Brexit – Es lebe die Revolution

5. Juli 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Die Attraktivität des Wohlfahrtsstaates lässt nach und verschwindet, wenn die Menschen weniger „Wohlfahrt“ ausbezahlt bekommen, als sie selbst einzahlen. Je mehr Reichtum und Macht die Eliten aus einem stagnierenden System für sich absaugen, desto mehr sieht sich der durchschnittliche Bürger in der Falle – und betrogen und bestohlen…

Die Brexit Abstimmung war ein Versuch, der Falle zu entkommen. Und in den USA sehen viele eine Stimme für Donald Trump als eine Chance dafür an, die Parasiten aus dem Rücken der kleinen Leute weg zu bekommen.

Mr. Trump hat so viel versprochen. Die Präsidentschaftswahl im November dieses Jahres, sagt er, wird bestimmen, ob die USA „von den Menschen oder den Politikern regiert“ werden.

„Ich werde das Monopol, das gewisse Interesengruppen innehaben, in Washington beenden“, so lautet sein Versprechen.

Die Situation ist nicht wirklich viel anders als in den 1780er Jahren in Frankreich.

So viele Füchse haben sich in die privilegierten Elite-Klassen eingenistet, dass es unmöglich wurde, sie da wieder raus zu bekommen. Sie lebten von „Abgaben“ – wie das Recht, Steuern zu erheben, oder Mautgebühren, oder einen Prozentsatz der Ernte zu bekommen. Sie waren die „cronies“ des 18. Jahrhunderts. Nicht produktive Mitglieder der Realwirtschaft eben. Und in der Regel waren sie sogar befreit, Steuern zu zahlen. Der typische französische „cronie“ war mit einem „Chip“ auf seiner Schulter erkennbar.

Zwar wurden einige Reformanstrengungen unternommen. Versammlungen wurden einberufen, sogar „Parlamente“. Wahlen wurden abgehalten. Aber die reichen Füchse gaben nicht einen Millimeter nach. Es bedurfte einer blutigen Revolution, um die Dinge zu ändern.

In ähnlicher Weise haben die Füchse auch heut einen süßen „deal“ für sich abgeschlossen. Ihr Geldsystem gibt ihnen eine fast unerschöpfliche Kreditquelle. (Dank negativer Zinsen auf Anleihen können viele Regierungen auf der ganzen Welt jetzt mit der Schuldenmacherei Geld verdienen). Und sie nutzen diese Kredite aus, um ihre Programme zu finanzieren … ihre Boni … ihre Aktienrückkaufprogramme …

Natürlich werden sie in verzweifelter Manier alles daran setzen, ihre Privilegien zu behalten.

Bloomberg berichtet:

„Die Zentralbanken auf der ganzen Welt pumpten neue Mittel ins Finanzsytem und intervenierten an den Devisenmärkten. Sie sind bestrebt, die Anleger, die aufgrund des Ausgangs des Brexit-Referendums in Panik geraten waren, zu beruhigen.

Nachdem eine Mehrheit der Briten dafür gestimmt hatte, die 43-jährige Mitgliedschaft in der EU zu beenden, veröffentlichten die Bank of England, die Europäische Zentralbank und die Bank of Japan „statements“, die klar betonten, dass Liquidität bereitgestellt werden würde, um das Bankensytem am Laufen zu halten.“

Aber es gibt ein Problem … Das Schattenkabinett „Deep State“ kann den Kongress kontrollieren. Er kann die staatliche Bürokratie steuern … Wall Street … und Big Business. Es kann sogar – in der Regel – die Wähler kontrollieren. Aber er kann nicht den Kreditzyklus steuern.

Preis versus Wert

von Bill Bonner

US-Aktien konnten sich in den vergangenen Handelstagen wieder deutlich vom Brexit-Schreck erholen. War es das schon? Ist der „Brexit“-Schreck schon vorbei? Wir wissen es nicht…

Aber wir werden heute eine Pause einlegen. Anstatt neue Punkte miteinander zu verbinden, werden wir heut einen Blick auf die alten Punkte, die wir bereits aneinandergereiht haben, werfen.

Wir haben in den letzten 17 Jahren jeden Tag (außer am Wochenende) die Punkte miteinander verbunden. Und heute halten wir uns, zum Nutzen der neuen Leser, der alten lieben Leser und aus Eigennutz, zurück.

Was sehen wir?

Beim Brexit – der Entscheidung der britischen Wähler, die Europäische Union zu verlassen – ist es einfach ein Fall des kleinen Mannes, der der Elite den Po zeigt. Es spielt keine Rolle, ob er „schedule“ oder „skedule“ sagt; er lässt seine Hosen runter, auch wenn er nicht genau versteht, von was er angefressen ist.

Lassen Sie uns am Anfang beginnen; vielleicht können wir ihm helfen.

Märkte legen die Preise nicht fest. Sie entdecken die Preise. Dieser Unterschied ist entscheidend. Die Preise verändern sich in jeder Minute, in der die Märkte geöffnet sind … Käufer und Verkäufer ringen miteinander, um den richtigen Preis zu finden.

Die Preise sind Signale. Der Kapitalismus ist im Grunde ein Lernsystem, kein System, um reich zu werden. Und die Preise – ehrliche und frei entdeckte Preise – sind wichtige Informationen.

Sie lenken Investitionen, Konsum, Sparen – alles. Schwindel mit den Preisen – wie es die Fed jetzt mit dem wichtigsten aller Preise macht: dem Preis für Kredit – verursacht Verzerrungen, Verfälschungen und Pannen.

Was ist etwas wirklich wert, wenn Sie nicht wissen, was Geld wert ist?

Preis vs. Wert

Und die Preise unterscheiden sich von Werten.

Die Preise können sich von Tag zu Tag ändern. Die Werte ändern sich langsam. „Der Preis ist, was Sie bezahlen“, sagen die Älteren unter uns, „aber Wert ist das, was man bekommt.“

Die Unterscheidung ist eminent wichtig.

Wie die Zeugen im Gerichtssaal können die Preise leicht bestochen werden. Sie können ohne viel Aufwand bestochen, gemobbt und zum Schwindel verleitet werden. Sie willigen leicht bei Einbildungen, Nachrichten, PR, Marotten, Moden … und Fed-Manipulation ein.

Anders formuliert, bei Preisen kann man immer schwindeln. Bei Werten eben nicht. Die Werte sind zuverlässig; sie üben keinen Verzicht … sie brechen nicht unter Druck zusammen. Aber sie sind tiefer … und schwerer zu erkennen. Der Unterschied ist in etwa der gleiche Unterschied wie zwischen Quantität und Qualität.

Jeder Narr kann quantitative Massen produzieren … und jeder Ökonom kann zählen. Aber anspruchsvolle Qualität – der reale Wert von etwas – erfordert eine Beurteilung, Geschmack und die Disziplin eines Marktes.

Das ist auch das Problem der modernen Ökonomie. All das ist wichtig. Was aber wirklich zählt, ist die Qualität. Und Ökonomen würden die Qualität nicht erkennen, selbst wenn sie sie auf den Hintern gebissen würden.

Hier im Tagebuch, suchen wir nach Wert. Bei den Aktien. In allem. Und fast überall, wo wir hinsehen, finden wir keinen…
Quelle: Kapitalschutz Akte
Brexit! Es lebe die Revolution (von Bill Bonner)
Preis versus Wert (von Bill Bonner)
Weitere Informationen: Investor Verlag

 

2 Kommentare auf "Brexit – Es lebe die Revolution"

  1. Benji sagt:

    Der Wert,die Werte,das Werten,den Werten,….

    Irgendwie,ist es doch mit den oder dem Werten so,wie in dem Sprichwort,…Was des einen Freud,ist des anderen Leid.

    Bevor Werte real werden,….muss es da nicht erst,Menschliche Triebe und die damit verbundenen Bedürfnisse geben,….(ohne Freude und Leid,keine Werte)

    Heutiges Geld, in Europa,ist doch irgendwie nur, Gutscheine,auf die Lebenszeit Zukünftiger Generationen(bei 100 jährigen Staatsanleihen,liegt die Lebenszeit aller Menschen,die die nächsten 100 jahre geboren werden in der Mitte des Spieltisches) , und einer Minderheit von Menschen,die noch im aufrechten Gang,unfallfrei 1 Km gehen können……

    Ein Markt,der nach der Preisfindung, als Zahlungsmittel, die Lebenszeit von Menschen akzeptiert,die erst in 100 Jahren geboren werden,…..ist der nicht eigentlich höchstgradig Asozial und Lebensunfähig.

    Preis,…Hmm…..zB…Insulin bei Diabetis Typ 2,es kostet den 5 Mio gesund geborenen,die sich durch freiwillige ausschweifende Nahrungsaufnahme in verbindung mit Bewegungsverweigerung zum Insulinabhängigen aufgewertet haben….in Deutschland Heute nichts.(Den Preis, tragen Mütter und Väter die Demokratisch genötigt werden Ihren Nachwuchs mit einem halben Jahr in einer Krippe abzugeben,um in 3 Schichten das Insulin erwirtschaften zu können).

    Nach einem Systemcrash wird jedem Insulinabhängigen klar werden,das er keine 4 Wochen mehr Leben wird ohne seinen Insulinschuss und er kommt auf den Affen,selbst Töten würde er um einen Schuss zu bekommen.
    Jetzt findet sich ein neuer Preis den auch jeder selbst bezahlen muss,warscheinlich wird dann Insulin in Gold aufgewogen.

  2. Benji sagt:

    Der Wert,die Werte,das Werten,den Werten,….

    Irgendwie,ist es doch mit den oder dem Werten so,wie in dem Sprichwort,…Was des einen Freud,ist des anderen Leid.

    Bevor Werte real werden,….muss es da nicht erst,Menschliche Triebe und die damit verbundenen Bedürfnisse geben,….(ohne Freude und Leid,keine Werte)

    Heutiges Geld, in Europa,ist doch irgendwie nur, Gutscheine,auf die Lebenszeit Zukünftiger Generationen(bei 100 jährigen Staatsanleihen,liegt die Lebenszeit aller Menschen,die die nächsten 100 jahre geboren werden in der Mitte des Spieltisches) , und einer Minderheit von Menschen,die noch im aufrechten Gang,unfallfrei 1 Km gehen können……

    Ein Markt,der nach der Preisfindung, als Zahlungsmittel, die Lebenszeit von Menschen akzeptiert,die erst in 100 Jahren geboren werden,…..ist der nicht eigentlich höchstgradig Asozial und Lebensunfähig.

    Preis,…Hmm…..zB…Insulin bei Diabetis Typ 2,es kostet den 5 Mio gesund geborenen,die sich durch freiwillige ausschweifende Nahrungsaufnahme in verbindung mit Bewegungsverweigerung zum Insulinabhängigen aufgewertet haben….in Deutschland Heute nichts.(Den Preis, tragen Mütter und Väter die Demokratisch genötigt werden Ihren Nachwuchs mit einem halben Jahr in einer Krippe abzugeben,um in 3 Schichten das Insulin erwirtschaften zu können).

    Nach einem Systemcrash wird jedem Insulinabhängigen klar werden,das er keine 4 Wochen mehr Leben wird ohne seinen Insulinschuss und er kommt auf den Affen,selbst Töten würde er um einen Schuss zu bekommen.
    Jetzt findet sich ein neuer Preis den auch jeder selbst bezahlen muss,warscheinlich wird dann Insulin in Gold aufgewogen.

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