Betrugsmodell Finanzsystem: Interview mit Franz Hörmann

27. Oktober 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

Geld ist wohl das Komplizierteste, was es zu verstehen gilt. Denn Geld, oder das, was man so nennt, wirkt sich auf alle Lebenslagen und Lebenszyklen von jedem aus. Nicht dass man später sagen wird, man hätte davon nichts gewusst…

Franz Hörmann, Professor an der Wirtschaftsuniversität in Wien schafft es immer wieder, auf einfache Art und Weise das Geldsystem zu erklären. Für ihn es ein Betrugsmodell im Finanzsystem. Hier ein Gespräch mit Michael Vogt in vier Teilen und mit einem Regenguss dazwischen…

Teil 2

Teil 3



Teil 4

www.franzhoermann.com

via Betrugsmodell Finanzsystem – Interview mit Franz Hörmann 1/4 – YouTube.

 

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10 Kommentare auf "Betrugsmodell Finanzsystem: Interview mit Franz Hörmann"

  1. wolfswurt sagt:

    Seiner Analyse des Geldsystems ist nichts mehr hinzuzufügen.

    Die Schlüsse aus dieser Analyse sind allerdins sehr romantischer bis spätromantischer Natur.
    Die Vorstellung eine Massen-Gesellschaft könne in sozialverantwortlicher Weise wie eine Stammesgesellschaft funktionieren zeugt von keinerlei biologischem Wissen.

    Masse funktioniert gegenteilig wie kleine Gemeinschaften.
    Es ist illusionorisch zu glauben, daß sich Verantwortlichkeit anderen gegenüber bei Masse einstellt wie in einer Sippe bestehend aus 25 Mitgliedern.

    „Schuster bleib bei deinem Leisten“ sagt der deutsche Volksmund zu derartigen Abwegen…

    • Hagen aus Dresden sagt:

      wolfswurt…mich bechleicht der Gedanke, das du vielleicht gar nicht richtig zugehört (oder verstanden) hast, worum es hier eigentlich wirklich geht…

      Es geht um nicht mehr bzw. weniger, als den Fortbestand der Menschheit die sich suggsesive in eine globale Liquiditätsfalle hineinmanövriert (lassen) hat.

      Die bisherige Lösung solcher (bisher nicht globalen) makroökonomischen „exponentialen Schlusspunkte“ war eine ummfassende Sachkapitalzerstörung (Krieg) um einen Neuansatz desselben Betrugssystems zu gewährleisten.

      Im globalen Atomzeitalter bedingt aber ein weiterer Weltkrieg die Gefahr der kompletten Vernichtung.

      Die Hoffnung, die Prof. Hörmann ausspricht ist meiner Meinung nach die, dass sich die Menscheit rechtzeitig der Gefahr der eigenen Vernichtung bewusst wird, und den notwendigen angesprochenen „Bewusstseinssprung“ vollzieht.

      Erst die Gefahr des tatsächlichen Unterganges eine Spezies birgt die evolutionäre Chance einer Veränderung des Denkens(Erbgutes). Darwin gilt schliesslich auch beim Menschen…

      Ja… dieser philosophische Ansatz fällt auch mir schwer… vom Haben (im Sinne von Besitz) zu Sein zu gelangen.

      Wenn jedoch niemand mehr da ist, geht der der Vorwurf von Spätromantik und angeblichem biologischen Unwissen einfach ins Leere. (ähnlich wie der Vorwurf das ein Anderer an dem Verkehrunfall Schuld ist, bei dem ich um Leben gekommen bin- Tod ist dann Tod)

      Einen Ansatz fand ich persönlich am spannendsten… nämlich den angesprochenen Konflikt zwischen der produzierenden Elite und den „zinssammelnden“ Bankern… es ist was wares dran: Wenn keiner mehr da ist, der dir Produkte kaufen kann, existieren auch die Konzerne die sie herstellen nicht mehr.

      Was bleibt, ist die spannende Frage ob der „Parasit“ Globalimperialismus tatsächlich seine „Wirtstiere“ … nämlich die Menscheit unreproduzierbar fressen will.

      Bei allem Respekt, aber letzteres erscheint zumindest mir „biologisch unlogisch“ (hoffentlich)

      Grüße aus Dresden

      • wolfswurt sagt:

        Wehrter Hagen,

        zugehört habe ich ausgiebig.

        Nun meine Ansichten: „Die Menscheheit“ gibt es nicht. Es gibt ca. 7 milliarden Individuen die nicht in der Lage sind einen kollektiven Bewußtseinssprung durchzuführen. Ein Bewußtseinssprung durchzuführen gelingt ja noch nicht einmal auf familiärer Ebene geschweige denn auf Gemeindeebene.

        Zur Gefahr der expotentialen Schlußpunkte: die menschliche historische Erfahrung lehrt hier einen Zyklus vom ewigen Auf und Ab der sich auf dem Fundament der Dummheit gründet.

        Zu Deiner Befürchtung eines Auslöschens der Menschheit durch Atom etc. kann ich Dir nur den Ratschlag geben: Laß Dich nicht verrückt machen durch die verwirrten Großhirne die das öffentliche Meinungsbild bestimmen und bewegen. Das Internet ist mit all seinen Foren und Blogs eingeschlossen!

        Und zu allerletzt: „Sein“, ohne eine Hand voll Reis zu „Haben“ ist unmöglich!

        Nicht desto trotz verstehe ich das Bedürfnis von Hörmann die Dinge wie sie sind ändern zu wollen.
        Mein Blick geht in die Zeit nach der Veränderung, in der die Menschen der „neuen“ Zeit genauso den alten Pfad( nämlich ihre naturgesetzliche Verhaltensweise) gehen müssen!!!

        Und alles beginnt von vorn….

        • Hagen aus Dresden sagt:

          @wolfswurt: …das Problem ist, das auch Franz Hörmann (bei allem riesengroßen Respekt und all seinen vollkommen richtigenen „teil“-Erkenntnissen) meiner Meinung nach auch nicht aus der Denkfalle herauskommt! Freiwirtschaft kann nämlich ein sich selbst regulierendes System sein …auch global.

          Es bedarf keines Bewusstseinssprunges aller 7 Milliarden Menschen es könnte reichen, dass der beginnende existenzielle Streit der parasitären Eliten über die drohende Schlachtung der 99% die eigentlich für sie arbeiten sollen genau diesen Wandel auslöst. Was passiert wenn die Liquiditätsfalle erst mal zugeschnappt ist… weiß du es?

          Vielleicht hilft dir ja das hier um die Lücken der Erknntnis zu verifizieren:

          http://www.deweles.de/files/nebel_im_senf.pdf

  2. dork sagt:

    Ein herrliches Interview … @wolfswurt: Auch wenn es am Ende sozialromantisch war, es war dadurch wohltuend und konstruktiv. Es liegt an uns Allen, solche Analysen des Geldsystems an unser Umfeld weiterzureichen!

  3. silber100dollar sagt:

    .
    Habe ich schon alles ermittelt,
    ohne Professor Titel.
    .

  4. tomson sagt:

    Das er keinen „Professor Titel“ hat würde in unserer heutigen Gesellschaft eher für ihn sprechen 🙂

    Item:
    Macht es Sinn die Mängel eines Goldstandard anhand Bretton Woods zu erklären? Er betont ja selber das Bretton Woods eben kein Goldstandard war sondern ein Gold-Dollar Standard. Ellen Brown und Edward Griffin bezeichnen Bretton Woods in ihren Büchern auch nicht als echten Goldstandard. Die Schwächen eines Goldstandards anhand Bretton Woods Gold-Dollar aufzuzeigen…macht das Sinn?

    • silber100dollar sagt:

      .
      Es macht generell keinen Sinn einen Gold-Papiergeld Standart einzuführen. Worin soll hierbei ein Sinn zu sehen sein?
      Wenn Sie Papiergeld die innerste Eigenschaft erhalten wollen, müssten Sie diesem meiner Meinung nach mit folgendem Wert hinterlegen:

      1 € hat immer den Gegenwert von 5kWh (z.Bsp.)

      Da Energie den elementarsten Baustein des menschlichen Wohlstands aus macht, sollte auch dessen Arbeit, sprich das von ihm erwirtschaftete Kapital so zusagend auch in kwh besichert sein. Von mir aus in einem energiebesichertem Papiergeld.

      Als Bsp. (bildlich gedacht):

      Wer stundenlang die Kurbel einer Einrichtung bedient fungiert als Motor und dessen kwh Arbeit lässt sich klar bemessen, und somit auch sein Lohn.
      Wer hingegen statt der Kurbel zu bedienen einen Motor erfindet hat in KWH ein mehrfaches von dem erarbeitet, was einer sein leben lang an der Kurbel fähig ist zu erwirtschaften. Dies könnte man ohne weiteres auf alle Lebensbereiche des menschlichen Alltags übertragen.

      Ich denke hiermit wäre allen Menschen auf der Welt ein Anreiz geschaffen, fair belohnt seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Wäre das keine Innovation was ein Wertbesichertes Papiergeld angeht?
      .

  5. MARKT sagt:

    Schade ist, das hier in diesem Blog, jemand der nicht die uneingeschränkte Sehnsucht nach einem, immer weiter anhaltenden und unaufhaltbar ansteigenden Edelmetallpreis bedient, kaum noch Beachtung findet.

    Führt das nich auch zu einem verklärten Blick auf das große Ganze?
    (um Angriffen vorzubeugen ich bin kein Gegner von Edelmetallen, einer Diversivikation seines Vermögens auch in dieser Form stimme ich sogar zu, aber eben bei weitem nicht uneingeschränkt)

    Gruß Markt

    • silber100dollar sagt:

      .
      So sind sie die Gläubigen,
      sie kennen nur die Worte ihres Herren und dessen Lehren.
      Mit was anderem darfst du denen nicht kommen.
      Die einzigen Dinge die den Menschen aus den vergangenen Jahrtausenden an Werten geblieben sind, sind fürs erste das Gold und als zweites die Religion.
      Was meinen Sie?
      Was wird länger Bestand behalten.
      der Wert des Goldes oder Stellenwert der Religion ?

      Grüße
      .

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