Silber: Auf einem Bein steht sich`s schlecht?

12. Oktober 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer, Slideshow

Da tut sich doch was an der New Yorker COMEX! Es ist unterdessen aufgefallen, dass die technische Struktur am Silbermarkt bedeutend besser aussieht als noch vor wenigen Wochen. Die Shorties rennen und rennen davon. Ihre Short-Positionen sind inzwischen auf dem niedrigsten Stand seit 2003. Damals notierte Silber bei 4,50 US-Dollar…

Immer, wenn die Kurse fallen, ist das eine deutliche Einladung an die auf niedrigere Kurse spekulierenden „Marktteilnehmer“, ihre Short-Positionen zu schließen, indem sie die hirntoten Tech-Fonds aus dem Markt kegeln. So war es Anfang Mai, viele erinnern sich an diesen gewaltigen Kurseinbruch des Silberpreises, und dann Anfang September, als Silber die 26er US-Dollar-Marke liebkoste. Kurz darauf konnte man in der Struktur des Terminmarktes sehen, dass die Shorties die Gunst der Stunde genutzt haben, um ihre Position auf fallende Kurse deutlich zu reduzieren.

Und nun?

Ed Steer, hat in seinem „Gold&Silver Daily“ freundlicherweise den ihm von Ted Butler zur Verfügung gestellten Kommentar abgedruckt und ich bin dreist genug ihn hier frei übersetzt wiederzugeben (Danke Ed!)

„Im Verlaufe des letzten Monats, in direktem Zusammenhang mit dem 30% Preissturz (im Silberpreis), haben die Kommerziellen ihre Netto-Short-Position um fantastische 25.000 Kontrakte reduziert, was umgerechnet 125 Millionen Unzen entspricht. Um solch eine historische Reduktion in der gesamten Netto-Short-Position der Kommerziellen zu erzielen, musste im Gegenzug die spekulative Netto-Long-Position ebenfalls auf historisch niedrige Niveaus reduziert werden.

Die Netto-Long-Position in der Kategorie des „Managed Money“ (Großspekulanten) erreichte das niedrigste Niveau seit die CFTC damit begonnen hat die Zahlen zu veröffentlichen. Verblüffender Weise war die Netto-Long-Position der nicht zur Veröffentlichung verpflichteten Händler (non-reporting traders) die Niedrigste, die ich jemals während meines Studiums der COT-Daten in 30 Jahren gesehen habe.

Eines ist klar, die gehebelten Long Spekulanten, ob groß oder klein, dienten den kommerziellen Aktivitäten und Interessen als Kanonenfutter. Auch wenn es immer möglich ist, dass es zusätzliche Liquidierungen durch weitere Manipulation der Preise nach unten gibt, ist es wichtig sich daran zu erinnern, dass man aus einem Stein kein Blut pressen kann. Angesichts des extrem niedrigen Niveaus an verbliebenen spekulativen Long Positionen, fällt es mir schwer mir vorzustellen, dass es ein weiteres (heftiges)„Blutbad“ geben wird.“

So weit so gut. Warum erwarten jetzt einige Analysten trotzdem noch einen erneuten Test der letzten Tiefs im Gold- und Silbermarkt, bevor die Korrektur abgeschlossen und es wieder nachhaltig weiter nach oben geht? Wir alle haben es wahrscheinlich schon oft gehört: „Auf einem Bein steht es sich schlecht“. Was im Leben gilt, trifft häufig auch für Märkte unter charttechnischer Betrachtung zu. Manche nennen es „Doppeltief“, andere „Malen nach Zahlen“. Los geht`s! (Seite 2)

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