Auf dem Weg zum totalitären Überwachungsstaat

7. März 2016 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Gestern ging es ja hier im Tagebuch um den Krieg gegen das Bargeld – also um den Versuch der Regierungen, die physische Währung abzuschaffen. Es ist ein Betrug. Die Idee dahinter ist nicht Verbrechen zu bekämpfen oder die Wirtschaft anzukurbeln, wie die Befürworter ja behaupten…

Es ist Teil einer größeren Kampagne des Schattenstaates, die darauf abzielt, mehr Kontrolle über Ihr, unser Geld zu erhalten … und letzlich auch unser Leben. Schauen wir uns das nun näher an einem aktuellen Beispiel an.

Es findet derzeit ein Kampf zwischen dem Tech-Liebling Apple und dem FBI statt. Um was geht es hier? … das FBI will Apple dazu zwingen, die Daten des iPhones von einem der Angreifer, der bei den San Bernardino Schießereien im Dezember letzten Jahres beteiligt war, zu entsperren.

Apple sagt wiederum, dass es für den Fall, dass es das FBI mit den benötigten Informationen versorgt, um die Daten zu entsperren, alle iPhone-Nutzer anfällig für Hacker-Angriffe werden. Bei dem Kampf geht es um viel mehr als darum, FBI-Agenten in die Lage zu versetzen, Ihr Smartphone zu hacken. Sie werden bald Zugriff auf Ihr ganzes Leben haben. Die New York Times erklärt:

Die heutigen Smartphones halten viele persönliche Daten vor – Ihre Korrespondenz, Ihre Fotos, Ihren Standort, Ihre Würde. Aber die Geräte von „morgen“ von denen viele bereits in rudimentärer Form existieren, werden noch viel mehr beinhalten.

Betrachten Sie alle Technologien, die wir glauben, haben zu müssen – das sind nicht nur bessere und nützlichere Telefone, sondern Autos, die selbst fahren, intelligente Assistenten, die sie mittels Sprache kontrollieren oder Haushaltsgeräte, die Sie aus der Ferne überwachen und steuern können.

Viele haben Kameras, Mikrofone und Sensoren, um noch mehr Daten einzufangen und mit immer raffinierteren Techniken werden die Daten zu einem genauen Bild zusammengefasst. Geräte des täglichen Gebrauchs werden jede Äußerung und Handlung von Ihnen aufnehmen und sofort analysieren.“

Ratten in einem Käfig

Was werden wohl die Behörden mit diesen ganzen Informationen machen? Schauen wir auf die Chinesen. In der Financial Times stand, wie es dort jetzt schon läuft:

Pekings Internet-Überwachungsbehörde hat einen ausgemachten Immobilientycoon, der sich „The Cannon“ nannte, durch Schließung seines Social-Media-Kontos zum Schweigen gebracht …

Ein Knopfdruck genügte. Und von nun an gibt es keine „illegale Informationen mehr, die schlechte Folgen verursacht hatten“, sagten die Regulierungsbehörden.

Ist das Internet nicht wunderbar?

In den „alten Zeiten“ musste man in eine Zeitungsredaktion einbrechen und die Druckerpresse zerschlagen … oder eine gerichtliche Verfügung bekommen, um die Räumlichkeiten mit einem Vorhängeschloss zu versehen. Jetzt haben wir „Internet Aufpasser“, die nur einen Knopf drücken müssen.

Und was gibt es für den Schattenstaat schöneres, als alle Ihre Informationen über Ihre Finanzen zu haben … und gleichzeitig das Geld zu kontrollieren … und das ganze „online“ per Knopfdruck?

In Margaret Atwood`s dystopischen Roman „Die Geschichte der Dienerin“ hat sich die künftige USA in einen Polizeistaat verwandelt. Die Behörden kontrollieren die Menschen mit elektronischen Geldkarten. Wie Ratten in einem Käfig, bekommen sie ihre Rationen … bis die Aufpasser die Rationen auf NULL kürzen.

Wenn die Regierung diese Möglichkeiten bekommt, könnte dies unsere wirkliche Zukunft werden. Und nicht nur Fiktion. Das Enternen des Bargelds aus dem System ist nur ein großer Schritt auf dem Weg dahin. Ja, es gibt noch viel, viel mehr zu dieser „story“ zu berichten…



Kein wirklicher „Super Tuesday“

von Bill Bonner

Wow! In jüngster Vergangenheit hat sich der Aktienmarkt mehr als nur wacker geschlagen. Was steckt dahinter? Ist das der Anfang eines echten Comebacks? Sagt der Markt uns etwa, dass Janet Yellen doch richtig liegt?

Vielleicht ist die Wirtschaft ja wirklich stärker als wir denken. Zu Beginn des Jahres sah es so aus, als ob der Aktienmarkt künftige Probleme signalisieren würde. In den letzten 50 Jahren lag bei einem Kursrückgang von mehr als 15 Prozent am US-Aktienmarkt die Rezessionswahrscheinlichkeit bei mehr als 60 Prozent. Ohnehin dachten wir, dass eine Rezession ansteht; der Aktienmarkt schien dies nur zu bestätigen. Aber wer weiß? Wir warten ab, um es herauszufinden.

Das auserwählte Volk

In der Zwischenzeit werfen wir weiter einen Blick auf „Deep State“… die „Schattenregierung“, die wirklich das Sagen und die Kontrolle hat. Nachdem Chinas Führer Deng Xiaoping gesagt hatte, dass es ruhmreich sei, reich zu werden… die Berliner Mauer gefallen war … und der Politologe Francis Fukuyama das „Ende der Geschichte“, verkündet hatte, glaubten die Amerikaner naiverweise, dass die Welt sich in die gleiche Richtung weiterentwickeln würde – nämlich auf uns zu.

Wir waren das auserwählte Volk … das außergewöhnliche Land … die Nation, auf die der Rest der Welt aufsah, danach strebte, so zu sein, und nicht ohne leben konnte. Zum Beispiel hatten wir wenig Zweifel daran, dass es nur eine Frage der Zeit war, ehe China – vom unbarmherzigen Griff des globalisierten Kapitalismus umschlungen … und verseucht mit Absolventen von Wharton und Harvard Business School – schon bald ähnlich wie die USA werden würde.

Bald würden auch die Chinesen alberne TV-Shows anschauen. Achtspurige Autobahnen würden die großen Städte miteinander verbinden … und auf den Werbeplakaten machen Winkeladvokaten Jagd auf Krankenwagen. Es würde McMansions geben … gekauft mit Krediten, die 110 Prozent des Immobilienwerts ausmachen … und Chicken McNuggets an jeder Straßenecke.

Auto-Darlehen, Studentendarlehen und Überbrückungskredite würden auch nicht weit weg sein. Und Unternehmenschefs würden den Markt dreist manipulieren und s ich unverdientermassen Boni zuschustern… alles mit unwirklichem Geld, ausgeliehen zu unwirklich tiefen Zinssätzen von skrupellosen Bankern.

Die Chinesen würden sicherlich auch bald eine Vierte Gewalt entwickeln – eine freie Presse, die den Schmutz der Politiker und Bürokraten aufdecken … und dann wieder ruhig zurück unter den Teppich kehren würde. Und die Demokratie?

Die Flamme unter dem Topf der Freiheit brennt in China wie in Amerika. Es würde nur eine Frage der Zeit sein, bevor diese auch in China mit Wahlen überkocht … mit törichten Kandidaten, die immer mehr und mehr vom Geld der anderen Leute sprechen … bis die Wähler schließlich vollständig abgekocht sind.

Aber was für ein Schock! Anstelle dessen, dass die Chinesen immer mehr wie wir werden, werden wir immer mehr wie sie. Und hier konzentrieren wir uns auf DEN einen kritischen, entscheidenden Aspekt: ​​ Sie haben die Kommunistische Partei, die die Show am Laufen hält.. Wir haben „Deep State“, der das Kommando innehat.

Die Leute wollen immer mehr Reichtum und Macht auf einfachste Art und Weise bekommen. Und der einfachste Weg ist, es von anderen Menschen zu nehmen. Das ist die Rolle der Regierung – die einzige Institution, der es erlaubt ist zu stehlen und zu töten.

Der Pistolenrauch der amerikanischen und französischen Revolutionen verdeckte diese brutale Realität. Sie zeigten, dass man wirklich die meisten Menschen die meiste Zeit täuschen kann. Man muss nur das einfache Volk davon überzeugen dass es eine Rolle in der Regierung spielen kann. Es wird nicht nur in der Schlange vor den Wahllokalen vor der Morgendämmerung stehen… wie es in Virginia vergangene Woche am sog. „Super Today“ geschehen ist.

Es wird auch bereit sein, die Söhne in eure Kriege zu schicken und sterben zu lassen … und mehr Steuern zahlen, und auch glauben, dass alles nur zur zum eigenen Besten ist!

Deutschlands erster Reichskanzler, Otto von Bismarck, erklärte, wie die kleinen Leute in Schach zu halten sind: Man muss versprechen, dass man sich um sie kümmert: von der Wiege bis zur Bahre. Dann kann man sie besteuern … vom Steuergeld kann man Ihnen anschließend etwas zurückgeben in Form von Sozialprogrammen.

Eine neue Macht

Bis zum 19. Jahrhundert war die Hauptquelle des Reichtums Land. In Europa war es im Eigentum einiger weniger reicher „Rentiers“ und bewirtschaftet von vielen armen Bauern. Sie hatten nicht genug Stimmen, um Ihren Reichtum an der Wahlurne zu schützen. Und sie hatten nicht genug Reichtum, um sie vor den Hinterzimmern und den verrauchten Räumen zu schützen.

Eine neue Kraft und neuer Reichtum kam in den Städten und Fabriken auf. Unverdienter Reichtum“ oder unfaire „Mieten“ konnten da nicht mithalten. Das bekam einen schlechten Ruf. Die neue Sache war „freie Marktwirtschaft.“ Und es machte die Gesellschaft reicher.

Das war eine andere Art von Reichtum. Diese kam von der Arbeit, Geschick und Investitionen. Man musste es sich verdienen. Die neuen Reichen häuften neuen Reichtum an. Sie nahmen nicht nur Reichtum weg von den werktätigen Massen. Die alten Reichen – in ihren ungeheizten Buden mit löchrigen Pullovern und leeren Bankkonten sitzend – haben keinen Reichtum geschaffen und hinzugefügt.

Die Landbesitzer verloren Macht. Nach und nach wurden die großen Güter – von denen viele Diebstähle und Eroberungen aus dem Mittelalter waren – aufgeteilt und weg-besteuert. Und für eine Weile – als sie frisch und neu war – schien die Demokratie zu funktionieren. Die „tote Hand“ der Vergangenheit fiel weg. Die alten Rentiers wurden entfernt. Aber die Regierung war immer noch im Geschäft. Intelligente Menschen entdeckten bald, diese für ihre Zwecke zu benutzen … Und eine neue Klasse von Rentiers entstand … Mehr dazu später…

Quelle: Kapitalschutz Akte
Auf dem Weg zum totalitären Überwachungsstaat (von Bill Bonner)
Kein wirklicher „Super Tuesday (von Bill Bonner)
Weitere Informationen: Investor Verlag

 

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