Bill Bonner im Interview mit Rolf Dobelli

2. August 2012 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

Bill Bonner, Agora Financial, interviewed by Rolf Dobelli, ZURICH.MINDS, ZURICHMINDS, on the financial markets

via Bill Bonner ZURICH.MINDS INTERVIEW – YouTube.

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2 Kommentare auf "Bill Bonner im Interview mit Rolf Dobelli"

  1. Hrabby sagt:

    Sehr interessantes Interview Herr Bonner.
    Vor allem die letzten 10 Minuten: wir leben immer noch in der Energierevolution, zu dieser Meinung bin ich auch gekommen. Ich denke Sie müssten jedoch vervollständigen, dass im Gegensatz zu anderen „Funken“ der Menschheit die Energierevolution der letzten Jahrhunderte auf der Skala der Menschheitsgeschichte nur sehr begrenzt zeitlich möglich ist. Unser Energieverbrauch geht zu über 90% mit den Förderraten von Öl, Kohle, Gas usw. einher. Die Förderraten beim Öl stagnieren jedoch seit einigen Jahren, der Ölverbrauch in den „westlichen“ Staaten verringert sich sogar (Stichwort „Peak Oil“). Das ist, so stimme ich mit Ihnen überein, vermutlich der wahre Grund dafür, dass unsere „westlichen“ Wirtschaft nicht mehr wächst bzw. überhaupt wachsen kann.
    ABER: die Förderraten werden in den nachfolgenden Jahrzehnten mit Sicherheit noch weiter fallen, insbesondere wenn der weltweite Peak Oil, Peak Gas usw. eintreten. Nachdem ich mich auch mit regenerativen Energien beschäftigt habe, kann ich sagen: Diese funktionieren NICHT wirklich, denn sie werden überhaupt erst durch (noch) bezahlbares Öl ermöglicht (Förderung der Erze, Transport, Aufbau und Wartung – fast alles Dieselmaschinen). Alternative fossile Energieträger ermöglichen keine besonders hohen Förderraten und haben ein viel zu geringen EROEI Faktor, sie werden den Förderratenabfall verzögern bzw. dämpfen, jedoch nicht verhindern. Ich denke, dass „Peak Energie“ zumindest in Europa bereits eingetreten ist. Daraus ziehe ich folgende Schlüsse:

    Unsere Wirtschaft MUSS in naher Zukunft schrumpfen (in Europa bereits jetzt schon). Damit MUSS sich auch der durchschnittliche Lebensstandard verringern (weniger Energieverbrauch pro Nase: weniger Flugzeuge, weniger Auto, weniger große Wohnungen…, zu böser letzt: weniger Nahrungsmittelproduktion und damit weniger Menschen, ob es die Menschen wollen oder nicht).
    Das hat in meinen Augen nichts mit dem Finanzsystem zu tun, denn meine Aussagen beruhen lediglich auf physikalische Grundlagen. Ein durch Gold hinterlegtes Finanzsystem wird daran nichts ändern.
    Die wirklich wichtige Frage für uns ist wohl: wird der wirtschaftliche Schrumpfprozess demokratisch und/oder wenigstens halbwegs friedlich ablaufen können. Denn sonst wird uns auch kein Edelmetall retten können.

    Können Sie mir zustimmen Herr Bonner?

    Viele Grüße von Hrabby

    • gilga sagt:

      Wenn besonders dieses Thema interessiert dann sind die Arbeiten/Beiträge von Chris Martenson zu dem Thema zu empfehlen.
      z.B. als Einstieg, „Chris Martenson’s presentation at the Gold & Silver Meeting in Madrid“: http://www.youtube.com/watch?v=8WBiTnBwSWc

      Ich denke er liegt hier in vielen Dingen richtig und was mir gefällt ist das er recht ruhig (also nicht als „Doomer“) an die Sache herangeht. Wenn man die Sache sauber durchdenkt erkennt man (z.B. meiner Meinung nach) warum sich eine Investition in physisches Gold/Silber (und ggf. auch einige andere Metalle mit hoher Wertdichte) durchaus lohnt. Ob es nun in 5 Jahren oder 30 Jahren etwas bringt sei mal dahingestellt, aber ich sehe das gerade über lange Zeitspannen als recht risikoarm bzw. als sichere Wette an (im Gegensatz zu sagen wir bspw. einer Investition in Unternehmen, die im alternative Energien Sektor aktiv sind).

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