Alte und Junge in den USA (Bill Bonner)

14. April 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer

von Bill Bonner

In den USA werden die Alten und nicht die Jungen bevorzugt. Und der Haushalt ist aus dem Rahmen geraten… für jeden Dollar Steuereinnahmen werden 1,70 Dollar ausgegeben. Diese 70 Cents je Dollar Steuereinnahmen sind neue Schulden. Und die muss jemand in der Zukunft zahlen. Wie glücklich diese junge Generation ist! Es muss die härteste Generation überhaupt sein…

Laut Professor Laurence Kotlikoffs Schätzung müssen sie öffentliche Schulden und nicht finanzierte Zahlungsversprechen in Höhe von mehr als 200 Billionen Dollar schultern.

Forbes veröffentlicht eine Liste mit den reichsten Menschen der Welt. Wer würde eine Liste der Ärmsten der Welt veröffentlichen? Dann würden sicher die jungen Leute in Amerika ganz vorne stehen. Denn auf jedem lastet eine gewaltige Schuldenlast, bevor er überhaupt sein Arbeitsleben beginnt.

Das ist doch wohl kaum fair.

Der Volkswirt Robert Samuelson schreibt in der Newsweek, und er teilt meine Meinung: Ob unsere gewählten Politiker sich wohl aus AARP zurückziehen werden – der 40 Millionen Mitglieder-Organisation, die die Rentner vertritt“, das sei die große Frage für das Haushaltsjahr 2012. Die Haushaltsvorschläge von Obama haben Social Security und Medicaid unangetastet gelassen. Warum? Die gierigen Alten gehen wählen.

Diese Programme sind eine Form der Wohlfahrt für die Mittelklasse“ geworden, sagt Samuelson; sie müssen gekürzt werden.

Ich glaube nicht, dass man versuchen sollte, den Lauf der Geschichte zu ändern. Ich bin kein Weltverbesserer. Und dennoch versuche ich, mein eigenes Leben zu verbessern.

Vor ungefähr zwei Jahren begann ich ernsthaft darüber nachzudenken, was ich mit meinem eigenen Geld am besten machen soll. Ausgeben? Sparen? Nicht drüber nachdenken…und das Beste hoffen?

Aber was war der Plan für die Kinder? Was würde aus ihnen werden, wenn mir etwas passieren würde? Was würden sie alleine auf die Beine stellen? Was, wenn etwas schief laufen würde? Sollten Sie dann von staatlicher Hilfe abhängig sein…oder dem Planen ihres eigenen Vaters?

Zu ungefähr dieser Zeit entwickelte ich das Konzept des Familien-Büros“. Arme Leute haben Lebensmittelkarten. Die Mittelklasse hat die Sozialversicherungen. Die reichen Leute haben Familien-Büros.

Da rede ich nicht von Leuten, die im Lotto gewinnen oder Millionen Dollar für Fußballspielen erhalten. Ich rede von Leuten, die ihr Geld auf altmodische Weise selber verdient haben, und versuchen, es in der Familie zu halten, oft über Generationen. Die behandeln ihr Geld anders. Die sehen das als ein Vermächtnis, das es weiterzugeben gilt an die nächste Generation.

Nur weil Leute reich sind, heißt das nicht, dass sie dumm sind. Altes Geld muss seine Geheimnisse haben…seine Tricks…und auch seine Weisheit. —–>

Print Friendly, PDF & Email

 

Seiten: 1 2

Schlagworte: , ,

Ein Kommentar auf "Alte und Junge in den USA (Bill Bonner)"

  1. Alte und Junge in den USA sagt:

    […] u.w. : http://rottmeyer.de/index.php/alte-und-junge-in-den-usa/ Blog this! Recommend on Facebook Buzz it up Share via MySpace Tumblr it Tweet about it Buzz it up […]