Bilanzsaison – im Schatten der Katastrophe

16. März 2011 | Kategorie: Aufgelesen

vom Smart-Investor

Jahrhundertkatastrophe

Die Bilder, die uns aus Japan erreichen, sind gewaltig. Der Zerstörungskraft des Bebens mitsamt seinen Folgen war der Mensch hilf- und weitgehend schutzlos ausgeliefert. Ein solches Ereignis lehrt Demut und mahnt zur Vorsicht, gerade wenn man die Entwicklungen rund um die japanischen Atomkraftwerke betrachtet. So schrecklich diese jüngste „Jahrhundertkatastrophe“ dabei zweifellos auch ist, für die Börsen, die zunächst mit großer Verunsicherung reagierten, dürften sie kaum eine Wende zurück in eine neue Baisse bedeuten…Wir erleben vielmehr eine durchaus scharfe Korrektur, die durch ein externes Ereignis letztlich nur beschleunigt wurde. Bereits in der vergangenen Woche – vor dem Erdbeben – zeigten die Märkte infolge des Ölpreisanstiegs eine erhöhte Nervosität, welche sich nun aufgrund von Anschlussverkäufen lediglich verstärkte.

Die Ungewissheit

Es ist vor allem die Ungewissheit hinsichtlich der Nuklear-Katastrophe, die die Märkte derzeit total verunsichert und für die dramatischen Kursverluste sorgt. Die Schäden im Zuge des Erdbebens und des Tsunamis sind zwar verheerend, aber wenigstens einschätzbar. Wenn es aber zu einer Kernschmelze in Fukushima kommen sollte, was derzeit überhaupt nicht ausgeschlossen werden kann, dann wäre dies für das dichtbesiedelte Japan eine Katastrophe undenkbaren Ausmaßes. Inwieweit dann Auswirkungen auf die nur wenig Hundert Kilometer entfernte Megacity Tokio oder gar andere Länder am Festland zu befürchten sind, lässt sich derzeit nicht annähernd abschätzen.

Unsere Meinung dazu

Müssen wir vor diesem Hintergrund das CuB-Szenario ad acta legen? Nein, wir denken nicht. Allerdings gibt es zwei Dinge dazu zu sagen: Erstens wird der CuB immer wieder von heftigen Korrekturen unterbrochen werden, so wie jetzt – dies hatten wir schon des Öfteren betont. Zweitens wird das Umfeld immer apokalyptischere Züge annehmen. Einerseits aufgrund der „hausgemachten“ Problemfelder, die von unserem falschen Geldsystem und der darauf aufbauenden Wirtschaft herrühren. Denn der Zusammenbruch unserer Geldordnung steht ja zwangsläufig bevor, irgendwann nach dem CuB (daher ja auch der Name „Crack-up“).

Es ist nur logisch anzunehmen, dass es im zeitlichen Vorfeld an allen möglichen Ecken schon zwicken wird: bei den Banken, den Versicherungen, den Kommunalkassen, den Sozialkassen usw. Teilweise sieht man dies ja jetzt schon. Auf der anderen Seite scheint es so zu sein, dass die Menschheit nun nach und nach von dem technologischen Fortschritt, auf den wir ja gar so viel halten, eingeholt wird. Die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko ist noch gar nicht so lange her und nun Japan.

via Smart Investor Smart Investor Weekly.

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