Analystenbingo bei Gold & Silber

6. April 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer, Slideshow

Glosse von Frank Meyer

Dieser Krach! Aufhören! Bitte! Ja, liebe Leser, das passiert, wenn ein „Hype“ wie der in den Edelmetallen seinen Höhepunkt erreicht. In den Zeitungen steht, dass Gold und Silber in einer solchen Phase wären. Dann wird es Zeit, Fenster, Türen und Ohren zu verschließen – wegen dieser Kreischerei. Wie bitte? Sie hören nichts?

Was ist das, was solch einen Krach macht? Ist es das Geschnatter von Kookaburras? Das Gegrunze von südafrikanischen Springböcken? Ein Brummen von chinesischen Pandas oder das Fideln von Philharmonikern?

Experten in den Analyseabteilungen von Banken und anderen Kapitalsammelstellen haben auch diesen Hype bei Gold und Silber entdeckt. Sie haben das vermutlich aus der Zeitung, von ihren Kollegen oder aus ihren (hyper-)modernen Lehrbüchern. Das mit dem „Hype“ stand gestern sogar in der Bild-Zeitung – verbunden mit der Warnung anderso, dass der Glanz von Gold verblassen wird. Das Handelsblatt schrieb, dass es sich um eine riskante Rally handelt. Das war gestern. Kein Wunder, dass es in der Nachbarschaft so laut ist.

Übrigens ist der Kookaburra, also die australische Form des heimischen Eisvogels, dabei der schlimmste Krachmacher…

Da der Autor dieser Zeilen keine Ahnung hat, warum dieses „Blech“ immer teurer wird, hat er sich in den Agenturen umgeschaut, was diese zum Thema Edelmetalle aufbieten. Agenturen sind sehr schnell. Sie bieten eine reiche Auswahl an erlesenen Meinungen, die am Tag später dann in den Zeitungen stehen und Anlageentscheidungen beeinflussen.

Silber ist so teuer wie seit 31-Jahren nicht mehr, heißt es dort. Es rannte gestern Abend irgendwo bei 39 US-Dollar entlang. Gold in US-Dollar ist so teuer wie noch nie. Allerdings gab es keine Schlagzeilen dazu, keine roten Balken und keine Aufregung an der Börse. Ich sah auch keine Schlangen von Leuten, die vor dem Münzkabinett in Frankfurt stundenlang ausharten, um ein paar Krümel zu kaufen.

Man sagte mir dort, dass aber die Leute trotzdem auch weiter Papiergeld in Gold und Silber tauschen. Ja, lesen die denn keine Zeitungen?

Unterdessen kreischt schon der nächste Kookaburra in der Nachbarschaft auf. Vielleicht hat er ja gerade erfahren, dass er jetzt 1.000 Euro wert wäre. Ich bin sauer. Warum hatte man mir das nicht vor einem Jahr gesagt? Was machen diese vielen lohnabhängigen Analysten den lieben langen Tag? Nachdenken. Aber worüber?

In Frankfurt kursieren derweil böse Gerüchte um eine speziell im Edelmetallsektor erprobte Forschungsmethode: Analystenbingo soll sie heißen. Ich erkläre Ihnen das, was mir da zugetragen wurde…

Also: Man benötigt nicht viel. Etwas Papier, einen Stift und ein Gefäß, welches einem Würfelbecher aus einer indischen Würfelbude ähnelt. Dieser wird mit acht Papierkügelchen befüllt, auf die zuvor folgendes geschrieben wurde..

  1. Gold kann man nicht essen
  2. Gold bringt keine Zinsen
  3. Steigende Zinsen sind doof
  4. Gold ist doof.
  5. Preise können steigen
  6. Preise können fallen
  7. Gold ist spekulativ
  8. Edelmetalle sind nicht edel, sondern zu teuer

Der Becher wird noch mit „könnte“, „sollte“ und „hätte“ befüllt. Alles gut durchschütteln. Auskippen und fertig!

Und jetzt kommt auch noch die supergroße Mega-Zinswende der EZB… Das wird dem „Hype“ in den Edelmetallen den Garaus machen. Garantiert. Soweit in Erfahrung zu bringen war, steigt der Preis der Metalle aber seit rund zehn Jahren. Er stieg, als die Zinsen angehoben wurden. Er stieg, als die Zinsen gesenkt worden sind. Und er stürzte ab, als man die Leitzinsen 2008 panikartig auf Null presste. Da scheint es einen Fehler im Würfelbecher zu geben. 2. Wahl? Import aus China? Muss man etwa bei den Händlern Ausschau halten…

Händler begründen die Entwicklung mit anhaltenden Inflationssorgen sowie der weiterhin angespannten Situation im Nahen Osten und in Libyen.

Wow! Warum in drei Teufeln Namen ist Silber schon vor den Ereignissen in Libyen und dem Nahen Osten so stark gestiegen? Hat dieses Zeug etwa wieder mehr gewusst als alle Händler der Welt zusammen? Ist es nicht erschütternd genug, dass sich die Silberpreise in dieser ach so bösen Deflation von zehn auf 20 Dollar verdoppelt haben? Und jetzt nochmal?

Damit ist Silber, das wegen seiner weitgehend gleichen Investment-Charakteristika auch das „Gold des kleinen Mannes“ genannt wird, im Verhältnis zum Gold so wertvoll wie lange nicht.

Da hat sich vielleicht schon wieder eine falsche Kugel in den Würfelbecher geschlichen. Sah die etwas bläulich aus? Wie dem auch sei, beide Metalle unterscheiden sich nach Wikipedia hauptsächlich in ihrer Verwendung. Das eine ist zu nichts zu gebrauchen, das andere in der Industrie unentbehrlich. Schwamm drüber…

„Sollten die Anleger ihre Spekulation auf steigende Preise fortsetzen, dürfte Silber damit zusätzliche Unterstützung finden.“

Warum habe ich das nicht studiert? Prognosen scheinen ganz einfach zu sein. Sollte die Nacht noch länger andauern, wird es bald Morgen. Wenn es regnet, wird man nass. Actio und reactio…

Die psychologisch wichtige Marke von 40 USD je Feinunze scheint in greifbare Nähe zu rücken.“

kommentieren die Analysten der Commerzbank. Psychologie? Gibt’s da keine Medizin? In greifbare Nähe zu rücken?

Die Bank mit den „Ideen nach vorn“ meint, dass nach 39 die 40 in greifbarer Nähe rückt. Unkommentiert lassen wir nun die Analystin Edel Tully zu Wort kommen…

„Es besteht zwar die Gefahr, dass der Silberpreis zu schnell nach oben gelaufen ist, aber die Anleger zeigen offenbar keine große Neigung zu verkaufen. Viele peilen sogar 50 USD an, bevor sie darüber nachdenken wollen.“

Noch am 4. April stand in der Bild-Zeitung, der Gold-Hype wäre vorbei. Die Schlagzeilen bei Reuters zum Gold lasen sich so:

*** Experten sehen Korrekturpotenzial

*** Goldpreis aktuell auf Niveau von Ende 2010

*** Anleger schichten von Gold in Silber um

Weiter im Text steht, dass die erwarteten Zinswende in Europa und den USA (!!!) den Glanz von Gold verblassen lässt. Schwupps, einen Tag später steigt der Preis auf ein Allzeithoch. Dieses fiese Zeug!

„Die Notenbanken zeigen mit einer Zinserhöhung, dass sie wieder Vertrauen in die Wirtschaft haben“ … „Warum sollte man dann noch eine Anlageklasse wie Gold halten, die als Krisenabsicherung gilt.“

wird Gerd-Henning Beck zitiert, Fondsmanager beim Vermögensverwalter Lupus alpha. Ich habe keine Ahnung. Hier seine weiteren Überlegungen…

„Solange die große Unsicherheit an den Märkten noch anhält, dürften wir eine Seitwärtsbewegung in der Spanne von 1350 bis 1450 Dollar sehen. Sobald es zu einer allgemeinen Entspannung kommt, kann der Goldpreis auch in Richtung 1000 Dollar zurückfallen.“

Also hat die Unsicherheit am Dienstag dramatisch zugenommen, um 16.30 Uhr, als der Goldpreis über 1.450 US-Dollar kletterte. Die Vögel in der Nachbarschaft schlagen schon wieder Alarm. Dieses Mal ist es offenbar ein „American Eagle“, der aus irgend einer Kiste krächzt. Hier rollt gerade ein anderes Papierkügelchen aus dem Würfelbecher über den Tisch… Ach, das war ein roter in Plastik eingewickelter Käse…

„Mit Gold bekomme ich keine Rendite, sondern habe nur die Chance auf eine Wertsteigerung“.

Gold bietet gar nicht die Sicherheit, die die Leute erwarten. Der Goldpreis war immer starken Schwankungen unterworfen“, sagt Markus Stahl, Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Steinhart & Stahl aus Stuttgart (Handelsblatt)

…lassen wir unkommentiert stehen.

Gerade trudelt noch die Meldung über den Grund des neuen Allzeithochs beim Gold ein: Die Nachrichtenagentur schreibt, dass unter anderem die gestiegene Unsicherheit nach der Herabstufung der Kreditwürdigkeit von Portugal den Goldpreis stützt.

Kam diese nicht schon am Dienstag vor Börseneröffnung? Gold reagierte also mit 9-stündiger Verspätung darauf. Zwischendurch fiel es sogar – wahrscheinlich wegen der Unsicherheit in Sachen Portugal. Lahme Ente!

Apropos…! Ich suche mir jetzt eine Flinte. Dieses Gekreische aus den Schränken, Truhen, Kopfkissen, Betten und Kellern der komplett überinvestierten Leute in meiner Nachbarschaft geht mir schrecklich auf die Nerven…

©Frank Meyer

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65 Kommentare auf "Analystenbingo bei Gold & Silber"

  1. reinhard maringer sagt:

    grüss gott aus wien!
    sie haben nicht nur einen unverwechselbaren charm in ihren analysen,sondern auch einen unwahrscheinlichen durchblick!!
    herlichsten gruss aus wien

  2. Rene Krüger sagt:

    *vorLachenindieEckeschmeiß*!!!

    Absolut lesenswert ihre Kolumnen. Sachlich fundiert mit einem ordentlichen Schuß Humor gewürzt.
    …hab auch ein paar Kilo von dem „Zeug“ eingelagert und ich glaube das wird auch noch einige Zeit so bleiben! ;-))

    Grüße aus Heidelberg

  3. rolandus sagt:

    Meine Wellensittiche und ich haben köstlich gelacht und sie bedanken sich für die Stimmen aus der fernen Heimat für das „getwittere“.
    Ich bin dankbar das Siegel, Hellmeyer und Meyer niemals zu den o.g. Spielern gehören, aber sehe auch wie gering die Zahl der selbständigen ahnungsvollen Denker (schön Gruß an @Hauke Marxen) ist.

    Jetzt weiß ich auch, warum die Stille im Tresorraum so angenehm ist,-)

    Schön Gruß ins Ried
    rolandus

  4. jean sagt:

    „kommentieren die Analysten der Commerzbank. Psychologie?“

    Ich würde es anders ausdrücken: kommentiert die psychiatrische Abteilung der Commerzbank…

    Vielen Dank Frank fürs Wachrütteln!
    Grüße aus Paris

  5. askanier sagt:

    „Der Goldpreis war immer starken Schwankungen unterworfen“

    Wie man das so in den letzten beiden Jahren beobachten konnte!
    Immer wieder nett, zu beobachten, wie es in Diskussionen mit Bekannten langsam Klick macht, wenn man versucht, den Blickwinkel von den Edelmetallen, Rohstoffen, etc. auf das „fiat money“ zu richten.
    Ist Gold zu teuer oder das Papier zu billig? Leider wird einem Großteil der Bevölkerung dieser geistige Schwenk bis auf Weiteres vorenthalten bleiben.
    Wie sie eben halt immer sagen: Eine Unze bleibt eine Unze!

    Vielen Dank für den Artikel und viele Grüße!

  6. JayJay sagt:

    Ja, der große Goldhype oder auch Goldblase genannt, ihn solls ja geben. Ich befinde mich schon seit geraumer Zeit, auf der Suche danach, konnte ihn aber immer noch nicht ausfindig machen. 🙁
    Super Kommentar wieder mal. Danke Frank.
    Gold & Silber Ahoi

  7. Nixon und das Gold sagt:

    Vor fast genau 40 Jahren hat US-Präsident Nixon einseitig die Einlösepflicht des Dollars in Gold aufgekündigt. Begründung: Die bösen, bösen Spekulanten….

    http://www.youtube.com/watch?v=iRzr1QU6K1o

    Was mich wundert, das dieser ungeheuere Vertragsbruch der USA damals keine Konsequenzen hatte?! Gibts denn keinen der etwas älter ist und das „live“ mitbekommen hat? Wieso wird dieser Vertragsbruch nicht thematisiert?

  8. Don Sarkasmo sagt:

    Ja, die BlaBla’s haben alle recht.
    Ich versuche seit Jahren, mich mit Gold und Silber zu ruinieren.
    Was soll ich nur tun ? Es klappt einfach nicht !! Das verfluchte Zeug steigt und steigt !! Ich weiß wirklich bald nicht mehr, wie ich mich vor den Wertsteigerungen noch retten soll !! Wenigstens kriege ich zum Glück keine Zinsen, sonst weiß ich bald nicht mehr, wohin mit der Kohle. Und essen kann mans auch nicht. Aber Tonnen von Schnitzel damit kaufen. Na ja, ich bemühe mich weiter ………..

  9. obo sagt:

    Die Geschichte ist sehr treffend. Es ist recht lustig auf den Webseiten die Marktkommentare zu Bewegungen im einstelligen Prozentbereich zu lesen, besonders wenn der Kommentar nach 2 Stunden schon veraltet ist und das Vorzeichen gedreht hat. Das passiert ja oftmals bei allen Anlageklassen.

    Zusammenfassend beneide ich die Analysten. Sie können die Kommentare zusammenwürfeln, bzw. vollautomatisch generieren lassen, ohne ihr Hirn anstrengen zu müssen. Das ist ein Traumjob ohne irgendwelche Konsequenzen bis immer mehr Leute bemerken das man auf die Kommentare verzichten kann. 😉

  10. Der durchschnittliche Redakteur sagt:

    Könnten Sie die Redaktion von Manager Magazin auf diese eklatanten Fehler hinweisen…

    1:48 soll also das aktuelle Gold/Silber Ratio sein… ja nee, ist klar… sehr aktueller Wissenstand…. da kann ich mit 10 Sekunden googlen herausfinden das es bei 1:39 liegt…

    und 1:70 der langjährige Durchschnitt… ja nee, noch klarer…

    Langjährig kurz scheint der Horizont der Redaktion zu sein…. ein paar Jahrhunderte sollte man schon nutzen um das Wort langjährig verwenden zu dürfen… und da komm ich auf 1:15…

    Ich hab das Gefühl das bei Normalo-Standard-Zeitungen die Redakteure vollkommen überfordert sind mit der Thematik Gold/Silber?!

    http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/0,2828,754305-2,00.html

    • Frank Meyer sagt:

      Das ist der Punkt. Silber ist eben kein alltägliches Thema.
      Wenn von 1:48 geschrieben wird, ist es nur ein kleines Zeichen, das sie sich in das Thema erst haben einarbeiten müssen.
      Trotzdem wird es da eine Lernkurve geben. Doch ich finde das irgendwie heiter, wenn man auch heute wieder die Gründe für den Anstieg der Preise anschaut. Zudem fällt auf, dass das Wort Gold in den Agenturmeldungen heute nur in sieben Meldungen vorkommt. Libyen, Tokio, Nahost, Portugal… Sonst nix?

      Ach ja, ich kenne einige Rohstoffexperten, die haben sich noch nie mit Silber beschäftigt. Es war ja auch zu langweilig.

      Ein Auszug aus dem MM von 1999:

      Die momentane Goldhausse ist
      also keine fundamentale Trendwende,
      sondern wohl nur eine kurzfristige
      Übertreibung. Bernhard Gräf,
      Rohstoffanalyst bei der Deutschen
      Bank, hält die Feinunze mit 280 bis
      290 Dollar für fair bewertet.
      Gräfs Meinung zum herbstlichen
      Goldrausch ist daher eindeutig:
      „Ich kann guten Gewissens keinem
      privaten Anleger raten, sein Geld
      in Gold zu investieren.“ (Quelle)

  11. Stuelpner sagt:

    Na das war doch wiedermal einer der franktypischen Artikel wie man sie so mag, wenn in Teilen auch schon mal hier bei einem Kommentator auf getaucht: 😉
    http://rottmeyer.de/index.php/gold-ist-geld-alles-andere-ist-kredit/

    Der Schock war wirklich, als es in der B-Zeitung stand, wenn jetzt die ganzen Leser denken das ist eine Aufforderung zum Silberkauf, dann wirds häßlich für Don S. oder ist es diese Art Wertschöpfung nach der man das Zeug, nachdem alle gekauft haben in den Keller prügelt und die B-Zeitung rät schnell zum Verkauf bevor es von den verbliebenen $8 noch auf $3 fällt.

    Vermute mal wir werden nicht mehr lange Freude an dieser Seite haben, denn wenn die „richtigen“ Leute den letzten Absatz lesen (und damit meine ich nicht die Tierschützer), wird jemand ganz schnell wegen Ter.-Verdacht weggeholt.

    Ich sag schon mal Tschüss

    PS: @Don S. Man kauft nicht Tonnen von Schnitzel, das ist nicht zeitgemäß, man kauft Tonnen von Tofu oder wie die Sägespäne heißen.

    • Frank Meyer sagt:

      Ooops! Ich haber eine komische Angewohnheit, die mir jetzt in dem Moment Sorgen bereitet: Ich esse mit Messer und Gabel. Fällt dieser Tatbestand auch unter die Rubrik „böser Junge“?

      • Stuelpner sagt:

        Im Moment ist das glaube ich noch in Ordnung, Plastikbesteck wäre aber korrekter.
        Man kann ja nie wissen was nach dem nächsten Ter.-Anschlag oder Amokersprint verboten wird, wollen wir also hoffen, das keiner auf die Idee mit dem Besteck kommt, sonst sitzen wir bald wie in alten Zeiten da und schnitzen unseren Holzlöffel, mit Plastikfaustkeil versteht sich.

  12. holger sagt:

    Und sollte es irgendwo noch bei 23.000 Jahren dauern oder so. Ja… das Zeugs steigt. Es gibt keine Zinsen, man kann es nicht essen und haben wir nicht gesehen. Papiergeld zerfällt. Halbwertszeit wie im Uran. Hätte denn irgendeiner mal einen Lösungsvorschlag, wie es auch ohne das Zeugs gehen könnte? So im Jahre 2011 after Christus? Und dann noch… steigt es nun im Dollar oder in Euronen. Warum muss ein US-Bürger länger für einen Unze bleibt Unze arbeiten als ein Europäer? Wann ist der richtige Zeitpunkt physisch es wieder zu tauschen? Und in was? In einen Anzug, in ein ha Landwirtschaft, in Ochse, Pflug und oder Esel?

    Wie bitte schön, soll das funktionieren, in der Welt der I-Phones etc.pp. Ich würde nur eine Sache/Aussage akzeptieren: EM ist nichts anderes wie Kupfer Baumwolle Orangensaft. Um Kohle zu scheffeln. Rendite zu machen per Knopfdruck. Das wäre für mich die einzige Aussage die in der modernsten aller Zeiten stimmt. Meinetwegen kann auch Gold Geldersatzmittel werden. Das wird die Erdachse nicht verschieben, und das Magnetfeld bleibt das selbige.

    Ich habe noch nicht einen Bug gehört, der überhaupt mir sagen könnte, was er mit seinem physischen Speicher anstellen würde. Im Falle wenn. Ich höre immer nur es steigt. Es kann aber gar nicht steigen. Das ist ein Dingen der Unmöglichkeit. Genauso unmöglich, wie man von Wachstum redet. Wir Menschen haben nur die Begabung aus einem Klumpen Sand, und anderen Zutaten eine Glasscheibe zu machen. Dazu gibts noch einen Expresso und Frühstück, und das war es auch schon. Und für dieses Tun, tauschen wir irgendwelche Zettel, mit irgendwelchen Zahlen drauf gedruckt. Mal mehr Nullen und mal weniger Nullen. Unabhängig von der geleisteten Arbeit. Diese Arbeit müssen wir tun. Sonst wären wir Quantitativ nicht so viele geworden auf dieser Erde. Und es werden immer mehr.

    Wie kann man dann unter diesen Umständen nur von EM Träumen? Wozu eigentlich? Es ergibt doch gar keinen Sinn. Diese Zeit hat vermutlich dahin gepasst, wo ca. 2 Millionen Störbliche sich darum gestritten haben. Ist ja auch gar kein Thema. Davor war das Grain ja auch noch. Wenn mir einer — nur einer — sinnvoll erklären kann, warum gerade EM… ich lade die Person gerne zum Essen ein.

    Und ja… Bugs: ich freue mich für euch, dass das Zeugs steigt und steigt. Ich gönne es jedem. Ich fürchte nur, dass sich die Erde weiter drehen wird, auch ohne EM.

    Ich bin auch schon wieder fort. Will ja nicht langweilen oder die Laune verderben.

    P.S. ich habe nur ein klein wenig physisch Au und das ist am Finger und hält schon 20 Jahre. Wie in guten so auch in schlechten Zeiten.

    • Frank Meyer sagt:

      Lieber Holger, Du quälst Dich seit drei Jahren immer mit den gleichen Fragen.
      Und wir hatten doczh schon so viele Diskussionen auf dem anderen Blog dazu.
      Ich möchte meinerseits auch ein Essen wetten, dass Du in drei Jahren die gleichen
      Fragen stellen wirst. Das Bier kommt von Dir…

      • holger sagt:

        Frank
        ich bekomme ja auch keine Antworten auf meine Fragen. Nicht ein Einziger, kann sie mir vermutlich beantworten. Es ist eben so wie es ist. Wenn die Erde diesen Zustand braucht, dann ist das auch o.k. Dann höre ich sofort auf, mit dem „Denken“.
        —>>>Ich möchte meinerseits auch ein Essen wetten, dass Du in drei Jahren die gleichen
        Fragen stellen wirst. Das Bier kommt von Dir…“
        Und ob du es glauben magst oder nicht: Du wärest der Erste, dem ich diesen Schoppen ausgeben würde.
        UND… die Situation wäre die Gleiche. 😀 Irgendwie gibts keine Antwort. Stupid.

    • Conquistador sagt:

      Hallo Holger,

      die Frage ist doch auch, was will jemand mit all seinem Geld anstellen, egal, ob er nun bunte Papierfetzen in der Persil-Trommel hat, oder Nullen und Einsen bei der Bank seines Vertrauens anspart?

      Man kann alles handeln und man kann sich auch auf jeden Wertspeicher einigen. Doch warum sollten wir Gold und Silber neu erfinden, ich möchte meine Arbeitskraft, nicht in Ölfässer, die meinen Garten verschandeln tauschen. Auch möchte ich die Erhaltungskosten für Weizen nicht tragen, allein wieviele Silos ich da schon rumstehen hätte.

      Jeder hat eben einen anderen Lebensentwurf und demnach wohl andere Pläne, was er mit seiner „umgewandelten Arbeit“ oder eben zu „Geld“ gemachten Arbeitsleistung machen möchte. Auch die, die einfach nur sparen wollen und sei es für die nächste Generation, sind zu verstehen. Im übrigen sind nur wenige Wertspeicher in der Lage, den Wert auch über Generationen zu erhalten – Gold und Silber sind es seit tausenden von Jahren. Welcher Schatzsucher träumt schon davon, aus einer, im chinesischen Meer versunkenen, Dschunke 4 Tonnen Banknoten aus der Yuan-Dynastie (erstes Fiat-Money) zu bergen?

      „Ich habe noch nicht einen Bug gehört, der überhaupt mir sagen könnte, was er mit seinem physischen Speicher anstellen würde.“

      Nun, ich kann es für mich beantworten. Ich habe Schlacht- und Zerlegebetriebe in Paraguay. Privat bin ich auch in der Viehwirtschaft investiert. Ich gehe von einem Kollaps des Fiat-Money-Systems aus und möchte mir mein nächstes Ticket nach Europa, nicht mit einem Ochsen, oder ein paar Kilo Asado erhandeln müssen. Auch gedenke ich mit meinen EM mir weiteres Land hier zu kaufen, sobald das ganze Kreditgeld aus den Preisphantasien gespült worden ist.

      Wir schlachten zur Zeit 1000 Rinder am Tag, dies wird nach dem second dip sicher nicht so bleiben, weil sich in meinen Märkten dann zu wenig Menschen Rindfleisch aus Südamerika leisten können, aber wer mich in EM bezahlen kann, dem werde ich auch liefern. Ich habe russische Kunden, die sich nach Barter-Geschäften erkundigt haben und in diesem Zusammenhang auch EM nannten.

      Die Viehzüchter werden die ersten sein, die mir ihre Rinder nicht mehr gegen grüne Scheine geben werden. Dann kann ich mein Geschäft mit dem Tauschgut Gold und Silber weiter betreiben.

      Du siehst, ich habe einige Vorstellungen was ich mit meinem physischen Speicher anstellen möchte.

      Im übrigen, sollte das Weltfinanzsystem auf wunderbare Weise genesen, alle Schulden zurück bezahlt werden und die Menschheit nicht mehr auf Kredit leben wollen, dann wird vorher Lisschen Müller und der Michel versuchen auf den Zug der EM aufzuspringen, dies ist der Moment, an dem ich dann verkaufe und mich eben „nur“ mit meinen Gewinnen aus der Investition trösten muß. Da ich seit 2006 (vorher leider viel zu gering) kontinuierlich kaufe, muß ich auch nicht den ultimativen Verkaufspunkt treffen.

      Ich hoffe Dir mit dem Einblick in meine Beweggründe etwas geholfen haben. Viele werden sich aber einfach nur Gold kaufen, weil sie dem Geld weniger trauen und dies ist auch die wahre Krise – es ist keine Immobilienkrise, keine Finanzkrise oder Wirtschaftskrise – natürlich ist diese Krise alles davon, aber die wahre Quelle ist die Vertrauenkrise. Dies ist der Moment des Untergangs eines jeden Kettenspiels – und es finden sich einfach keine Idioten mehr, die sich signifikant verschulden wollen/können…

      Viele Grüße aus Paraguay.

      • Bernhard sagt:

        Hallo Conquistador,

        zuerst viele Gruesse aus Chile wo ich z.Z. lebe,

        interessante mit dem Fleischgeschaeft – – – falls

        an Kontakt in Chile Interesse, stehe ich gerne zur Verfuegung,

        beste Gruesse aus Stgo.

        Bernhard

        • Conquistador sagt:

          @Bernhard

          Meine Betriebe haben keine Chile-Zulassung, da ich auch ganz bewußt auf eine EU-Zulassung verzichtete. Von der notwendigen Investition in den Frigo mal abgesehen, wollte ich mit der EU-Bürokratie nichts mehr zu tun haben (Chile hat die EU-Gesetzgebung zu 98% übernommen und wenn man die Anforderungen von einem erfüllt, ist der andere nur noch ein Formsache). Mein Hauptmarkt ist Russland (wesentliche größeres Importvolumen in Rindfleisch als die EU und eben nicht nur die Edelteile), aber auch Venezuela, Angola und die ganze arabische Welt sind wichtige Märkte für uns.

          Trotzdem würde ich mich über einen Kontakt freuen.

          Ich sende Dir liebe Grüße über die Anden.

          @Holger

          „Ich nehme mal an, dass das Thema EM und andere Rohstoffe in Paraguay einen anderen Stellenwert einnehmen, wie hier im untergehenden Abendland.“

          Nein. Das Thema EM hat hier noch weniger Bedeutung als in der brD. Noch nicht einmal der Nachbar Argentinien hat durch seine Finanzgeschichte ein aufgeklärteres Verhältnis zu EM. In Argentinien hat bis jetzt das USD- oder SFR-Konto in der Schweiz, seit neusten in Singapur geholfen. Von der Jagd auf den fehlenden Zins und dem inneren Wert einer Fiat-Währung, wissen dort noch weniger Menschen als in Europa.
          Paraguay war in seiner Vergangenheit immer schon stabiler und vor allem noch nie sozialistisch. Bei der Inflation wird hier jedoch noch mehr gelogen als in der brD und der Guarani (Währung) ist viel zu hoch bewertet, da der Staat einen billigen USD braucht um die Importe (über 75%) bezahlen zu können, bzw die Importwirtschaft zu unterstützen.

          Wir Exporteure finden das natürlich nicht lustig.

          Hier wird nicht verstanden, daß ein USD-Kollaps JEDER Währung in der Welt erst einmal die Berechnungsgrundlage nimmt. ALLES in der Welt hat mehr oder weniger einen USD-Preis und selbst jede Währung hat bis jetzt sich immer nur in seiner relativen Wertbestimmung zum USD definiert. Der Euro ist sogar durch den USD „gedeckt“.

          Wer möchte also morgen bestimmen was man in der Welt mit Guranies kaufen kann und wer möchte dieses Klopapier? Man wird im (ständig untergehenden) Abendland feststellen, das Euro und Guarani den selben Wert haben – Null (mal von der Tatsache abgesehen, daß ein Euro-Schein immer sauberer ist).

          Doch hier in Paraguay hat man schon immer sein Geld in Land und Vieh angelegt und damit erfolgreich seine „Werte“ über Generationen erhalten und vermehrt. Wichtig ist nur die Erkenntnis, daß man nicht in Papier investiert, sondern dieses sofort in einen echten Wert zu tauschen hat, solange man dafür noch jemand findet, der sich für Papier von einem Wert trennt. Dies ist ähnlich wie die Reise nach Jerusalem, aber nur mit einem Stuhl. Irgendwann hört die Musik auf zu spielen und dann stellen 99 Mitspieler fest, daß auf dem Stuhl schon einer sitzt.

          Dieser Stuhl muß nicht aus EM sein, aber er sollte nicht eine Option darauf sein, daß man einen Anspruch hat zu sitzen, wenn man ein Stück Papier vorlegen kann.

          „So wie ich gelesen hab, ist wohl Land-Besitz Ausländern grundsätzlich erlaubt.“

          Ja, von ein paar Grenzgebieten abgesehen, aber man kann auch ganz schnell Inländer werden.

          „Und wenn es stimmt was bei Wiki über die Wirtschaft steht, brummt die “Schattenwirtschaft” und das Land erwirtschaftet offiziell sogar einen Überschuss.“

          Ich würde sagen, daß direkt oder indirekt die Schattenwirtschaft (insbesondere Drogen-, Waffen- und Zigarettenschmuggel) mehr als 80% dieses Überschusses ausmacht. Der Rest hat immer etwas mit dem Agrarsektor zu tun. Wie auch bei den BRIC-Staaten kommt nach jahrzenten das Kredit-Geld auch in die Dritte Welt und nun kann eine kleine aufstrebende Mittelschicht, auch hier, Oberschicht spielen, indem sie als Kreditsklaven sich im Inlandskonsum verbrennen. Hier werden Handys, Betten und Kühlschränke auf Raten bezahlt und die Lohnsklaven hängen noch mehr an den Fäden der Herrschenden. Ein Monat ohne Einkommen und das Kartenhaus bricht zusammen.

          „Dazu werden die paar 7 Millionen Einwohner mit Wasserkraft zu 99% mit Strom versorgt. Ähnliche Dinge sind zB in Ecuador geplant. Wie sieht es denn dort in Paraguay mit der Urbanisierung aus? Wird an der Infrastruktur kräftig gearbeitet?“

          ÜBERHAUPT NICHT !!! Nichts wird in die Infrastruktur investiert. Noch nicht einmal in die eigentlich KOSTENLOSE Stromversorgung. Wenn PY Stroessner nicht gehabt hätte, die würde heute im dunklen sitzen. Ihm hat PY das Itaipú Wasserkraftwerk erst zu verdanken und die Volkszertreter hier sind genauso unfähig, wie die Volksverräter bei euch. Die regen sich noch darüber auf, daß Brasilien so wenig für den von PY nicht genutzten Stromanteil (PY stehen 50% zu, benötigen aber nur die Hälfte ihrer Hälfte) zu zahlen hat, da Alfredo DAMALS einen zu schlechten Preis ausgehandelt habe. Die Wahrheit ist aber, daß BRASILIEN Itaipu gebaut hat und PY nun kostenlos (erneuerbare Energie) hat, mit der die Regierung sich die Taschen voll macht, da sie den Strom sensationell teuer – an die eigene Bevölkerung – verkauft. Da alles in irgendwelchen Volkszertreter-Taschen landet ist nie Geld da, um das Leitungsnetz ordentlich auszubauen. Daher sind in Paraguay Stromausfälle so regelmäßig, wie die Deutsche Bahn.

          „Ich denke, das Land ist mal einen Besuch wert. Im Oktober oder November bin ich eh beruflich 3 Wochen in Ecuador. Da zwack ich mir mal 4 Tage von ab. Und komme vorbei.“

          Neben dem Naturschauspiel der Iguazu-Wasserfälle tritt der Iaipu Staudamm, als technische Meisterleistung etwas in den Hintergrund, trotzdem sind beide eine Reise wert und liegen nahe beieinander.

          Ich bin zwar in Deutschland geboren (und habe auch dort studiert), aber meine Familie lebt hier schon seit über 60 Jahren, wenn Du also etwas über PY als Reiseland, aber auch politisch wissen willst, dann glaube ich recht kompetent zu sein.

          Ich las, Du möchtest nach Sizilien? Meine Frau ist von dort. Ein wunderbarer Flecken Land, leider liegt er in der EU(dSSR), aber nicht mehr lange, dann wird es dort noch besser. Wenn Du dort kein Geld verdienen mußt, kann man in Sizilien sehr gut leben – gehört zu meiner Top 10.

          Wünsche Dir viel Glück.

      • holger sagt:

        hola Conquistadore

        Vielen Dank für Deine Antwort.

        —>>>Nun, ich kann es für mich beantworten. Ich habe Schlacht- und Zerlegebetriebe in Paraguay. Privat bin ich auch in der Viehwirtschaft investiert. Ich gehe von einem Kollaps des Fiat-Money-Systems aus und möchte mir mein nächstes Ticket nach Europa, nicht mit einem Ochsen, oder ein paar Kilo Asado erhandeln müssen. Auch gedenke ich mit meinen EM mir weiteres Land hier zu kaufen, sobald das ganze Kreditgeld aus den Preisphantasien gespült worden ist.“

        Ich nehme mal an, dass das Thema EM und andere Rohstoffe in Paraguay einen anderen Stellenwert einnehmen, wie hier im untergehenden Abendland. So wie ich gelesen hab, ist wohl Land-Besitz Ausländern grundsätzlich erlaubt. Und wenn es stimmt was bei Wiki über die Wirtschaft steht, brummt die „Schattenwirtschaft“ und das Land erwirtschaftet offiziell sogar einen Überschuss. Dazu werden die paar 7 Millionen Einwohner mit Wasserkraft zu 99% mit Strom versorgt. Ähnliche Dinge sind zB in Ecuador geplant. Wie sieht es denn dort in Paraguay mit der Urbanisierung aus? Wird an der Infrastruktur kräftig gearbeitet?

        Aber vielen Dank nochmals, die Geschichte von Paraguay ist ja interessant. http://de.wikipedia.org/wiki/Alfredo_Stroessner

        Ich denke, das Land ist mal einen Besuch wert. Im Oktober oder November bin ich eh beruflich 3 Wochen in Ecuador. Da zwack ich mir mal 4 Tage von ab. Und komme vorbei.

  13. Der Fotograf sagt:

    Hallo Herr Meyer,

    ich bin seit einiger Zeit treuer Leser ihrer Kolumnen und wollte einfach mal Danke sagen für die vielen fundierten und stets mit einer guten Prise Humor gewürzten Beiträge. Danke und weiter so!

    Wie schaffen Sie es nur bei ihren Interviews auf n-tv immer ruhig und freundlich zu bleiben? Egal was so mancher Interviewpartner gerade für einen Sülz von sich gibt. Ich würde mich riesig freuen wenn sie dort den einen oder anderen Analysewürfler mal zum schwitzen bringen würden. Das sie es könnten beweisen Sie hier ja jeden Tag.

    Einen besonderen Dank wollte ich auch mal an Sie und den „Düsseldorfer“ für die Metallwoche von mir geben. Die ist bei mir Pflichtstoff an jedem Wochenende.

    Und zum Schluß noch ein Special Thanks für die Auswahl eines meiner Bilder auf Fotolia zur Bebilderung dieser Kolumne. Die Cents, die so von ihrer in meine Tasche gewandert sind, werde ich in ein Gläschen auf ihr Wohl investieren. 🙂

    PS: Bild Nr. 18759654 würde sich bestimmt auch für den einen oder anderen Artikel eignen und mir die Möglichkeit geben in ein weiteres Gläschen auf ihr Wohl zu investieren. :-))

  14. helibenB. sagt:

    sound money!

    der is aber niedlich und schön laut! – so ein KILO Eisvogel von „down under“ kostet ja mittlerweile so zwischen € 990 – 1150,- in D.
    Bei solchen Preisen müsste es doch drin sein, Händlerseitig pro Lieferung eines KILOs ’ne Kookaburra-Live-DVD mit ins Päckchen zu legen…
    :
    1. der Silverbug erhält eine industrielle Silberanwendung zusätzlich zum Invest,

    2. der Silverbug hört nurmehr das Gekreische seines silbernen Vögleins, (jenseits aller Expertenkreischerei)

    3. der Silverbug kann andere Bugs orten, je nach Wirkungsgrad von Lautspecher und Sinusleistung der Endstufe,

    4. auch als Klingelton erhältlich…
    5. ich habe definitiv „einen Vogel“, ja, mit SICHERHEIT- und das ist auch gut so!

    Gruß aus Bln.

  15. Der SilberFuchs sagt:

    @holger:

    Haben Sie dich etwa als Mitarbeiter des Monats bei der Dorfsparkasse Aurich dazu verdonnert schlimme und böse Sachen über Gold und Silber zu schreiben? 😉

    Ich bin mir nach jetzt Jahren der intensiven Recherche absolut sicher das Silber mit Abstand DAS Investment dieses Jahrzent wird! Von der baldigen Preisexplosion werden Wirtschaftshistoriker in 100 Jahren noch schreiben. Also aufgesprungen auf den Silberzug und… Abfaaahrt…

    • Frank Meyer sagt:

      Ich bin gespannt, was passiert, wenn es von 40 wieder auf 30 oder 25 fällt… Dann kann ich endlich mal meine Kolumne los werden, dass Silber das Dümmste überhaupt ist. Und jetzt fall endlich! Sonst muss ich in dieser Woche noch einen weiteren Artikel schreiben…

      • sv21ger sagt:

        Ich bin kein Experte. Ein Geologe sagte mir aber das Silber und seltene Erden mit Sicherheit kein Fehler sind die nächsten Jahre
        und, Silbervorkommen (abbauwürdige) gibts nicht mehr viele, Silber wird aber sehr stark verbraucht.
        Das nicht abbauwürdige Silber wird dann interessant wenn? der Preis steigt…
        Kann natürlich auch passieren das irgendwer irgendwo irgendwann einen saubilligen Ersatzstoff für Silber erfindet, glaub ich aber mal so nicht..

        Anmerkung vom Blogwart: Bitte keine durchgehende Klein-Schreibweise. Danke! Habe es geändert.

    • holger sagt:

      @ Ag Fuchs

      —>>>Haben Sie dich etwa als Mitarbeiter des Monats bei der Dorfsparkasse Aurich dazu verdonnert schlimme und böse Sachen über Gold und Silber zu schreiben? “

      Weder noch. Ich bin ja nicht prinzipiell gegen EM. Es ist mir ja auch egal, was man in Aurich in der SPK damit macht. Wenn Du es verfolgt hast, was ich für Fragen habe, dann, bin ich auf der Suche nach einer anderen Antwort. Die heisst aber nicht: “ Es steigt, es steigt, es steigt“ Wo steigt das denn? Es kann nix aber auch garnix „steigen“. Das geht nun mal nicht. Du bekommst mal mehr mal weniger für das Physische aber mehr auch nicht. Es gibt keinen Marxschen G`. Das ist Humbug. Und Keynes… Der hats ja wenigstens noch begriffen. Was überhaupt so los ist. Die Ösis eben nicht. Hayek etc. Da muss es aber einen Weg dazwischen geben. Wär das mal ne Möglichkeit diesen zu definieren? Ich denke nein. Und ich bin kein Pessimist.

  16. cicero sagt:

    Es ist schon recht wichtig zu wissen, dass die meisten
    Analysten nichts wissen. „Experten“ werden in Nachrichtensendungen
    zu Rate gezogen, ohne zu begründen, welche Leistung sie für diesen
    Status qualifiert hat.
    In wenigen Jahren wird uns wohl eine ganze Expertenhorde um die
    Ohren schlagen, die alle sagen werden:
    „Wie ich schon seit dem Jahr 2001 immer wieder sage, man muß auf jeden
    Fall in Gold und Silber investiert sein.“
    Darunter werden viele „Experten“ sein, die heute noch kein Mensch kennt.

    Cicero

  17. ProAG sagt:

    @silberfuchs: Sehe ich auch so!

    Wobei es mir in erster Linie nicht auf diese unglaubliche Performence ankommt, mir reicht einfach die Gewissheit, einen Teil des Vermögens aus dem Papiergeldsystem herauszunehmen und EM als Wertspeicher zu nutzen. Physisch, nicht digital. Schon Dagobert Duck wusste ein Goldbad zu schätzen:)

    Wir werden ja sehen wie es weitergeht. Aber wenn ich das Schuldgeldprinzip richtig verstanden habe, könnte unserer Generation durchaus noch die eine oder andere Überraschung bevorstehen.

  18. samy sagt:

    Aloha,

    mal eine Frage in die Runde zum aktuellen geschehen, dass ja auch ein wenig die Märkte ins schwitzen bringen könnte:

    http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/ROUNDUP-Etatschlacht-in-USA-eskaliert-1088744

    El Erian (Pimco)hierzu:

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/pimco-chef-warnt-vor-us-haushaltskrise/4023994.html

    Werden die etwa wirklich so deratig grottendumm sein?

    VG

    Hi Samy, bitte einen kleinen Text zu den Links schreiben, dass man weiß, worum es sich handelt. Danke!

    • samy sagt:

      „Hi Samy, bitte einen kleinen Text zu den Links schreiben, dass man weiß, worum es sich handelt. Danke!“

      Null problemo, aber deswegen habe ich doch die Links geliefert. Besser kann ich das auch nicht zusammenfassen und mit fremden Federn schmücken?

      Ich pack einfach mal die Anfänge rein.

      http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/ROUNDUP-Etatschlacht-in-USA-eskaliert-1088744

      Hieraus:
      “ WASHINGTON (dpa-AFX) – Der erbitterte Streit um den US-Haushalt zwischen Demokraten und Republikanern ist eskaliert. Der Regierung von Präsident Barack Obama droht, an diesem Samstag der Geldhahn zugedreht zu werden, so sich die Parteien nicht wenigstens auf eine vorübergehende Weiterfinanzierung der Staatsgeschäfte einigen. Dennoch zeichnete sich auch am Mittwoch kein Kompromiss ab. Es wäre die erste Stillstand weiter Teile der Regierung seit 15 Jahren…“

      http://www.handelsblatt.com/politik/international/pimco-chef-warnt-vor-us-haushaltskrise/4023994.html

      Hieraus:
      „Der US-Kongress streitet weiter um den Haushalt. Wenn er sich nicht einigt, geht Obamas Regierung in wenigen Tagen das Geld aus. Mit unabsehbaren Folgen, sagt der Chef des größten Anleihenfonds PIMCO, Mohamed El-Erian. … Es besteht dann die Gefahr einer ähnlichen Situation wie nach dem Kollaps von Lehman Brothers 2008 … El Erian sieht folgende Gefahr: „Wenn die Regierung ihre Gläubiger und Lieferanten nicht mehr bezahlen kann, ist dies ein so genannter technischer Default. Folgendes könnte passieren: Die Regierung kann den einen Lieferanten oder ein Schuldpapier nicht bedienen. Ein anderer Gläubiger oder Lieferant prüft seine Papiere und stellt fest, dass er in diesem Fall das Recht hat, seine Forderungen sofort fällig zu stellen.““

      Ich glaube zwar nicht daran, dass das Freitag geschieht, aber es könnte durchaus turbulent werden, falls es geschieht, daher kurzfristig durchaus interessant und mich interessierte die Einschätzung der Runde hier.

      VG

    • samy sagt:

      Okay, why not? Dann mach ich das mal in der Zukunft …

  19. dahool23 sagt:

    Haha Frank…
    geiler Artikel ich hab 3 mal richtig laut lachen müssen.
    Perfekt … weiter so!! Übrigens ein Wirtschafts-Comedy Format im TV gibt es meines Wissens nach noch nicht.. Das wäre doch mal was 🙂

    • Blog-Leser sagt:

      Hallo Herr Meyer,

      ich habe herzlich gelacht. Ihre Seite gehört zu meinem täglichen Lesestoff. Ihre Kolumnen sind immer sehr scharf und treffend. Aber dieses Teil gehört zu ihren Meisterstücken.

      Ich arbeite in einer Bank als Berater. Der tägliche, ja stündliche Müll der hauseigenen Research-Abteilung – nicht nur zum Thema Edelmetalle – ist einfach unerträglich. Jeder versucht sich abzusichern und teils haarsträubende Begründungen sind keine Seltenheit. Aber ich hab diese Phrasen nirgends so trefflich zusammengefasst und kommentiert gefunden. Gratuliere.

      Die nachträglichen Begründungen, warum was am Markt passiert ist, sind meist zutreffend aber halt nicht immer. Für Prognosen in die Zukunft sind sie gänzlich ungeeignet. Das ist wie bei vielen Chart-Technikern und Elliot-Wavern: Im Rückblick kann ich die Formation immer gut erkennen. Und wenns nicht gepasst hat, dann wars halt eine Bullen- oder Bärenfalle. Danke für ihre Zeilen – weiter so!

  20. Jochen sagt:

    Hallo zusammen,

    ein Schwergewicht unter den Analysten wurde hier leider noch nicht erwähnt: Hr. Tenhagen von Finanztest. Die entsprechende Ausgabe habe ich noch irgendwo gebunkert, aber wörtlich hieß es: Gold ist so spekulativ wie der Handel mit Schweinehälften.

    Schön wenn man ‚Schwein‘ hat.

    Angenehmen Abend dem Kolumnisten
    und der treuen Leserschar

  21. Erklärbär sagt:

    Lieber HOLGER,
    die Frage nach dem Sinn vom Ganzen zu stellen, ist äußerst berechtigt. Auch ich habe mir diese Frage seit 2008 oft gestellt. Muss aber auch zugeben, dass ich bis zum Crash 2008 genauso ein Schlafschaf war, wie jetzt noch viele und 0 (in Worten Null) Ahnung hatte.

    Bitte zurücktreten! Jetzt muss ich etwas ausholen.

    Natürlich steigt Gold+Silber nicht, woher auch, es weiß ja nichts davon. G+S sind Elemente mit einer bestimmten Häufigkeit und Verteilung auf und in der Erde. Genauso könnte man ja auch Eisen nehmen. Blos nehmen wozu? Die Antwort, ganz einfach, man nimmt es als Tauschmittel. Warum? Weil es das Leben leichter macht. Beispiel: Früher war eine Stunde Netz knüpfen beim Fischer = ein paar Fische. Wollte ich aber statt Fisch eine Wollmütze haben, musste ich zum Wollmützenmacher, der wollte aber keinen Fisch, sondern 1 paar Stiefel usw.. Hätte ich aber statt Fisch, ein von allen anerkanntes Equivalent oder Tauschmittel oder Gold, wäre die Sache einfacher. Und einfache Sachen lieben die Menschen. Daher gab es in der Geschichte gar keine andere Chance, als ein Tauschmittel zu erfinden. Logisch.
    Warum aber G+S und nicht Fe?

    Da kann man nur raten: Gold ist (fast) unzerstörbar, Eisen rostet. G+S ist nicht zu häufig in der Erde, aber auch nicht zu selten.

    Gold wird mit Sonne (Naturreligion) und Silber mit Mond in Verbindung gebracht. Und es glänzt so schön, man kann es an die Weiber hängen, das macht sie hübscher im (Kamin)Feuerschein.

    Und ansonsten kann man mit Gold nicht viel anfangen, aber das ist auch gut so, da es dadurch kaum verbraucht wird.
    Das alles bietet Gold (und Silber wurde genommen, weil es nicht genug Gold gibt). Man braucht(e) also ein Tauschmittel.
    Papiergeld ist ja auch nichts anderes, erstmal. Die Geschichte des Papiergeldes ist auch völlig logisch. Warum? Weil Menschen faul sind und Sicherheit haben wollen (Ja ich auch). Wie das jetzt?

    Gold hin und her schleppen, ist mühsam (weil schwer) und gefährlich (wegen die Räuber), damit unpraktisch. Ein Papier auf dem steht, das es so und soviel Gold WERT ist, tuts auch. Da hatten wir Papiergold. Richtig zu Papiergeld ist es erst geworden, als einer von den ganz Schlauen gesagt hat: „Dat Gold, dat brauche mir nich mehr. Dat Papier ist genauso jut. Hier kriegst och die paar Fische für den schönen bunten Schein, wie für dat ekelige Gold. Gib mir mal dat schwere Gold und nimm dat schöne Buntpapier dafür.“
    Das wars, die Welt war in Ordnung und geregelt! Glaubte ich auch mal.

    Bis der Schlaue anfing, immer mehr Papier bunt zu bedrucken. Irgendwann ist das einem aufgefallen. Der hatte jetzt viel Buntpapier, aber er brauchte immer mehr davon, um nur einen Fisch zu kriegen. Das wäre mit Gold nicht passiert. Wieso? Weil man Gold nicht drucken kann. (Punkt)! Und dem, den das aufgefallen ist, hat angefangen, sein Buntpapier zurück in Gold zu tauschen. Der Schlaue hat aber immer mehr vom bunten Papier bedruckt. Der konnte gar nicht mehr anders. Warum? Dat kriege mir später.

    Und da sind wir jetzt. Es gibt Schlaue die bedrucken buntes Papier oder moderner, geben ein paar Zahlen mit vielen Nullen hinten dran in den Computer ein. Und es gibt Leute denen das aufgefallen ist.

    Was hat das nun mit dem Steigen von G+S zu tun? Gar nichts und alles.

    Gold ist Geld ist Gold ist Geld…. Gold ist ein, seitdem Menschen faul geworden sind, ein von diesen allseits anerkanntes Tauschmittel.
    Steht schon in der Bibel, von wegen „Tanz ums goldene…“ usw. Gold ist fest als Wertmaßstab (fast kann man sagen, in den Genen) verankert. „Morgenstund hat Gold im…“, „Reden ist Silber, schweigen ist…“, „Goldene Zeiten“, „Olympische Goldmedaille“ …

    Buntes Papier hat nur solange Wert, wie Menschen glauben, das es soviel Wert wie Gold hat, das man für das Papier bekommen kann.
    Wenn also, zu viel Buntpapier da ist, bekommt man weniger Gold für ein Stück Papier. D.h. G+S steigen nicht, Papier fällt. Das alles ist für mich logisch und deswegen glaube ich das. Irgendwann gibt es soviel Papier, das es überhaupt kein Mensch mehr haben will, sondern nur noch G+S nimmt. Dann geht alles von vorn los und der, der dann G+S hat: „Ladies and Gentelman : We got a Winner“, kann weiter faul bleiben.

    Demjenigen, der mit seiner mühevollen Hände Arbeit immer für sich und die Seinen Sorgen kann, kann das alles völlig Schurz sein. Der braucht auch kein G+S. Die Faulen unter uns, müssen aber zusehen, dass Sie Ihr Buntpapier in etwas wandeln, was die Zeiten überdauert.
    Damit Sie weiter Faul sein können. D.h. schlussendlich G+S, steigen und fallen nicht, sondern behalten einen bestimmten Tauschwert.
    (Der mal höher und mal niedrieger ist) Damit später, der eine Faule von dem anderen Faulen oder von dem der halt arbeiten muss, das bekommt was er braucht.

    Das ist kurz und knapp und in einfachen Worten der Sinn vom Janze.

    • Frank Meyer sagt:

      W O W !!!! Danke, Erklärbär!

    • holger sagt:

      Hallo Erklärbär,

      erstmal Dank und Anerkennung für Deine Ausführung, die ja auch mir einleuchtet. Und so wird die Historie wohl auch abgelaufen sein. Irgendwann hatte ich ja mal „herausgefunden“, das 666 Gerstenkörner (Grain) ungefähr die Gewichtskraft einer Uz. Au haben. Und ich hatte irgendwo mal gelesen, das die Mayas oder Inkas, jedenfalls in Mittelamerika, Gold als Dachbedeckung eingesetzt hatten. Die Jagd nach Gold als Geld, stammt vermutlich aus Europa. Und diesmal nicht ausgehend von den Deutschen. Sondern von den einstigen Kolonialmächten. Die in Übersee (Globalisierung) irgendeine „Währung“ brauchten um Handel betreiben zu können. Da hatten die Chinesen aber schon „Wechsel“ oder Papiergeld.

      Zu dem Zeitpunkt waren wir aber noch nicht ca. 7 Milliarden. Verstehst Du was ich meine? Diese 7 Mrd. wollen ja auch irgendwie um die Runde kommen. Mit Gold alleine, wären wir nicht so viele auf dem Planeten. D.h. erst das Papiergeld und dessen Anerkennung als „Schuldschein“ hat die Population wachsen lassen. Wenn man dieses Papiergeld nun wegnehmen würde und durch Gold als Geld ersetzen würde, wie viele Kreaturen dürften dann am großen Casino teilnehmen?
      100 Millionen? 200 Millionen?

      Nur Aufgrund der Anzahl der Menschen, können wir doch nicht zurück. Wie soll das funktionieren? Das EM oder besser gesagt alle physischen Dinge einen Preis haben, ist doch i.O. rein theoretisch, könnte man auch Geld abschaffen. Aber ich gebe gerne zu, ich zähle auch gerne 😀

      Nun kommt aber meine Denkblockade. Ich kann mit „toten“ Dingen die einfach in der Ecke liegen nichts anfangen. Silber gehört nicht in den Safe, sondern in Forschung und Entwicklung, damit endlich der Gartenholzhackrobotor gebaut wird. Am liebsten wär mir sowieso, dass nur noch Maschinen malochen. Und jeder Goldklumpen der gehortet wird, „verhindert“ das. Es ist totes Kapital im Keller oder im Safe. In dieser „modernen“ Welt nutzt doch keinem es etwas, wenn man hortet.

      Unser ganzes Leben hat sich doch dahin gewandelt, dass wir von der Energieversorgung (besonders Strom) total abhängig sind. Jetzt kommt noch die Elektromobilität dazu. Und ich muss sagen, mir gefällt das. Ich habe keine Lust dazu in einer Höhle vor mich hin zu vegetieren. Ich möchte gerne fließend Warm-Wasser haben und und und. Und zu dieser Form die paarundsiebzig Jahre auf diesem Planeten zu meistern, zu der jetzigen Zeit, gehört für mich Gold ganz einfach nicht in das Konzept.

      Gold ist „gestiegen“. Ja was hat denn dann das Kupfer gemacht? Wenn ich es nur aus Profit-Sichtweise sehe.

      Es gibt ein großes Problem psychischer Art bei den Bugs. Irgendwann, werden sie ihr EM wieder in Papier oder Digital umtauschen müssen. Sie werden nicht direkt mit EM zahlen können. Das ist für mich ausgeschlossen. Weil unsere jetzige Gesellschaft es gar nicht mehr anders kann, und es wird ja noch weiter gehen. Irgendwann gibt es kein Papiergeld mehr. Dann ist alles Digitalisiert.

      Wir sollten mal in Europa ein Experiment wagen. Wir stellen für 14 Tage dauerhaft den Strom ab. Und beobachten, was dann passiert. Denn das wäre der Worst Case. Und dann beobachten wir mal, wie der Marktplatz sich dann verhält. Und wie der Handelsplatz dann funktioniert. Und ich behaupte: Kein EM der Welt wird akzeptiert nicht in dieser Zeit, zu diesen Bedingungen die wir jetzt vorfinden und mit denen wir Leben müssen.

      Gold hatte seine Berechtigung wie vorher das Grain auch. Gar kein Thema. Sollte wohl auch so sein. Und es wird auch weiterhin als „Goldmedaille“ seinen Zweck erfüllen oder als Ehering sein Dasein fristen. Aber m.E. nicht mehr als Geld. Sollte es trotzdem wieder dazu kommen… müssen ganz viele eben leiden. Und da bin ich der Überzeugung, das muss nicht sein. Ich rechne aber mit dem Schlimmsten. Gold wird wieder Geld werden.

      Nochmals Dank, für Deine Erklärung.

      Plus Gruß

      • jean sagt:

        @Holger,
        „Wenn man dieses Papiergeld nun wegnehmen würde und durch Gold als Geld ersetzen würde, wie viele Kreaturen dürften dann am großen Casino teilnehmen? 100 Millionen? 200 Millionen?“
        Diese Kreaturen müssen das Gold wieder ausgeben, um sich zu ernähren, zu kleiden, Strom zu bekommen…D. h. das Gold kommt wieder in Umlauf –aber nicht unkontrolliert wie das Papier-. Den Rest erledigt der Markt

        „Unser ganzes Leben hat sich doch dahin gewandelt, dass wir von der Energieversorgung (besonders Strom) total abhängig sind. Jetzt kommt noch die Elektromobilität dazu. Und ich muss sagen, mir gefällt das. Ich habe keine Lust dazu in einer Höhle vor mich hin zu vegetieren.“

        Da brauchst eine Währung, um Dir Strom leisten zu können! Mit dem Papier wird Strom jedoch immer teuerer.

      • samy sagt:

        Hallo Holga, was macht die Meetproduktion in Walhalla 🙂 ?

        Also ein Gramm hat ca. 15,5 grain. Eine Unze hat ca. 31,1 g. Somit würde ich die 666 in das Reich der „urban Legends“ schicken wollen.

        „Wenn man dieses Papiergeld nun wegnehmen würde und durch Gold als Geld ersetzen würde, wie viele Kreaturen dürften dann am großen Casino teilnehmen?
        100 Millionen? 200 Millionen? „

        Ist das wirklich gut, wenn Menschen auf Grund der irrigen Annahme eines ewig „bösartig wuchernden“ Wirtschaftswachstums das Licht der Welt erblicken, in dem es bald nichts mehr zu teilen gibt?

        Das die Bevölkerung schneller wächst als die Wirtschaft, dass ist eine alte Diskussion. Hören wir mal was Malthus dazu sagte.

        „Ein Mensch, sagte er, der in einer schon occupirten Welt geboren wird, wenn seine Familie nicht die Mittel hat, ihn zu ernähren oder wenn die Gesellschaft seine Arbeit nicht nötig hat, dieser Mensch hat nicht das mindeste Recht, irgend einen Teil von Nahrung zu verlangen, und er ist wirklich zu viel auf der Erde. Bei dem großen Gastmahle der Natur ist durchaus kein Gedecke für ihn gelegt. Die Natur gebietet ihm abzutreten, und sie säumt nicht, selbst diesen Befehl zur Ausführung zu bringen.“
        Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Malthus

        Charles Dickens schrieb ungefähr in dieser Epoche die Weihnachtsgeschichte.

        Wie war das noch mit den Lebensmittelpreisen, die gegenwärtig steigen weil mit zu verzinsenden virtuellen Geld auf Teufel komm heraus spekuliert wird. Und dann die 15 Kg Weizen, die in einer „E 10“ 50l Tankfüllung stecken, weil sonst das Öl noch teurer würde?

        Das ist der Stoff aus dem Kriege gemacht werden. Zuviele Menschen, die kein auf Pump finanziertes Wirtschaftswachstum mehr auffängt.
        „Es ist totes Kapital im Keller oder im Safe. In dieser “modernen” Welt nutzt doch keinem es etwas, wenn man hortet. „

        Ach, und das Geldvermögen, dass auf Konten verzinst werden muß nutzt ? Es werden derzeit mehr als 600 Billionen Dollar Derivate (also Wetten auf Basiswerte) gehandelt bei einem globalen BSP von 60 Billionen Dollar (also die eigenliche Basis). Das soll gut sein? Und wenn die sich im Casino verzocken, wer haut die raus? Eben, wir, die Bürger mit neuen gedruckten Scheinchen auf Pump. Und was wird dann teurer? Eben, das Leben aller Menschen durch eine anziehende Inflation, höhere Steuern und weniger Sozialtransfers. Sozialer Frieden?

        „Gold ist “gestiegen”. Ja was hat denn dann das Kupfer gemacht? Wenn ich es nur aus Profit-Sichtweise sehe. „

        Ich kann dir Berichte zeigen, dass chinesische Bauern Kupferbarren horten, um damit später Geld zu machen. Und? Kupfer = totes Kapital ? Leg dir halt Kupferbarren unter das Bett. Wer hindert dich?

        Gold steht außerhalb dieser Zyklen. Ich kann mich darauf verlassen, dass es irgendwann immer einen Wert haben wird. Es ist eine Versicherung, nicht mehr und nicht weniger.

        VG

      • helibenB. sagt:

        Tja, lieber Holger

        das wusste schon Goethe, Faust: „…am Golde hängt, nach dem Golde drängt doch alles…“

        – das mit dem Gold ist so eine Sache,
        hinter dem Golde steckt ja auch ’ne Menge menschliche Psychologie, Emotion und ach!-wie immer: der Herdentrieb.

        Mit Blick auf meine paar rotgoldenen Krugerrand muss ich sagen, das Zeuch lässt mich persönlich völlig kalt – ist halt nur eine Art „Papierausfallversicherung“ mehr nicht.
        Vom Golde wissen wohlhabende Jüdische Familien seit Generationen, daher hatten die, ganz egal wie eine Währung sich aktuell schimpft IMMER Geld.
        Ein Lastenausgleichsgesetz (Währungsreform 1948) ist auf privates Gold eben NICHT anwendbar. Eine Erbschaftssteuer lässt sich ebenfalls nicht erheben. Egal wieviel Kilo von dem Zeuch hinter dem Schamott im Kamin eingemauert sind…
        Wer viel hat, der hat auch viel zu verlieren! (durch die Staatskraake und per staatlicher Inflationsabgabe via Papiervermehrung)
        DARUM GEHT ES IM KERN!

        Angst und Gier bestimmten die menschliche Psyche, alles andere zu behaupten wäre geheuchelt.
        Es wird sich nichts daran ändern in Zukunft, eine schöne, gerechte Welt der Guten, Gerechten und Gebildeten bleibt Utopie.

        Grüsse aus Bln., Ben.

      • holger sagt:

        @helibenB

        —>>>Angst und Gier bestimmten die menschliche Psyche, alles andere zu behaupten wäre geheuchelt.
        Es wird sich nichts daran ändern in Zukunft, eine schöne, gerechte Welt der Guten, Gerechten und Gebildeten bleibt Utopie.“

        Ich fürchte auch, das gehört in das Reich der Fabel oder so. Aber man darf ja mal darüber sinnieren. Tut ja keinem weh. Nehme ich an. Es reicht ja schon wenn man Goethe gelesen hat, mit dem kleinen Hexeneinmaleins und dem Faust. Eigentlich dürfte ich gar nix tippseln. Packe meine Koffer zusammen, ziehe nach Sizilien und baue Weintrauben und Zitronen an. Eine kleine Brauerei wäre vermutlich auch noch drin. Ich habe so das Gefühl, ich bin auf dem falschen Zeitstrahl eingestiegen. Gefühlte 2.000 Jahre zu früh.

      • helibenB. sagt:

        al mezzogiorno? (in den Süden?)
        Da komme ich mit!
        Immerhin hat man unsern Johann Wolfgang Freiherr von… auf seiner berühmten Italienreise bis ganz weit runter kutschiert: „Sicilia, paese dell‘ Vino Malvasia e dei Limoni ed Volcani“
        Der Knackpunkt: Man spricht dort ziemlich schwierigen Dialekt : (das Sizilianische) und ist auch sonst „recht Katholisch“.
        hmm.

      • holger sagt:

        helibenB

        —>>>Da komme ich mit!
        Immerhin hat man unsern Johann Wolfgang Freiherr von… auf seiner berühmten Italienreise bis ganz weit runter kutschiert: “Sicilia, paese dell’ Vino Malvasia e dei Limoni ed Volcani”

        Da kommst Du mit? O.K. Platz ist noch genug da, für die, die auch noch ein wenig Leben wollen.

        —>>>Der Knackpunkt: Man spricht dort ziemlich schwierigen Dialekt : (das Sizilianische) und ist auch sonst “recht Katholisch”.

        Ach, die Kirche ist eh nur Makulatur da unten. Palmsonntag hast du zwar deine Ruhe, weil die Kirchen voll, aber ansonsten… Bayern ist „schlimmer“.

        Und mit dem Dialekt geht das mit der Zeit auch… Ich als „tedesco“ komme da unten jedenfalls gut klar. Wichtig ist nur, dass du als Deutscher noch Zehn Finger hast, zum palare. Und ein Tip noch: Man muss nur der Cousin von Francesco oder Enzo sein. Dann ist alles multo bene. 😀

        http://www.mediterraneocase.de/Sizilien/Sizilien.html

        P.S. Ich weiss auch gar nicht, warum Frank immer nach Malle fliegt.

      • Erklärbär sagt:

        Ja, A N G S T, ist das Stichwort! Vielen Dank dafür an helibenB.
        Weil genau die Angst, der Machtwille und natürlich der Sex die eigentlichen Triebkräfte sind.
        Über Sex brauchen wir hier nicht zu reden. Das ist beim Sex wie beim Geld, hat man oder hat man nicht. Hat man nicht, will man haben, zur Not geht es aber auch ohne.
        Die Angst aber ist von ganz anderen Kaliber:
        Hätte die Maus keine Angst vor der Katze, wären Mäuse längst ausgestorben. Hätte der Menschenaffe keine Angst vor dem Säbelzahntiger gehabt, würden wir jetzt nicht hier dumm rumlabern.
        Hätte der Mensch nicht Angst davor, bald nichts mehr zu Essen, nichts Anzuziehen oder keine Bleibe zu haben, würde er wohl kaum Leistung bringen. Die strengt nämlich an und das will der Mensch an sich nicht. Allerdings gibt es einen Unterschied zum Tier. Der Mensch kann sich freiwillig dazu entschließen Leistung zu bringen, auch wenn er das zur Befriedigung seiner Grundbedürfnisse nicht nötig hat. Insofern hebt sich der Mensch tatsächlich vom Tier ab. Trotzdem bringt erst die Angst viele Menschen dazu, früh aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Wer allerdings genug Geldmittel hat, tut nur noch das, wozu er gerade Lust hat und das kann aber auch bedeuten freiwillig früh aufzustehen und zu arbeiten. An dieser Stelle ist schon der Übergang zur Macht. Den der, der Macht über andere ausüben will und einen höheren Status anstrebt, der sich dabei keine direkten Sorgen um das nächste Essen machen muss, der leistet freiwillig mehr als andere. (Mal abgesehen von den Nasen, die in goldene Wiegen gelegt werden oder die sowieso grundlegend Kriminell sind und sich einfach nehmen was sie wollen.)
        Die meisten haben diese Wahl aber nicht oder sind nicht kriminell genug, es sei denn sie nehmen sozialen Abstieg in Kauf und schrauben ihre Bedürfnisse herunter. Dieser „Abstieg“ ist übrigens die Hauptgefahr für den wirklichen Gutmenschen und da wird er auch immer enden, die anderen „Gutmenschen“ sind in Wahrheit erbärmliche Heuchler.
        Aber auch die niedrigsten Bedürfnisse gehen nur bis zum letzten Angstlevel, der Angst zu verhungern. Weil wenn es nichts zu beißen gibt, ist aus die Maus. Hier kommt nun meist unsere Menschlichkeit die dafür sorgt, das niemand, jedenfalls bei uns in Europa, verhungern muss.
        Zurück zu Geld oder Gold. Wir leben in einer Gesellschaft die sich über den Waren- und Leistungstausch definiert. Geld ist dabei Tauschmittel (Siehe mein Beitrag weiter oben). Je mehr Tauschmittel jemand hat, desto geringer sein „Angstlevel“. Weniger Angst – weniger Stress – weniger Aufwand für das täglich Brot – mehr Freizeit, sprich Faulheit.
        Wahlweise kann er seine überzähligen Tauschmittel zur Machterweiterung, Statuserhöhung oder einfach nur für mehr Sex ausgeben. Wobei letzteres, meist automatisch mit mehr Macht und Status kommt, jedfalls wenn ich mir die alten geilen Böcke mit den blutjungen Weibern im Arm ansehe, glaube ich, ist das so.
        Mann bin ich wieder neidig. Ach ja der Neid, auch so ein Thema.
        Mehr Macht bedeutet auch umgekehrt immer mehr Tauschmittel, mehr Status, mehr Sex (wer’s mag). Man kann sich also Macht kaufen oder erarbeiten, meist allerdings wirds ergaunert. Und das eigentlich Interessante ist, das selbst die, die ganz oben stehen und ungeheuer viel Macht haben, gleichzeitig ungeheuer viel ANGST haben. Nämlich, genau, Ihre Macht zu verlieren. Das macht übrigens die Sache mit den Rothschilds, Rockefellers, Goldmanns und Morgans für den Rest der Menschheit so gefährlich. Und daher ist ANGST die eigentliche Triebkraft. Und das Mittel der Wahl die Angst zu bekämpfen ist, Richtig, Geld und noch viel mehr Geld. Und auch Richtig, die Geschichte der Menschheit, vornehmlich der jüdischen, hat mit Gold als Machtequivalent zu tun.
        Und darum ist es das Gold, das sinnlos in der Ecke liegt, eben nicht irgendein Material ohne Bedeutung. Interessanterweise hat genau der Teil der Menschheit, die Ihre Macht dem Gold verdankt, es fertiggebracht den Rest der Menschen weiß zu machen, das Gold völlig unnütz ist und ein Relikt aus alten Zeiten. Leider, Holger, gehörst Du auch zu denen, die Ihnen auf dem Leim gegangen sind.
        Ich wünsche Dir aber auf jeden Fall ein glückliches Leben in der neuen südlichen Heimat (Du weißt aber schon, dass es dort die Mafia gibt oder?).

        Und übrigens, stimmt, die Maya haben Gold aufs Dach geklascht, die hatten allerdings stattdessen grüne Steine (Smaragde) als Tauschmittel. Und die Chinesen hatten schon vor tausenden Jahren Papiergeld, allerdings war damals Papierherstellung ungeheuer mühselig und daher Papier, wie Gold den Menschen wertvoll.
        D.h. die Menschen können sich auch auf etwas ganz anderes als Tauschmittel und Werterhaltung einigen. Vorerst ist das Mittel aber
        Au+Ag.

      • holger sagt:

        Hi Erklärbär

        —>>> Leider, Holger, gehörst Du auch zu denen, die Ihnen auf dem Leim gegangen sind.
        Ich wünsche Dir aber auf jeden Fall ein glückliches Leben in der neuen südlichen Heimat (Du weißt aber schon, dass es dort die Mafia gibt oder?).“

        Vorneweg muss ich mal etwas kritisieren 😀 In diesem Blog mit den „Antwort Möglichkeiten“ komme ich nicht zurecht (Übersicht).

        Aber nun: Ob ich das mit Sizilien machen werde, weiss ich noch nicht so genau zu 90% schon. Alleine wegen meinen Rückenmist Kälte kann ich nicht mehr ab. Und über die Mafia rede ich nicht 😉 Das ist ein Thema für sich. Es soll ja auch Leute geben, die CDU und FDP und und und wählen. 😀 und freiwillig Steuern zahlen.

        Das
        —>>>Hätte der Mensch nicht Angst davor, bald nichts mehr zu Essen, nichts Anzuziehen oder keine Bleibe zu haben, würde er wohl kaum Leistung bringen. Die strengt nämlich an und das will der Mensch an sich nicht. Allerdings gibt es einen Unterschied zum Tier. Der Mensch kann sich freiwillig dazu entschließen Leistung zu bringen, auch wenn er das zur Befriedigung seiner Grundbedürfnisse nicht nötig hat.“

        Das Thema Angst ist nicht das schlechteste. Aber warum denkt keiner an das Aqua Minerale sensa Gas? Und immer nur ans „Fressen“ ? Wer verhungert, ist vorher verdurstet.

        —>>>Der Mensch kann sich freiwillig dazu entschließen Leistung zu bringen“

        Genau. Und das macht er ja auch (könnte). Nur im Moment noch „unfrei-willig“ Jedenfalls ich mache es frei-willig. Ansonsten, wenn ich das nicht mehr „frei-willig“ machen dürfte, nach mir was weiss ich. Es ist mir schnurz piep egal geworden. Bei mir sind mittlerweile 3 Brustwirbel und 2 Halswirbel hin. Und ich Lache trotzdem noch gerne. Ich maule nicht. Ich habe einen sau blöden Unfall überlebt. Und irgendwann sitze ich im Rollstuhl. Für jeden schweren Furz muss ich jemanden darum bitten mir zu Helfen. Ohne Gold und Silber. Ich hab nur Euronen und Franken. Das wollen die Leute aber gar nicht von mir haben. Dafür habe ich ein kleines Fernwärme-Energie Netz geplant. Für meine Nachbarn. Welches wir realisieren wollen.

        Was ich eigentlich sagen möchte: Die Angst ist ein wichtiges Thema, ich habe ganz einfach keine mehr.

  22. King Balance sagt:

    Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt endlich wissen, was Frieden heißt.

    Was der deutsche Dichter Erich Kästner über die Finanzbranche schrieb.

    Hymnus auf die Bankiers

    Der kann sich freuen, der die nicht kennt!
    Ihr fragt noch immer: Wen?
    Sie borgen sich Geld für fünf Prozent
    und leihen es weiter zu zehn.

    Sie haben noch nie mit der Wimper gezuckt.
    Ihr Herz stand noch niemals still.
    Die Differenzen sind ihr Produkt.
    (Das kann man verstehn, wie man will.)

    Ihr Appetit ist bodenlos.
    Sie fressen Gott und die Welt.
    Sie säen nicht. Sie ernten bloß.
    Sie schwängern ihr eignes Geld.

    Sie sind die Hexer in Person
    und zaubern aus hohler Hand.
    Sie machen Geld am Telefon
    und Petroleum aus Sand.

    Das Geld wird flüssig. Das Geld wird knapp.
    Sie machen das ganz nach Bedarf.
    Und schneiden den anderen die Hälse ab.
    Papier ist manchmal scharf.

    Sie glauben den Regeln der Regeldetri
    und glauben nicht recht an Gott.
    Sie haben nur eine Sympathie.
    Sie lieben das Geld. Und das Geld liebt sie.
    (Doch einmal macht jeder Bankrott!)

    Aus Erich Kästner „Lärm im Spiegel“; erschienen zuerst 1929

  23. Gerd Vogelsang sagt:

    …..der Beitrag ist ein echter ‚buy‘. Buy Meyer!

    Apropo ‚buy‘, hab‘ ich schon, länger her. Fast vergessen, — all in sozusagen. Hatte auf ‚traden‘ null Bock.
    Aber erst nach Tenhagens Tip: ‚Gold kann man nicht essen.‘ Habe daraufhin einen EURO-Zwanziger in die Pfanne gehauen! Und?? Kann man auch ncht essen…………! Schon gewußt?

    • Frank Meyer sagt:

      Lach! Ich habe es heute früh mit einem Zehner versucht… Öl in die Pfanne, Zehner rein, Ei drüber, in 3 Minuten… Fertig.
      Das 10er-Ding hängt mir noch zwischen den Zähnen. Kein schönes Gefühl…

  24. lenca sagt:

    Diese Glosse ist der Knaller………was habe ich gelacht!!
    Endlich weiss ich jetzt, woher ab und an dieser ohrenbetäubende Lärm herkommt;-))))
    Chapeau Herr Meyer!!

    Herzliche Grüsse aus Regensburg
    lenca

  25. Toller Beitrag!

    Ähnlich und evtl. auch interessant der Tagesbericht vom 01.04.11 auf http://www.goldhotline.de: „Milchmädchen-Profis verkaufen Gold“. (LINK)

  26. rolandus sagt:

    @Eisbär, Holger , Frank und alle anderen natürlich… Heute beim ndr mitten zwischen all dem Oberflächenstaub eine Edelnmetallwoche in der Klangart des Mainstreams

    http://www.ndr.de/info/audio68859_podcast-podcast2982.html

    (Für Faule…Der Bericht beginnt beim Tausch von Dingen geht über Gold und Silber hin zu den Papierfetzen und endet in der Infaltion. Für dieses Forum eigendlich Bekanntes)

    Schön Gruß ins Ried
    rolandus

  27. Frank Meyer sagt:

    Kommentarfunktion…

    Ich bin mit dieser auf dem Blog aufgespielten Variante nicht ganz glücklich. Im Traum hätte ich nicht gedacht, dass es auf den Artikel 50 Kommentare gibt. Die Übersichtlichkeit geht dabei eher flöten. Vielleicht hat einer eine Idee, mit welchem Plugin man diese Komentarfunktion übersichtlicher gestalten kann?

    Der Blog muss sowieso über Ostern noch einmal umziehen. Dann werden die letzten Feinschliffarbeiten getätigt. Aber wir informieren rechtzeitig.

    Grüße von
    Frank Meyer

  28. Herr Meyer,

    auch ich möchte Ihnen zu dem gewürzten Artikel gratulieren. 😀

    Machen Sie weiter so! 🙂

  29. Johannes de Bauer sagt:

    Herr Lehrer, Herr Lehrer ich weis was:
    Gerste hat ein Tausendkorngewicht (TKG) zwischen 35 und 55 Gramm – 666 Körner wiegen also zwischen 23 und 36 Gramm – und nächsten Sommer tausche ich, Gerste und Weizen gegen Gold und Silber – das wird ein Körnerzählen!

    • holger sagt:

      @ Johannes de Bauer

      geht doch 😀

      ein Gerstenkorn „Ägyptischer“ Qualität vor etlichen Jahren, hatte vermutlich ein Gewicht von 0,047 bis 0,05 Gramm. Und warum nun die 666? Na, die wussten eben, dass der Handelstag nur 6 Stunden gehen konnte. Incl. An und Abreise mit den Kamelen. Von 9-15 Uhr. Danach war Sense. Das die spätere Unze ein Gewicht von 31,1 Gramm aufweisen würde richtet sich nach der Zeit und Messungenauigkeiten späterer Zeiten. 😉

      Auch wurde der Tag damals noch geviertelt. 24 h / 4 = 6 Hat was mit der Sonnenbarke was zu tun gehabt. Und der Cheopspyramide mit den 4 Seiten. Also musste man ein System entwickeln, welches in die 6 Handelsstunden reinpasst. Und eines noch: 6 sind fünf Finger der einen Hand, plus einen Finger der Zweiten 😀 Verstehst du? Alles Psychologie. Und weil die Geschichte weitergeht, entstand später dann ein Dutzend (12). Jetzt gehts ja noch weiter: Aus Wiki

      „Gebräuchlich waren auch das Schock (fünf Dutzend = 60), das Gros (zwölf Dutzend = 144) und das Großgros (zwölf Gros = 1728).“

      Und nun mal Fibonacci

      1-1-2-3-5-8-13-21-34-55-89-144

      Sind genau 12 Zahlen von 1-144 😀

      Irre? Hat alles so seinen Sinn.

      • samy sagt:

        Ach, das ein Gerstenkorn “Ägyptischer” Qualität! 🙂
        Und kann eine Schwalbe eine Kokosnuß tragen? Eine afrikanische?

        😉

        Weil bei Ebay Leute regelmäßig ihr Geld aus dem Fenster werfen, indem sie 1 gr. Gold ersteigern und glauben dies sein nun ein Gramm, will ich einfach noch mal festhalten:

        Es gibt die veraltete Gewichtseinheit Grain. Abkürzung der Maßeinheit ist gr..

        1g=15,5gr.

        Es gibt bei ebay 1 Grain-Barren zu ersteigern.

        VG

  30. hoeppe sagt:

    Sorry Erklärbär, aber was du schreibst ist weitestgehend Unsinn.

    Das Tauschparadigma ist als Antrieb unseres Wirtschaftens und als Auslöser für die Entstehung von Geld bereits zu den Akten gelegt. Das Tauschparadigma macht zwar die Theorie von der Geldentstehung so schön einfach aber des halb nicht richtig.

    Die so genannte „Faulheit“ ist vor allem in Gemeinschaften zu finden in der Geld fremd ist. Der Buschmann, der Apachen, der Urwaldindianer der Wüstennomade usw. arbeitet statistisch so ca. 2,5 Tage in der Woche. Wieso bringen die seit tausenden von Jahre nicht freiwillig mehr Leistung??? Und wieso haben die keine Angst dass ihre Grundbedürfnisse nicht befriedigt werden???

    Die erhöhte Leistungsbereitschaft tritt erst mit dem Geld in die Welt. Geld erzeugt Schuldendruck und zwingt damit zur Leistung. Die Angst besteht darin, die Schuld nicht bedienen zu können. Im Bezug auf Wohnen geht es hier um Hypotheken, Mietschuld, Grundsteuer.

    Macht entspringt nicht da wo das meiste Geld gehortet wird, sonder das Geld entsteht da wo die Macht zu Hause ist. Erst Macht, dann Geld. Geld entsteht nicht niemals nimmer als Tauschmittel auf einem Markt, auf dem sich die ganzen lieben Menschen im treulichen Herz Jesu Ringelrein zum tauschen treffen. Wenn doch bitte ich um dokumentierte und nachweisbare Beispiele oder haben wir es nur mit einer Dogmenlehre zu tun?

    Die Funktion des Geldes als Wertspeicher kannst du gleich vergessen, weil der Begriff „Wert“ in einer ökonomischen Debatte vollkommen sinnlos ist.

    Was ist bei dir eigentlich „der Mensch“???

    @holger

    wenn du das ganze Gedönse um den Sinn der Dinge bis zum geht nicht mehr in deinem Hirn hoch und runter deklinierst, so kommst du darauf, dass der Mensch notwendiger Weise außerweltlicher Heilslehren (Religion) bedarf um im weltlichen halbwegs zu Recht zu kommen. Ob es ihm passt oder nicht. Mit unserer kümmerlichen Rationalität, Fortschrittsglauben und egozentrisch aufgeplustertem Erkenntnisvermögen fahren wir gegen die Wand.

  31. Johannes de Bauer sagt:

    Haste da noch Töne… erst verblast der Glanz des Goldes… dann wird beschlossen das die Hausse weiter geht… ja was denn nu? Grins

    Das eine so falsch wie das andere… wir hier wissen!

  32. Anonymous sagt:

    Gold ist erst dann eine Blase, wenn sich meine Nachbarn beim Grillen darüber unterhalten, wie vor 11 Jahren über EM-TV und Co.

    Dann und erst dann kann man mal darüber nachdenken seine Münzen zu verkaufen, wobei: Gibt es dann überhaupt noch Nachbarn, oder sind die nicht schon mit ihren Schulden untergegangen?

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