Amerikas bevorstehende 25jährige Rezession

7. Januar 2015 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Ich verbrachte Silvester in der Businessklasse von Air France und stieß mit Champagner an und wachte 2015 auf.

Ich wünsche Ihnen ein frohes neues Jahr.

Ich hoffe, ich kann mithelfen, dass es ein gutes Jahr werden wird. Oft wird mir „exzessiver Pessimismus“ vorgeworfen. Normalerweise soll ich auch „Lösungen“ liefern. Vielleicht ist der Anfang des Jahres eine gute Gelegenheit, um das anzusprechen. Ein Kollege hat eine Liste mit möglichen Überraschungen der Finanzmärkte für das Jahr 2015. Obwohl ein Ölpreis von 40 Dollar und ein Goldpreis von 1.000 schockierend klingen mögen, sind diese Trends größtenteils bereits am Laufen. Trends setzen sich fort, bis sie enden.was oft Jahre dauert. „Mehr von demselben“ ist normalerweise das, was passiert.

Aber es ist nicht die beste Wette, einfach auf ein „weiter so“ zu setzen. Die beste Wette muss berücksichtigen, was die Konsequenzen wären, wenn man falsch liegt. Und hier kommt die Negativität ins Spiel. Der Aktienmarkt mag 2015 weiter steigen. Die „beste Wette“ muss dabei die Konsequenzen berücksichtigen, wenn man falsch liegen würde. Die Investoren mögen weiter zur Heiligen Janet Yellen beten, mit positiven Ergebnissen. Die US-Wirtschaft könnte weiter wachsen. Aber was, wenn das nicht der Fall sein wird?

Bei Rückschlägen kaufen

Die großen Medien, Washington und die Wall Street werden Ihnen gerne sagen, warum die Dinge im Jahr 2015 hell und positiv sein werden. Sehen Sie sich nur die Kursbewegungen des letzten Jahres an. Bloomberg dazu sinngemäß: „Investoren und Trader sind in den letzten Jahren darauf konditioniert worden, bei Rückschlägen zu kaufen“, so Quincy Krosby, ein Analyst mit Sitz in Newark, New Jersey, bei Prudential Financial Inc., welche 1 Billion Dollar Vermögen verwalten. „Dieses Jahr war keine Ausnahme.“

Im Jahr 2014 sind die Aktienkurse an 107 Tagen gefallen, zwei mehr als 2013, und niemals mehr als drei Mal in Folge, wie Daten von Bloomberg zeigen, welche bis 2000 zurückgehen. Die Aktienkurse sind im Durchschnitt um 0,1% gestiegen in den Tagen, nach denen sie gefallen waren, was einen 235-Punkte-Zuwachs im S&P 500 stützte, welcher die durchschnittliche Rendite der letzten 10 Jahre auf 7,8% erhöhte. Im März 2009 lag dieser Wert noch bei minus 4,5%. Wie kann es noch besser werden? Das ist es ja: Das kann es wahrscheinlich nicht.

Selbst wenn 2015 ein gutes Jahr werden wird, liegt darin vielleicht wenig Gewinn. Aber wenn die Dinge sich nicht wie erhofft entwickeln, dann könnten die Verluste groß sein. Dann würden sie wirkliches Zähneknirschen hören! Deshalb könnte ein bisschen „Negativität“ eine gute Sache sein!

Ein 25jähriger Abschwung

Hier ein Überblick über einige Trends, welche uns 2015 überraschen könnten Die Aktienkurse könnten fallen. Warum nicht? Sie sind 6 Jahre in Folge gestiegen. Sie müssen irgendwann fallen. Auch die Anleihenkurse könnten fallen. Seit 1982 sind die Anleihen im Bullenmarkt. Auch das muss irgendwann enden. Der Ölpreis könnte steigen. Die Inflation könnte uns überraschen. Wir haben uns an niedrige Preise gewöhnt. Die Höhe der Inflation ist in den letzten 33 Jahren gefallen (in den USA). Es gibt kein Gesetz welches sagt, dass dies so bleiben muss. Und wenn die Inflation wieder über 2% steigen wird – welche größere Zentralbank wird dann den Mut haben, die Geldpolitik zu verschärfen? Eins dieser Dinge könnte eine „25jährige Rezession“ veranlassen, wie es Jim Rickard nannte.

Ein Bärenmarkt bei den Aktien könnte ein Vierteljahrhundert dauern – wie es in Japan der Fall war. Die US-Wirtschaft könnte 25 Jahre in einer Krise sein, wie im Fall von Japan. Und die Regierung der USA könnte so reagieren, wie Japan reagiert hatund sie wird Pleite gehen, wie es Japan tun wird… (Seite 2)

 

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Ein Kommentar auf "Amerikas bevorstehende 25jährige Rezession"

  1. Sandra sagt:

    „Die beste Wette muss berücksichtigen, was die Konsequenzen wären, wenn man falsch liegt.“

    Jegliche Erwartungen im Weltgeschehen sind Wetten. Der betreffende Index ist Glaube und Vertrauen.

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