Bundesbank verkauft 4,7 Tonnen Gold

24. November 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

von Frank Meyer

Die Bundesbank hat im Oktober 4,7 Tonnen Gold verkauft, und damit erstmals wieder seit einem Jahr Bestände abgegeben. 150.000 Unzen in Form von Gedenkmünzen sind somit auf der Suche nach Käufern, die sich eigene goldene Rettungsschirme aufspannen…

Die Bundesbank hat Daten vom Internationalen Währungsfonds bestätigt, 150.000 Unzen an das Bundesfinanzministerium abgegeben zu haben. Aus diesem Gold werden Gedenkmünzen geprägt, bekannt vor allem als die Halb-Unzen und seit 2012 die „Wald-Serie“ (20 EUR, 3,89 Gramm) 2010: Eiche, 2011: Buche, 2012: Fichte, 2013: Kiefer, 2014: Kastanie

Für das kommende Jahr ist die ½ Unze mit dem Aachener Dom im Programm. (15,55 Gramm). Die ersten Halbunzen wurden 2002 ausgegeben, zum damaligen Preis von rund 200 Euro. Heute kosten diese Münzen wegen des getsiegenen Goldpreises rund 650 Euro.

Die Diskussion, wo letztlich das Gold der Deutschen gelagert ist und wieviel davon verliehen wurde, hat in den letzten Wochen immer wieder neue Nahrung bekommen. Nach offizieller Lesart besitzt Deutschland rund 3.400 Tonnen Gold oder 109,2 Millionen Unzen Gold. Für jeden Bundesbürger sind das statistische 1,3 Unzen im Gegenwert von aktuell 1.681 Euro.

Es gebe aber keinen Grund für Spekulationen über die künftige Nutzung der deutschen Goldreserven, hieß es aus der Bundesbank. Beim letzten G-20-Treffen waren Gerüchte aufgekommen, nach denen die Staats- und Regierungschefs über den Zugriff auf Gold- und Währungsreserven zur Stärkung bzw. Unterlegung des Euro-Rettungsfonds herangezogen werden könnten. Die Bundesregierung dementierte dies.

Aus den Daten des IWF geht außerdem hervor, dass Tadschikistan im letzten Monat 12.000 Feinunzen verkauft hat. Russland und Kasachstan haben dagegen 627.000 bzw. 101.000 Unzen zugekauft.

4,7 Tonnen klingen nach einer Menge Geld. Nach den letzten Daten des World Gold Councils haben die Deutschen allein im dritten Quartal 59,3 Tonnen Gold gekauft, ein Plus von 146 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Notenbanken kauften zwischen Juli und Oktober dieses Jahres 148,2 Tonnen Gold auf. Sie werden wissen warum.

 

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4 Kommentare auf "Bundesbank verkauft 4,7 Tonnen Gold"

  1. Takuto sagt:

    Wenn sie wenigstens das Papiergold verkaufen würden und nicht ausgerechnet das physische Gold! Andererseits ist es prima, dass das Gold in private deutsche Hände wandert, dem Staat ist ja nicht zu trauen.

  2. mfabian sagt:

    Gute Idee, das Gold noch vor Goldverbot an’s eigene Volk zu verkaufen.
    Später kann man es sich ja dann wieder holen 😀

    • Frank Meyer sagt:

      Ist bloß blöd, dass man nochmal Geld aus dem Netto aufwenden muss, um Erwirtschaftetes noch mal zu kaufen. Wobei dieses Gold haben die Omas, Opas und unsere Eltern erwirtschaftet. Ich erwirtschafte ja nur die Zinsen für die Schulden, die täglich mehr werden, obwohl man mir das Gegenteil weis machen möchte. Komische Zeit.

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