Ärztliches Wochen-Bulletin

25. Februar 2009 | Kategorie: Kommentare

Vergleicht man den Finanzmarkt mit einem Patienten auf der Intensivstation, sollte man sich Sorgen machen. Auch in der vergangenen Woche hat sich sein Zustand bedauerlicherweise verschlechtert. Die Ärzte stehen etwas ratlos an seiner Seite…

Inzwischen liegt der Patient das zweite Jahre auf der Intensivstation. Mit leichtem Unwohlsein fing alles an. Dann kam Husten dazu. Nach dieser großartigen Party des leichten Geldes ging es immer weiter bergab. Kein Grund zur Sorge, sagte der Hausarzt . Doch er konnte die Sache nicht richten. Der verabreichte Hustensaft und viele gute Worte haben nicht geholfen. Und so war die Unterbringung in einem Krankenhaus die folgerichtige Entscheidung. In dieser Woche wurden der Patient an weitere Schläuche angeschlossen und die Tropfgeschwindigkeit erhöht. Die Ärzteschaft ist besorgt über die zunehmenden Durchblutungsstörungen an den Extremitäten und die steigende Fieberkurve.

Auch die Ausfallerscheinungen nahmen in dieser Woche merklich zu. Der Patient ist jetzt öfters nicht ansprechbar und schlecht drauf. In den Presseabteilungen zeigt man sich besorgt aber optimistisch, während sich die Krankenschwestern vorsorglich Telefonnummern von Bestattern notieren.

Man könnte meinen, es waren die falschen Ärzte, Kurpfuscher mitten in einer Art Ausbildung, die statt die richtigen Medikamente, Konfetti streuten. Hätte man doch Gideon Gono gerufen, meint Bill Bonner. Er hat der Welt schon einmal bewiesen, wie man Schwerkranke mit der richtigen Mixtur und Dosis in einen tanzenden Zombie verwandelt. Dr. Gono hätte bestimmt die richtigen Spritzen, Kanülen und die richtigen Rezepte. Er weiß, wie es gehen würde….

Doch welch glücklicher Umstand… Dr. Gono stünde der Welt theoretisch zur Verfügung, nachdem er seinen alten Job nach erfolgreicher Umsetzung beendet hat. Man sollte ihn anrufen. Unter der Telefonnummer 0026-344070-3000 geben seine ehemaligen Mitarbeiter sicherlich gerne Auskunft, wo Dr. Gono er zu erreichen wäre. Er wohnt in Simbabwe.

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