Andreas Popp: Zeit für eine Revolution

von Frank Meyer
Es gibt noch etwas auf die Ohren – ein Interview mit Andreas Popp von der Wissensmanufaktur, aufgenommen am letzten Wochenende in Walsrode. Wir haben uns über Geld und dessen Auswirkungen unterhalten. Es gibt viele Denkweisen, Strömungen und Richtungen. Manche haben funktioniert, andere gibt es nur in der Theorie. Ein Thema haben dennoch alle gemeinsam – die Beschäftigung mit dem Zins und dem Zins auf den Zins…
Man merkt, viele haben die Nase voll, nicht nur von diesem Geldsystem, sondern auch von dessen Auswirkungen, die inzwischen sichtbarer und spürbarer sind als in den letzten Jahren. Es wird Zeit für eine Revolution, eine Neuordnung des Geldsystems, sagt Andreas Popp. Ein kleiner Rundumschlag. Und erschrecken Sie nicht, wenn mitten im Interview die Sirene losgeht
Viel Spaß!
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Bücher von Andreas Popp
42 Responses to Andreas Popp: Zeit für eine Revolution
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Ich werde das Interview erst heute abend hören können, aber so viel Engagement verdient schon jetzt höchsten Respekt. Danke für Ihren großartigen Blog!
Die Podcasts sind super! Ja, es wird so langsam ein globales Erwachen, das ist wovor Hezr Bryzinski noch neulich warnte. Siehe auch NY , Bosten etc. die “Occupy” Bewegung, da sind fast schon 500 Orte global dabei. Und Menschen fangen an wirklich nachzudenken. Das wäre ohne Inet nicht möglich, und die Nutzer werden mehr und die Älteren, sorry, werden dann halt nicht mehr auf unserem Kenntnisstand sein. So wird der Wandel beginnen: die einen sind erst um die zwanzig und erkären einem 60-70 Jährigen wie das Geldsystem funktioniert und haben dann eine Alternative zu diesem zerstörerischen System.
Einspruch!
Also, ich bin 60 und lese täglich im Inet auf vielen Seiten zu diesem Thema.
Andreas Popp gehört bei mir zum “must have”, ebenso wie Frank Meyer, Dirk Müller, Bernhard Senf …. Meine Altersvorsorge habe ich “versilbert”. Ich denke, das meine Generation, kurz vor der Rente sich viel mehr Sorgen macht als der Großteil der 20-jährigen, bei denen ist noch viel Selbstfindung bis 0-Bock dabei.
Also nicht am Alter festmachen, nur gemeinsam sind wir stark!
Hallo Hannes,
da sollten wir uns nicht teilen lassen ( Divide et imperia) gebe ich dir zu 100% recht. Und Ignoranz und Dummheit sind nicht den Älteren vorbehalten, aber ich erfahre sehr viel Ignoranz gerade von dieser Altersklasse, gerade weil diese nie etwas anderes kannte. “Rente ist sicher”, “Femminismus”, “Umweltschutz”, “links/rechts” das waren die Ablekungsthemen und daran halten sich viele fest. Und die 20 Jährigen haben, meiner Erfahrung nach, heutzutage sehr viel mehr politsches BEwusstein und Wissen über die Hintergründe ( zB Geldsystem) als das vor ca. 20-30 Jahren der Fall war. Da gabs links und rechts, und später Grün ( die sind die schlimmsten!!). Das dies alles aber Fäden des selben Netz waren ( eben Divide et Imperia) haben aber erst die 9-11 traumatisierten verstanden…
Glückwunsch für ein hervorragendes Interview, Frank Meyer, immer wieder grosses Kino, hier mit einem wie immer bestens rhetorisch geschulten und wortgewaltgen A.Popp. Den Einwand des “Hirnfurzes” fand ich besonders amusant… aber das Interview machte ja auch klar, warum unser jetziges System vermutlich nicht mal eben so die Biege macht, Plan B hin oder her. Wie Herr Popp schon richtig sagte, es hat sich über Jahrhunderte entwickelt, und die dort verfestigten Machtstrukturen (das Haus Rothschild & Friends läßt grüssen) werden sich nicht ohne sehr viel blutvergiessen von ihren Privelegien trennen. Und etwas anderes, Oliver Janich mit seinem Buch “kapitalismus-Komplott” hat es auch sehr gut beschrieben, ist auch wesentlich, es fallen kaum, bzw. keine Steuern an… ja wo kämen wir denn hin, wenn klein-blöd-michel nicht mehr be-/gesteuert werden kann.
Auf der einen Seite bewundere ich Herrn Popp bei seinen Ausführungen in verschiedenen Formaten für seine brilliante Rethorik und auch das einfach ausgedrückte (Fach-) Wissen, auf der anderen Seite fallen mir jedoch auch immer wieder gewisse Widersprüche auf ( Plan B-Modell setzt ja anscheinend einen halbwegs gebildeten und des Denkens fähigen Menschen voraus, seine Danistokratie oder auch Demokratie-Ausführungen dagegen beschreiben das Volk als Idios, Idioten halt). welche durch “Senatoren” oder andere höherrangig gestellte “geführt” wird… ja was denn nun, Herr Popp, Idealbild und Realität stimmen da ja nun offensichtlich nicht überein
.
Es würde mich jedoch erfreuen, wenn wesentlich mehr Menschen aus dem System des Wachstumszwangs aussteigen und dies bewusst tun, denn auch damit streut man recht viel Sand in das Getriebe, bzw. entzieht ihm seine Grundlagen.
Zum Thema BGE sollte Herr Popp doch bitte mal ausführen, an wen er dieses verteilen möchte, ob wir überspitz ausgedrückt dann Weltsozial-Amt spielen oder dieses nur an nachgewiesene “Reichs-Deutsche” ausgekehrt wird und was mit den dann “nicht-Anspruchs-Berechtigten” passiert.
Danke nochmal für Deine Arbeit, die Podcasts hier im Blog sind immer wieder ein Hörgenuss.
lg samui
@ Frank
Vielen Dank für diese Seite.
Auch an alle Mitstreiter.
Immer wieder schön zu lesen und zu hören, daß es in diesen vorgeblich alternativlosen Zeiten doch Alternativen zu geben scheint.
@ samui
Daß ein BGE keine von Deutschland finanzierte Weltveranstaltung sein kann ist klar.
Wir haben doch heute auch schon definiert wer in diesem Lande unterstützt wird und wer nicht.
Diese Definition für ein BGE anzupassen, sollte keine sooo große Herausforderung sein.
Hallo Sebastian,
doch genau da sehe ich ein grosses Problem, auch ein BGE muss erst mal erwirtschaftet werden, und das von einer immer geringeren Anzahl, von daher wäre eine öffentliche Eingrenzung schon mal ganz nett, diese wurden von den Vertretern des BFE nämlich nicht so gerne vorgenommen, wer ist berechtigt ? Alle Ausländer, alle Eingebürgerten, mal bitte butter bei die Fische. Selbst im 90 min. Interview im Alpenparlament, bei diversen You-Tube-Präsentationen ist bei diesem Punkt immer Wischi-Waschi. Ich wäre nämlich nicht bereit, hier Hinz-und Kuntz mit durch zufüttern… und um den blöden Fragen vorzugreifen, ich gehöre nicht dem rechten Lager an, obwohl immer mit zunehmenden Alter mehr und mehr konservative Positionen einnehme…
lg samui
Dazu, wer das bekommen soll, gibt es schon klare Aussagen.
http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen
Natürlich wirst Du nicht in irgendeine Ecke gestellt, weil Du Fragen stellst, Dir eine Idee gefällt oder nicht gefällt.
Ich denke, man muß auch nicht auf ein fertiges Konzept warten und dieses dann gut oder schlecht finden.
Man kann ja auch mitbasteln an Ideen.
Wenn Dir z.B. die Idee eines BGE ganz gut gefällt, Du es aber für eine schlechte Idee hälst, die ganze Welt damit zu versorgen, dann kannst Du diese Variante des BGE ja vertreten.
Und schon gäbe es eine weitere Variante eines Konzeptes.
Das ist das schöne an Alternativen.
Und das ist auch das Schöne an dieser Seite.
Es werden Ideen und Meinungen vor- und zur Diskussion gestellt.
Man muß ja nicht immer alles gut finden.
Food for thought.
Hallo sebastian,
ich kann es schon zugeben, ich bin eher gegen ein BGE, denn ein GE haben wir schon, es ist halt nur nicht bedingungslos. Ein solches ähnliches “Freiland-Experiment” läuft schon seit 40 Jahren auf Cuba, mit der Konsequenz das viele ihren Arsch nicht hochbekommen und nur Siesta machen, da prallen halt verschiedene Menschenbilder aufeinander… ich war früher mal links-orientierter Gutmensch, bin aber heute eher an der anderen Seite des Tisches zu finden, von daher werden wir da weniger Konsens finden…
lg samui
@hannesb:
> meine Generation, kurz vor der Rente sich viel mehr Sorgen macht
> als der Großteil der 20-jährigen,
> bei denen ist noch viel Selbstfindung bis 0-Bock dabei.
Ich bin 35 und muß ehrlich sagen, daß ich mich auch mit 20-25 mit solchen Themen nicht beschäftigt habe. Wichtig ist die Altersgruppe von 25 bis 70 und die war in Walsrode doch recht gut vertreten.
Meine Eltern sind auch kurz vor der Rente. Um deren Rente habe ich mehr Angst als um meine, denn nach dem Knall hab ich noch 25 Jahre um was fürs Alter auf die Seite zu legen; die jetzigen Rentner können sich nichts Neues mehr erwirtschaften.
Auch dafür ein dickes Danke!
Was ich nicht glaube ist, dass ein friedlicher Übergang möglich ist.
Auch wenn ich mir das wünsche.
Zum einen, weil die Mächtigen sich natürlich nicht freiwillig davon trennen werden. Was ich verstehen kann. Wer lässt sich schon gern was wegnehmen.
Zum anderen, weil die Masse lieber am Negativen festhält.
Solange es keine Alternativen gibt, ist es doch besser so wie es ist. Kommt aber auf den Leidensdruck an. Und da geht noch einiges.
Und der Mensch im Allgemeinen doch nur nachhaltig lernt, wenn er mal so richtig auf die Fresse geflogen ist. Das fehlt noch.
Es sei denn, der Übergang ist relativ friedlich gewünscht. So wie 1989.
Egal was wir tun. Es sind, wie “Quersumme” oben schrieb, Fäden des selben Netzes in denen wir uns verfangen.
Selbst Greenpeace wurde wohl auch durch Rockefeller Kapital aufgebaut?
VG aus Sachsen
Vielen Dank für den Zuspruch!
Die beiden letzten Podcasta scheinen großes Interesse geweckt zu haben, denn die Abrufe sind extrem hoch. Danke Server! Ich vertete hinsichtlich des Begriffes “Geld” eine etwas andere Auffassung als die Anhänger des “Fließendes Geldes”. Märkte sollen sich meines Erachtens das beste Geld ohne Hineinfummeln selbst suchen. Das Vorschreiben eines negatives Zinses beim Horten von Geld irritiert mich und untergräbt mein Verständnis von Freiheit. Als Zeitzeuge in einer Zeitenwende meine ich aber, man sollte sich in der Breite umschauen und wissen, was sich bewegt.
Viele Grüße von
Frank Meyer
Hallo Frank,
in diesem Punkt sehe ich das ganz ähnlich, bin dort auch eher Anhänger der österreichischen Schule und auch weder Popp noch Senf können an dieser Stelle richtig punkten. Und genau hier sind sie leider widersprüchlich, weil sie auf der einen Seite einen “dirigistischen Ansatz” bevorzugen, und somit wieder einer zukünftigen Elite Vorschub gewähren. Ich kenne den Plan B zwar noch nicht, aber habe einige Vorträge von Popp und seinem “Partner Rico” gehört, bzw. gesehen. Und auch hier im Interview, vielleicht liegt es auch an der mangelnden Zeit, kann er an dieser Stelle es in meinen Augen nicht plausibel erklären, warum die Hortung schädlich ist, bzw. das Sparen auch mit einem Wiederverleihen bei umlaufenden Geld funktioniert, wobei das Wiederverleihen ja im Grossen und Ganzen wieder ein Zins ist.
Höre nicht auf, kritische Fragen zu Stellen, gerade dies macht Deine Podcast zum Hörgenuss !
lg samui
Zuerst einmal das was mir schon lange am Herzen liegt, vielen Dank für diese hervorragende Seite, alternativlos
@Frank
Die Theorie des Negativzinses diskutieren wir schon einige Jahre in einer kleinen Truppe in der Firma und sprengen damit oft die Mittagsrunde, macht einsam. Diese Erfahrung und die allgemeine Ignoranz zum Thema Geldsystem lassen mich nicht daran glauben. Die meisten haben sich doch bis heute noch nicht einen einzigen Gedanken gemacht, was Geld eigentlich ist, viele glauben doch noch immer, dass ist eine vorübergehende Krise die sie sowieso nicht betrifft. Es muss was her, was die Menschen verstehen, bei negativen Zins haben sie sofort den Abwehrreflex, hier wird mir wieder etwas weggenommen. Ich denke auch selbst das Geld muss der Markt bestimmen, wenn wir nur erst wieder einen hätten. Als Ossi werde ich das Gefühl nicht los nur für Bauschaum und Silikon auf die Straße gegangen zu sein.
Weiter so und vielen Dank!
Nur am Rande aber das Beispiel des Herrn Popp mit dem Schludschein und der Vernichtung von diesem nach Einlösen hinkt doch rein logisch , denn Geld ist nicht nur Schuld sondern auch eben nur Tauschmittel und wer wird denn einen geliehenen Silberling den er wiederbekommt in die Tonne werfen… oder hinkt es bei mir?
Gruß
Hallo exb,
Tauschmittel kann die Schuld sein, muß es aber nicht. Nun haben wir noch Schuldgeldschöpfung mit Zins. Im Gegensatz dazu steht die Idee, die der B. Senf ansprach, schuldfrei geschöpftes Geld durch eine Monetative.
Im Beispiel von A. Popp wird die Schuld Tauschmittel. Also ein Leistungsanspruch in die Zukunft in Form von Waren oder Dienstleistung an die Gesamtheit aller Wirtschaftsubjekte.
Er hätte auch Silber als Bezahlung-Tauschmittel aktzeptieren können. Das war vorher schon auf diesem Planeten und hat einen inneren Wert. In Silber steckt Arbeitsleistung und es hat einen Nachfragewert da Rohstoff. Da schuldet auch keiner einem was.
Das blöde ist auch, wenn der Schuldner die Hufe streckt, kursiert der Schuldschein immer noch im System, obwohl ja eigentlich Totalausfall. Er müßte eigentlich in die Tonne. Solange das aber nicht im Amtsblatt steht…
Die Schulden müßen irgendwann zurück gezahlt werden. Zumindest bei meinem Hypodarlehen ist das so. Mit der letzten Rate ist zwar meine Schuld der Bank gegenüber getilgt, aber die Guthaben daraus sind noch da. Der Schuldschein müsste in die Tonne. Tut er auch. Es geht um die Gegenbuchung. Bei Rückzahlung des Kredites müßten auch die Guthaben daraus verschwinden. So die allgemeine Erklärung.
Wobei natürlich in meinem Fall ein Gegenwert in Form eines Gebäudes da steht. Es wurden also mit fiktiven Werten reale Werte geschaffen.
So wie der Garten auch aufgewertet wird, wenn Frank den umgräbt. Hoffe ich.:-)
Schulden sind Tauschmittel! Das ist ja eh schon irre. Ständig kommt einer um die Ecke und sagt: “Hee, ich hab letzte Woche 2 h deiner Lebenszeit erworben. Die fordere ich jetzt ein. Was bist du eigentlich in der Lage zu leisten in der Zeit?”
Bei Silber hast du 31.1 g. Und keiner hat einen Anspruch an mich, wenn er mit dem Taler vor mir steht. Warum soll der in die Tonne?
Solange dies, und da bin ich bei Frank, eine freiwillige Entscheidung beider Vertragspartner ist – bitte, warum nicht. Das bessere Geld setzt sich durch!
Aber wer hat hier die Wahl? Wir sind mehr oder minder nicht in der Lage ohne dieses gesetzliche Zwangszahlungsmittel zu (über)leben. Kein bessers Geld kann sich durchsetzten. Bei Edeka kann ich immer noch nicht mit Phils bezahlen.
Ich denke, Schulden sind nicht das Problem. Nicht mal der Zins ist es. Das Problem ist der Zinseszins auf Guthaben und die Schöpfung als Schuld mit Zinsmakel.
Also: Silber ist Silber und ein Schuldschein ist Kredit. Beides kann Geld sein. Muß es aber nicht.
Im Beispiel von Popp war der Schuldschein sogar noch zinsfrei. Na wenigstens das. Aber irgendwie versteh ich den Satz von Ihm auch nicht ganz. Sehe ich auch nicht so kritisch. Es entwickelt sich eben.
So ungefähr wird das schon sein. Wir sind doch alles nur Autodidakten!
VG aus Sachsen
Gold und Silber sind großartiges Geld. Ganz anders als Fiatmoney stellen die beiden Metalle keine Schuld dar, können nicht beliebig vermehrt werden, vergammeln nicht und sind der perfekte Wertespeicher! Ich bin mir ziemlich sicher, daß bei einem freien Wettbewerb der Geldsysteme Gold und Silber ganz vorne mit dabei wären.
Warum also nicht einfach eine harte Gold/Silber Währung gegen Fiatgeld und/oder Freigeld antreten und die Leute selbst entscheiden lassen, was am besten als Tausch- und Wertaufbewahrungsmittel geeignet ist?
Solang die Menschen den Versprechen der scheinheiligen Priester (Finanzelite) glauben, solang akzeptieren sie deren (im Grunde völlig wertlosen) Scheine als Tauschmittel. Auf die Täuschung folgt aber irgendwann die Enttäuschung. Und die wird groß sein, sobald die Masse den Schwindel durchschaut. Aber dann ist es schon zu spät!
Hi Fnord,
danke für die ausführliche Antwort.
Ich habe das verstanden soweit , denke ich , mittlerweile wie Geldschöpfung funktioniert.
Auch finde ich die vorgeschlagenen Alternativen wichtig, nur habe ich bei Herrn Popp immer so meine Zweifel, denn wenn jemand seine eigenen MLP Beispiele noch nicht mal auf Logik absichert dann kann es fachlich auch nicht so weit her sein.
Doch dieses klein klein ist es was uns zersetzt daher haste schon recht , ist nicht so wichtig, nur bei Herrn Popp regt es mich nur ein wenig auf weil er ja mit “Wissen” Geld macht und dann aber solche Bauernfänger Geschichten benutzt die noch nicht mal stimmen.
Ich beschäftige mich seit 2007 mit Popp und Kollegen. Mich hat immer gestört dass diese “Jungs” auf Vorträgen und treffen nebenbei a) gesellschaftliche Zustände vor 60 Jahren haben wollen (Frauen an den Herd , ich bin keine Frau..) b) Wiedereinsetzung des Dt.Reichs c) aktivierung der Weimarer Verfassung als letzte gültige Verfassung bla bla bla halt Reichsdeutschen Geschwaffel.
Und halt bei Vereinen mitberaten die der NPD nahe stehen bzw. dort sogar Vorträge halten als Parteiprogramm. Siehe hierzu Schachtschneider etc. . Popp ist aber auch mit den höchsten “Reichsdeutschten” bekannt.
Jetzt habe Sie mit oakschem Messer die unschönen Themen weggeschnitten geblieben sind ökonomische Modelle.
@FRANK MEYER :
Bitte schauen Sie sich die Hintergründe dieser “neuen” Ökonomen an.
Wollen Sie diese Rechtsauffassung wieder ins deutsche Land mittragen?
Gruß
exB.
hallo exb,
Deine Aussage
“Ich beschäftige mich seit 2007 mit Popp und Kollegen. Mich hat immer gestört dass diese “Jungs” auf Vorträgen und treffen nebenbei a) gesellschaftliche Zustände vor 60 Jahren haben wollen (Frauen an den Herd , ich bin keine Frau..) b) Wiedereinsetzung des Dt.Reichs c) aktivierung der Weimarer Verfassung als letzte gültige Verfassung bla bla bla halt Reichsdeutschen Geschwaffel”
ist sowohl inhaltlich falsch, als auch rufschädigend und der Sache für eine “bessere” Lösung ziemlich abträglich. Hier wird wieder die alte “Nazikeule” ausgepackt, bist Du so dumm oder polemisierst Du nur ? Man kann gut und gerne kritisieren, dass Herr Popp mit “Wissen” und seinen Seminarchen “Geld” verdient und dementprechende Interessen bedient, aber auch Prof.Schachtschneider in eine solche Ecke zu Stellen ist echt ziemlich hohl. Sorry für die drastische Ausdrucksweise, aber lese Dich vielleicht einfach etwas mehr in die Materie ein, dann kommt vielleicht auch mehr Durchblick !!
Was ist an den Zuständen vor 60 Jahren denn so falsch ? Ich bin Jahrgang 1970 und wenn ich mir die heutigen Zustände angucke, wo Mütter ihre Kinder in der Kita “entsorgen” nur um schnellstmöglich in ihr Hamsterrad zu enthecheln, auf das neues Statusschrott gekauft werden kann, na dann Glückwunsch, da hast Du ja eine idealtypische Gesellschaftsvorstellung
).
Was sind denn Reichsdeutsche ? Weisst Du überhaupt, wovon Du da faselst, oder ist das wieder so Antifa Wiedergekäue ?
lg samui
Auch mir ist etwas mulmig bei diesen Leuten, die sich zumindest von Rechtsradikalen instrumentalisieren lassen. Ich kenne auch nur den Wikipedia Auszug. Wir sollten wachsam sein – nicht mehr und nicht weniger.
Herrvorgendes Interview mit einem (wie immer) super, wortgewandten Andreas Popp. Stimme mit vielen Punkten über ein, würde mir so ein Modell wünschen, das bisherige “Keynesianische” hat ausgedient. Wohlstand für alle sollte mitlerweile möglich sein.
Allerdings glaube ich nicht, dass das System geändert wird. Es wird einen Neustart geben, mit ein paar Änderungen hier und da (man wird den Leuten sagen: Wir haben die Probleme erkannt, man ist jetzt viiieeel schlauer als zuvor; im Prinzip bleibt aber alles beim Alten). Friedlich und in Ruhe ablaufen wird das mit Sicherheit nicht, wenn die Lebensersparnisse plötzlich weg sind, wird der Bundes-Michl einigen Leuten zeigen, was ein Wutbürger wirklich ist.
Wie Jochen Sanyo befürchtete: “Dann kommt der Steuerzahler und hängt uns alle auf!” Dann werden einige Bäume und Laternen mit Politikern und Bänkstern geschmückt.
Halte ich für die Realistische Wahrscheinlichkeit, hoffe aber, dass ich mich irre. (Obwohl manch einer dieser “Volksvertreter” es ohne weiteres schafft, dass sich so manch Zornesader anschwillt, und man ihm wirklich garstiges wünscht…)
Alles nur meine Meinung und bevor jemand wieder hier auch mit der Esowatch Keule kommt, nein bin ich nicht, mag nur nicht wieder ein Weimar mit Sittengesetzen etc. , und Herrn Meyer fiese Fallen ersparen.
Gruß
Fnord23 sagt es ganz richtig, “wir sind doch alles nur Autodidakten”.
Immer mehr Menschen spüren, dass mit unserem Wirtschafts- und Finanzsystem etwas nicht stimmt, dass dieses System nicht für uns, sondern gegen uns arbeitet.
Leider hat die etablierte Wirtschaftswissenschaft komplett versagt. Sie gibt uns keine Antworten auf die wichtigen Fragen. Die Wissenschaft überlässt das weite Feld ‘Kritik am bestehenden System und Vorschläge für ein neues System’ fast vollständig den Autodidakten. Und so kommt es, dass Architektinnen und Unternehmer dieses Feld erfolgreich bearbeiten.
Das perfide am Ganzen ist, dass diese Systemkritiker in vielem recht haben. Auch ich höre mit Interesse, was sie uns zu sagen haben. Wenn es aber um die Frage geht, wie ein neues System aussehen könnte, das uns Allen dient, dann schaue ich schon genau hin, von wem diese Vorschläge kommen.
Eines muss uns allen bewusst sein, keines dieser neuen Systeme wurde bisher in einem Land eins zu eins verwirklicht. Übrigens auch die ‘Österreichische Schule’ nicht. Wir wissen somit nicht, welches System den “Elchtest” bestehen würde.
Es gilt eine Lösung zu finden, die einerseits die freie Marktwirtschaft zulässt, so dass die Tüchtigen profitieren und die Faulen nicht. Aber andererseits dürfen die Tüchtigen und die Verschlagenen nicht die Möglichkeit haben Monopole, Oligopole oder Kartelle zu bilden, und sie dürfen nicht die Möglichkeit haben ihren Reichtum und ihre Macht auf Kosten der Schwächeren und der Umwelt zu mehren.
Ich habe mich bisher noch nicht intensiv mit den verschiedenen Lösungsvorschlägen beschäftigt und weiss deshalb z.B nicht, wie die ‘Österreichische Schule’ den Missbrauch der Freiheit verhindern will.
Zurzeit scheint mir der Vorschlag von Prof. Joseph Huber, also die Einführung von Vollgeld und einer 4. Gewalt, der Monetative, am überzeugendsten, weil er einfach zu verwirklichen wäre und weil er die Macht der Banken brechen würde.
Hallo Peter,
den Mißbrauch wirst Du immer haben, das liegt halt am Menschen und der ist nun mal auf “Eigenvorteil” bedacht, und wenn einer mehr im Kopf hat, wird er einen “Denk-Lahmen” immer übervorteilen können, that´s life, da wirst Du mit REgularien nie etwas dran ändern können, guck da einfach mal in die Geschichtsbücher, war immer schon so und wird auch immer so bleiben
lg samui
Ich bin mir der Natur des Menschen durchaus bewusst, und gerade deshalb muss sich ein neues System daran messen lassen, ob es vor allem den “bösen Ausbeutern” nützt oder den Fleissigen. Natürlich wäre ein System am besten, wenn es die “Bösen” auch ohne Regulierungen im Zaum halten könnte.
Hallo exb,
Hast schon Recht, wenn du da so ein Gefühl hast. Besser man sagt es mal.
Bei einigen Dingen die A. Popp so meint, gerade zu deutscher Geschichte hat sich mir am Anfang auch so ein komischen Magendrücken eingestellt.
Aber das hat wohl eher etwas mit eingeimpften Ideologien zu tun. Ich als SED-Diktatur-Opfer:-) hab ja einen relativ großen Erfahrungshorizont. Leider, oder zum Glück. Auf alle Fälle war es weder so, noch so.
Und die NPD spielt die ihr zugedachte Rolle im System, wie alle anderen Parteien, Vereinigungen, Religionen, NGOs etc auch.
Aber das Thema deutsche Geschichte sollten wir hier im Forum mit Rücksicht auf die Chefs nicht breit treten.
VG aus Sachsen
Ja, es braucht eben Zeit – die Evolution des Geldsystems braucht
viele, viele Totalzusammenbrüche. (R – EVOLUTION – es steckt schon im Wort !)
Diesmal ist eben Premiere, da das System weltweit kollabiert.
Das natürliche Ende kommt eben auch für das Zinssystem alle 60-80 Jahre – das sollte man einfach mal akzeptieren und aufhören, die Nichtwissenwollenden aufzuklären.
Denn : die Masse hat NICHTS, aber auch GAR nichts zu verlieren!
Die 10% der Geldhorter sind eben die Verlierer des Pyramidensystem Zinsgeld aus Nichts.
Daher : Rette sich wer kann – inklusive Kaufkraftprofit.
Ein paar Quartale hält der Laden noch…
…aber aus Griechenland klingt schon der letzte Sirtaki.
Insofern: Tanz, Alexis tanz !http://www.heise.de/tp/artikel/35/35630/1.html
hier die Realität :
Auch von mir vielen Dank für die aufschlussreichen Audio-Beiträge!!
So langsam scheinen immer mehr Menschen – dank des Internets – zu erkennen, dass unsere “ganzen Probleme” irgendetwas mit unserem Geld / Geldsystem zu tun haben!
Danke für die gute Aufklärungsarbeit
Mich würde mal zu sehr interessieren was deine n-TV-Kollegen eigentlich zu deinen noch nicht Mainstream fähigen Gedanken, sagen!? Sitz du Mittags immer allein am Tisch
Alle Geldsysteme in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft haben eine Ursache gemeinsam: sie sind und werden von einem Menschentypus erdacht und umgesetzt, welcher ein leistungsloses Dasein für sich und seinesgleichen möchte.
Nach dem Spruch “Der Dumme lebt von der Arbeit und der Kluge vom Dummen” sind die Kreativisten der Geldsysteme wirklich die Klugen.
Sagte der Papst zum Kaiser: halt du sie arm, ich halt sie dumm.
So funktionieren die Machtstrukturen seit menschengedenken und das Geldsystem ist da nur Mittel zum Zweck.
Dies aufzubrechen und zu reformieren kostete in der Vergangenheit viel Blut ohne Erfolg, weil dem Menschen eine naturgesetzliche Verhaltensweise(möglichst ohne viel Leistung ein bequemes Leben führen) zugrunde liegt, die abzustellen er nicht in der Lage ist.
Diese Verhaltensweise begründet sich auf die Effizienz die in allen Lebewesen naturgesetzlich verankert ist, nämlich mit möglichst wenig Aufwand viel Beute machen. Dieses findet im übrigen auch unter den “Dummen” statt!
Insofern wird in der Zukunft wieder Blut fließen ohne Erfolge zu zeitigen.
Und so weiter und sofort…
Nachsatz: die heutigen Probleme im Macht -und Finanzsystem resultieren aus der zu großen Anzahl an Menschen die von den anderen leben möchten.
Wird dieses Verhältnis wieder in die Balance von 0,5 zu 99,5% zurüchgeführt kehrt auch wieder Ruhe ein.
hi wolfswurt,
mehr braucht man Deinen Ausführungen nicht hinzufügen… außer vielleicht “war noch nie anders… und wird vermutlich nie anders sein” denn wir leben vielleicht in einem endlichen System, die Dummheit der Menschen, bzw. vieler Menschen dagegen ist Unendlich…
Schönes WE, samui
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
Albert Einstein
Auch wenn man anderer Meinung ist als Herr Popp oder Senf,wichtig sind diese Querdenker für jeden von uns ,da sie an einer Lösung der Probleme arbeiten und die Menschen zum Denken anregen.Viele Ansätze von Andreas Popp sind sehr gut(habe schon einige Interviews und Aufsätze von ihm gesehen bzw. gelesen).Ich persönlich finde aber das Geld ein harter Wert sein sollte der meine Arbeitsleistung speichert!Gold und insbesondere Silber eignen sich hervoragend für diesen Zweck,gleichzeitig ist es beruhigend wenn niemand den Wert mindern könnte,das wäre für mich echtes Geld und nichts anderes.Das System wird diese Idee allerdings nicht lieben aber irgend etwas muss ja geschehen.L.G.Matt06
Das von Silberdax weiter o.g. Wortspiel “R-Evolution” gefällt mir sehr gut, weil es 1. die podcast – Überschrift passend kolportiert und 2. viele weitere Interpretationen herausfordert.
Der (heute?) auf Wachstum basierte LEBENS-SINN – in unserem Zeitalter auch oft gespiegelt von sog. “Geldsystemen” und anderen materialistischen Ansätzen – ist für mich nichts anderes als der Glaube des Individiums an PHYSISCHER SINN-Erfüllung des eigenen Seins.
Wenn ihr wollt, fing das schon beim Neander-TALER an, als er mehr Tiere erlegte, als er Felle zum Überleben benötigte, ala “es könnte ja ein harter Winter kommen”.
Insofern bin ich gedanklich nahe bei Wolfwurt Ausführungen und habe wenig Hoffnung, dass WIR Menschenkinder (fälschlicherweise oft auch bezeichnet als “homo sapiens” weil eben nicht einsichtsfähiger/weiser Mensch !) mehr Weisheit in ein neues System bauen werden oder würden.
Wahrhaftige Ressourcen unserer Kugel wie z.B. die bekannten Grundelemente, sind m.E. endlich, es kommt lediglich auf die geistige Zeitvorstellungkraft an.
Daraus folgt für mich, dass kein von uns zu entwerfendes System einer stetig wachsenden Zahl von geistigen Neandertalern dienlich sein würde und immer Gewinner und Verlierer produzieren wird.
Es wird immer wieder Neandertaler geben, die mehr Felle horten als sie benötigen.
Der einsichtige Neandertaler mit BGE wird überhaupt nicht mehr zum Jagen gehen. Er wird hoffentlich einsehen, dass ihm ein Fell über den Winter reicht. Aber was ist mit seinen Kleinkindern, die brauchen auch Felle. O.k., die gibts dann halt auch noch an der Felle-Tafel.
Aber wer wird ihm denn dann die notwendigen Tiere jagen ? O.k. , vielleicht ein sozial eingestellter Jagdkollege !
Aber die doch viel wichtigere Frage in diesem Zusammenhang ist doch, was für einen LEBENS-SINN hat dieser BGE-Neandertaler ?
Wird er glücklich sein ? Wird er die 355 Tage zwischen der Felle-Ausgabe meditieren oder warten, ob ihm die Evolution endlich wieder seine Zehenflossen geschenkt hat ?
Für mich ist der Knackpunkt der LEBENS-SINN. Solange dieser durch die Menschen nicht evolutionär entschieden ist und jeder ein geistlich minimalistisches Individium darstellt, wird es konträre Auffassungen dieses und somit keine gerechten Systeme geben.
So what ? Was machen wir mit unserer Kugel anderes als das Krebsgeschwür mit seinem Wirt. Wir verwandeln unser System und wachsen so lange, bis der Wirt aufgibt. Es ist lediglich wieder eine Frage der zeitlichen Vorstellungskraft.
Sorry, weiss, dass mein Beitrag nicht wirklich zur Lösung beiträgt, aber vielleicht etwas zur philosophischen Unterhaltung .-)
lg, stonefights
Ursache des fehlenden Lebenssinn ist die Tatsache das der Mensch diese Frage stellen kann.
Dies wiederum ist unserer Großhirn-Entwicklung geschuldet.
Wir sind die bedauernswertesten Geschöpfe(nur aus menschlicher Sicht) auf dieser Erdenscheibe, weil wir in der Lage sind uns selbst zu hinterfragen.
Ein Affe ist da, eine Maus ist da und wir fragen nach dem Sinn des daseins.
Hierin liegt übrigens die Ursache von Religion.
Dieses Rätsel ist wohl von uns nicht aufzulösen, da wir Teil und nicht Herr der Naturgesetze sind und auf alle Ewigkeit verdammt bleiben werden.
Man hier ist was los. Es werden immer mehr Vernünftige, die sich zu Wort melden.
Wie auch immer ein Geldsystem aussieht, es spiegelt doch nur die Psyche des Menschen wieder. Es wird immer zyklisch verlaufen, weil das gesamte Universum zyklisch abläuft.
Es scheint ein größerer Zyklus zu enden. Das Geldsystem ist global, man kann auch keinen Systemteil (Ostblock) zusammenbrechen lassen, um mit neuen Nachschuldnern noch mal über die Runden zu kommen. Hätte man sonst schon getan.
Abgesehen davon fehlen wahrscheinlich die Rohstoffe, um den Rest der Menschheit in den Schuldenkonsum treiben zu können.
Ich sehe es für die menschl. Entwicklung mittlerweile auch eher positiv, dass es die 10% da oben und die 90% hier unten gibt. Die Masse ist wohl nicht zum selbständigen Denken gemacht. Da muss Lenkung her.
Die Masse hätte doch auch heute schon die Chance sich verantwortungsvoller um den Planeten, um seine Artgenossen und um das eigene Dasein und den Daseinssinn zu kümmern.
Insofern empfinde ich die Entwicklung eben als Weiterentwicklung. Erst müssen wir durch den Sumpf. Da hilft nix. Und dann stehen wir wieder, wahrscheinlich mit Opfern, auf dem Treppchen weiter oben.
Für D sehe ich bei den kommenden Ereignissen nicht so schwarz wie für andere Teile der Welt. Ich glaube da auch nicht an Zufall, wenn D im Rahmen neu zu ordnender Machtstrukturen eine entscheidende Rolle spielt. Hier laufen bestimmt Langzeitpläne ab, die eben nicht nur dem Machterhalt dienen.
Und wenn sich immer mehr Menschen der Gesetzmäßigkeiten dieses Geldsystems bewusst sind, dann verändert das automatisch das Verhalten von Teilen des Schwarmes. Und damit wird das System gezwungen sich zu verändern und anzupassen.
VG aus Sachsen
Sehr geehrter Herr Meyer!
Sie schreiben völlig zu Recht:
“Das Vorschreiben eines negatives Zinses beim Horten von Geld irritiert mich und untergräbt mein Verständnis von Freiheit.”
Die Wissensmanufaktur hat keineswegs freiheitliche oder marktwirtschaftliche Ansätze, auch wenn man dies auf den ersten Blick denken könnte. Wenn ich mir die verschiedenen Vorschläge genauer ansehe, kommt mir das eher wie ein kommunistisches Manifest vor:
Die Wissensmanufaktur schlägt folgende Dinge vor:
1) Ein “bedingungsloses Grundeinkommen” für alle…
(—> D. h. niemand muss mehr arbeiten? Wie soll das finanziert werden, durch kollektive Enteignungen ??)
2) Ein “soziales Bodenrecht”…
(—> D. h. Enteignung aller Immobilieneigentümer ??)
3) Ein “fließendes Geld”…unter Beibehaltung einer Zentralbank / vergleichbaren zentralen Behörde, die das Geld weiterhin aus dem Nichts schöpfen soll. (Erinnert sehr stark an Karl Marx das Ganze)
(—> D. h. es werden noch massivere Fluchtbewegungen aus dem Geld ausgelöst, als es jetzt schon beim Euro / USD Fall ist. Dieses Geldsystem wäre sogar noch schlimmer als unser jetziges! Das ist schon eine Leistung den völlig ungedeckten Euro noch zu verschlechtern! Zum einen wäre es ebenfalls völlig ungedeckt, also das Kernproblem, dass wir wertlose Zettel tauschen müssen, würde bestehen bleiben. Zusätzlich soll man dann auch noch für den Besitz der wertlosen Zettel unmittelbar enteignet werden, indem einem Strafgebühren abgenommen werden.)
—-> Die Vorschläge der Wissensmanufaktur laufen eher auf eine vollständige Abschaffung des Eigentumsrechts und der Marktwirtschaft an sich hinaus, also quasi eine Art DDR 2.0 unter abgewandelter Terminologie.
Deine Ansicht zum GE kommt leider von einer nicht richtigen Idee bezüglich der Sache selber. Die von dir angeführten Argumente sind die Argumente, welche 99% der Menschen hervorbringen, da sie eine Idee des GE haben, welche aber nicht so gemeint ist. Ein Grundeinkommen darf man nicht als separiertes Instrument in unserem jetzigen System sehen. Da würde es natürlich nicht funktionieren. Wenn man aber das System (Steuern/Zinsen/Bodenrecht) mitreformiert, funktioniert es ganz prima.
Wichtig für das Grundeinkommens ist, dass nicht mehr Arbeitskraft, sondern der Konsum besteuert wird. Wie wunderbar! Z.B. Keine Einkommensteuer, sondern 50% Mwst. Die Belastung dürfte unterm Strich für 90% der Bürger deutlich niedriger sein als jetzt. Wir brauchen keinen Beamtenapparat mehr, keine Steuererklärung, die Reichen/Armen werden gerecht besteuert und wir brauchen keine Steuern mehr zu zahlen (bzw. keine Einkommensteuer). Interessant ist zu wissen, dass es in den USA bis 1913 keine Einkommensteuer gab. Sie existierte nicht, da sie nicht notwendig ist, wenn die Staaten nicht 40% Ihres Einkommens an Zinsen zahlen müssen. Sie wurde zusammen mit der Einführung der Fed eingeführt, um sicherzustellen, das der Staat von da an immer ein Einkommen zum Zahlen der Zinsen hat.
Also wenn du meinst, da wäre freiheitlich, dann sei dir deine Meinung erlaubt, aber mein Freiheitsverständnis ist dem ziemlich entgegengesetzt.
Noch eine Meinung zum “Gedeckt sein”. Was heist den “Gedeckt”? Gedeckt heisst nichts anderes als “nicht unkontrolliert vermehrbar”. Und genau darum geht es. Als wenn ich mir sicher wäre, dass es eine Währung gäbe, die eindeutig mengenmäßig kontrolliert ist (bzw. sich genau entsprechend dem Wirtschaftswachstum vermehrt), die würde durch die Decke gehen. Wenn du aus dieser fliehen würdest, nur zu…
Die immer wieder genannte Kritik am Zins an sich ist meiner Meinung nach sachlich verfehlt.
Zinsen sind überhaupt nicht an Geld oder ein bestimmtes Geldsystem gebunden.
Beweis: Ich mache einmal ein Beispiel:
Angenommen, ich habe 1000 Nägel und 1000 Schrauben in meinem Werzeugkasten und du kommst zu mir, und möchtest sie dir gerne ausleihen, da du irgendetwas bauen möchtest, z. B. ein Haus oder ein Denkmal.
Ich gebe sie dir, und wir vereinbaren, dass du mir z. B. in einem Jahr die 1000 Nägel und die 1000 Schrauben wieder zurückgibst. Da du die Schrauben und Nägel ja verbaut hast, kannst du mir nicht dieselben Nägel und Schrauben zurückgeben, sondern nur 1000 andere Nägel und 1000 andere Schrauben gleicher Art und Güte. Das ist die Definition eines Darlehens. Auch ein Darlehen ist daher nicht an Geld gebunden.
So, und nun ist es vollkommen legitim und es gibt sachlich überhaupt nichts dagegen einzuwenden, wenn wir nun zusätzlich vereinbaren, dass du mir in einem Jahr nicht genau 1000 Nägel und genau 1000 Schrauben zurückgibst (das wäre ein zinsloses Darlehen), sondern z. B. je 10 Stück mehr. Dies entspricht dann einem Zinssatz von 1 % p. a.
Da du die Schrauben und Nägel ja dann verbaut hast, wissen wir schon jetzt, dass du dir später auf jeden Fall 1000 ANDERE Nägel und ANDERE 1000 Schrauben derselben Art und Güte anderweitig besorgen MUSST. ZUSÄTZLICH dazu kommen dann noch je 10 weitere. Aber der Zinssatz fällt gar nicht ins Gewicht. Es ist deine Verantwortung als Darlehensnehmer dies richtig einzuplanen. Einfach Schulden aufnehmen ohne Möglichkeit der Rückzahlung wäre ein Schneeballsystem.
An diesem Beispiel wird hoffentlich deutlich, dass sich die Zinskritiker völlig verrannt haben.
Ein explosives Zinswachstum entsteht nur dann, wenn man sich ständig neu verschuldet, also Schulden mit Schulden bezahlt und dies wie ein Kettenbrief immer weiter fortsetzt, also dass was z. B. unsere Staaten jeden Tag immer wieder tun.
Würdest du also, um das Darlehen später bei mir zurückzuzahlen, wieder ein neues Darlehen bei jemand anderem aufnehmen, um mir die 1000 Nägel und 1000 Schrauben + Zinsen durch dieses neue Darlehen zurückzahlen und das Spiel immer so weiter führen, bekommst du natürlich irgendwann ein riesiges Problem.
Jemand, der so vorgeht, würde Schulden ohne Ende anhäufen, in die Zukunft verlagern, ohne dass eine realistische Chance bestehen würde, diese Schulden + Zinsen je wieder zurückzuzahlen.
Im Extremfall würdest du der Welt irgendwann mehr Nägel und Schrauben schulden, als es überhaupt auf der Welt gibt.
Das hat aber nichts mit dem Zins an sich zu tun, sondern mit falschem Wirtschaften, bei dem utopische Versprechungen immer weiter in die Zukunft verlagert werden.
Jedes Wirtschaften, dass nur auf Kreditexpansion basiert, erzeugt zwangsläufig eine Scheinwelt. Es muss irgendwann scheitern und wird dann meistens durch ein ähnlich schlechtes System ersetzt. In sofern teile ich die Kritik am jetzigen System im Wesentlichen. Leider ist wie gerade dargestellt die Analyse der wissensmanufaktur falsch und führt sogar in die Irre, wie man am Beispiel der prinzipiellen Zinskritik sieht.
Es gibt ein Sprichwort: “Vom Regen in die Traufe” – und diese Gefahr sehe ich bei den Vorschlägen der wissensmanufaktur leider gegeben.
Niemand wird gezwungen bzw. niemand sollte gezwungen werden, sich zu verschulden.
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Guten Tag an Alle,
@brainstorm
an Deiner Antwort sieht man ganz klar das Du das Geldsystem nicht verstanden hast und versuchst über Themen zu reden die sich Dir nur rudimentär erschließen. Das Problem mit den Nägeln ist das es die Zinsen (10 Nägel) nicht gibt, denn diese sind nicht mit Produziert worden als man die 1000 Nägel produziert hat. Somit müssen die Leute sich die Nägel gegenseitig abjagen, um ihren Nägelzins zu zahlen. Ich empfehle Dir einmal den Artikel von Bernd Senf zur Giralgeldschöpfung der Banken durchzulesen es lohnt sich die Zeit zu nehmen. Wenn jemand einen Kredit von 100.000 Euro aufnimmt entsteht auf der einen Seite eine Schuld des Kreditnehmers von 100.000 Euro jedoch werden die Zinsen auf diesen Schuldbetrag von 100.000 Euro von den Banken schlicht einfach nicht kreiert, aber Du als Schuldner mußt der Bank den Zins und Zinseszins zurückzahlen (Zins und Tilgung der Schuld). Das bringt Dich als Unternehmer in die Schieflage das Du Zins und Tilgung mit in Deine Preise einarbeiten mußt und der Konsument Deiner Produkte das mitzahlt. Teile und Herrsche ist ein Wahlspruch der Zinswucherer deshalb hat Marx auch das Kapital geschrieben um Arbeiter und Unternehmer zu teilen, damit sie sich gegenseitig bekämpfen und nicht sehen wo der reale Feind zu finden ist. Andreas geht auch in dem Interview (hast Du das überhaupt aufmerksam gehört ?) auf viele Sachen direkt ein. Hätten wir ein gemeinnütziges Bodenrecht/bedingungsloses Grundeinkommen/Freigeld könnten wir auf viele Steuern verzichten und die Gesellschaft wäre ausgeglichener da jeder gut leben könnte. Das verzinste Geldsystem und die Leute welche dieses beherrschen (Bilderberg Gruppe) sind das Grundübel, denn Geld kann man nicht arbeiten lassen. Für Zinserträge einiger weniger die in Saus und Braus leben können müssen viele arbeiten und es müssen sogar viele Menschen sterben. Deshalb bin ich dafür Andreas ein Reich zu geben wo er seine Spinnereien mal verwirklichen kann (Land Niedersachsen ?) Aber das haben die Bankmanager wohl Angst davor denn das “Wunder von Wögl” ist ja auch abrupt beendet worden weil es einfach funktioniert hat. Also wieso sollten wir alle gut auf unserem Planeten leben wenn es auch anders geht ? Dafür sorgen halt die oberen Klassen in der Pyramide das ist leider so. Die Indoktrinierungs Anstalten die man Schule nennt tun ihr möglichstes, aber es gibt Hoffnung und die heißt Internet. Wissensmanufaktur heißt für mich Wissenschaft die wirklich Wissen schafft und alte bekannte Konzepte den Leuten verständlich präsentiert. Andreas Popp und Team Baujahr 1961 (ein Gutes !) ist für mich Zeit für gesellschaftliche Wahrheit für einen positiven Anbruch des 21.Jahrunderts.
Grüße aus dem schönen Österreich
@brainstorm
bezüglich der Bodenreform wollte ich sagen das hier eine Vergesellschaftung des Bodens Sinn macht um unkontrollierbare Bodenspekulation und Immobilienblasen zu verhindern. Zukünftige Bodennutzungs Gebühren wären nichts anderes als die heutige Grunderwerbssteuer und die Grundsteuer. Und wenn man beides heutzutage nicht zahlt steht für den Eigentümer die gerichtliche Zwangsversteigerung. Ein Parkhaus in der Innenstadt würde wohl andere Bodennutzungs Gebühren kosten wie ein Wohnhaus einer Familie auf dem Land. Wenn wir das Erbbau Recht sehen sind das Dinge die wir auch heutzutage schon kennen. Bei der Umstellung würden auch nach dem Plan B die kompletten Verkehrswerte auf die zukünftigen Bodennutzungs Gebühren angerechnet, das heißt das man am Anfang viele Jahre ein Guthaben bei der Gemeinde haben wird. Also nichts mit sozialistischer Zwangsenteignung.
Das Grundeinkommen würde dazu führen das man endlich Arbeitsplatz und Einkommensplatz entwirren würde. Wirtschaft hat ja den Sinn den Menschen vor überflüssiger und schwerer Arbeit zu befreien. Auch werden viele Menschen auch wenn Sie eine Grundsicherung (Bürgerrecht) erhalten weiter arbeiten wollen, nur das Risiko des Ruins wird verschwinden, Wirtschaft wird flexibler es könnten neue Arbeitsmodelle entstehen. Die Polemik nützt nur denen die heutzutage ein leistungloses Einkommen in der Form von Zinserträgen oder Bodenrenten beziehen. Eine 4. monetative Gewalt im Staat halte ich für eine bessere Lösung als eine Privatbank die Falschgeld herausgibt das hat auch Thomas Jefferson früh erkannt. Als Kennedy seine staatlich US Dollarnoten in Konkurrenz zur Federal Reserve Note rausgebracht hat war die Botschaft an die Welt wohl klar und verständlich. Und seitdem hat dies auch jeder US Präsident verstanden denke ich. Es gibt ja auch Verschwörungs Theoretiker die behaupten Kohl und Alfred Herrhausen wollten sich nicht so richtig auf den Euro Deal einlassen das Ergebnis vor der Taunus Therme in Bad Homburg ist ja bekannt. Und plötzlich war unser Bundeskanzler dann doch überzeugt worden das wir den Euro brauchen.
Grüße aus dem schönen Österreich (Wörgl is still alive)
Die prinzipielle Kritik am Zins habe ich durch das Beispiel widerlegt. Es müssen sich überhaupt keine Leute gegenseitig irgendwelche Nägelzinsen abjagen.
Zinsen erarbeiten muss nur derjenige, der ein Darlehen aufnimmt. Das weiß er aber auch vorher. Wer sich nicht verschuldet, muss auch keine Zinsen erarbeiten.
Nimmt z. B. ein Künstler bei jemandem ein Darlehen über 1000 Nägel auf, um ein Kunstwerk zu bauen, steht sowieso schon ZUM ZEITPUNKT DER DARLEHENSAUFNAHME fest, dass er sich später 1000 ANDERE NÄGEL gleicher Art und Güte beschaffen und damit das Darlehen zurückzahlen muss, weil er die ausgeliehenen Nägel ja verbrauchen wird.
Dieser Aspekt wird von den Zinskritikern immer völlig ausgeblendet. Nicht nur der Zins muss gezahlt werden, sondern vor allem muss irgendwann auch mal das gesamte Darlehen zurückgezahlt werden.
Die zusätzlichen 10 Nägel (Zins) fallen in diesem Beispiel hier gar nicht ins Gewicht, da der Künstler sich die GESAMTE Rückzahlungssumme (= 1010 Nägel) sowieso anderweitig beschaffen muss, sprich 1010 (!) andere Nägel gleicher Art und Güte.