Aus höchster Gefahr. Oder: Was steckt hinter der „Technischen Reaktion“?

22. November 2012 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

vom Smart Investor

Düstere Lage, düstere Prognosen. Als wären die wirtschaftliche Lage und die Aussichten nicht schon bedrückend genug, entlud sich einmal mehr der schwelende Nahost-Konflikt in blutigen Raketenduellen. Zwar beteiligten sich konkret nur die Hamas und Israel an den Scharmützeln, die Online-Ausgabe der BILD-Zeitung lenkte jedoch unmittelbar den Blick nach Teheran…

„DER TERROR KOMMT AUS TEHERAN“ prangte es dort in riesigen Lettern, wobei die Worte „TERROR“ und „TEHERAN“ noch einmal besonders hervorgehoben wurden.

Die „Teheran-Terror-Connection“ wird auf diese Weise ganz zwanglos in den Köpfen der Leser verankert. Bei künftigen „Ereignissen“ stehen die Chancen gut, dass diese dann reflexhaft das Gewünschte denken.

Die interessante Frage, warum Teheran, das ohnehin unter verschärfter Beobachtung durch die Welt und ganz besonders durch Israel steht, nun ausgerechnet Israel auf diese Weise provozieren sollte, wird nicht gestellt und schon gar nicht beantwortet. Auch greifen viele andere Entwicklungslinien in geradezu gespenstischer Weise ineinander. So wird die Bundesrepublik Deutschland wohl demnächst auch an der Grenze zu Syrien verteidigt werden, wobei sich in Bezug auf den syrischen Staatschef Assad die gleiche Frage wie bei Teheran stellt: Warum?

Warum sollte ein Regime, das innenpolitisch bereits mit dem Rücken zur Wand steht, sich selbst weiter schwächen, indem es nun auch noch einen äußeren Konflikt anzettelt und das ausgerechnet mit einem hochgerüsteten NATO-Mitglied wie der Türkei?! Schweigen.

Leichter ist da schon die neue Liebe der Kanzlerin zum Punkgeschrammel der Politprovokateurinnen von „Pussy Riot“ zu verstehen – einer Gruppierung, die vom Mainstream konsequent zu einer unschuldigen „Mädchenband mit Strickmützen“ (tatsächlich Masken) stilisiert wird. Wer Genaueres über die Entstehungsgeschichte wissen will, dem sei das Magazin „eigentümlich frei“ empfohlen, das sich in Ausgabe 126 kritisch mit dem Phänomen „Pussy Riot“ und deren Handlungen auseinandersetzt, die teilweise auch hierzulande strafbewährt wären.

Offensichtlich wurde und wird der Fall im Westen vor allem dazu genutzt, Wladimir Putin gezielt zu diskreditieren. Schließlich zeigte sich der Kreml-Chef u. a. in der Syrien-Frage hartleibig und unwillig, einen weiteren Regimewechsel in der Region tatenlos hinzunehmen. Aber wer gibt schon etwas auf die Worte eines Mannes, der unschuldige Mädchen in den „Pussy-Riot-Gulag“ (O-Ton www.bild.de) schicken ließ? Eben.

Putin-Bashing ist in unseren Massenmedien nicht nur eine Art Volkssport geworden, es hat Methode – gerade jetzt wo sich der Nahost-Konflikt verschärft. Dabei müsste auch Frau Merkel nicht bis ins ferne Moskau reisen, um sich über undemokratische Tendenzen zu entrüsten. Aber so richtig lustvoll kehrt es sich halt nur vor fremden Türen. Die Maxime „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ ist ohnehin zeitlos. Vielleicht erhält Angie ja schon bald ein Angebot als neue Interims-Frontfrau der Anti-Putin-Pussys? (Seite 2)

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Ein Kommentar auf "Aus höchster Gefahr. Oder: Was steckt hinter der „Technischen Reaktion“?"

  1. leageorg sagt:

    Zur Frage warum die Blödzeitung Folgendes meinungsbildet:
    „DER TERROR KOMMT AUS TEHERAN“ prangte es dort in riesigen Lettern, wobei die Worte „TERROR“ und „TEHERAN“ noch einmal besonders hervorgehoben wurden.

    Ist Folgendes die wahrscheinlichste Antwort
    http://bueso.de/node/6168

    Kurzbeschereibung: Der Autor geht davon aus, dass die Brückenköpfe des Irans, vor dem eigentlichen Schlag gegen den Iran, demontiert werden.
    Das ist übrigens auch meine Meinung

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