Amerika unter Drogen

2. März 2017 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Der Dow, der S&P 500 und der Nasdaq bleiben weiter im Rekordmodus. Seit dem Wahltag in 2016 sind die Indizes um etwa zehn Prozent gestiegen. Die Verantwortlichen der Fed sagen, dass sie die Zinsen „ziemlich bald“ erhöhen könnten. Bla … bla … bla…

Denken Sie daran: die Wirtschaft ist eine Lernmaschine. Änlich wie eine Person. Wir reden nicht über die Art von falschem „Lernen“, wie es in der Schule üblich ist. Viel davon ist negativ – Ideen, Informationen und Fähigkeiten, die letztlich das echte Lernen zerstören oder verzögern. In der Tat, einige Leute bleiben in der Schule, um das wahre Lernen zu vermeiden.

Lernen kann schmerzhaft, demütigend und hart sein. Und nur durch Win-Win-Transaktionen lernt man etwas Nützliches. Der Ökonom Adam Smith beschrieb den Prozess vor mehr als 250 Jahren. Willige Käufer und Verkäufer entdecken, was die Dinge wirklich wert sind. Diese Information leitet – wie eine „unsichtbare Hand“ – Investoren, Produzenten und Konsumenten.

Ergebnis?

Mehr Reichtum (oder mit anderen Worten, Zufriedenheit).

Diese Lernmetapher ist nützlicher als wir dachten:

Wie lernen wir? Durch Versuche.

Wann beginnen wir mit Versuchen? Immer nur dann, wenn wir müssen.

Warum bleibt extreme Armut in Baltimore und anderen Orten bestehen?

Weil die Feds die Leute dafür bezahlen, es schlicht nicht zu versuchen und nicht zu lernen.

Warum kommen Kinder von reichen Eltern oft nicht weit im Leben?

Weil ihre Eltern ihnen Geld geben. Sie müssen die Dinge nicht für sich selbst herausfinden. Sie geben Geld aus. Sie lernen nicht.

Warum stagniert die U.S.-Wirtschaft?

Weil weniger Leute wirklich lernen. Die Zombies müssen nicht lernen. Die Kumpels, die Cronies lernen die schlimmste Lektion von allen: Verbrechen zahlt sich am Ende doch aus.

Win-Lose-Transaktionen

Heutzutage wollen viele klugen Mütter, dass ihre Kinder später mal Rechtsanwälte in Washington oder Wall Street Banker oder Cronies werden. Da liegt das gestohlene Geld … und die Menschen wissen es. Aber auf diese Weise lernt eine Wirtschaft nicht/nie. Das sind Win-Lose-Transaktionen, die den Menschen durch Verordnungen, Gesetzgebung und das Fake-Geld-System aufgezwungen werden. Manche Leute gewinnen; die meisten Menschen verlieren.

Diejenigen, die nicht beim Diebstahl beteiligt sind, stecken in schlecht bezahlten und wenig lehrreichen Jobs fest. Sie arbeiten an der Kassse in Tankstellen in Virginia. Oder schneiden Äste von Bäumen, die in Stromleitungen hineinwachsen, in Ohio zu. Oder sie haben überhaupt keine Arbeit.

Wirtschaftswissenschaftler Nicholas Eberstadt von der Denkfabrik American Entersprise Institute schreibt folgendes:

„Zwischen 2000 und 2015 stieg die Zahl der bezahlten Arbeitsstunden in Amerika nur um gut 4 Prozent. Im gleichen Zeitraum nahm die erwachsene, arbeitsfähige Zivilbevölkerung jedoch um fast 18% zu. Das bedeutet unter dem Strich, dass die bezahlten Arbeitsstunden pro erwachsenem Zivilisten im 21. Jahrhundert in den USA um schockierend hohe 12 Prozent gefallen sind.“

Was lernt man, wenn man keine Arbeit zu verrichten hat?

Nicht viel.

Arbeitslose erwachsene Amerikaner hängen einer jüngsten Studie zufolge 2.000 Stunden im Jahr vor dem Fernseher bzw. surfen im Internet. Sie würden ja lernen, wenn sie anspruchsvolle Kunden und ungeduldige Chefs befriedigen müssten. Sie lernen nichts beim Fernsehen oder Surfen im Internet.

Unter Drogen

Aber es könnte schlimmer sein. Und das ist es wohl auch… Unser Schwager, ein pensionierter Prediger, klärte uns jüngst auf.

„Ich konnte es nicht glauben. Ich habe allen erzählt, dass wir hier unten in den ländlichen Virginia-Bergen leben … und wie nett dort jeder ist. Es ist ja wie die „Andy Griffith Show“.

„Aber dann kam die Polizei und verhaftete im Haus unten an der Straße fast alle Leute. Die Leute betrieben ein florierendes Drogenunternehmen. Sie hatten mehr als $ 100.000 in bar. Stellen Sie sich vor … hier in Nelson County. „

Einer DEA-Studie zufolge starben im Jahr 2015 mehr Amerikaner an einer Drogenüberdosis als im Verkehr oder durch Schußwaffen. Washington gibt Billionen Dollar an Steuergeld aus, um Terroristen zu stoppen. Aber in diesem Jahr, im Jahr 2017, ist es in den USA 3.096 mal wahrscheinlicher durch eine Überdosis an Drogen oder Selbstmord umzukommen, als bei einem Terroranschlag zu sterben.

Wie das wahre Lernen in den USA erstickt wird…
von Bill Bonner

In der heutigen Ausgabe des Tagebuchs beschäftigen wir uns zunächst weiter mit dem Drogenproblem in den USA. Der Rat der Wirtschaftsberater des Präsidenten berichtet, dass etwa die Hälfte aller arbeitslosen Amerikaner Drogen nehmen. Illegale, aber auch verschreibungsplichtige.

Wo bekommen sie all diese Drogen her?

Von den Feds, natürlich.

Der Ökonom Nicholas Eberstadt vom American Enterprise Institute schreibt:

„Von der gesamten arbeitslosen männlichen Anglo-Bevölkerung profitierten im Jahr 2013 fast drei Fünftel (57%) von einem oder mehreren staatlichen Behindertenprogrammen. Im Buch „Dreamland“ von Sam Quinones ist folgendes zu lesen:

Die Medicaid-Karte bezahlt die Medizin. Und zwar jede Pille. Der Arzt muss nur meinen, dass der versicherte Patient diese benötigt.

Unter denen, die Medicaid-Karten erhalten, sind Menschen, die Sozialhilfe beziehen oder im Rahmen eines Behinderprogramms gefördert werden.

Wenn Sie ein Rezept von einem bereitwilligen Arzt bekommen, zahlt die Medicaid-Karte Monat für Monat die Kosten. Mit nur drei Dollar Zuzahlung können Süchtige also Pillen bekommen, die mehrere Tausend Dollar wert seien. Den Differenzbetrag zahlen die US-Steuerzahler. Ein Drogensüchtiger könnte also hergehen und diese Pillen, die er für drei Dollar bekommen hat, für 10.000 Dollar auf der Straße wieder verkaufen.“

Die Frage, die sich uns stellt ist, ob man wirklich viel lernen kann, wann man unter Drogeneinfluss ist?

Wahrscheinlich nicht viel.

USA – Land der Häftlinge

Ein weiterer Ort, an dem man nicht viel lernen kann, ist das Gefängnis.

Die USA stellen etwa fünf Prozent der Weltbevölkerung. Aber laut Internationalem Zentrum für Gefängnisstudien sitzen 22% aller Häftlinge der Welt in den USA im Knast. Amerika hat mehr Gefängnisinsassen als jede andere Nation – etwa 2,3 Millionen Seelen.

Sie schleichen in den Zellen herum, führen stupide Befehle aus. Was lernen Sie dabei?

Falsches Geld produziert einen gefängnisähnlichen Zombie-Effekt für die Wirtschaft. Es stört die Sinne. Es verhindert den Schmerz des Versagens. Es führt dazu, dass Leute nicht einmal damit beginnen, etwas auzuprobieren.

Wo findet das wahre Lernen in einer Wirtschaft statt? In neuen Unternehmen. Das sind die mit den neuen Ideen, neuen Modellen und neuen Produkten. Jedes davon ist ein Experiment. Wenn sie erfolgreich sind, wachsen sie und stellen Leute ein.

Aber die Zahl der Firmenneugründungen in Amerika ist regelrecht zusammengebrochen. Das aktuelle Niveau liegt nur noch bei der Hälfte dessen, was 1978 der Fall war. Laut einer aktuellen Weltbank-Studie liegen die USA auf dem beschämenden 51. Platz im weltweiten Ranking mit Blick auf die Hürden bei Unternehmensgründungen. Die USA liegen da hinter der Elfenbeinküste, Afghanistan, Ukraine und sogar hinter Frankreich. Kanada liegt hier mittlerweile auf Platz 2!

Naja, es geht aber nicht nur um die Frage, ein Unternehmen neu zu gründen. Die Weltbank-Studie zeigt auch, dass die USA immer noch in der Nähe der weltweiten Spitze in zumindest einer Kategorie sind: „Verfügbarkeit von Krediten“

Ja, wenn es darum geht, Falschgeld an Menschen, die es sich nicht leisten können, es zurückzuzahlen, als Kredit zur Verfügung zu stellen, darin sind die USA weiter weltklasse.

Aber warten Sie einen Moment… Das Falschgeld fließt zu den großen Jungs, nicht zu den Startups. Sie benutzen es, um die Gründung von Startpus zu verhindern. Und ihre Drehtürkontakte zu den Regulierungsbehörden helfen auch dabei, den Wettbewerb zu verhindern.
Quelle: Kapitalschutz-Akte
Eine andere Welt...(von Bill Bonner)
Die Partei des Krieges(von Bill Bonner)
Weitere Informationen: Investor Verlag

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Ein Kommentar auf "Amerika unter Drogen"

  1. Argonautiker sagt:

    Mit dem Geld ist das ähnlich wie mit der Politik. Man erzählt uns immer und immer wieder, wie wichtig Politik und das Wählen ist, so wie man uns immer und immer wieder erzählt wie wichtig Geld für uns ist.

    Die Wahrheit ist eher wie im Artikel angedeutet. Politik ist vornehmlich für Politiker gut. Gewerkschaften sind vornehmlich für Gewerkschaftler gut. Geld ist vornehmlich für die Geldhersteller gut., Banken sind vornehmlich für Banker gut, Versicherungen sind vornehmlich für die Versicherer gut, Drogen sind vornehmlich für…, und, und, und.

    Man hat uns allerdings bis zum Erbrechen damit beworben, zu glauben, daß all das für uns gut und wichtig sei. Diese manipulierende Werbung ist ungefähr so richtig wie die Propaganda, daß Drogen Probleme lösen, Wiesenhofhähnchen von idyllischen Bauernhöfen kommen, der Handyvertrag die neue Redefreiheit bringt, oder, daß das ganz neue HD, das Fernsehen endlich zum Erlebnis macht.

    So lange man diesen Illusionen glaubt, scheint es zu mindest so lange zu sein, bis das erwachen kommt, und man erkennt das man stumm, arm, vereinsamt, Innerlich entkernt, und Äußerlich isoliert, kein eigenes Dasein mehr hat.

    Mit anderen Worten, das Unwichtige hat sich durch Massenmanipulation und der Einnahme von Positionen nahezu unentbehrlich gemacht, und zehrt das wirklich Wichtige bis zum Letzten aus, indem es ihnen vorgaukelt, daß man all das Unwichtige doch unbedingt braucht, und zu glauben hat, daß wenn man diese Dinge nicht kauft und nutzt, ein schlechter, ein minderwertiger Mensch ist.

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