Amerikas teurer „Adel“

12. Mai 2015 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Die US-Aktien stehen derzeit nah an ihrem Allzeithoch. Gold klammert sich weiterhin an der 1200-Dollar-pro-Unze Grenze fest. Kommen wir also erstmal zurück zu unserer Untersuchung, wieso das 21. Jahrhundert bisher so ein Reinfall war. Die Antwort ist sehr einfach…

…es gibt zu viele Zombies… 75.000 Dollar pro Jahr von Uncle Sam. Zunächst erklärt ein werter Leser, wie man ein Zombie wird: Folgen Sie diesen einfachen, bewährten 13 Schritten zu finanziellem Wohlstand

– Heiraten Sie nicht Ihre Freundin

– Benutzen Sie die Adresse der Mutter, um sich dort die Post hin schicken zu lassen

– Der Mann kauft ein Haus

– Der Mann vermietet das Haus an seine Freundin, die zwei Kinder von ihm hat

– „Section 8“ legt 900 Dollar im Monat für eine Dreiraumwohnung hin

– Die Freundin unterzeichnet für Obamacare, also muss der Mann für die Familienversicherung nichts aus seiner eigenen Tasche zahlen

– Als Single-Mutter kann die Freundin kostenlos das Kollege besuchen

– Die Freundin bekommt jeden Monat 600 Dollar in Form von Essensmarken

– Die Freundin bekommt ein Mobiltelefon zur Verfügung gestellt

– Die Freundin bekommt die Nebenkosten erstattet. Der Mann zieht in das Haus ein, nutzt aber weiterhin die Adresse seiner Mutter für seine Post

– Die Freundin gibt das eine, der Mann das andere Kind bei der Steuer an damit Beanspruchen nun beide Haushaltsvorstand zu sein mit einem Kredit von 1.800 Dollar.

– Die Freundin wird für arbeitsunfähig erklärt, da sie „Bipolar“ ist, oder einen „schlechten Rücken“ hat, bekommt nun 1.800 Dollar jeden Monat aus der Versicherung und muss niemals wieder arbeiten gehen.

Dieser Plan ist komplett legal und wird von Millionen von Menschen so praktiziert. Ein verheiratetes Paar, mit einer Mutter, die zu Hause bleibt, bekommt 0,00 Dollar. Ein unverheiratetes Paar, wo die Mutter zu Hause bleibt, bekommt:

21.600 Dollar + für Arbeitsunfähigkeit

10.800 Dollar für kostenloses Wohnen

6.000 Dollar kostenlose Obamacare

6.000 Dollar + für kostenloses Essen

4.800 Dollar + für Nebenkosten

6.000 Dollar + an Studienzuschüssen zum Ausgeben

12.000 Dollar + jährliches Schulgeld, unabhängig von den Studienzuschüssen

8.800 Dollar Steuererleichterung für alleinerziehende Mütter

Zusammen macht das 75.000 Dollar an Vergünstigungen jährlich.

Ich habe diese Details nicht geprüft wenn sie korrekt sind, dann sind 75.000 Dollar im Jahr wirklich kein Pappenstiel.

Zombies in Anzügen

Doch das große Geld liegt nicht in den Essenmarken und Arbeitsunfähigkeitszahlungen. Das große Geld liegt an der Wall Street und im nördlichen Virginia. Dort tragen die Zombies Anzüge. Der Archäologe und Anthropologe Arthur Demarest erklärt, dass dies nicht die erste Gesellschaft ist, die von Zombies runter gezogen wird. Solche waren auch verantwortlich für den Untergang der Maya-Zivilisation:

Die Gesellschaft hat zu viele Eliten hervorgebracht, die alle Ansprüche stellten nach exotischen Christbaumkugeln [] alle brauchten Quetzal-Federn, Jade, Obsidian, edle Feuersteine und Tierpelze. Adel ist teuer, unproduktiv und künstlich, und saugt zu viel Energie aus der Gesellschaft, um ihre frivolen Gelüste zu befriedigen.



Ein Sklave des Systems

von Bill Bonner

Als erstes nehme ich meine alte, zerfledderte Geldbörse raus und ziehe meine originale, von der Regierung ausgegebene, Sozialversicherungskarte heraus. Vergilbt und zerfranst, wie sie ist, ist es erstaunlich, dass ich sie noch habe.

Noch erstaunlicher: es ist kein Ausstellungsdatum darauf! Aber anhand der Adresse kann ich sagen, dass es schon eine ganze Weile her ist, dass ich sie erhalten habe. Die Adresse auf der Karte existiert nicht einmal mehr! Es ist die Adresse einer Landstraße, die irgendwann in den 1960er Jahren von dem amerikanischen Postdienst von den Karten gestrichen wurde. Es gibt auch keinen ZIP-Code auf der Karte. Es gab sie damals noch nicht.

Der erste bezahlte Job, den ich hatte, war als Platzanweiser in einem Kino, als ich 14 Jahre alt war. Soweit ich mich erinnere, habe ich damals 68 Cent in der Stunde verdient. Gutes Geld? Wohl kaum. Aber es war ein Anfang. Und es war der Anfang meiner Versklavung an das Sozialversicherungssystem. Seit dem bin ich in Fesseln und Knebeln. Und wenn ich nun entscheide, etwas von dem Geld zurück zu nehmen, macht mich das dann zu einem „Zombie“?

Das ist die Frage, die im Raum steht. Wie können wir jemals sagen, ob wir ein „Zombie“ sind? Geifern Sie? Schlurfen Sie herum? Haben sie einen wirren Gesichtsausdruck und leiden an einem ernsthaften Hirnschaden? Höchstwahrscheinlich sind Sie kein Zombie. Sie werden nur älter.

Der richtige Zombie-Test ist dieser: Würden die Menschen, in Abwesenheit einer Regierung, Ihnen immer noch Geld dafür geben, dass Sie tun, was Sie tun? Wenn die Antwort „Nein“ ist, dann sind Sie vermutlich ein Zombie.

Vom Fleisch anderer zehren

Es ist offensichtlich, dass das auch gut anwendbar ist bei Steueranwälten, Lobbyisten und Rüstungsunternehmen. Ohne das Steuersystem – und dem Geld, das die Fed uns allen aus den Taschen zieht – wären sie aus dem Geschäft. Sie alle sind Zombies. (Obschon einige von ihnen auch ehrliche, ehrenwerte und hilfsbereite Bürger sind.)

Wie steht es mit den großen Banken? Freddie and Fanny…… Goldman und AIG? Sind auch sie Zombies? Vermutlich. Auch sie wären wahrscheinlich während der 2008er Krise untergegangen – dahin, wo sie hingehören.

Der Kongress hat sie gerettet, mit dem Geld der Steuerzahler. Und die Fed hat sie mit Billig-Krediten belohnt. Alles, was unter dem wahren Wert eines Kredites liegt – wie es in einem freien Markt entdeckt wurde – ist Zombie-Finanzierung. Eine einfachere Frage ist es, wenn man es beispielsweise bei den Empfängern der Essensmarken anwendet. Sie bekommen Zombie-Almosen, bezahlt von jemandem, der, in diesem Falle, gar keine Wahl hatte.

Doch was ist nun mit den Sozialhilfeempfängern? Als Gruppe betrachtet sind die Empfänger der Sozialhilfe sicherlich eine Zombie-Gruppe., weil sie weniger eingezahlt haben, als sie erhalten werden. Die Obrigen zwingen einen dazu, den Unterschied zu finden. Doch jeder individuelle Empfänger mag oder mag kein Zombie sein, es kommt ganz auf das Ergebnis unseres Testes an. Der eine hat vielleicht genug Geld eingezahlt, um seine eigene Pensionierung zu finanzieren. Tatsächlich hat er vielleicht sogar mehr als seinen gerechten Anteil bezahlt.

Meine 93jährige Mutter, zum Beispiel, ist ein Zombie. Was in keinster Weise ihre Schuld ist. Sie hatte einfach nur das Glück, eine lange Zeit zu leben. Das war Teil des Deals. Wie bei einem Versicherungsprogramm:

Einige gewinnen. Einige verlieren.


Quelle: Kapitalschutz Akte
Amerikas teurer „Adel“ (von Bill Bonner)
Ein Sklave des Systems (von Bill Bonner)
Weitere Informationen: Investor Verlag

 

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Ein Kommentar auf "Amerikas teurer „Adel“"

  1. Sandra sagt:

    Ich habe noch einen schönen Zombitest:
    Ein Mensch ist in der Lage, einen Monolog zu führen. Der Grundlage entspringt der Dialog mit x-beliebigen Anderen.

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