Bitcoin. Eine Einführung.

19. Mai 2017 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

Während der bitcoin Kurs sich der 2000$ Marke nähert, wissen viele mit den Begriffen bitcoin und blockchain nur wenig anzufangen. So entscheiden derzeit viele eher aus dem Bauch heraus, ob sie es faszinierend finden oder nur den medialen Hype sehen. Wer sich ein paar Minuten Zeit nimmt, kann sich ein besseres Bild machen.

Es ist eine seltsame Entwicklung. Der Preis einer digitale Währung, oder auch digitalen tokens, steigt von ein paar Cents auf mehr als 1900$ und auf den Titelseiten der großen Gazetten steht noch nichts vom Volks-Bitcoin. Es ist eine Seltenheit, derart aggressiv steigende Charts zu sehen und gleichzeitig eine in der Breite recht gemäßigte bis kritische Meinung zum selben Thema zu hören. Man tut der Entwicklung rund um Bitcoin (mit großem B), bitcoin (mit kleinem b) und den Verwandten allerdings Unrecht, wenn man sich allein auf die Entwicklung von Preisen konzentriert.

Die Technologie bietet eine ganze Menge mehr. Wie so oft liegt auch hier die Wahrheit zwischen den Enden der Verteilung. Blockchains werden nicht Welt retten, sie bieten aber die Möglichkeit einiges vollkommen umzukrempeln. Versuche von Banken einfach die alte Welt zu retten, und dabei die blockchain etwa in Abwicklungsprozessen zu nutzen, erinnern an den digitalen Kassettenrecorder. Erinnern Sie sich noch an die DAT Recorder?

Das folgende Video (Andreas Antonopoulos) ist ein guter Einstieg in Bitcoin, bitcoin und Co.

Wer sich tiefer mit der Materie um die sehr interessante blockchain Ethereum beschäftigen will, dem seien die Artikel von Vitalik Buterin empfohlen, sehr gut ist etwa „The Value of Blockchain Technology“.

Ein weiterer Artikel hier auf dem Blog mit Bezug zu aktuellen Initial Coin Offerings (ICOs): Reggie Middleton, Veritaseum

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Nachtrag: Wir wurden schon des Öfteren geben auch die links zu Bücher oder Artikeln, die in den Kommentaren genannt werden, auch als Nachtrag im Artikel zu veröffentlichen. Bei Artikeln ist das kein Problem, bei Büchern geht’s direkt zu Amazon. Kaufen darf man natürlich überall…

Hier die Links zu den Artikeln und Büchern in den Kommentaren. Wir haben ein deutschsprachiges Werk hinzugefügt.

 

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6 Kommentare auf "Bitcoin. Eine Einführung."

  1. markus45 sagt:

    Hmmm… also ich finde das Video nicht sonderlich toll. Hätte mir etwas mehr Inhalt gewünscht. Trotzdem danke.

  2. Bankhaus Rott sagt:

    Hallo markus45,

    wie bei vielen anderen Themen ist es auch bei blockchain und Co die Mitte zwischen generellem Einstieg und technisch versierter Darstellung zu finden.

    Falls Sie ein tiefer gehende Einführung wünschen empfehlen wir die Bücher:
    – Introducing Ethereum and Solidity (Ethereum Blockchain und Smart Contracts) von Chris Dannen
    – Ethereum von Henning Diedrich

    Für Informatik-Interessierte gibt es noch „The Science of the Blockchain“ von Roger Wattenhofer. Da geht es in die Details, für Einsteiger nicht zu empfehlen.

    Beste Grüße
    Bankhaus Rott

  3. cubus53 sagt:

    Bitcoins werden oft mit einem Schneeballsystem verglichen. Das stimmt so nicht. Menschen handeln nun mal mit allem, was bei Drei nicht auf den Bäumen sitzt. Mit Lebensmitteln, Tieren, Blumen, Säften, … und mit Tulpen.

    Kauft man eine Tulpenzwiebel und geht davon aus, dass ein anderer morgen das Doppelte dafür zahlt, wird der Preis einer Zwiebel ins Unermessliche steigen – bis der erste auf der Zwiebel sitzen bleibt. Das ist mit allem so, auch mit Aktien ist es nicht anders. Also warum nicht mit Bitcoins handeln?

    Wer das machen will, bitte sehr. Die Computer-Nerds dieser Welt, die nie eine Chance haben, eine attraktive Frau kennenzulernen, werden es sicher zum Ausgleich ihres Egos schaffen, den Preis für einen Bitcoin noch höher zu treiben. Tulpen-Manie, Bitcoin-Manie. Geschichte wiederholt sich leider immer wieder.

    Aber Bitcoins stellen genauso wie Papiergeld keinen Gegenwert dar und neue Bitcoins können durch Software generiert werden, was zu einer Bitcoin-Inflation führt. Daß sie „kryptographisch“ gesichert seien, ist ein Witz. Auf jedem Geldschein steht ebenfalls eine eindeutige Nummer drauf. Na und ?

    Bitcoins werden genauso abstürzen wie der Preis für Tulpenzwiebeln im Jahr 1683. Jeder der vorher ausgestiegen ist, hat dann das Glück, einem anderen Teilnehmer im Bitcoin-System „reales“ Geld aus der Tasche gezogen zu haben.

    Bitcoins sind nichts anderes als ein perverser Auswuchs eines perversen Kapitalismus.

  4. Bankhaus Rott sagt:

    Hallo cubus53.

    zunächst einmal möchten wir anmerken, dass wir es nicht für angemessen halten, doch recht diffamierend von „den Computer-Nerds dieser Welt“ sprechen und krude Theorien herauszuschleudern warum diese Menschen tun was sie tun. Nehmen Sie auch an, Pharma-Forscher würden diesen Bereich nur beackern, weil Sie spezifische Probleme im Lendenbereich haben?

    Wer sich mit einigen dieser vermeintlich so unkommunikativen Menschen unterhält, merkt schnell, dass es weniger ein Problem der Kommunikationsfähigkeit der Sender sondern oft eher eine Hilflosigkeit auf der Empfängerseite ist.

    Zum bitcoin (Bitcoin mit großem B ist das Bitcoin-Protokoll). Je näher die Menschen an der Entwicklung der Technologie sind, desto weniger beschäftigen sie sich mit den „Cryptocurrencies“. Viele interessieren sich gar nicht für diese und sie sind schlicht, wie beim Ether, Mittel zum Zweck. Die Auswüchse die derzeit zu beobachten sind, kommen eher aus anderen Ecken. Die Möglichkeit von Micropayments ohne die großen Mittelsmänner halten wir durchaus für eine sehr interessante Möglichkeit, Banking ohne Banken zu schaffen. Eine begrüßenswerte Entwicklung.

    Natürlich darf man die Kursbewegung als grotesk bezeichnen und man sollte sich nicht wundern, wenn sie genauso endet, wie viele andere derartige Bewegungen. Der Preis des tokens kann sich verdoppeln, es kann auch auf null fallen – na und? Deshalb aber die ganze Thematik in die Mülltonne zu verfrachten halten wir für falsch. Die blockchain wird uns erhalten bleiben, ob das beim bitcoin der Fall ist spielt im Grunde keine Rolle.

    Wer übrigens bitcoin hält, sollte den Rückweg vom bitcoin zum Euro einmal ausprobieren. Sollte der nicht funktionieren kann man sich die Buchgewinne in die Haare schmieren. Also ruhig mal den Broker testen. Und wie immer gilt: Besser früher als später.

    Beste Grüße
    Bankhaus Rott

  5. Dagobert sagt:

    „Die Börse besteht zu 90 Prozent aus Psychologie – Bitcoins zu 110 Prozent“ André Kostolany

    „Phantasie ist wichtiger als Wissen“ Albert Einstein

    „Bitcoin – exakt 4582mal Wahnsinn im Quadrat!“ Dagobert, 21. Mai 2017 🙂 

    Dieser Geniestreich, die Menge zu l i m i t i e r e n und so v i e l l e i c h t eines Tages den Preis auf logarithmischen Charts parabolisch in die Senkrechte zu befördern – Chapeau!
    Vor vielen Jahren bin ich alter Tech-Banause kläglich gescheitert, mir Litecoins auf den Rechner zu „holen“…alles viel zu kompliziert! Dank Vontobel können wir Schweizer seit ein paar Monaten sekundenschnell und völlig unkompliziert per Mausklick mit Bitcoin-Zertifikaten – zumindest während den Börsenzeiten – „spielen“!

    „Die grösste Gefahr an der Börse: den vorangegangenen Bullenmarkt zu verpassen!“ Peter Lynch

    WENN also irgendwo „die Post abgeht“ wie jetzt bei Bitcoins und ich ein paar „Verrechnungseinheiten“ übrig habe DANN:
    1) MUSS ich für den Betrag den ich v e r s c h m e r z e n kann: KAUFEN!
    2) MUSS ich nur noch die Hälfte s o f o r t verkaufen sobald sich der Kurs verdoppelt hat!
    Der Rest bleibt unverkäuflich und ich kann immer gut schlafen!
    Voilà – Bitcoins sind mit der richtigen Strategie einfacher als Spiegeleier braten! – Sorry, aber all das Palaver über den Sinn oder Unsinn von Bitcoins bringt doch nichts! – Das einzige(!) Problem mit Bitcoins ist, dass ich keinen blassen Schimmer habe wie man seine Position in Bitcoins absichert! Genau so wie es zum Beispiel letztes Jahr bei Shell plötzlich unmöglich(!) wurde Geld zu verlieren, wenn man sich bei einer Dividendenrendite von 2,5 Prozent pro Quartal(!) die Position zu 100 Prozent gratis mit Mini-Short-Futures absichern konnte…aber das ist natürlich ein ganz anders Thema und interessiert sicherlich keinen Nerd… 🙂

    • Bankhaus Rott sagt:

      Hallo Dagobert,

      wie Sie die Dividendenanpassung der Shorts im Rahmen Ihres Hedings umgehen konnten, sollte auch die (Finanz-)Nerds interessieren.

      Beste Grüße
      Bankhaus Rott

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