Bücher, Boxen, Blasphemie? Petition zur Meinungsfreiheit

19. Oktober 2017 | Kategorie: RottMeyer

Die diesjährige Buchmesse sorgte für Aufsehen. Die Ereignisse führten nun zum „Appell: Charta 2017 – Zu den Vorkommnissen auf der Frankfurter Buchmesse 2017“.

Im Zentrum des zumindest kurz aufflackernden medialen Interesses an der Messe fand sich dieses Jahr nicht das Gastland sondern ein bedenklicher Mangel an Streitkultur und Diskussionswillen. Gerade im Land der angeblich hoch gehaltenen Meinungsfreiheit treibt dies manchem die Sorgenfalten auf die Stirn.

Wer sich auch seine Gedanken zum Thema Meinungsfreiheit macht, kann sich die folgende Online-Petition anschauen, sich seine eigenen Gedanken machen und diese mitteilen.

(Quelle: OpenPetition: Appell: Charta 2017 – Zu den Vorkommnissen auf der Frankfurter Buchmesse 2017)

Die Vorkommnisse auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse machen deutlich, wie widersprüchlich es in unserem Land zugeht: wie unter dem Begriff der Toleranz Intoleranz gelebt, wie zum scheinbaren Schutz der Demokratie die Meinungsfreiheit ausgehöhlt wird. Wenn ein Branchen-Dachverband wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Buchhandlungen und Verlage vereint, darüber befindet, was als Meinung innerhalb des Gesinnungskorridors akzeptiert wird und was nicht, wenn gar zu »aktiver Auseinandersetzung« mit missliebigen Verlagen unter Nennung ihrer Standnummer aufgerufen wird und diese dann im »Kampf gegen Rechts« beschädigt und ausgeräumt werden – dann ist unsere Gesellschaft nicht mehr weit von einer Gesinnungsdiktatur entfernt.

Man darf schon jetzt auf die Buchmesse 2018 gespannt sein.

 

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Ein Kommentar auf "Bücher, Boxen, Blasphemie? Petition zur Meinungsfreiheit"

  1. samy sagt:

    Passend zu dem Thema:

    https://insideparadeplatz.ch/2017/10/20/rassist-marc-faber-schlaegt-zurueck/

    Tja, man muss wirklich nicht in allem seiner Meinung sein, aber allemal muss man sich an ihr abarbeiten dürfen.

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