BREXIT: Der Anfang vom Ende?

24. Juni 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Frank Meyer

Ja, wie sieht das denn aus? Führende EU-Politiker lobten gestern noch ihre erfolgreiche Arbeit. Die Briten sehen das aber ganz anders. Es sieht nach BREXIT aus, dem Ausstieg aus einem Projekt, wo zusammenwachsen sollte, was nicht zusammen gehört…

Ich weiß nicht, wie viele Milliarden in Großbritannien verklappt wurden. Nun schlägt der Brite die Hand, die ihn angeblich füttert. Das Haus Europa hat einen weiteren Riss bekommen. Nicht der Erste, wie sich zeigt. Ist es der Begin des Endes einer zentra lgesteuerten EUtanic?

Die Antwort der Finanzmärkte ist deutlich. Die ach so schöne Börsenwelt des Vortrages ist dahin und die schönen Gewinne auch. Ganz schnell.

Das Pfund, etwas, mit dem man früher noch wuchern konnte, stürzt bis zu zehn Prozent auf ein Allzeit-Tief. Die weltweiten Aktienmärkte stürzen hinterher. Der FTSE-100 wird neun Prozent tiefer gesehen. Wird die Börse überhaupt öffnen? Beim DAX dürften mühsam erkämpfe 900 Punkte jetzt plötzlich weg sein.

Führende Experten würden darauf verweisen, dass eine schwache Währung gut für den Export wäre. Nur, was haben die Briten noch zu exportieren außer Beatles-Musik und Whiskey?
Das mit den Papierwährungen ist eine interessante Sache. Nominal ist eine 50-Pfund-Note heute noch die Gleiche wie gestern. Nur bekommt man auf den internationalen Märkten viel weniger Waren dafür.

Beispiel Gold:

Ja, ich weiß, Gold kann man nicht essen. Ist ja okay… Pfund-Noten sind übrigens auch schwer verdaulich und keimbelastet. Zumindest hat das Pfund gegenüber dem US-Dollar zehn Prozent abgewertet und gegenüber Gold 17 Prozent.

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Vielleicht fällt an einem solchen Tag wie heute auf, welche Rolle Gold spielt, wenn das Vertrauen in die Währung sinkt. Mehr kann Gold nicht. Eine Unze kostete vor 24 Stunden noch 837 Pfund, heute kostet die gleiche Menge 1003 Pfund. Was hat sich wohl geändert? Der Wert des Goldes kaum, aber der Wert des Pfunds.

Gold in Euro steht gerade mehr als 130 Euro pro Feinunze oder zehn Prozent höher.

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Ich kann mich nicht erinnern, eine solche Schwankung gesehen zu haben. Vielleicht werden solche Schwankungen künftig häufiger. Denn man wird sich heute mehr denn je fragen, welche Zukunft der Euro haben wird, wenn nach einem verhinderten GREXIT nun der BREXIT Realität wird. Wer ist der Nächste?

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