Allmächtig oder „Der Hebel aus dem Nirgendwo“

25. Oktober 2011 | Kategorie: Kommentare, RottMeyer, Slideshow, Zeitlos

von Bankhaus Rott

Die Vertreter  europäischer Staaten sammeln fleißig Bonusmeilen. Man fliegt von Brüssel nach Paris, von Bonn nach Berlin, von Lissabon nach Athen um über Dinge zu reden, deren Ausmaß wohl die wenigsten verstanden haben. Das gilt auch für die Lösungsvorschläge, die abgesehen von einem hohen Unterhaltungswert nicht viel Substanz haben. Ob die Herren Kommissare und Finanzminister überhaupt begriffen haben, wie ein Hebelkonstrukt funktionieren sollte?

Der Zweck des EFSF und dessen dauerhafter Vergrößerung ist in erster Linie der Kauf von Staatsanleihen, die sonst niemand haben will. Eigentlich könnte dies auch die EZB machen, aber das ist ein Rechtsbruch, denn gemäß EU Recht darf die Zentralbank das nicht. Nun, bekanntermaßen wurde Herr Trichet für den Schritt ins Illegale nicht mit Bunkerhaft sondern mit einem feisten Abschied bestraft. Sie sehen, auf die strikte Einhaltung des EU Rechts ist Verlass. Eigentlich warten wir noch auf den Ruf „wenn wir uns immer an das Recht halten, scheitert Europa“.

Damit es für die EZB nun also bei einem halben Mord bleibt, wird nun an einem Vehikel gebastelt, das dasselbe tut, sich aber nicht um die EU Verträge scheren muss. Was macht aber dieses Vehikel und wie könnte es aussehen? Wir beginnen mit den Basisinformation. Wer verkauft die Anleihen und wer kauft und bezahlt sie.

Die Verkäufer sind die Risiken los und sind, je nach Verkaufskurs, mehr oder weniger fein raus.

Im nächsten Schritt werfen wir einen Blick auf die entstandene Struktur.

Besonders wichtig ist die Aufteilung in zwei Tranchen. Die Eigenkapitaltranche (junior tranche) trägt das Risiko des ersten Verlustes. Die vorrangige Tranche der Fremdkapitalgeber verliert erst dann Geld, wenn das Eigenkapital völlig aufgebraucht ist. (Seite 2)

 

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22 Kommentare auf "Allmächtig oder „Der Hebel aus dem Nirgendwo“"

  1. bts_freak sagt:

    Tolle Arbeit. Danke für die informative Recherche!

  2. holger sagt:

    Moinsen Vorstand

    ich hab das mal mit nem Hebel 1:20 und in Demut verharrenden 5%/anno Verzinsung für Junior gerechnet.

    10M machen 200M… auf 200M werden 5% erzielt. Ergo in einem Jahr 10M, somit ist Junior aus dem Spiel nach einem glücklichen Jahr und einem Tag raus. Bei 6% hat Junior sogar noch 2M „verdient“.

    Hier ist die Frage ja nur: Wo werden die 200M platziert.

    Wo liegen die Zinsen für ein jährige Ouzos? Und wer rettet die als? Ach, vergessen steht ja oben im Text.

    LG wiadG

  3. bts_freak sagt:

    Eine interessante Frage ist ja auch: Was passiert, wenn das EK Futsch ist, weil z.B. 10% ausgefallen ist?
    Sagen dann die Staaten zu den anderen Kreditgebern: Sorry Jungs, das wars, wir haben unseren Teil gemacht, ihr seit jetzt mit dem Rest alleine?
    Das glaubt doch kein Mensch. Das erste was passiert, wird sein, dass die schreien, dass sie raus wollen, wenn keine EK-Tranche mehr da ist. Und dann wären wir bei den zweiten 211 Mrd, um das Konstrukt wieder dahin zu bauen, wo es ursprünglich war.

  4. stonefights sagt:

    Lieber Bankrott-Mensch,
    Hochachtung !
    lg, stonefights

    By the way, die Raubritter bekommen im Lustspiel dieser Dekade vielleicht noch ihr „Land und Bahn“ zugeteilt, bevor das „Brot“ des Volkes mehr „Wert“ bekommt .-)

    netzticker.com/politik/zeitung-efsf-zahlungsausfalle-sollen-auch-mit-sachwerten-kompensiert-werden/110251

  5. holger sagt:

    @ bts_freak

    ich habe mal gelernt, dass zuerst der Zins bedient wird und danach es erst zu einer Tilgung kommt/kommen kann. Wie ich schrub, wird Junior nach einem Jahr entlassen aus der Haftung. Daher bin ich mit den Überlegungen von Vorstandsseite auch nicht ganz d accord. Das EK wird nämlich nur für ein Jahr und ein Tag gebraucht, um den Hebel zu betätigen.

    Ferner ist es ein wenig verwirrend, dass der Vorstand, von Kreditgeber in der Grafik Römisch II (Seite 1 hellgrau) spricht. Denn das müssten vermutlich Kreditnehmer sein. Die bei einem Hebel 1:20 die gehebelten 19+1 brauchen. Sonst bräuchte man ja nicht den Hebel ansetzen. Vermutlich will der Vorstand hier für Verwirrung sorgen 😀 😉 oder ich habs mal wieder nicht verstanden. Kommt ja häufiger vor.

    Wie ich auch schon schrub bedarf es nach einem Jahr und einem Tag den EK-Geber nicht mehr, je nachdem wie der Hebel ist, und die Verzinsung des gehebelten EK. Er erhält das EK+X zurück. Vereinfachte geschriebene Version. Das EK muss aber aus Externer Quelle kommen. Sonst hauts nicht hin mit dem Hebel. Warum? Ich weiß es nicht. Sind eben die Rules der Ferengi.

    Wenn man nun den EFSF hebeln möchte, ist das mal wieder nur die übliche Verarschung. Dann kann man die haftende (wie süß endlich mal was anhaftendes) Summe auch gleich auf X-Faktor Trillionen setzen. Oder am besten redet man gar nicht mehr darüber. Dieses ganze Gequatsche ob Pleite oder nicht, ist doch nur virtuelles Krams. Es ist gar keiner Pleite. Weder die PIIGS noch sonst wer. Das redet man sich nur ein oder wird eingeredet. Wie oft war die Welt schon Pleite? Und warum kreuchen und fleuchen dann bitte schön immer mehr Einzeller hier rum? Ständig ist man Pleite. Ja klar, voller Debitismus und Demut üben, voller Besatz von der Ur-Schuld und Spar-Wahn, kommt man gar nicht mehr zum Leben. Ständig muss man sich um seine Kröten Sorgen machen. Als wenn es das Morgen nicht mehr geben würde. Wir sollten uns die Erde Untertan machen und nicht die Kröten uns. So stehts irgendwo geschrieben. Die Kröten sind nur Mittel zum Zweck und mehr nicht. Gehebelt oder nicht, ist vollkommen wurscht. Sie sind da, und sollten auch eingesetzt werden. Und zwar da, wo sie eine Wirkung haben. Im Volk, im Menschen. Aber nicht bei irgendwelchen Spinnern, die Bilanzen fälschen und vor lauter Verlust-Angst nicht mehr schlafen können.

    Wir sind nicht Pleite… wir sind nur zu dämlich zum angenehmen Leben. Dem Ars vivendi.

    • retracement sagt:

      30 Mio Deutsche zahlen einmalig €1000 = 3 Bio
      Oder eben 15 Mio zahlen €2000
      Wo isch Problem? Schwupp is gut!

      Mist hab mich verrechnet! Oh je
      30 Mio Deutsche zahlen einmalig €100.000 = 3 Bio
      Oder eben 15 Mio zahlen €200.000

      Sieht mir alles mehr nach nem Guthabenproblem aus . . .

  6. Bankhaus Rott sagt:

    Hallo,

    erstmal vielen Dank an die Leserschaft!

    @bts_freak
    Gute Frage. Das glaubt in der Tat wohl kaum jemand.

    @holger

    Da bringen Sie tatsächlich etwas durcheinander. Die Basis des Konstruktes ist, dass man Anleihen kauft. Das Geld zum Kauf setzt sich aus Eigenkapital und Fremdkapital zusammen. Wer das Fremdkapital stellt, ist Kreditgeber.

    Eigenkapital und Fremdkapital werden so lange benötigt, wie es der Laufzeit der Papiere auf der Assetseite entspricht. Da weiter munter zugekauft werden wird, liegt man mit der Schätzung „auf unbestimmte Zeit“ sicher nicht ganz falsch.

    Zum Hebeln der Junior-Tranche. Das ist beim EFSF nicht der Fall, da das Eigenkapital von staatlicher Seite kommt, nicht von Banken. Banken wäre es auf Grund der Eigenkapitalbelastung nicht möglich, ein Investment in diese Tranche zu hebeln. Das liegt vor allem daran, dass das Ausfallrisiko um ein mehrfaches höher ist, als dies bei einem unstrukturierten Anleiheportfolio der Fall ist. Ein Totalverlust der junior tranche ist durchaus möglich. So einfach ist es dann doch nicht 🙂

    Investments in die junior tranche ließen sich theoretisch hebeln. Allerdings hilft das nichts, wenn die Zinsmarge negativ ist. Das ist dann der Fall, wenn meine Finanzierung teurer ist als das, was mir die Anlage einbringt. Bei negativer Marge macht ein Hebel die Sache nur noch schlimmer. Gesucht wird also ein Kreditgeber mit einer Risikoprämie, die so niedrig ist, dass er mit dem niedrigen Spread der senior tranche eine positive Marge erwirtschaften kann. Das Problem: Diese Risikoprämie müsste derzeit gut 30% tiefer sein als der Spread der BRD. Wie war noch mal die Vorwahl von Norwegen?

    Beste Grüße an alle
    Bankhaus Rott

    • holger sagt:

      Ha…

      —>>>Das ist beim EFSF nicht der Fall, da das Eigenkapital von staatlicher Seite kommt, nicht von Banken.

      Nu wirds interessant. Die BRD Finanzagentur GmbH hat aber nur 25.000 Euronen ausgewiesen als Eigenkapital bzw. Haftungssumme. Wie erklärt man sich das nun wieder? Der Staat hat kein Eigenkapital außer die 25k die ebenfalls geklaut worden sind. Sonst gäbs ja nicht die Anleihen. Woher schöpft der Staat denn das Eigenkapital? Wenn er dafür Anleihen (Fremdkapital) einsammeln muss?

      —>>> deutsche-finanzagentur.de/startseite/

      edit Auszug:

      Am 8. Juni 2010 wurde die Finanzagentur vom Rat der europäischen Finanz- und Wirtschaftsminister als Dienstleister für den Marktauftritt des europäischen Rettungsfonds European Financial Stability Facility (EFSF) mandatiert. Ihr Aufgabenspektrum umfasst u. a. die Emission und Übernahme von Finanzierungsinstrumenten im Namen und für Rechnung der EFSF sowie deren Liquiditäts- und Risikomanagement. Die Beauftragung besteht – ebenso wie die EFSF – nur vorübergehend und endet am 30. Juni 2013.

      • Bankhaus Rott sagt:

        @holger

        Es geht hier um die Eigenkapitaltranche (junior tranche). Dass die Staaten das natürlich alles über Fremdmittel finanzieren oder die Garantien nicht durch vorhandene Mittel gedeckt sind ist ja ohnhin klar.

        Sonst reicht es ja nicht mehr für Steuersenkungen 😉

      • bvrulez sagt:

        …dass immer noch Leute die Finanzagentur GmbH mit dem Staat BRD verwechseln. Das ist nur die Agentur, die Gesellschaft, die Firma, die die Schulden der BRD betreut. Nicht die BRD selbst!

    • crunchy sagt:

      Das war bisher meine Frage: Wer kauft diesen Schrott? Das Problem liegt in der erklärungsbedürftigen Konstruktion und in einem Umstand, der bisher nur hintergründig zutage getreten ist: Die weltweit größte Investorengruppe, die Angelsachsen, haben überhaupt kein Interesse an solchen Papieren, was ich an deren Generalverweigerung beim Griechenangebot (21 v.H.) ablese. Diese Verweigerung hat gewollte, politische Dimension. Die werden meines Erachtens solange blockieren, bis sie das bekommen was sie wollen: Eine europäische Gelddruckmaschine mit amerikanischem Patent! Und dann haben wir wieder unendliche Zeit gekauft, die Märkte werden´s richten.
      Also, wenn ich einen Hebel will: Kaufe ich Silber!

  7. kranich05 sagt:

    Ausgezeichnet !!! Mit drei Ausrufezeichgen !!!
    Und bitter notwendig.

    Ergänzend zu der Passage über die sog. Nachrichtensender und Infokanäle im letzten Abschnitt:
    Der Filz besteht nicht nur zwischen Finanzsektor und Politik, sondern ebenso mit dem Mediensektor als Dritten im Bunde.
    Schön, das zu begreifen.
    Doch der Filz umfaßt noch einen vierten Sektor:
    Die Geheimdienste/die Innere Sicherheit/das Militär.
    Das zu begreifen ist alles andere als schön.

  8. […] Rott & Meyer: Allmächtig oder „Der Hebel aus dem Nirgendwo“ […]

  9. MH sagt:

    Wow, alle Achtung – ein beeindruckender Bericht! Meine eigenen Rechenkünste beschränken sich leider auf pi mal Daumen 🙁

    Durchsetzen wird sich wohl die Variante mit dem IWF. Einer der vielen Berichte sprach vom „reichen“ IWF. Wahrscheinlich hat der eine reiche Erbtante auf dem Mond sitzen, von der wir alle noch nichts wussten.

    Widersprechen möchte ich allerdings Ihrer Meinung, dass alles ganz einfach zu verstehen sei. Das finde ich absolut nicht. Gerade habe ich mich an EFSF und ESM gewöhnt, Ela und Target2 noch nicht verdaut, da kommen schon die SPIVs ins Gespräch, also die Zweckgesellschaften, die für Liquidität bei den Anleihekäufen sorgen sollen und womit wohl in erster Linie der IWF gemeint ist.

    Letztendlich dienen die ganzen Abkürzungen ja wohl auch nur dem Zweck, Verfremdung und Distanz zu schaffen und damit Unverständnis und Desinteresse. Das fängt schon mit dem Begriff „Hebel“ an, der ja eigentlich nichts anderes als ein Kredit ist, aber lange nicht so bösartig klingt.

    Und da schließ ich mich dann aber wieder Ihrer Kritik an den Medien an, die über diese eminent wichtigen Dinge mehr aufklären müssten. Es ist ein Trauerspiel – auch dieses Thema!!

  10. holger sagt:

    Sehr geehrter Herr Vorstand,

    schau Dir mal noch mal den Auszug (BRD Finanzagentur GmbH… auf der Webseite unter dem Punkt „über uns“ letzter Absatz) an, wer und wann für den EFSF das Mandat bekommen hat. Da hat noch nicht einer, der Pappnasen im Pappnasenparlament Bundestag, den EFSF abgenickt.

    im Namen und für Rechnung der EFSF sowie deren Liquiditäts- und Risikomanagement.

    Am 8. Juni 2010 ist dieses EFSFSFESF abgenickt worden. Dh mit Mandatserteilung geht das Risikomanagement auf die BRD Finanzagentur GmbH über. Wer haftet aber für dieses Risikomanagement? Und dem ESM? Wer sind die Geschäftsführer dieser GmbH? Da graust es einen.

    Warum wurde die BRD Finanzagentur GmbH damit beauftragt? In diesem Gott-gewollten Europa? Warum wird hier nicht eine europäische Stiftung dafür gegründet? Wenn man es denn schon machen muss?

    Das Risiko der BRD Finanzagentur trägt zu 100% der Steuerotto Max Dummdödel, geb. irgendwann, Wohnhaft in Bielefeld oder anderswo in dieser BRD. So sieht es aus.

    Und nun, da der deutsche Steuerochse vor den Karren gespannt wurden ist, kann man auch über Hebel sprechen. Weil alle anderen Europäer geht der Dreck EFSFEFSE nichts mehr an. Allen vorweg die Franzosen mit klein Bon Aparte.

    Und? Redet man darüber? Nein… wo kämen wir denn da auch hin. Meinetwegen kann man darüber lachen. Ich finde es reicht. Hier werden Rechtsbrüche und Rechtsakte begangen die an Hochverrat nicht zu übertreffen sind. Ich erkläre mich hiermit für Staatenlos.

    Quelle Wiki schreibt folgendes

    Rechtlich war und ist die Einrichtung des provisorischen Stabilisierungsmechanismus umstritten, da darin ein Widerspruch zur Nichtbeistandsklausel gesehen wird. Insbesondere in Deutschland gibt es deshalb Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht gegen das Gesetz zur Übernahme von Gewährleistungen im Rahmen eines europäischen Stabilisierungsmechanismus, durch das der vorläufige Stabilisierungsmechanismus in deutsches Recht umgesetzt wurde.[2]Ende 2010 beschloss der Europäische Rat eine Reform des AEU-Vertrags, die die Einrichtung des dauerhaften ESM explizit ermächtigt. Auch dieser soll bis spätestens 31. Dezember 2012 ratifiziert werden.

    Ich glaube ich bin im falschen Film.

  11. bvrulez sagt:

    Auch hier nochmal: Die Finanzagentur ist nur die Agentur. Wie das Reisebüro auch nur die Reisen verkauft, aber weder selbst fliegt, noch den Kaffee im Hotel ausschenkt. Und die is mit der Betreuung aller Deutschen Anleihen, Obligationen usw. betraut. Liegt nahe, dass man da auch den EFSF unterbringt. Das Risiko liegt deshalb nicht bei der Agentur. Die is quasi nur die Verwaltung.

    • holger sagt:

      bvrulez

      dann sollteste Dir mal einfach das GmbH Recht reinziehen. Ich tue es nicht mehr. Die is nicht nur Quasi eine Verwaltung. Schau dir die Geschäftsberichte an. Über das Konto dieser GmbH laufen die Gelder. Und wenn man im Zweifel einen verklagen möchte, dann zuerst diese GmbH. Die im Namen der BRD die Geschäfte tätigt. Soll ich auch noch den Handelregister-Auszug raussuchen? Da tritt die BRD als Eigentümer auf. vertreten durch Geschäftsführer XY manchmal auch Z.

      • stonefights sagt:

        Holger, Holger, so kenne ich dich virtuell noch gar nicht. Mach mal die Kiste aus und geh spazieren, freu dich über die schuldlose Sonne am WE und setz dich auf eine gestiftete Bank ohne Folgekosten.
        Die Spiele beginnen doch erst gerade, der Löwe ist gerade erst in die Arena geführt, das Blutige kommt noch, wir sollten die Aufgeregtheit unserer Endorphine dann akzeptieren, wenn der Löwe auf die Tribüne springt, dann brauchen wir sie nämlich zum „flüchten“ 🙂
        Aber keine Angst, so aufgeregt war ich auch vor 2 Jahren über täglich neue Details meines Schlafes.
        Mittlerweile habe ich akzeptiert, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt als kleines Schaf den Löwen nicht mehr in den Zwinger drängen kann, aber ich kann „wachsam“ sein, dass ich „eher und schneller“ renne, als andere (noch schlafende) Schafe, die von mir nicht geweckt werden wollten, dass habe ich nämlich auch aufgegeben…
        lg, stonefights

        • holger sagt:

          Lieber stonefights

          Ich schreibe hier in diesem Blog nun seit geraumer Zeit >2 Jahre meinen Senf. Da waren Frank und ich noch Jung und Hübsch. 😀 Und ich hab mich schon vor einigen Monden mit diesem Krams beschäftigt. Nicht erst seit Gestern. Genauer gesagt, bin ich durch einen „Berater“ in… ich glaube 2005 oder 2006 über dieses System aufgeklärt worden. So denke ich jedenfalls. Vorher war mir der ganze Ablauf auch nicht bekannt. Aber was der gute Prof.Dr. am Münchner Flughafen mir verzählt hat, hatte Hand und Fuß. Und ich rege mich nur darüber auf, wenn eine Frau Merkel sagt: Sie müssste ja nun Schaden vom Volk abwenden. Und sie würde sich ja auch darum bemühen. Steht so in der „FAZ“ dann ist es soweit. Hat sich stehts bemüht was zu verstehen.

          Ich danke recht herzlich.

  12. Karl Napp sagt:

    Der Renditeunterschied zwischen der EK Tranche mit 444bp und der FK Tranche mit 56bp erscheint mir sehr hoch.

    • Bankhaus Rott sagt:

      @Karl Napp

      Das wirkt hoch, ist aber nicht ungewöhnlich. Die junior tranche ist 10% „dick“. Sie wird gemäß aktueller Risikoprämien mit einer Wahrscheinlichkeit von nahe 1 in den nächsten Jahren ausfallen komplett ausfallen.

      Ein Beispiel mit einem existierenden Basket, dem Index auf nachrangige Bankanleihen. Würde man diesen Index tranchieren in eine junior und senior tranche so sähe das Bild folgendermaßen aus. Die 10% dicke junior Tranche läge bei einem Spread von rund 3300 Basispunkten, also satte 33%. Die 90% dicke senior Tranche würde bei diesem Beispiel 290 Basispunkte zahlen, weniger als ein Zehntel. In der Regel unterschätzt man die vollkommen asymmetrischen Risiken derartiger Vehikel, wenn man den Umgang damit nicht gewohnt ist.

      Beste Grüße
      Bankhaus Rott

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