Auf dem Weg in den Bankrott

22. Oktober 2013 | Kategorie: Gäste

von Bill Bonner

Wenn Sie aufmerksam gewesen sind, dann wissen Sie, dass die Anführer Amerikas weithin erfolgreich waren. Nicht beim Schaffen von Frieden und Wohlstand… oder beim Erzeugen einer wirklichen Wirtschaftserholung. Aber im Hinblick auf ihre Haupt-Mission: Den Transfer von Reichtum, Macht und Stauts von uns Bürgern zu ihnen…

„Don’t follow leaders – Watch the parking meters“ (Bob Dylan)

Das Problem mit den amerikanischen Wählern ist, dass sie nicht genug Zynismus haben, um zu verstehen, was wirklich vor sich geht. Die Regierung sagt, dass sie versuche, Arbeitsplätze zu schaffen oder die Welt vor dem Terror zu sichern. Die armen Wähler glauben denen.

Präsident Obama sagt, dass sein Ziel sei, dem durchschnittlichen hart arbeitenden Amerikaner eine bessere Zukunft zu geben…

…ihm eine Krankenversicherung zu geben…

…und ihm zu helfen, einen Parkplatz zu finden.

Der normale Bürger glaubt ihm im Zweifel. Wenn es dann nicht funktioniert… nun… zumindest versucht er es.

Obama sollte nach Argentinien kommen – ein Land, welches in Bezug auf Zynismus niemandem nachsteht. Der normale argentinische Taxifahrer hat eine klarere Einschätzung darüber, wie Politik funktioniert, als ein durchschnittlicher Professor der Politikwissenschaft an einer prestigeträchtigen US-Universität.

„Oh, es wird jetzt spannend“, sagte mein Taxifahrer heute morgen in Argentinien. „Die arme Christina. Sie sagt, wie hätten die beste Wirtschaft der Welt. Aber sie lügt. Jedes Mal, wenn ich ins Geschäft gehe, sehe ich, dass die Dinge teurer geworden sind. Und ich verdiene aber nicht mehr.“

Sie werden die Wahrheit darüber, was in Argentinien passiert, nicht herausfinden, wenn sie eine Rede von „la presidenta“ anhören. Stattdessen sollten Sie sich ein Taxameter anschauen.

Ich fuhr 15 Minuten mit dem Taxi zum Flughafen Buenos Aires, Jorge Newbery. (Ich bin auf meinem Weg zu unserer Familien-Ranch in Salta im Norden Argentiniens.) Der Fahrpreis betrug 35 Pesos. Vor zwei Jahren hätte mich dieselbe Tour 25 Pesos gekostet.

Auf dem Weg in den Bankrott

In diesem Zeitraum ist der Peso gegenüber dem Dollar schneller gefallen, als die Taxikosten gestiegen sind. Vor zwei Jahren war Buenos Aires relativ teuer. Jetzt ist es wieder billig, für eine Person mit Dollar oder Euro in der Brieftasche. Offziell entsprechen 35 Pesos etwa 6,50 Dollar. Aber der inoffizielle Wechselkurs liegt bei rund 10 Pesos je Dollar.

Für mich kostet die Taxifahrt damit nur 3,50 Dollar, solange ich mein Geld auf dem Schwarzmarkt tausche… (Seite 2)

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2 Kommentare auf "Auf dem Weg in den Bankrott"

  1. EuroTanic sagt:

    „…ihm eine Krankenversicherung zu geben…
    …und ihm zu helfen, einen Parkplatz zu finden.“

    und manche Wähler glaube auch, dass die Regierung morgens die Sonne aufgehen lässt. LOL

  2. Andreas G sagt:

    Sehr guter Artikel von Bill Bonner.
    Leute, prägt Euch das Geschriebene gut ein! Ich persönlich bin der Meinung, Ähnliches steht uns auch noch bevor, soweit noch nicht geschehen.

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