Amerikaner, männlich, Mittelklasse und Pleite

17. Mai 2014 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Ja, die plappernde Klasse ist aufgeregt wegen „ungleicher Verteilung des Reichtums“…Ein Mann hat viel. Einer wenig. Natürlich ist der mit wenig neidisch. Und die sich-Einmischenden mischen sich noch mehr ein. Jesus sagte, dass die Armen immer mit uns sein werden. Aber muss es so viele von ihnen geben? Und was ist mit der Mittelklasse? Die scheint zu verschwinden; deren Anteil am Nationaleinkommen ist drastisch gesunken…

Reich? Arm? Ich war beides. Aber jeder will der Held seiner eigenen Geschichte sein. Mein Ziel auf der Ranch ist es, das Unternehmen profitabel zu machen – und mehr Leute einzustellen, und die Löhne zu erhöhen. Den Leuten wird es dann finanziell besser gehen, und ich werde von allen geliebt werden. Vielleicht werden die Leute ein Monument aufstellen für „Don Bill“… .oder zumindest werden sie sich an meinen Namen erinnern, wenn ich das letzte Mal vom Pferd gestiegen bin.

Ich werde Sie vielleicht wissen lassen, wie es in den nächsten paar Jahren weitergehen wird. Lassen Sie uns gemeinsam jammern über die Lumpen-Mittelklasse Amerikas. Aber zunächst „Kopf hoch“. Anders als Thomas Piketty werde ich nicht dem Kapitalismus die Schuld geben; der freie Markt ist nur die Summe der Entscheidungen von freien Konsumenten, Arbeitern, Produzenten und Investoren. Und anders als Paul Krugman werde ich auch nicht den hartherzigen Republikanern die Schuld geben; es sind die weichen Köpfe beider Parteien, die ich für verantwortlich halte.

Ja. Ich gebe die Schuld dem, der sie verdient… …den Dummköpfen, welche die Kreditblase geschaffen haben:

Johnson…Nixon…Reagan…Greanspan…Bernanke…

Die Zerstörung der Einkommen der Mittelklasse ist nur eine der Folgen deren falscher Politik. Die Washington Post dazu: „Die Löhne stagnieren nicht, sie fallen. Viele Ökonomen haben darüber Besorgnis geäußert, dass der Median der Löhne seit den 1970ern stagnierte. Aber es ist schlimmer als das. Die beste aktuellste Arbeit in Bezug auf die Veränderungen der Löhne für Männer wurde von Michael Greenstone und Adam Looney vom Hamilton Project durchgeführt, und sie fanden heraus, dass der Median der Einkommen für Männer seit 1969 gesunken ist. (…)“

„Wenn man alle Männer nimmt, nicht nur die in Vollzeit Arbeitenden, dann ist der Median der Reallöhne zwischen 1969 und 2009 um 28% gesunken…“ Aber Moment. Es gibt noch mehr. Ted Baumann berichtet: „In der New York Times gab es eine Bombe: Die US-Mittelklasse ist nicht länger der Topp-Verdiener der Welt. Die Mittelklassen vieler Länder haben heutzutage höhere Reallöhne als unsere. Das beinhaltet unseren Nachbarn im Norden, Kanada (gute News für den Canada Day am 1. Juli). Die Niederländer und Norweger, welche bereits mehr verdienen als die unteren 50% der Amerikaner, sind knapp dahinter. (…)

„Das wahre Bild ist noch schlimmer. Berechnungen des Pro-Kopf-Netto-Vermögens für die USA beinhalten persönliche Rentenpläne wie IRA und Unternehmenspensionen. In den meisten Ländern, welche vor den USA liegen, erhalten die Bürger exzellente öffentliche Renten, welche im persönlichen Netto-Vermögen nicht berücksichtigt sind. Als Ergebnis davon sparen diese tendenziell erheblich weniger für den Ruhestand als wir (Amerikaner). Und sie haben dennoch größeres Netto-Vermögen als wir.“

„Mit anderen Worten – nicht nur, dass die amerikanische Mittelklasse weniger verdient als die anderer Länder – sie wird auch ärmer.“ Das ist sicher eine große Eigenartigkeit. Die Fed hat geholfen, einen Kreditboom anzufachen, der die Staatsausgaben und Schulden in den letzten 40 Jahren um 33 Billionen Dollar erhöht hat. Das ist die größte „Stimulierung“ aller Zeiten. Und es ist ein wirtschaftliches Desaster. Die Einkommen der Mittelklasse fallen. Die Schulden steigen. Der reale Reichtum fällt. Das reale Kapital verschwindet. Das Wachstum geht zurück. Ergebnis: Die Menschen werden ärmer.

Die Reaktion der Elite: Den Kapitalismus dafür kritisieren, dass er „Ungleichgewichte“ schafft. Und mehr Kontrolle durch die Regierung fordern!

Die Fakten werden kurioser. Die Fed kürzt ihre Käufe von Anleihen um 10 Mrd. Dollar pro Monat. So geht der größte Investor der Welt – einer mit Taschen ohne Boden – weiterhin aus dem Markt. Und die jüngsten Daten zeigen, dass das „g“ des Ökonomen Thomas Piketty (ich hatte berichtet) fast tot ist, genau wie er es prognostiziert hatte… (Seite 2)

 

Seiten: 1 2

Schlagworte: , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben.