Angebot und Nachfrage: Russia Today im Aufwind

24. März 2014 | Kategorie: Aufgelesen, Kommentare

Schon seit Monaten befinden sich die Zugriffszahlen von Russia Today (heute RT.com) im Höhenflug. So hat sich das Ranking der Website deutlich verbessert. Auch in Deutschland erfreut sich die Seite, obwohl dort bisher nicht in deutscher Sprache veröffentlicht wird, wachsender Beliebtheit.

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Der Nachfrage nach mehr Vielfalt oder schlichtweg verschiedenen Meinungen hat der Einheitsbrei, den viele deutsche Gazetten verbreiten, Vorschub geleistet. Wie auch immer ein Leser die verschiedenen Darstellungen einstufen mag, interessant ist es, welche Nachrichten von deutschen Medien de facto ignoriert werden. 

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Auch im Vergleich zu den englischsprachigen Portalen Reuters und Bloomberg konnte Russia Today zuletzt deutlich zulegen.

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Wie auch anderswo reguliert sich manches über Angebot und Nachfrage. Das Gejammer, nur das Internet sei schuld an der Krise der deutschen Zeitungen, ist irreführend. Man darf ruhig auch die Qualität des Journalismus hinterfragen, wenn man die Veröffentlichungen noch unter diesem Wort einordnen will. So manche Finanzgazette ist mittlerweile offensichtlich derart abhängig von der Werbung für Finanzdienstleister, dass kritische Hintergrundberichte als geschäftsschädigend eingestuft werden. Wenn es soweit ist, sollte man einfach den Betrieb einstellen und den Werbeteil fortan als Postwurfsendung in die Briefkästen stecken.

 

 

Ein Kommentar auf "Angebot und Nachfrage: Russia Today im Aufwind"

  1. FDominicus sagt:

    “ Das Gejammer, nur das Internet sei schuld an der Krise der deutschen Zeitungen, ist irreführend.“

    Im Gegenteil, ohne Internet gäbe es gar keine nicht-systemkonforme Informationen mehr. Nur in den Blogs findet man noch andere Ansichten. Ich finde den letzten Satz am „vernünftigesten“:

    „Wenn es soweit ist, sollte man einfach den Betrieb einstellen und den Werbeteil fortan als Postwurfsendung in die Briefkästen stecken.“

    Das wäre für fast alle Sprachen aus D eine gute Empfehlung. Ich wette aber ehere, daß dafür die Demokratieabgabe etwas „ausgedehnt“ wird von wegen Vielfalt der Berichterstattung oder so….

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