank statt Bank

von Bankhaus Rott Geld verdirbt den Charakter heißt es oft. Seltener wird auf die Frage des Charakters des Geldes selbst hingewiesen, obwohl es reichlich Abhandlungen gibt, die sich mit der Entstehung des Geldes beschäftigen…



House of (S)Pain

Die mediterrane Lebensart hat es so manchem angetan. Alles ein bisschen entspannter, besseres Wetter und überhaupt. Ganz relaxed geht man daher auch mit den Lasten um, die die vergleichsweise dürren Beine der iberischen Ökonomie durch die Gegend schleppen müssen.



Negativ, Mister Bowman!

Die legendäre Antwort des Bordcomputers HAL 3000 im Weltraumepos 2001: A Space Odyssey hatte etwas wunderbar endgültiges. Du bist raus, Bowman! Muss ein ziemlich übles Gefühl sein, außerhalb eines Raumschiffs herumzuschweben und sich mit einem wiederborstigen Bordrechner herumzuschlagen.



Australien – Die Uhr tickt

Es ist schon erstaunlich, wie lange es oft dauert, bis ein Richtungswechsel der wirtschaftlichen Entwicklung sich in der allgemeinen Wahrnehmung wiederfindet. Ein gutes Beispiel für eine generell sehr wohlwollende Darstellung der Situation findet sich in Australien.



Radioaktivität: Das unsichtbare Strahlenmonster

Aufgeschreckt durch die furchtbare AKW-Katastrophe in Japan, erwachte das Tschernobyl-Monster aus seiner Todesstarre im Sarkophag. Erneut rückten mögliche globale Strahlenfolgen ins Bewusstsein. Nein, die Menschheit hat die Radioaktivität nicht gebändigt, oft nicht einmal ihre Wirkung verstanden. Die Wahrscheinlichkeit für eine erneute Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes ist größer Null, und damit latent…



Spekulanten oder Wassermangel? (2)

Auch in China wachsen die Sorgen um die Versorgung der Bevölkerung. Die voranschreitende Versiegelung von Flächen und eine brachiale Industrialisierung mit allen ökologischen Nebenwirkungen führte zu wachsenden Abhängigkeiten. Erze kann man über Jahre nach China schiffen und auf Halde liegen lassen, bis man sie benötigt. Mit Mais geht das nicht, so dass auch die Verträge mit ausländischen Farmern zwar von der Grundidee clever sind, im Notfall aber nichts bringen werden. Wenn weltweit das Getreide knapp wird, wird das Vertragsrecht sicher von der einen oder anderen Partei etwas lockerer gesehen.



Spekulanten oder Wassermangel? (1)

Sind es „Spekulanten in London“, die für die Anstiege der Preise für Agrargüter sorgten? Oder sind wir allgemein zu viele Menschen und die Äcker und Zisternen ausgequetscht? Die steigenden Preise an den Agrarmärkten stellen für viele Menschen auf dem Planeten eine existenzielle Bedrohung dar. So dürften viele, von westlichen Politkern gerne mit dem Siegel „Freiheitsbewegung“ versehene Unruhen, eine wichtige Ursache in der schwieriger und teurer werdenden Lebenshaltung haben.



Unterbezahlte Verlustbringer

Ach, die Commerzbank. Eigentlich möchte man schon gar nicht mehr über den fast volkseigenen Betrieb schreiben. Regelmäßig aber wird der Beobachter durch den Schlachtruf der gelben Finanzbrigade aufgeschreckt. Ja, wir wollen Euch schon bald Euer Geld zurückzahlen! Wie schön. „Dann zahlt doch einfach und redet nicht!“, möchte man entgegnen. Dabei ist die Bank der Rekapitalisierung wohl so fern, wie das Finanzsystem einer strukturellen Gesundung.



Imperium, neu definiert

Auf hoher See begründete sich einst der Ruf des britischen Empires. Das ist lange her. In der jüngeren Vergangenheit wurde die Insel dann gern als Muster einer konkurrenzfähigen Ökonomie gepriesen. Diese wunderbaren Wirtschaftsträume hatten eine Substanz, die offenbar ebenso marode war, wie so manch britische Immobilie.



Japan & USA: Auf dem selben Gleis…

Die Parallelen zwischen den Folgen der gescheiterten Immobilienträume in den USA und in Japan lassen sich auf verschiedenen Ebenen betrachten. Die geschätzten Damen und Herren von Haver Analytics haben kürzlich eine schöne diesbezügliche Serie veröffentlicht. Die in den Grafiken dargestellten Sachverhalte reichen von den ausufernden Bilanzen der Zentralbanken über anhaltende deflationäre Effekte bis hin zur Zinskurve am kurzen und am langen Ende. Bei allen genannten Kennzahlen zeigten sich sehr auffällige Ähnlichkeiten.



Dr. Debt – Ausflug der Schuldenschüler

Das Bild des amerikanischen Traums war früher vor allem durch das Rührstück “Vom Tellerwäscher zum Millionär“ geprägt. Der Immigrant, der mit nichts außer löchrigen Schuhen an den Füßen an der Freiheitsstatue vorbeisegelte und dann über den Umweg der harten Arbeit in den Olymp des Geldadels aufstieg, war das Muster für ein Land, in dem alles möglich schien. Früher…



Affen mit iPhones. oder: Warum es Deppen an der Börse manchmal leichter haben

von Ronald Gehrt Als ich am Wochenende sah, wie ein Bekannter vergeblich mit seinem neuen, „selbsterklärenden“ iPhone rang, während er mir zugleich verbissen mitteilte, dass eine Bedienungsanleitung zu lesen reine Zeitverschwendung sei, erinnerte mich das an dermaßen viele Begebenheiten und andere Personen, dass ich – allerdings nicht zum ersten Mal – ins Grübeln kam…



Japans Elend

Im mittlerweile dicht bevölkerten Teich der Länder mit Schuldengrippe dreht ein besonders großer Fisch schon seit längerem seine Runden. In Japan ist das Schatzamt durch jahrelanges hartes Training, hartnäckige Budgetdefizite und zahllose erfolglose Konjunkturprogramme ebenso gewohnt wie die stetig wachsende Staatsverschuldung…



0900 – SUBSTANZAUSSCHUETTUNG

In Zeiten, in denen Geld scheinbar keine Rolle mehr spielt, ist trotz allem das Interesse an Dividenden ungebrochen. Selbst der Bund kam im Rahmen seines unlängst verkündeten „Sparpakets“ nicht um die Einbeziehung von Ausschüttungen herum. Die Deutsche Bahn soll nun pro Jahr €500 Mio. ausschütten, nicht an geplagte Bahnkunden sondern an die ebenfalls geplagte Bundeskasse…