Brexit, Putsch und Terror: Der Auftakt zum großen Finale…

24. Juli 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Andreas Hoose

Wer sich in diesen Zeiten einmal für ein paar Tage in den Urlaub verabschiedet, der sollte darauf gefasst sein, bei seiner Rückkehr sein blaues Wunder zu erleben. Es könnte nämlich sein, dass die Welt ganz plötzlich „auf dem Kopf steht“. Wem beim Blick auf die aktuellen Entwicklungen bereits der Atem stockt, dem sei gesagt: Es kommt noch schlimmer…

Der Brexit etwa mit dem Mehrheitsbeschluss der Briten, die EU zu verlassen, scheint schon eine gefühlte Ewigkeit zurückzuliegen. Doch es lohnt sich, das historische Ereignis noch einmal zu beleuchten. Denn hier zeigt sich sehr deutlich, wohin die Reise führen wird.

Betrachten wir dazu einen Aspekt, der bislang scheinbar völlig übersehen wurde:

Ist es nicht merkwürdig, dass nirgends ernst zu nehmende Aktivitäten zu erkennen sind, die darauf hindeuten würden, dass die Europäische Union ernsthaft bemüht wäre, die Abstimmung zu wiederholen?

Tatsächlich kann man das genaue Gegenteil beobachten: EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, Bundeskanzlerin Angela Merkel oder auch EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker lassen keinen Zweifel daran, dass der Brexit endgültig ist. Mehr noch: Schulz und Juncker scheint es gar nicht schnell genug gehen zu können, Großbritannien aus der EU zu werfen.

Und die neue britische Premierministerin Theresa May hat mit Boris Johnson jüngst gar einen glühenden Austritts-Befürworter zum britischen Außenminister ernannt. Damit ist klar: Der Brexit wird kommen.

Merkwürdig ist diese offensichtliche Einmütigkeit deshalb, weil man in der EU bei früheren Gelegenheiten ganz anders verfahren ist: 34 Abstimmungen haben in den verschiedenen EU-Ländern seit 1990 stattgefunden. In zehn Fällen sagte die Bevölkerung Nein. Doch weil man den Willen des Volkes so nicht akzeptieren wollte, führten drei dieser Referenden nach einer Wiederholung der Abstimmung doch noch zum „gewünschten“ Ergebnis. Beispielhaft sei hier die Abstimmung der Iren über den Vertrag von Lissabon erwähnt.

Trauerspiel in Griechenland…

Gar nicht zu reden von dem Trauerspiel, das sich im Herbst 2011 in Griechenland ereignete, als der damalige Ministerpräsident Georgios Papandreou die Bürger des Landes über die Rettungspakete der EU abstimmen lassen wollte. Die Freude der Menschen über eine Wiederbelebung der Demokratie in Europa währte ganze 24 Stunden. Dann war das Referendum abgesagt – und Papandreou seinen Job los.

Und ausgerechnet beim Brexit, dem Ereignis von einzigartiger historischer Tragweite, ist nun alles anders. Plötzlich wird der Wille des Volkes von den EU-Technokraten anstandslos akzeptiert.

Nach Lage der Dinge, und beim Blick auf die sich immer weiter zuspitzenden Krisenherde auf der ganzen Welt muss das triftige Gründe haben. Ist man in Berlin und Brüssel womöglich sogar froh und erleichtert, endlich einen „Schuldigen“ zu haben, dem man die unverkennbar näher rückenden Turbulenzen in die Schuhe schieben kann?

Spaßeshalber wollen wir einige Schlagzeilen schon einmal vorformulieren:

„Die Wirtschaft in Kontinentaleuropa bricht ein!“ Erklärung: Der Brexit ist schuld, denn mit Großbritannien hat sich eines der wichtigsten Länder aus der Verantwortung gestohlen.

„Der Euro kollabiert, weil auch Frankreich sich am Beispiel der Briten orientiert und aus der EU ausscheidet!“ Erklärung: Der Brexit ist schuld, denn ohne Frankreich kann der Euro nicht länger zusammengehalten werden.

„Zahlungsschwierigkeiten bei deutschen Lebensversicherern!“. Erklärung: Der Brexit ist schuld, denn nach dem Zerfall des Euro kommen auf die Branche ungeheure Belastungen zu.

Die Beispiele lassen sich beliebig fortsetzen und sie zeigen, dass es bestimmten Leuten in der Politik sehr gelegen kommen dürfte, dass es jetzt diesen wunderbaren Brexit gibt, mit dem sich alles Mögliche erklären und entschuldigen lässt – ohne dass dabei das eigene Versagen groß auffallen würde.

Frankreich versinkt im Chaos…

An dieser Stelle drängt sich der Verdacht auf, dass der jüngste Terroranschlag in Nizza auch dem französischen Präsidenten sehr gelegen kommen könnte. Angesichts ausufernder Streiks im ganzen Land, Massenprotesten und dramatisch einbrechenden Umfragewerten kann sich Francois Hollande mutmaßlich nur noch mit einer Verlängerung des Ausnahmezustands an der Macht halten. Dabei ist die Amtsperiode des schwächsten und unbeliebtesten Präsidenten in der Geschichte Frankreichs selbst längst zum Ausnahmezustand geraten: Jüngst hatten sich nur noch zwölf (zwölf!) Prozent der Franzosen für den Amtsinhaber ausgesprochen.

Wie es in unserem Nachbarland gerade zugeht, und wie wenig Sie davon in den Mainstream-Medien erfahren, das lässt der folgende Beitrag erahnen.

Und dann war da noch der überraschende Militärputsch in der Türkei:

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung stellte in dem Zusammenhang folgende interessante Frage: Wie kann es sein, dass eine Armee, die auf eine lange Geschichte „erfolgreicher“ Coups zurückblickt, einen derart dilettantischen Versuch unternimmt, die Macht an sich zu reißen?

Bei den Umstürzen der Jahre 1960, 1971 und 1980 hatten die Offiziere in kürzester Zeit die zivilen Institutionen ausgeschaltet; 1997 genügte ein Machtwort des Generalstabs, um den Islamisten Necmettin Erbakan zu stürzen“.

Diesmal jedoch hat sich das türkische Militär verhalten wie eine Truppe junger Rekruten, die gerade ihren ersten Morgenappell auf dem Kasernenhof hinter sich hat. Oder um noch einmal die FAZ zu bemühen:

„Ihr Vorgehen war derart plump, dass es Zweifel an der Professionalität der zweitgrößten Armee der Nato weckte“. (…) „Frühere Putschisten schalteten als erstes die Präsidenten und Ministerpräsidenten aus und setzten sich an deren Stelle; diesmal konnte Präsident Erdogan aus seinem Urlaubsort Marmaris über sein Handy eine öffentliche Erklärung abgeben.“

In aller Gemütsruhe sozusagen. Warum dieser „Militärputsch“ genau so und nicht anders abgelaufen ist, das kann jedoch nur erahnen, wer sich in der Weltgeschichte ein wenig auskennt und wem Begriffe wie Lusitania, der polnische Sender Gleiwitz oder der Tonkin-Vorfall keine Fremdwörter sind.

Lusitania

Am 07. Mai 1915 wurde die Lusitania von einem deutschen Torpedo getroffen und versank in den Fluten des Atlantiks. Aufschlussreich sind Hintergründe und Folgen dieses Fanals….

Mit dem Blick durch die historische Brille wird schnell klar, dass auch die Ereignisse vom Juli 2016 in der Türkei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Militärputsch waren, sondern von langer Hand eingefädelt wurden. Zumindest müssen die Vorgänge von der türkischen Regierung ganz bewusst gebilligt worden sein, mit dem Ziel, daraus jetzt Kapital zu schlagen.

Zu diesem Schluss muss zwangsläufig kommen, wer sich ansieht, wer von der neuen Gemengelage profitiert. Es gilt die altbekannte Erkenntnis, dass derjenige am verdächtigsten ist, eine Entwicklung vorangetrieben zu haben, der die größten Vorteile davon hat.

Und vom dilettantischen Putschversuch in der Türkei profitiert nur einer: Staatschef Tayyip Erdogan. Man könnte es auch so formulieren: Der türkische Machthaber ist der Einzige, der auf den Putschversuch gründlich vorbereitet war.

Tausende unbequeme Juristen (!), Behördenmitarbeiter (!), Lehrer (!) und Militärvertreter wurden bereits verhaftet und ins Gefängnis geworfen. Selbst das heute journal des ZDF stellte schon wenige Stunden nach den Ereignissen die bange Frage, wie denn die türkische Regierung derart schnell derart viele „Kollaborateure“ ausfindig machen konnte. Der Vorgang scheint selbst den hartgesottenen Mainstream-Journalisten unheimlich zu sein. Andere sind da weniger zimperlich, etwa der Türkei-Experte Dr. Bernd Liedtke, der offen von einem inszenierten Putsch spricht.

Fakt ist, dass die türkische Regierung jetzt auffallend darum bemüht ist, oppositionelle Kräfte sehr zügig und mit Billigung der westlichen Nato-Verbündeten zu eliminieren. Diese entblöden sich auch nicht, selbst mitverursachte Umstürze im Irak, in Libyen, in der Ukraine, oder auch die Aktivitäten in Syrien ausdrücklich zu begrüßen, während die Vorgänge in der Türkei jetzt angeblich „auf das schärfste“ (Kanzlerin Merkel) zu verurteilen sind.

Das alles dürfte den türkischen Machthaber seinem bekannten Ziel einen großen Schritt näher bringen: Es ist kein Geheimnis, dass Tayyip Erdogan ein Präsidialsystem anstrebt, bei dem er selbst über uneingeschränkte Machtbefugnisse verfügt. Der anfängerhafte „Putschversuch“ einiger Militärs kommt da sozusagen „wie gerufen“. Und ganz nebenbei diskutiert die türkische Regierung nun allen Ernstes über die Wiedereinführung der Todesstrafe.

Wenn das mal kein erfolgreicher Putsch war – allerdings mutmaßlich von ganz anderen Kräften eingefädelt und begleitet, als uns das unsere Medien erzählen. Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, dem sei der folgende Artikel empfohlen, der gerade bei den Kollegen von www.geolitico.de erschienen ist.

Doch ob Brexit, islamistischer Terror oder umstürzlerische Aktivitäten im Land mit der zweitgrößten Nato-Armee – das alles ist nur das Vorspiel zu den Turbulenzen, die uns erwarten, wenn die Probleme unseres ungedeckten Schuldgeldsystems nicht mehr unter der Decke gehalten werden können. Dann wird offensichtlich werden, dass es sich bei all den Ereignissen der jüngeren Vergangenheit um verschiedene Seiten der gleichen Medaille handelt.

Und auch wenn die Ereignisse in Nizza und in der Türkei nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Finanzkrise zu sehen sind, so sind Franzosen und Türken nun doch die ersten Europäer, die am eigenen Leib zu spüren bekommen, wie es ist, wenn Staat und Politik aus egoistischen Interessen und mit dem Ziel des Machterhalts die Daumenschrauben anziehen. Wenn der Systemcrash vor der Tür steht, wird sich dieses Phänomen in ganz Europa ausbreiten. In den USA ist das schon heute zu erkennen.

Hier wie dort wird jetzt immer deutlicher, dass sich unser völlig fehlkonstruiertes Schuldgeldsystems nur noch durch Lügen, Terror und Krieg aufrechterhalten lässt. Wobei man beim Stichwort „Lügen“ auch einmal an die zahlreichen Wirtschaftsdaten denken kann, die von vielen Kommentatoren im Bedarfsfall immer noch in grenzenloser Naivität bejubelt werden.

Die Arbeitslosenzahlen fallen einem da ein, die Inflationsraten oder auch die Zahlen zum Wirtschaftswachstum. Denn merke: Wer diese drei Parameter erfolgreich manipuliert, dem glauben die Menschen jeden noch so großen Blödsinn. Wobei offen bleiben muss, ob die Masse nicht bereits derart verblödet ist, dass man ihr ganz ungeniert jeden Schwachsinn andrehen kann. Denn was sich derzeit mit einem Smartphone-Spiel namens „Pokémon Go“ abspielt, das spottet jeder Beschreibung. Das aber nur am Rande.

Dabei könnte jeder längst begriffen haben, woher der Wind weht. Und zwar spätestens, seit in der EU die Umsätze aus Drogenhandel, Waffengeschäften und Prostitution ganz offiziell das europäische „Wirtschaftswachstum“ beleben.

Meiner persönlichen Einschätzung nach wird die Weltfinanzkrise, die mit dem Gründungsakt der US-Notenbank im Jahr 1913 begann und die mit einer beispiellosen Aktienmarktpanik im März 2009 einen vorläufigen Höhepunkt erreichte, in den kommenden Monaten sehr deutlich und „völlig überraschend“ wieder in Schwung kommen.

Das Zünglein an der Waage…

Nach heutigem Kenntnisstand könnte dabei die Deutsche Bank zum Zünglein an der Waage werden. Der Internationale Währungsfonds IWF, der mutmaßlich über stichhaltige „Insider-Informationen“ verfügt, warnte kürzlich vor systemischen Risiken, die sich in den Bilanzen des Instituts aufgetürmt hätten.

Nicht zuletzt dürften hierbei die Kreditrisiken der Deutschen Bank im wankenden italienischen Finanzsektor eine wichtige Rolle spielen. Der Chefvolkswirt des Hauses fordert deshalb „vorsichtshalber“ schon mal eine Bankenrettung aus – natürlich – Steuergeldern.

Nach Lage der Dinge wird das aktuelle Krisengemisch so richtig in Fahrt kommen, wenn die Deutsche Bank ihre mühsam kaschierten Schieflagen im Bereich der Derivate nicht mehr vor der Öffentlichkeit verbergen kann. Erste Anzeichen, dass die Hütte längst lichterloh brennt, sind nicht zu übersehen:

In diesen Tagen hat das Institut bekannt gegeben, ein Viertel oder 188 seiner Filialen schließen zu müssen.

Der Aktienkurs von Deutschlands größtem Geldinstitut ist unterdessen sehr deutlich unter das Paniktief des Jahres 2009 abgetaucht. Die folgende Abbildung macht das deutlich.

Deutsche Bank

Selbst wer nur über rudimentäre Kenntnisse der charttechnischen Analyse verfügt, wird verstehen, dass bei jedem Investor alle Alarmglocken klingeln, wenn ein Aktienkurs ein derart markantes Tief relativ locker unterschreitet.

Das Ereignis ist sozusagen selbsterklärend. Man erinnere sich nur an die beispiellose Verfassung der Kapitalmärkte in jenen Paniktagen des Jahres 2009. Die Stimmung ähnelte einer Art Weltuntergang. Der Aktienkurs der Deutschen Bank lässt nun vermuten, dass die Lage dort heute noch weitaus schlimmer ist. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Um es auf den Punkt zu bringen: Vor dem Hintergrund der globalen Entwicklungen und der unerbittlich wirkenden Mechanismen unseres ungedeckten Schuldgeldsystems ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Deutsche Bank in die Knie geht, unter anderem deshalb, weil ihr die selbst geschaffene Derivatebombe um die Ohren fliegt.

Und dann wird es wirklich interessant. Denn das wird der Zeitpunkt sein, an dem ganze Heerscharen von Anlegern den Tag verfluchen werden, an dem sie auf die windigen Versprechungen der Branche hereingefallen sind und so schöne Konstrukte wie „Garantiezertifikate“ und ähnlichen Unsinn gekauft haben.

Diese Anleger, und übrigens auch viele Finanzexperten, werden sich dann wünschen, von diesem Zeug die Finger gelassen zu haben. Im geldsystemischen Endspiel um das erodierende Vertrauen wird dieser Phase eine ganz entscheidende Bedeutung zukommen – wie auch der weiteren Entwicklung der Preise von Gold und Silber. Spätestens dann wird sich auch zeigen, was von virtuellen Kunstwährungen wie Bitcoins im wirklichen Leben zu halten ist.

Und wer meint, er werde das alles schon rechtzeitig kommen sehen, und seine Anlagen aus dem Derivate-Sektor abziehen, bevor es brenzlig wird, dem möchten wir an dieser Stelle ein Zitat von Finanzminister Wolfgang Schäuble in Erinnerung rufen. Im Umfeld der Turbulenzen auf Zypern hatte dieser schon vor einigen Jahren in seltener Freimütigkeit durchblicken lassen, wie unsere Politiker mit derartigen Problemen in der Praxis umzugehen pflegen.

Schäuble sagte sinngemäß: „Geldangelegenheiten sind eine sensible Sache, deshalb macht man es an einem Wochenende.“

© Andreas Hoose – Antizyklischer Börsenbrief

 

3 Kommentare auf "Brexit, Putsch und Terror: Der Auftakt zum großen Finale…"

  1. cubus53 sagt:

    Blickt man in die Vergangenheit, stellen die aktuellen Ereignisse nichts Besonderes dar. Von Heraklit stammt der Satz „panta rei“, mit dem er das Sein mit einem Fluss vergleicht. Alles befindet sich stets im Wandel, alles verändert sich.

    Kein einziges politisches System hat lange überlebt, selbst wenn es für die Ewigkeit konzipiert war. Keine Währung hat lange überlebt. Besitztümer wandern von Besitzer zu Besitzer, ob legal oder illegal. Manchmal fällt dieser Wandel drastisch aus, für viele kaum vorhersehbar. Das wird als besonders schlimm empfunden.

    Auch die EU und der Euro sind nichts für die Ewigkeit. Sie werden zerfallen wie alles andere auch. Dafür wird etwas Neues entstehen. Sollte Trump die Wahl gewinnen, wird das noch schneller gehen. Das ist der Grund, warum unser politisches System Clinton nach oben lobt und Trump verteufelt.

    Ich befinde mich in diesem Fluss und lasse mich treiben. Mal empfinde ich meine Situation positiv, mal negativ. Soll die Deutsche Bank die Pforten schliessen, die NATO sich auflösen, ich werde irgendwie weiter getrieben. Jeder der glaubt, er könnte die Richtung dieses Flusses zu seinen Gunsten verändern, wird irgendwann eines Besseren belehrt.

    Meine Reise in diesem Fluss wird irgendwann enden, wo und wie weiss ich nicht. Hauptsache ich lebe.

  2. Argonautiker sagt:

    Sehr schöne Analyse der Gegenwärtigen Lage. Ich denke auch, daß wohl mittlerweile alles positioniert ist. Die Wirtschaftslage ist durch die Verschuldung in einem Zustand, daß man ihr jeder Zeit den Stecker ziehen kann. Ein Zusammenbrechen der Währungen wird zu Hunger führen und Hunger wird die Menschen Kriegswillig machen.

    Den Brexit sehe ich im Detail etwas anders, denn der Austritt wird uns vor allen Dingen militärisch schwächen. Es fehlt nur noch, das die USA sich aus der Nato zurückzieht. Dafür denke ich, zeichnet es sich so langsam ab, wurde Trump groß gemacht. Wenn Trump Präsident der USA wird, wird er sich aus der Nato zurückziehen. Das mag für einige willkommen erscheinen, und wäre das vor 20 Jahren geschehen, wäre das auch gut für Europa gewesen, da es dann eine eigene Verteidigung hätte aufbauen müssen, und diese jetzt hätte, aber zu der jetzigen Zeit, wäre es eine Katastrophe. Warum?

    Europa hat sich jetzt nun mal von den USA einspannen lassen, und sich mal wieder gegen den Osten aufmischen lassen und sich dort nun heftige Feinde gemacht. Zöge sich also die USA aus der Nato zurück, was bliebe als Verteidigung übrig, nachdem sich nun GB aus der EU zurückgezogen hat?

    Ich halte den Wahlkampf der USA also für gelenkt. Nach dem Prinzip, guter Bulle, böser Bulle. Final sind es aber beides Bullen. Trump soll wahrscheinlich sogar gewinnen, und den Rückzug Amerikas vollziehen. Amerika first. Das ist ein Schachzug. Erst haben sie unsere Welt in Flammen gesetzt, und dann ziehen sie sich zurück. Das sollte man irgendwoher kennen.

    In der Türkei hat man nun das getan, was man als „die Waffe für den ersten Schuß entsichert und geladen“ nennen könnte, und hat sie Erdogan an den Kopf gehalten. Erdogans Auftrag war, Assad in Syrien zu stürzen, was er wegen Rußland nicht geschafft hat. Nun hat man ihm den Scheinputsch genehmigt der ihm zu dem Präsidialsystem, also einer Diktatur verhelfen soll. Weil er sich jedoch wieder Rußland zuneigte hat man eine Sicherung eingebaut. Dieser Scheinputsch hatte meines Erachtens also eine zweite Ebene.

    Während dieses Scheinputsches ist nämlich jede Menge Kriegsgerät verschwunden. Wer könnte die nun haben? Vermutlich hat jemand, der von dem Scheinputsch wußte, diese kurzen Wirren genutzt, und hat Türkische Kampfhubschrauber und Kriegsschiffe gekapert.

    Derjenige der dieses Kriegsgerät hat, hat die Türkei nun in der Hand, weil derjenige könnte damit z.B. Rußland angreifen und es würde so aussehen, als wären es die Türken, oder sie könnten Syrien angreifen, oder, oder, oder. Sie könnten auch einen Zweiten echten Putsch anleiern. Vieles ist damit möglich, und dadurch ein ideales Druckmittel gegen Erdogan das zu tun, was man von ihm will.

    Das Erdogan nun tobt, ist aus seiner Sicht verständlich, andererseits ist es natürlich so, daß ein Türke der einen Putsch getürkt hat, und dabei von Anderen getürkt wurde, nicht in einer Position, daß er sich wirklich beschweren könnte.

    Daß die Wirtschaft nun also quasi per Knopfdruck kollabierbar ist, was zu Hunger führt, der die Völker Kriegswillig macht, und man die Waffe in der Türkei entsichert und geladen hat um den Brand zu entfachen, sich die Briten und auch die USA zurückziehen, (USA hat sich finanziell schon aus der Nato zurückgezogen), ist Kennzeichen, daß alles nahezu auf Position ist.

    Was mich äußerst interessieren würde, ist, ist Merkel Teil dieses Plans, oder wurde sie über den Tisch gezogen? Denn für Deutschland und Europa sieht es jedenfalls mehr als übel aus.

  3. Dis Pater sagt:

    Ein absolut lesenswerter Artikel, Klasse Herr Hoose.
    Versuche meinerseits, wenigstens mein persönliches Umfeld etwas zu sensibilisieren, sind leider immer wieder gescheitert, weshalb ich es vorziehe, mich zukünftig nur noch um mich selbst und meine kleine Familie zu kümmern.

    Es ist ja auch nicht so, dass Informationen, die Sie und viele Andere immer und immer wieder gebetsmühlenartig zur Verfügung stellen, nicht zu finden wären.

    Dazu ist es aber halt einfach auch mal erforderlich, über seinen eigenen Tellerrand der BLÖD-Zeitung, DSDS, Dschungel-Camps und Kochlöffel-Zombie-Veranstaltungen hinauszuschauen und sich diese Informationen einzuverleiben.

    Andererseits würde man dann aber auch bemerken, dass man sich schon längst nicht mehr in der großen Sicherheit befindet, in der man sich schon seit Jahren wiegt.
    Das Aufwachen wird all diese wie ein Schlag mit einem Vorschlaghammer treffen. Gut, sei`s drum, man hat es ja nicht anders gewollt.
    Wer sich morgens die Pudelmütze mit dem Hammer aufsetzt, wird auch diesen Schlag irgendwie verdauen, auch wenn er deutlich mehr weh tut und Tausende wenn nicht sogar Millionen Existenzen mit einem einzigen Schlag auslöschen wird.
    Die Zeit der Vorbereitung wird immer kürzer, der Countdown läuft schon längst und irgendwann ist Schicht im Schacht.

    Ich bin auch der Meinung, dass der völlige Zusammenbruch unseres Finanzsystems kurz bevorsteht. Wann genau dieser Zeitpunkt eintreten wird, kann ja niemand genau vorsehen.
    Deshalb sollte man die Zeit für Vorbereitungen in jeglicher Hinsicht nutzen, denn die Einschläge kommen näher.

    Beste Grüße
    D. Pater

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