Allgemeine Gedanken zum drohenden Zusammenbruch der Ordnung

23. März 2015 | Kategorie: RottMeyer

von Egon Wolfgang Kreutzer

Man kann die „Ordnung“ von zwei extrem unterschiedlichen Blickwinkeln aus betrachten. Der eine Blickwinkel vermittelt eine „göttliche“ Ordnung, die von den Bahnen der Gestirne bis zum Kristallgitter des Diamanten überall sichtbar wird, wenn man nur die Augen öffnet und bereit ist, diese Ordnung zu erkennen. Der andere Blickwinkel offenbart die menschliche Ordnung, die sich in Grenzen und Gesetzen ebenso zeigt, wie im Aktenschrank des Bürokraten…

Weite Teile des menschlichen Lebens sind inzwischen von dieser menschengemachten Ordnung abhängig, davon dass alles und jeder an seinem Platz ist und dort nach den vorgegebenen Regeln ordnungsgemäß funktioniert. Während die „göttliche“ Ordnung sich mit dem natürlichen Chaos bestens arrangiert hat, und uns sowohl bis an die Grenzen des Universums wie auch bis in die Verästelungen des Mikrokosmos immer wieder durch neue, verwirrende Erkenntnisse überrascht, lässt sich die menschengemachte Ordnung mit dem um sie herum herrschenden Chaos schlecht vereinbaren.

Hätte ein Mensch die Welt geschaffen, wir müssten weder Gold noch Diamanten in tiefen Bergwerksgruben suchen. Alles was gut und wichtig und nützlich wäre, hätte seinen festen Platz und wäre für den Berechtigten leicht zugänglich, während alles was schlecht und unwichtig und unnütz ist, in einer gigantischen Mülldeponie vom Anbeginn der Zeit an vergraben wäre, mit einem großen Hinweisschild oben drauf: „Deponie – Nicht öffnen! – Eltern haften für ihre Kinder!“

Da der Mensch die Welt nun aber nicht geschaffen hat, bemüht er sich zumindest, alles, was sich ordnen lässt, den Prinzipien seiner Ordnung zu unterwerfen.

Postleitzahl, Straße, Hausnummer, Name, Vorname bilden ein Ordnungsschema, das den Transport von Briefen und Paketen ebenso ermöglicht, wie den Einzug der GEZ-Gebühren.

Grundgesetz, Straßenverkehrsordnung, Kfz-Zulassungsstelle, Kfz-Kennzeichen bilden ein anderes Ordnungssystem, das zum Beispiel die Ausstellung von Bußgeldbescheiden ermöglicht.

Die beiden hier genannten sind „alte Ordnungen“, die auch vor 50 Jahren schon bestanden und nahezu unverändert auch heute noch aufrechterhalten werden.

Die Ordnungssysteme, die für große, ja gigantische Datenbanken gelten, wie sie zum Beispiel von Google aufgebaut werden, sind dagegen etwas für Spezialisten – und es sind noch höher qualifizierte und spezialisierte Spezialisten, die sich Software-Instrumente ausdenken, die in der Lage sind, über das Internet die Steuerzentralen von Atomkraftwerken zu infizieren und diese gegen den Willen der Betreiber abzuschalten oder zur Havarie zu treiben.

Grundlage für das Wirken dieser Spezialisten ist ihre Fähigkeit, sich in diese für den Normalbürger unerklärlichen Ordnungen der Quelltexte und Maschinencodes unerkannt einzuschleichen – und sie zu verändern. Wir erleben also im professionellen Hacker ein „System“, das sich menschengemachte Ordnungen zunutze macht, um Chaos zu stiften. Wobei davon ausgegangen werden kann, dass zunehmende Komplexität mit zunehmender Störanfälligkeit einhergeht, bzw., dass der Aufwand, eine komplexe Ordnung zu schützen, weitaus größer ist, als der Aufwand eine einfachere Ordnung zu erhalten.

Während die einfachere Ordnung oft schon alleine durch eine mehr- bzw. vielfache Redundanz ihrer Elemente erhalten werden kann, stößt dieses Prinzip bei hochkomplexen Ordnungen sehr schnell an seine physikalischen und wirtschaftlichen Grenzen.



Ein Eisenbahngleis ist relativ schnell zu reparieren. Es besteht aus einfachen Komponenten, die in ausreichender Zahl verfügbar sind, so dass eine Reparatur innerhalb weniger Tage, vielleicht sogar innerhalb von Stunden erfolgen kann, während der Güter und Personentransport auf Ausweichstrecken und per Lkw bzw. Omnibus während der Störung ohne große Behinderungen aufrecht erhalten werden kann. Nach der Reparatur ist die Ordnung wieder hergestellt, als hätte es die Störung nie gegeben. Die Zahl der redundanten Elemente des Systems war ausreichend, um mit dem Problem fertig zu werden.

Wo die Komplexität es nicht mehr gestattet, alles redundant zu halten, verlagern sich die Anstrengungen zum Erhalt der Ordnung darauf, die Ordnung durch gesonderte Schutzmaßnahmen zu bewahren. Es wird also – um die eigentliche Ordnung herum – ein Abwehr- und Verteidigungswall errichtet, der jedoch wiederum eine Ordnung für sich selbst darstellt.

Ist diese Ordnung einfacher Natur, kann sie sich selbst durch Redundanz vor der Zerstörung bewahren. Soldaten, Wächter, Handfeuerwaffen, Munition, das alles ist leicht mehrfach redundant vorzuhalten. Ist die Ordnung des Schutzwalls komplexer, wie z.B. bei einer Antiviren-Software, ist Redundanz nur noch sehr bedingt möglich, zumal durch redundante Prüfroutinen auch die Funktion des eigentlichen Systems beeinträchtigt (verlangsamt) wird,

Während jedoch Heerscharen von Spezialisten tagtäglich an nichts anderem arbeiten, als die Sicherheit hochkomplexer System zu gewährleisten, sind Heerscharen von Betriebswirten dabei, überall die Redundanzen einfacher Systeme zu beseitigen, bzw. ehemals harmonisch zusammenwirkende redundante Elemente in konkurrierende Elemente zu verwandeln.

Das schöne und beeindruckende Beispiel heißt „Briefzustellung“.

Wir hatten einst ein Staatsunternehmen „Post“, das überwiegend Beamte beschäftigte. Zwischen den einzelnen Funktionsbereichen der Post gab es breite personelle Überlappungsbereiche. Der Chef eines Postamtes konnte Mitarbeiter vom Schalterdienst in die Zustellung beordern, wenn dort Not am Mann war, und er konnte Zusteller dazu verdonnern, die abgehende Post zu sortieren und in die richtigen Lkws zu verladen, bzw. auf die richtigen Postwaggons der Bahn zu verteilen. Ein System mit vielen Redundanzen, mit denen einzelne Ausfälle mühelos überbrückt werden konnten.

Heute gibt es kaum noch Postämter. Stattdessen finden sich in Supermärkten, an Bahnhöfen und irgendwo in der Prärie winzige Stationen, die zum Teil noch mit zwei oder drei Angestellten der Post besetzt sind, zum Teil aber auch von der Supermarktkassiererin „nebenbei“ mit bedient werden. Subunternehmer leeren die Briefkästen, Subunternehmer fahren für die Post und DHL. Daneben haben sich unzählige Paketdienste und einige regionale Briefzusteller etabliert. Alle sind gezwungen, ihre Kosten immer weiter zu senken, um im gegenseitigen Konkurrenzkampf zu bestehen. Das heißt aber letztlich immer nur: Senkung der Personalkosten durch Entlassungen und Verschlechterung der Entlohnung.

Für den Kunden ist das System „Post“, das noch nie besonders kundenfreundlich war, in den letzten 20 Jahren schwieriger zugänglich geworden. Die Beförderungsgebühren sind jedoch gestiegen und die Zuverlässigkeit, was Postlaufzeiten und Sendungsverluste betrifft, ist gesunken.

Ähnlich sieht es bei der Bahn aus, wo inzwischen unterschiedliche „Betriebsunternehmen“ auf dem deutschen Schienennetz untereinander im Wettbewerb stehen. Niemand kann sagen, dass die Preise für das Bahnfahren dadurch gesunken oder die Zuverlässigkeit der Beförderung gestiegen wäre. Zugverspätungen und technisches Versagen sind an der Tagesordnung – und es ist sogar schon vorgekommen, dass ein ganzes Stellwerk (Hbf Mainz) ausgefallen ist, weil für Ausfälle in der Bedienungsmannschaft kein Ersatz beschafft werden konnte. Die Bahn meinte dazu lapidar: Dieses Problem kann letztlich bei allen unseren Stellwerken auftreten. Die Personaldecke reicht nicht mehr, um Ausfälle mühelos kompensieren zu können.

Das sind jedoch nur zwei einfache Beispiele, die der kostensparenden Beseitigung sinnvoller Redundanzen geschuldet sind und sich bereits für die Allgemeinheit spürbar ausgewirkt haben.

Sieht man genauer hin, findet man in jeder Werkhalle und in jedem Büro die gleiche Situation vor. Früher war es üblich, den Personalbedarf so zu berechnen, dass man ausgehend von der Zahl der bei normaler Belastung erforderlichen Mitarbeiter den planbaren Ausfall wegen Urlaub und den nicht planbaren, aber prognostizierbaren Ausfall durch Krankheiten und Kuren berücksichtigte, so dass statt 10 Leuten eben 12 beschäftigt wurden. Heute ist es eher üblich, den Personalbedarf so zu bemessen, dass statt 10 Leuten nur 8 beschäftigt werden, die unter stärkerem Leistungsdruck die Arbeit von 10 zu verrichten haben, ggfs. unter Ausnutzung von Überstunden und stetig wachsenden Gleitzeitkonten, während bei echten Engpässen schnell und billig Leiharbeitskräfte angefordert werden. Da auch Leiharbeiter Anlernzeiten benötigen, wächst die Zahl der chaotischen und zudem langen Arbeitstage für alle Beteiligten und den Schaden haben die Endabnehmer, die entweder zu spät oder mit dem Falschen bedient werden.

Bei der Bundeswehr sollen ähnliche Zustände herrschen. Es fehlt sowohl am Personal als auch am Gerät. Panzer und schwere Waffen sind nicht mehr fest einem Truppenteil zugeordnet, sondern laufen als eine Art Wanderpokal von einem zum anderen, wenn sie im Rahmen der Ausbildung oder eines Manövers gebraucht werden. Selbstverständlich wirkt sich das negativ auf den Wartungszustand aus.

Pflegenotstand in Krankenhäusern, Senioren- und Pflegeheimen? Nicht verwunderlich. Es gibt keine Redundanzen mehr und schon im normalen Betrieb zu wenig Stellen.

053057866062Noch versucht man, diese Problem durch den Einsatz von Computerprogrammen zu lösen, die eine Art „Ressourcen-Management“ betreiben und Dienst- und Einsatzpläne liefern, die um den Preis stark erhöhter Flexibilitäts- und Verfügbarkeitsanforderungen gegenüber den Mitarbeitern den Betrieb noch aufrechterhalten.

Der Trend geht also dahin, einfache Systeme, die auf der Basis von vielfacher Redundanz leicht gesichert werden können, dieser Redundanzen zu berauben, und sie stattdessen durch komplexe Systeme, die nicht redundant gehalten werden können, auf komplexe Weise zu sichern, was wiederum deren Absicherung durch Abwehr- und Verteidigungsmaßnahmen erforderlich macht.

Dieser „Fortschritt“ führt selbstverständlich auch zur „Verschlankung“ der Führungsstrukturen. Der Gruppenleiter, der früher aufgrund seiner Erfahrung intuitiv die richtigen Entscheidungen zur Entschärfung einer problematischen Situation treffen konnte, ist überflüssig geworden. Das Ressourcen-Management hat seine Funktion übernommen. Das allerdings kann nur so gut sein, wie sein Datenbestand und die darauf zugreifenden Regeln. Ich will nicht in Abrede stellen, dass es dazu gute und sehr gute Systeme gibt, die mithilfe von automatisierter (Betriebs-) Datenerfassung so ziemlich alles wissen, was früher ein Gruppenleiter auch wusste. Was allerdings viel zu wenig betrachtet wird, sind die Interessen und die Motivation der Menschen, die von einem solchen System „geführt“ werden.

Ein Teil voller Angst, den Job schnell wieder zu verlieren, wird sich bemühen, allen Anordnungen buchstabengetreu Folge zu leisten, was in 98 Prozent der Fälle super ist, in einem Prozent der Fälle problematisch und im letzten Prozent unter Umständen zu schlimmen Folgen führt, die niemand bemerkt, bevor sie eingetreten sind…  (Seite 2)


 

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28 Kommentare auf "Allgemeine Gedanken zum drohenden Zusammenbruch der Ordnung"

  1. Pascal sagt:

    Eine sehr treffende und umfassende Umschreibung des sterbenden Babylon.. 🙂
    Es liegt in der Natur dieses Systems, das es über allem anderen Leid produziert. Individuell und global…

  2. Erstmal nur überlesen, daber da schon erste Kajüte für mich!
    Schwieriges super veranschaulicht durch die bildhaften Beispiele!!

  3. Sandra sagt:

    Meiner Meinung nach ist der Artikel, die Interpretation der Annahmen (Sach- und Tatbestände) etwas zu einseitig. Die argumentative Darstellung folgt klar in Richtung Arbeitsplatzabbau, gerechtfertigte Angst vor Arbeitsverlust sowie das es ‚gut‘ ist regelgerecht zu arbeiten, solange man dies mit Verantwortung täte.

    Dabei ist das Gegengewicht der Arbeitsplatzaufbau, Maßnahmen zur künstlichen Arbeitsplatzerhaltung, mindestens genauso groß. Das eine bedingt das Andere.
    Redundanzen werden aufgebaut, wo unnötig und abgebaut, wo nötig.
    Z.B. Man braucht sich nur anzusehen, welchen Weg Entscheidungen außerhalb des Regelbetriebs in Großunternehmen zwangsweise durch diverse Regelungen (von außen oder innen) nehmen müssen, um umgesetzt werden zu können. Erfordert eine Umsetzung ’nur‘ wenig Zeit z.B. 2 Tage steht dies nicht im wirtschaftlichen Verhältnis zum Aufwand. Dementsprechend wird die Notwendigkeit einer Maßnahme gewichtet und bewertet – unterliegt willkürlicher Argumentation. Ein Desinteresse an einer Verantwortungsübernahme wird erzeugt, da Vermögen und Können nicht unterstützt.
    Geeignete Maßnahmen zum Systemerhalt sind daher oft ungenügend im betrieblichen Ablauf integriert und nicht fortwährend zeitgerecht umsetzbar. Aus kleinen Problemen werden große …

  4. Sandra sagt:

    Wie bei Fischen gilt es auch für Systeme. Der Gestank fängt wo an?
    Insbesondere bei Köpfen, die mit produktiver, da sinnbehafteter, Arbeit und Beschäftigung nichts gemeinsam haben.

  5. Sandra sagt:

    Wenn ein Experte Andere, die ihm gefährlich werden könnten, als spezialisierte Experten ansieht – eine Höherentwicklung annimmt, die seine Lebenseinstellung bestätigt, sagt mir das Alles über den Sinn des produzierten Werkes.
    Generalistentum ist aus der Mode.

  6. bluestar sagt:

    Sieht wohl so aus, als ob die sogenannte Krone der Schöpfung nur einen kurzen Auftritt im Gesamtprogramm der Erdexistenz hat. Zu offensichtlich sind die Konstruktionsfehler im Kopf, welche jeglichen geistigen Fortschritt verhindern. Ausgerüstet mit einer tödlichen Gier, hat dieser Typus Affe keinerlei Chance auf Überleben. Zuerst zerstört er seine gesamte Umwelt und Lebensgrundlage, danach in Verteilungskämpfen sich selbst.

  7. Mister No sagt:

    Genau aus dem Grund der fehlenden Redundanzen bin ich 2009 als Arbeitsvermittler aus dem Job Center ausgezogen.

  8. Argonautiker sagt:

    Aldous Huxley hat das Problem doch längst gelöst.

    Klone.

    Man stellt sie her, wie es das Regelwerk verlangt. Und wie man sieht, ist man zwar auf biologisch genetischer Ebene, noch nicht ganz so weit, durch die Programmierung via Konditionierung durch die Leitmedien, auf die Reduktion von Wenigen und berechenbaren Typen, jedoch schon sehr weit fortgeschritten.

    Ein Nachteil ist, auch wenn die Bewußtheit es nach der Soundsovielten Vorspielung glaubt, was eingetrichtert wurde, heißt das nicht, daß das Unbewußte ebenso mitspielt, sodaß aus dieser Dissonanz, zwischen Unbewußter Wirklichkeit und Bewußter Illusion, Krankheiten entstehen.

    Klone sind aus deren Sicht, die Lösung, und daran arbeitet man mit Hochdruck. So ein RFID Chip, der die Menschen erst mal an die behütete Kontrolle gewöhnen soll, dürfte irgendwann überflüssig werden, da die Programmierung Systemgetreu irgendwann bei der Herstellung des Menschen geschehen soll.

    Die Gesetzmäßigkeiten, welche diese, in nenne sie jetzt mal nett, hirnverbrannten Vollidioten, nicht verstehen, ist, daß es schon eine Hierarchie von Kräften gibt, und diese vorgibt, daß das Geplante, dem Unvorhersehbaren eindeutig untergeordnet ist, weil das Unvorhersehbare aus dem Zeitlosen kommt, aus der die Zeit wiederum erst geboren wird, folglich kann etwas geplantes, was Zeit als Ort der Erfüllung voraussetzt, sich nie mit dem Zeitlosen messen.

    Wie wurde das noch so treffend in der Luzifer Geschichte erzählt? Und Luzifer wollte größer und mächtiger sein als Gott, die Einheit, und trat über ihn hinaus. Und dann passierte etwas, womit Luzifer nicht rechnete. Gott lies es geschehen. Und als Luzifer nun nicht mehr getragen durch die Zusammenhaltende Kraft des Einenden Gottes gehalten wurde, stürzte Luzifer ins Bodenlose, folglich in sich. Er stützte so tief in sich zusammen, bis er sich in seinem Zorn darüber immer weiter verdichtete bis es sich schließlich Materialisierte. Letztendlich passierte also durch Luzifers Frevel das, was die Naturwissenschaftler als Urknall bezeichnen.

    Dieses alles Planen wollen, ist nichts anderes, als die Wiederholung Luzifers Versuchung, größer als Gott sein zu wollen, und wird auch wieder durch etwas Unerwartetes sein Ende finden. Die Bewußtheit verhält sich zum Unbewußten wie ein Kind zu seinen Erzeugern, sie meinen unzählige Male alles besser zu können und zu wissen, und fallen ebensooft auf die Schnauze, und werden jedesmal wieder von den Erzeugern auf die Beine gestellt.

    Und Gott sandte sofort seine Engel aus, um Luzifer wieder zu sich zu holen, aber die Engel vermochten es nicht, weil Luzifer nun schwer geworden war, also begann Gott mit seiner Schöpfung, oder sollte man sagen Rückschöpfung? …und aus dem Urknall entstanden die Dinge, und aus den Dingen das Leben, und dies war nun endlich in der Lage zu tun, was die Engel nicht vermochten, die Materie, den abgefallenen Luzifer, zu verwandeln.

    Schönen Gruß aus Bremen

  9. maramind sagt:

    Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel, komprimiert ein Leben, werde ihn ausdrucken (wenn erlaubt) und weit verteilen. Ohne Worte, voller Hoffnung und frohen Mutes. Keine Angst, zu sein, wer und wo ich bin.

  10. Hans Reuter sagt:

    Der Elementarteilchenphysiker Hans-Peter Dürr, ein Schüler Heisenbergs, hat dies einmal sehr schön beschrieben, als er davon sprach, dass wir in einer Art Energieschlacke leben. Diese Energieschlacke ist aber die Folge eines Prozesses, welcher schon vor Milliarden von Jahren auf ganz anderen Ebenen erfolgt ist. Ein Art von Absonderungsprozess. Der Begriff Sünde entsatmmt dem Wort absondern. Unter diesen Umständen sind dann auch religiöse Lehren zu beurteilen ob sie uns in die Dieseitigkeit fixieren wollen, wie z.B. im alten Testament oder ob sie uns hiervon befreien wollen (Lehre Jesu). Wer Lucifer/Satan ist, möge dann jeder selbst entscheiden.

    • Argonautiker sagt:

      @ Hans Reuter

      Ja die Kirche hat viel dazu beigetragen den Menschen in Angst und Unverständnis zu halten. Ohne Sünde ist Leben nicht möglich, weil man sonst gar nicht in die Zeit kommt, wie Adam und Eva ja auch so schön erfahren durften. Wenn man es ohne Moral betrachtet, ist die Geschichte eben schlicht eine naive aber wahre bildliche Vorgangsbeschreibung, wie sich der Schritt aus dem Paradies, dem Reibungslosen, der Singularität, in das Reibungsvolle Leben in Zeit vollzog.

      Mit dieser These von Hans-Peter Dürr, …, „diese Energieschlacke ist aber die Folge eines Prozesses, welcher schon vor Milliarden von Jahren auf ganz anderen Ebenen erfolgt ist,…,“ gehe ich nur bedingt konform. Energieschlacke ja, ein treffendes Bild, doch dieser Vorgang ist zwar für die in Zeit Lebenden durchaus als ein vergangenes Ereignis, welches sich vor Milliarden von Jahren vollzogen hat, wahrnehmbar, jedoch trifft diese Aussage nicht den ganzen Umfang.

      Denn diesen Abfall von Gott, also das, was wir als Urknall bezeichnen, aus dem diese Urschlacke entsteht, ist meines Erachtens in Wirklichkeit, ein Vorgang, der sich ständig vollziehen müsste, da er sich eben zunächst nur außerhalb der Zeit vollziehen kann, da aus dem Zerbersten der Singularität Gottes, ja erst die Dualität entsteht, die eine Voraussetzung für die Zeit ist. Folglich ist das entstehen der Urschlacke, zwar ein Vergangenes aber eben auch gegenwärtiges Ereignis, weil es eben noch in der Ewigkeit, dem Zeitlosen geschieht.

      Und das Leben tritt folglich als Bindeglied in Erscheinung, diese Urschlacke, oder eben Luzifer, (in seiner verdichteten Form), die Materie, zu verwanden, und durch diese Verwandlung in Leben, der Weg zu einer Rückschöpfung der Urschlacke zu Gott der Einheit begonnen wird.

      Dadurch würde es auch einen Sinn machen, daß sich das Universum in der Nähe des Zentrums schneller ausdehnt, sich dann zu seinen Rändern hin verlangsamt, und noch weiter vom Zentrum weg, sich wieder schneller ausdehnt, denn wäre der Urknall ein Ereignis in Zeit, würde sich das Universum kontinuierlich und exponential zum Rand hin immer weniger schnell ausdehnen.

      Erst dadurch, daß das Leben in Zeit in Erscheinung tritt, wird dieser Urknall, also die Sünde, wie auch die Rückschöpfung, nicht mehr nur im Zeitlosen, sondern durch das Leben auch in jeder Zeit vollzogen, sodaß sich die Ausdehnung dort, wo es belebt ist, wieder beschleunigt.

      Das würde auch bedeuten, das dies jenes versinnbildlichen würde, was man mit dem Bund Gottes mit dem Leben gemeint hat. Denn auf diese Weise mehren sich beide, sodaß das, was „geurknallt“ ist, nach seiner maximalen Ausdehnung, nicht wieder einfach in die Singularität zusammenfallen muß, sondern sich durch das Leben und die Zeit sich in die Unendlichkeit ausdehnen kann.

      Ich würde sagen, das wäre ein gutes Bündnis.
      Natürlich ist das nur eine These, wie alles was die Singularität berührt, nur eine These sein kann.

      Schönen Gruß

    • Argonautiker sagt:

      Ups, nun habe ich die Überleitung, zum Thema, „dem Zusammenbruch der Ordnung“ vergessen.

      Aus Vorangegangenem ergibt sich natürlich, daß immer, wenn man sich Luzifer, der Materie zu sehr verpflichtet, dies immer, im wieder in sich zusammenfallen endet, während dessen, wenn man den Weg des Lebens gehen würde, und Materie, die Urschlacke, lediglich verwandeln würde, anstatt sie zu sammeln, den Weg in die Unendlichkeit antritt.

  11. Gandalf sagt:

    Gute Zustandsbeschreibung – mit schlechter Analyse auf Grund Denkfehlern

    Die Zustandbeschreibung ist ja sehr treffen und kann z.B. auch durch diesne Artikel aus dem ef-Magazin „Warum ich meinen Kindern nicht empfehel Arzt zu werden“ – ergänzt werden:

    http://ef-magazin.de/2015/03/24/6622-vom-arztsein-in-deutschland-kuriert
    (Hier kann man übrigens auch Bauern und Handwerker einsetzen und man bracuth nur ein paar Namen zu ändern)

    Zu den Denkfehlern:
    Zitat: “ Jede Kostensenkung in der Produktion reduziert die Kaufkraft der Konsumenten in dem Maße, wie der daraus entstandene Gewinn nicht in Form von Preissenkungen weitergegeben, sondern zur Bildung von Kapitalstöcken verwendet wird.“

    Ich habe mit ihm auch schon privat diskutiert, daher wies ich das er wohl davon ausgeht, das Unternehmen (oder Marktteilnehmer allgemein) ihre Gewinne (= das durch den Unternehmer Ersparte!) in Form von Geldscheinen in seinem Tresor liegen hat. Demgegenüber ist es jedoch ein fundamentales Gesetz der Ökonomie, dass das Lohnniveau einer Volkswirtschaft mittelbar von der Höhe und der Qualtität des Kapitalstockes abhängt!

    Was ist damit gemeint? (Beispiel sinngemaß nach Ludwig von Mises aus „Die Nationalökonomie“) Nemen wir an wir haben Näherinnen, die mit einem Messer Leder schneiden müssen, um für einen Unternehmer Polstergarnituren zu beziehen.

    Der Unternehmer hat nun olgende 4(!) Möglichkeiten seinen Gewinn in einem Kapitalstock zu investieren:
    1) ‚mehr‘ Messer , Messer auf Lager ( die Näherinnen können ohne Stillstand weiterarbeiten, wenn eines kaputt geht, oder stumpf wird)
    2) (teurere) Messer mit höherer Standzeit
    3) eine Produktionslinie zukaufen, die messer herstellt, um jederzeit welche haben zu können
    4) eine ‚Übersprungsinvestition‘ in eine CNC-Schneidemaschine

    In allen Fällen können die Näherinen pro Stunde mehr verdienen. Im Fall 2,3 und 4 werden sogar durch Erfordernisse einer Qualitäts und/oder Umwegsproduktion in anderen Bereichen viele neue Arbeitsplätze geschaffen. Das also ist nur dadurch möchlich, weil es „Rendite“ gibt und der Unternehmer eine niedrige Zeitpräferenz hat („Urzins“)

    Weiter blendet er in seiner Analyse aus, das wir gar nicht in einem Kapitalismus leben, der schlecht wirtschaftende, bzw. „redundanzlose“ Unternehmen pleite gehen lässt, wenn sie Fehler machen, sondern in einem Korporatismus (beginnender Sozialismus), der schlechte Unternehmen („staatsnahe Kolchosen“ )’rettet‘ – koste es was es wolle. Wer hat denn bitte Hochtief, Oppel – oder die Banken „gerettet“ – der Kapitalismus – oder Sozialpolitiker!?

    Und diese korrupte Beziehungswirtschaft neosozilistischer Politiker, dem wir die ’sozialisierung der Verluste‘ zu verdanken haben (und die solide Unternehmen um ihre notwendigen Gewinne betrügen) bledet EWK völlig aus! – Diese allein sind für den ‚Systemstress‘ verantwortlich, in der alles ‚Spitz auf Knopf‘ genäht werden muss, damit die Kontrollfreaks und Generwissenschaftler_Innen ihre Pensionen hegen können, – die andere erarbeiten müssen!

    WEr jetzt immer noch nicht glaubt, wir würden in einem Kapitalismus leben, soll sich das mal anschauen und vergleichen, inwieweit das kommunistische Manifest von Karl Marx schon umgesetzt wurde. Erschreckend – und alle machen mit, wenn „das wir“ bestimmt:

    http://arslibertatis.com/das-kommunistische-manifest-und-moderne-politik/

    Viele Grüße

    • Argonautiker sagt:

      @Gandalf
      Da mag ich jetzt mal einen Denkfehler anmerken, wobei ihre Korrektur der Funktion natürlich ihre Berechtigung hat.

      Jedoch auch ihre Ausführung geht von der Annahme aus, daß es im Leben um das Vermehren von Gütern und Wohlstand, also Gewinnmaximierung geht. Sie sind lediglich anderer Meinung wie das funktionieren könnte. Das wage ich jedoch per sé zu bezweifeln.

      Worum geht es denn im Leben? Ist Leben wirklich lediglich ein arbeiten, also ein Tun um der Existenz willen?

      Lebendig fühlt man sich doch, wenn einem genau diese Fragen vollkommen egal sind, sondern wenn man tun kann, wozu man sich innerlich motiviert fühlt, sodaß der Blick auf Wirtschaftlichkeit, Ökonomie, und all diese Funktionalitäten, sekundär ist. Dann fühlt man sich lebendig.

      Verlangt man vom Leben, daß es sich wirtschaftlichen Funktionalitäten unterwirft, egal ob sozialen-, oder kapitalen Ursprungs, unterwirft man das Leben damit einer Funktion, sodaß es dadurch selbst zu Funktion wird. Leben ist jedoch genau das nicht.

      Leben ist nicht sozial, ist nicht marktwirtschaftlich, ist, nicht logisch, sondern leben folgt ausschließlich seiner inneren Motivation.

      Eines der schönsten Bilder, welches ich für das pralle Leben kenne, wird in einem Film Alexis Sorbas mit Anthony Quinn gegeben, wo er den Sirtaki tanzt, nachdem er mit jemandem eine eine Seilbahn zur Holztransportation gebaut hat, die gleich im Testlauf wieder zusammengebrochen ist, und Anthony Quinn, voller stolz und Lebensfreude sagt, „hast du schon einmal etwas so schön zusammenbrechen sehen?“ Wer dieses erfolgreiche Scheitern noch nie erlebt hat, hat auch noch nicht gelebt, sondern lediglich funktioniert.

      (Ich hoffe man interpretiert hier nun nicht hinein, das etwas scheitern muß, um sich lebendig zu fühlen, nein es darf auch schon gelingen, aber wenn etwas scheitert und man trotzdem fühlt, ich hatte es zu tun, obwohl es scheiterte, dann, war es richtig)

      Kurz gesagt, im Leben geht es darum etwas zu tun, und zwar das, wozu man in sich die Motivation findet, und man hat nicht seine Motivation danach auszurichten, was marktwirtschaftlich ist. Man soll Dinge Haben, um Tun zu können, und nicht Tun, um später einmal mehr Haben zu können.

      All diese Auslotungen von Marktwirtschaftlichkeiten, sind lebensfeindlich, weil sie sich im Irrtum einig sind, daß das Leben der Marktwirtschaftlichkeit zu dienen hätte. Unser Problem ist weniger unsere Wirtschaftlichkeit, da sind wir Top, sondern unser Problem liegt vielmehr darin begründet, daß man nicht mehr fühlt was die eigene Motivation ist, und man meint, nur im Ausüben von Funktionen und der Gewinnerweiterung das Heil zu suchen.

      Man wird das Gefühl der Lebendigkeit so jedoch nie erreichen, und deshalb entsteht daraus die Sucht, die immer mehr will, ohne das Wesentliche je zu erreichen, und zwar einfach aus dem Grund, weil es grundsätzlich falsches Denken ist, zu glauben, daß das Haben von etwas glücklich fühlen läßt. Es ist das eigenmotivierte Tun, was glücklich fühlen läßt. Ich empfehle jedem den Weg des Alexis Sorbas.

      Das heißt, daß unsere Marktwirtschaft nicht mehr funktioniert, ist Schritt der Genese, weil man im Wegbrechen derselben, wieder dahin geführt wird, worum es wirklich geht. Man wird im bekämpfen des Symptoms, durch immer mehr Regulierung des falschen Systems, der Genese, durch die Katharsis, jedoch nicht gerecht, im Gegenteil.

      Wie war das noch? Die, die das Leben verschenken, werden es gewinnen.
      Es ist verrückt, aber es fühlt sich saugut an.

      Schönen Gruß

      • Gandalf sagt:

        Sie unterliegen leider den gleichen Denkfehlern – Agronautiker.

        Der „Illusion des gleichmäßigen wirtschaftens“. Mit anderen Worten. Sie haben eine vollen Kühlschrank zu Hause, von dem Sie nehmen, – verschwenden aber keine Sekunde daran, daran ‚denken zu müssen‘, wie der wieder gefüllt werden ‚MUSS‘, damit Sie auch in einer Woche noch davon leben können. Im Gegenteil: Sie rümpfen die Nase über Menschen, die sich darüber Gedanken machen.

        Ich gehe davon daher aus, das Sie noch nie in ihrem Leben Mangel leiden mussten und das Sie die „vorgefundene hochentwicklete Wirtschaft“ in unserem Land, das über (fast) keinerlei physischen Rohstoffe verfügt, eher dem Zufall zuschreiben. Um den „guten Philosophen“ geben zu können, die über den Egoismus der kapitalistischen Wirtschaftsordnung resümiert, ist das nur (Geshäfts-)schädlich.

        Ich sage auch deshalb „Geschäft“, weil auch Sie eines in unserer Gesellschaft betreiben ‚müssen‘, auch wenn Sie sich in der Selbssicht davon distanzeiren mögen. Denn auch Sie müssen ‚essen‘. Und wenn SIe (1) nicht von dem zehren, was Ihnen Ihre Vorfahren erarbeitet haben, dann müssen Sie selbst in der Lage sein anderen Menschen (2) etwas vorteilhaftes zum Tausch anzubieten, damit Sie von diesen Geld bekommen (Die dritte Möglichkeit an Geld zu kommen, – (3) Raub, Betrug und Zwang einzusetzen, so wie es sozial-sozialitische Raubideologen und die Mafia tun, – will ich Ihnen nicht unterstellen)

        Ökonomie heisst nichts anderes als der (kluge) Umgang mit physischen Knappheiten in der menschlichen Gesellschaft. Die Wort- und Bedeutungsählichkeit mit Ökologie ist nicht zufällig. Und auch hier die parallele vom amerikanischen Regenwald – zur hochentwickleten kapitalistischen Gesellschaft: In beiden Systemen sit die höchste natürliche „Artenvielfalt“ anzutreffen – obwohl es dort praktsich keine Rohstoffe gibt, bzw. diese sehr begrenzt sind. Und das es unzählige „Nishcen “ für „kli8eine Tiere“ gibt liegt an ebenfalls an physischen Gesetzmäßigkeiten, die in Ökonomie und Ökologie gleich sind. Stichwort: Pareto-Optimum

        Es stimmt also einfach nicht – und wenn die Ursache ideologisch begründet wird ist es eine unverschämte Lüge: Der Mensch wirtschaftet nicht, weil er „Lust“ hat oder gar wie der Teufel hinter einer Rendite her ist (die die Raubideologen in ihrer von Gewalt beherrschten Welt, als Raub auf andere projezieren) – sondern im einfachsten Fall deswegen, weil er sein Eigentum (seinen Körper und seine Erzeugnisse) – ‚erhalten‘ muss. Tut er das nicht – stirbt er. Für dieses Probleme haben wohl nur die Nihilisten und Religiöse eine Lösung gefunden.

        Der Antrieb einen ‚Urzins‘ erwirtschaften zu müssen und damit ‚Zeitpräferenzen‘ unterscheiden zu müssen, kommt nicht aus Zwängen heraus, Wirtschaft um des wirtschaftens willen betreiben zu wollen (und dabei das Leben zu „vegessen“) – sondern hat einen natürlichen Ursprung im Menschen selber.

        Versuche ich die Zeitpräferenzen zu egalisieren, indem ich einem Menschen seinen Gewinn aus seinen Handlungen wegnehme, muss er auf seine Substanz zurückgreifen. Er wird nicht deswegen über seinen Bedarf hinaus wirtschaften – damit Sie sich vom Kühlschrank bedienen und weiter philosophieren können!

        Und Wenn er auf die Substanz zurückgreift, wird er weniger. ..wird die Vokswirtschft weniger. Die Regression geht so lange bis der unmittelbare Überlebenskampf beginnt, dem dann auch die Philosophen unterworfen sein werden. Das ist dann auch der Punkt an dem das Scheitern jees Sozailsimus für jeden sichtbar wird.: Der gutmenschliche Kaiser steht dann nackt da.

        Grüße

        • FDominicus sagt:

          Genau das ist Wirtschaften und vielleicht auch wenn die ersten „Bedürfnisse“ gestillt sind einfach etwas zu schaffen. Erstaunlich nur das gerade die Leute die die Basisbedürfnisse befriedigen teilweise so schräg angeschaut werden. Man sollte doch meinen man wertschätzte diese Leute, aber ne. Das ist dann Agrarindustrie, oder eben Bambimörder oder Hecht im Karpfenteich…..

          • Gandalf sagt:

            Das bedauerliche ist, das die Menschen nicht zwischen Geld- und Beziehungswirtschaft unterscheiden.

            War dass Verhältnis bei Ludwig Erhard 30/70 ist es jetzt wohl umgekehrt.

            Ich finde es geradezu grotesk, wenn gerade Linke bejammern, das die „Reichen immer reicher“ werden und das dem (immer weniger vorhandenen) Kapitalismus anlasten.

            In der DDR war das Verhältnis wohl 95 (Beziehungswirtschaft) zu 5 % Kapitalismus. Das gesamte Volksvermögen (der „Reichtum“) war also praktisch in den Händen einer handvoll (poltisch mächtiger, aber ökonomisch unfähiger) Leute. Es ist also der Sozialismus, der die Reichen immer Reicher macht! (Im Kapitlaismus gehen Unfähige bekanntlich pleite – und der Reichtum wird ’nach unten‘ verteilt)
            Grüße

          • Argonautiker sagt:

            @ FDominicus

            Wir geraten ja immer mal wieder aneinander.

            Ich weiß ja nicht, was Sie tun, aber es scheint so zu sein, als würden Sie sich als jemanden sehen, der die Basisbedürfnisse Vieler befriedigt, oder zu mindestens ein Herz für die hat, die dies tun. Dann hoffe ich mal, daß Sie, oder die, die sie ins Herz geschlossen haben, das auch tun, und nicht nur das befriedigen, was Sie meinen, was deren Basisbedürfnisse zu sein haben.

            Ich finde es übrigens sehr schön wenn Menschen so etwas tun. Und ich hoffe, das dies bei Ihnen, oder Denen, die Sie meinen, der Fall ist. Bei viel zu Vielen, handelt es sich aber eben um Nichtstuer, die lediglich die Zinswirtschaft nutzen, und meinen, ein Paar Entscheidungen zu treffen genüge, und sollten sie fruchtbringend aufgehen, sich zu recht am Gewinne gütlich laben. Falls es jedoch mißlingt, neigen viel zu Viele eben dazu, das daraus folgende Leid dann sozialisierend zu delegieren. Und gerade im letzteren Punkt, unterscheidet sich dann Spreu vom Weizen.

            Das heißt, wohlan den wirklichen Führungspersönlichkeiten, also Denen, die im Einklang mit den Geführten sind.

            Schönen Gruß

        • Argonautiker sagt:

          @Gandalf
          Sie mutmaßen, daß ich mich nicht versorge. Sie mutmaßen falsch. Sie mutmaßen ebenfalls, daß ich nicht wirtschafte, oder ökonomisch bin, Sie mutmaßen ebenfalls falsch. Sie gehen davon aus, daß ich in meinem Leben noch nie Mangel habe leiden müssen, da mutmaßen sie ebenfalls falsch. Das bringt mich zu der Annahme daß sie viel interpretieren, und das zu mindest in diesem Falle gerade falsch. Ich mache das Wirtschaften und die Ökonomie oder die Ökologie nur nicht zu meinem Gott.

          Sie scheinen allen ernstes einen künstlich konstruierten UrZins, als etwas schon immer dagewesenes darstellen zu wollen, dessen Grundsätzen man zur Gewinnerzielung zu folgen hätte. Ich meine, wenn Sie wollen, glauben sie ruhig dran, ich nicht. In meiner Welt hat Wachstum ein Ende, das heißt es gibt ein physisches genug, und dann „schalten“ die Organismen auf Erhaltung des Organismus um, oder nicht?

          Hören Menschen, Tiere, Pflanzen Mikroorganismen irgendwann auf zu wachsen? Doch, oder? Mit einem von Ihnen postulierten UrZins ist das nicht möglich, weil Zinsen nur im Wachstum bedient werden können. Wächst alles unendlich weiter? Nein. Und das ist unser Hauptproblem gerade. Die Wirtschaft ist ausgewachsen, aber die Zinsen fordern, also bläht es sich zunächst künstlich auf, und fällt dann in sich zusammen. Tolle UrZins Theorie.

          Schönen Gruß

          • Gandalf sagt:

            Der Urzins ist keine Erfindung von mir, sondern ein Fakt in der Nationalökonomie.

            Er ist auch kein “Geldaufschlag“, sondern ein ‚Abschlag‘ in unseren Wertvorstellungen, die wir zeitlich staffeln (bzw. “abzinsen“). Er ist nicht Geld, man kann ihn nur einen subjektiven gelblichen Wert beimessen.
            Das man Essen muss, um zu leben (zu handeln), ist schließlich eine physische Notwendigkeit und keine Theorie. Folglich werden Sie immer das heutige Essen, der Möglichkeit das Essen in einer Woche verzehren zu können, vorziehen. Um auf das heutige Essen zu verzichten (und damit aufzusparen), muss ihnen ein (hoher) Ausgleich angeboten werden, sonst würden sie es nicht machen. Überhaupt können Sie das nur zeitlich begrenzt machen. Was nichts anderes heisst: Der Urzins kann NIE null werden, so lange Sie leben.

            Sie können nur anderen den Zins (Die freie Entscheidungsmöglichkeit zu Essen oder zu sparen) wegnehmen. Dann muss er von der Substanz leben – bis er stirbt.
            Und das trifft nicht nur auf die Volkswirtschaft insgesamt zu, sonder gilt für jedes Lebewesen.

            Das herauspräparieren des Urzinses aus den menschlichen Handlungserfordernissen, dient übrigens nur dazu, um die Kausalität richtig darstellen zu können, warum Menschen sparen (in die Zukunft investieren). Eine Fehlinterpretation Von Ursache und Wirkung führt nämlich zu den Denkfehlern, denen Sie aufsitzen.

            Grüße

          • Argonautiker sagt:

            @Gandalf
            Ich komme nicht umhin es auszusprechen, ich befürchte Sie projizieren.

            “ Eine Fehlinterpretation Von Ursache und Wirkung führt nämlich zu den Denkfehlern, denen Sie aufsitzen.“

            Mag sein, ich mache Fehler, auch im Denken, doch was soll diese Aussage?

            Sie schreiben:
            „Das man Essen muss, um zu leben (zu handeln), ist schließlich eine physische Notwendigkeit und keine Theorie“.

            Man ißt nicht um zu Handeln, sondern in seiner Grundform IST das Handeln mit Essen geleichzusetzen, denn beim Essen verwandelt das Leben Dinge, sodaß ein „Warenaustausch“ mit der Umwelt stattfindet. Sie scheinen sich selbst aufzusitzen, und selbst Ursache und Wirkung zu vertauschen. Würde der Mensch essen, um etwas tun zu können, dann wäre er eine Funktion, eine Maschine. Doch der Mensch hat eine innere Motivation, und weil er diese Motivation umsetzen will, deshalb ißt er.

            Das Leben erzeugt unter anderem auch den Essenswunsch, nicht der Essenswunsch das Leben. Sie haben Appetit und deswegen essen sie, sie essen nicht um zu überleben, auch wenn es vielleicht so aussieht, weil es zwar stimmt, daß wenn sie nicht mehr essen, sie sterben, aber wenn sie nicht mehr freiwillig und aus Lust und Appetit essen, dann stimmt etwas mit ihrer Seele nicht mehr.

            Tut mir leid, aber sie beschreiben einen Mechanismus. Doch weder der Mensch, noch das Leben ist ein Mechanismus. Das Leben ißt, weil es etwas vorhat, eben die innere Motivation umzusetzen.

            Sie wollen scheinbar wirklich weiter behaupten, der UrZins sei ein Nationalökonomischer Fakt, (gut, das vielleicht) aber daraus zu folgern, sei er auch Ursache des Menschens, oder gar des Lebens, und deshalb müsse der Mensch sich auch dementsprechend verhalten? Auweia.

            Und am 8.Tage schuf Gott die Nationalökonomie und den UrZins. Wahrscheinlich ist Geld dann auch eines der Grundelemente der Welt. The fifth Element. 😉

            Nationalökonomie und UrZins sind doch nichts anderes, als ein Regelwerk des Geldwesens, was wiederum ein Werkzeug zur Versklavung des Lebens ist, und eine Versklavung ist nichts anderes, als die Reduktion des Lebens auf eine gelenkte Ausübung, und zwar eine Reduktion auf die, von dem versklavten Leben erwartete Funktion, anstatt wie bisher aus sich selbst zu tun. Nur kam die Welt seltsamerweise Millionen von Jahren ohne dies und seine Regelwerke aus. Sie versuchen damit etwas zu einer Ursache zu machen, was nicht mal aus sich selbst Bestand hat. Zins ist ein automatisierter, sich immer wieder selbst erneuernder und kontinuierlich geforderter Preis. Wo findet solch ein Vorgehen bitteschön außerhalb der von Menschen erzeugten Konstruktionen, in der Wirklichkeit statt.

            Das mutet mich sehr fremd an.

            Sie beschreiben wirklich einen Mechanismus, so als müsse man den Tank des Menschen immer nachtanken, damit er weiter funktionieren kann. Sorry aber umgekehrt wird ein Schuh draus, weil der Mensch ein Motiv hat, und zwar Leben will, was immer sich der Einzelne darunter auch vorstellen mag, wird er erfinderisch und füllt seinen Tank, aber nicht um des tankens willen, sondern um zu tun wozu er Lust hat.

            Aber genau so erlebe ich die Weltensteurer auch, sie denken, wenn Sie ihren humanoiden Mechanismus, den sie sich unterworfen haben, nicht betanken, dann läufts nicht mehr. Und deswegen solle das Leben doch gefälligst froh sein, wenn es abgefüllt wird. Und damit das dann geplant werden kann, braucht es eine Nationalökonomie mit UrZins und dergleichen. Irrtum, das Leben lebt aus sich selbst, und weil diese Motivation da ist, deshalb ißt der Mensch. Das ist kein Zwang, das ist eine Lust.

            Ich gehe da definitiv nicht mit Ihnen.

            Schönen Gruß

          • Argonautiker sagt:

            @ Gandalf

            Noch ein Nachtrag.

            Im Allgemeinen, mag ich Widerspruch, weil er, so von Inhalt geprägt, wachsen läßt. Bisher kommt von Ihnen zwar Widerspruch, jedoch vermisse ich einen Inhalt. Wenn Sie mir also Denkfehler unterstellen, dann sollten Sie nicht nur sagen, daß ich das tue, sondern auch anhand einer Beweisführung unterlegen, was meine Denkfehler sind. Anders geht es nicht, weil ich sonst nicht umhin kann, als das, was Sie sagen, als bloße Mutmaßung, aber nicht als Antithese ansehen kann.

            Was Sie hier übrigens aufzeigen,…:

            „Das man Essen muss, um zu leben (zu handeln), ist schließlich eine physische Notwendigkeit und keine Theorie. Folglich werden Sie immer das heutige Essen, der Möglichkeit das Essen in einer Woche verzehren zu können, vorziehen. Um auf das heutige Essen zu verzichten (und damit aufzusparen), muss ihnen ein (hoher) Ausgleich angeboten werden, sonst würden sie es nicht machen. Überhaupt können Sie das nur zeitlich begrenzt machen. Was nichts anderes heisst: Der Urzins kann NIE null werden, so lange Sie leben.“

            …, nennt man Überleben, und ist mit Verlaub gesagt, nicht das Gleiche wie Leben. Kausaldenken finden sie deshalb auch eher in Regionen an denen die Lebensbedingungen erschwert sind und auch an ein Überleben gedacht werden muß. Je idealer die Bedingungen sind, desto Dualer wird das Denken und Verhalten, sodaß das Wenn-Dann Denken zwar nicht vollkommen weg ist, man jedoch mit einem spontanen Verhalten durchaus und erfüllend auskommt. Warum sollte jemand, wenn eh alles wächst, überhaupt sparen, anstatt spontan im Hier und Jetzt zu leben.

            Da man dieses Denk und Verhaltensgefälle, von Kausalem und Dualem Denken/Leben, jedoch anhand der Klimatischen Regionen sehen kann, da wärmere und fruchtbare Gegenden eben lebensfreundlicher sind, kann es nicht sein, daß das Prinzip UrZins ein grundlegendes Prinzip des Lebens ist. Wohl aber eins, was aufgrund der Angst vor einem möglichen Tod, gewillt ist, so zu handeln. Hätte das Leben jedoch eine unüberwundene Angst vor dem Tod zur Basis, dann wäre es nie entstanden, weil das Leben nun mal tödlich ist. Das heißt Kausaldenken, schafft zwar neue Lebensräume, und dehnt die Lebensräume auch auf unwirtlichere Bedingungen aus, ist aber nicht Urgrund Lebendigen Verhaltens.

            Das heißt aber ebenso, das generelle Erheben des Kausaldenkens, also dem Versklaven von inneren Motivationen auf spätere Zeiten, und ähnliches, auf Kosten des spontanen, dualen Lebens, versklavt das Leben. Aber zugegeben, es gibt Situationen, in denen es notwendig ist. Die Welt jedoch grundsätzlich auf solch eine Basis stellen zu wollen, schafft eine Welt voller Notwendigkeiten, in der man zwar länger, aber nicht unbedingt Inhaltsvoller lebt.

            Eine Konsequenz daraus wäre eben, diesem Kausalen Denken, und damit ihrer UrZins Theorie, nur so wenig wie möglich, aber ausreichend genug zu folgen, und dem spontanen dualem Leben hingegen den Vorrang zu lassen, weil der Sinn des Lebens, eben nicht nur im vermeiden des Sterbens liegt. Ich würde es also durchaus begrüßen, wenn gerade DIE Menschen, welche sich dazu berufen fühlen, führende Positionen einzunehmen, sich etwas mehr mit Philosophischen Betrachtungsweisen beschäftigen würden, denn was ist das für ein Leben, wenn sie zwar ständig überleben, aber nie Leben.

            Eigentlich belegen sie mit ihrer Aussage sogar selbst, daß ihre UrZins Theorie, eben nicht der Urgrund ist, weil sie schreiben, ja selbst, daß das Leben das spontane Essen, dem verzögerten vorzieht, wodurch es eigentlich auch klar sein sollte, daß wenn man dem folgt, was Sie als UrZins bezeichnen, das Qualitative, dem Quantitativen geopfert wird. Also Haben um zu Leben, und nicht Leben um zu Haben ist vorrangig.

            Aber darin, daß man wirklich etwas zu schaffen hat, bin ich mit Ihnen wieder einig. Wobei ich denke, daß wir uns dann schon wieder uneinig werden könnten, weil,- nun Mutmaße ich einmal, ich denke, daß sie glauben, daß es darauf ankommt, WAS man geschafft hat. Also eine Pyramide höherrangig einzuordnen wäre, als der Bauklötzchenturm eines Dreijährigen. Ich hingegen denke, daß genau dem nicht so ist, sondern, daß es auf die innere Emotionale Befindlichkeit ankommt, die man während des Tuns hatte, um zu entscheiden, welches Tun höherrangig einzuordnen wäre. Also dem Tun aus dem Herzen, der inneren Motivation, oder dem Tun als ledigliche Ausübung einer Funktion.

            Und da sind wir bei dem Gleichnis, von Kain und Abel. Erinnern wir uns, was unser ältestes Buch darüber zu berichten weiß. Kain meinte, daß er vor Gott wegen seines größeren Opfers besser da stehen sollte, als sein Bruder Abel. Weil Gott das aber anders sah, und Gott am Kleineren, aber von Herzen kommende Opfer mehr wohlgefallen fand, ärgerte das Kain so unmäßlich, daß er seinen Bruder erschlug.

            Kain befindet sich also im ungeliebten Zustand, und will deshalb alles was von Gott geliebt wird, vernichten. Und genau das ist die Problemstellung, die wir derzeit zu bewältigen haben. Wir müssen den Kains dieser Welt zeigen, daß es im Tun nicht darum geht, um mehr Quantität zu erschaffen, sondern daß es um das Herzgebundene Tun geht, und damit meine ich kein Kuschelrock Gedöns, sondern die innere Motivation, weil lediglich das wirklich befriedigt, und man sich dadurch geliebt fühlt.

            Ich befürchte also, dieses immer Mehr Wollen, von dem so viele in Führungspositionen sitzenden Menschen angetrieben sind, ist nichts anderes, als ein Suchtverhalten sich ungeliebt fühlender Menschen, die den Sinn des Lebens verloren haben und den Weg Kains bis zum bitteren Ende gehen, indem sie ihrem falschen Prinzip so lange treu bleiben, bis man wieder knietief im Blute der Brüder watet, und die Welt in Schutt und Asche liegt.

            Schöne Grüße

    • falke sagt:

      Dem kann ich nicht folgen…
      Bei 2, 3 und 4 brauche ich weniger bis gar keine Näherin mehr, die die wiederum weniger Geld haben, um sich selbst Produkte zu kaufen. Was wiederum Folgen für die Firma hat.
      Da diese Entwicklung überall stattfindet, betrifft sie auch Bauern, andere Industrien…, es ist ein Kreislauf. Mehr Waren und Dienstleistungen, durch weniger bezahltes Personal ergiebt weniger Kunden, die sich entsprechende Waren und Dienstleistungen leisten können, sprich eine handvoll Arbeiter (in China) produzieren CNC Maschinen, die tausende von Näherinnen ersetzen.

  12. Adam Smith sagt:

    Amüsant zu lesender Beitrag, auch wenn ich mit dem Inhalt nicht einverstanden bin.
    Die Agenda 2010 ist das beste, was Deutschland in 70 Jahren passiert ist, sonst lägen wir wie ein geschlagener Boxer am Boden, was sich damals schon abzeichnete: ein Sozialhilfeparadies das handlungsunfähig auf ein Wunder hofft. Auch die Hetze gegen den Abbau der wirtschaftlichen Leistungserbringung durch die öffentliche Hand ist der ewig gestrigen SPD Polemik entlehnt. Es gibt schließlich keine andere Möglichkeit, diese Unternehmen dem bequemen Zugriff der Gewerkschaften zu entreißen.

    Adam Smith

    • Franz sagt:

      Da widerspreche ich Herr Smith. Bitte lesen Sie nochmals den Artikel, die Antwort ergibt sich aus dem Artikel.

      Und noch Etwas: seit 1971 hat Deutschland Exportüberschüsse, die nicht mehr in Gold gesichert sind (B.W.). Diese Überschüsse gehen normalerweise in Währungsreserven auf, wie das bei China sehr gut zu sehen ist. Aber Deutschland hat keine Währungsreserven. Ja aber wo ist das Geld?. Verschiedene Nachfragen von Internet-Journalisten bei der Bundesbank führten zu leicht aggressiven Antworten, die keine waren (von den deutschen Goldreserven ganz zu schweigen). Das nur als Beispiel, neben der Aufgabe der DM und dem ganzen rechtswidrigen Rettungswahnsinn und der Insolvenzverschleppung ganzer Staaten… bei einem Euro der wie Prof. Hankel sagte, nicht funkntionieren kann und die ganz Reichen immer Reicher macht (diese horten und konsumieren nicht, denn man braucht nur eine 200 Meter Jacht) und die arbeitenden Menschen immer ärmer.

      Hier passiert eine systematische Zerstörung auf vielen Ebenen (einige habe ich aufgeführt) in Deutschland. Dazu gehörte auch diese unsägliche Agenda 2010 oder Neuerdings jetzt die Wirtschaftsflüchtlinge, die in die Sozialkasse einwandern, bis diese zusammenbricht (was nach der NWO ja auch gewollt ist). Immer weniger Arbeitende müssen immer grössere Lasten tragen, von der Demograhy möchte ich garnicht reden (statt dessen auch hier: Förderung und Bau vieler Abtreibungskliniken ! statt die Kinder zu retten, für mich ermorden.
      Auch eine Demontage: TTIP und TISA und TTP und wie sie alle heißen. Es geht Schritt für Schritt, bis die Ordnung zusammenbricht. Schade dass es so kommen musste. Es wird sehr schmerzhaft werden,… und das passiert schleichend („mir gehts doch gut“ lasse ich nicht gelten und „Anderen gehts auch schlecht“ auch nicht, denn denen wird dadurch, dass es uns schlechter geht. Der Artikel ist durch und durch genial, ein möglicher Anfang. Gestehe aber, man braucht schon eine lange Berufserfahrung und Bereitschaft, diese Dinge anzuschauen. Von Politkern die allzuoft außer 20 Semester studiert, nie gearbeitet haben, kann man keine Lösungen erwarten, schon garnicht, wenn sie auf einem Resort sitzen, dass garnicht Ihr Fach war.

  13. falke sagt:

    Super Artikel! Ein etwas ueberspitztes Beispiel aber Danke!
    Persoenliche Anmerkung:
    Es treibt mich auf die Palme wenn ich fuer einen 2 Stuendigen Job die selbe Zeit aufwende um Formularien zu erledigen. Ich denke und handele dann. Aber denken ist nicht erwuenscht und geht mit den Formularien unter… Schema F und basta! Und im Office wie auch der Politik sitzen immer öfter Schubladendenker die nur das beschriebene millionste Teilchen vor Augen haben.
    „Thumbs up“

  14. Michael sagt:

    Bürokratie gehört zu potentiell unbegrenzt ausweitbaren Finanzierungsrahmen. Stellen sie sich das so vor. Ein Finanzcontroller gehört nicht zum Betrieb der gehört zum Geldsystem dazu. Die Gehälter der Controller sind wie eine Bankgebühr zu sehen, der gehört zu den Finanzierungskosten. Sie bekommen ohne die Strukturen die Kredite nicht. Der Nachteil des Abweichens von begrenzten ‚Geldmengen‘ hat eine zentrale Stellschraube eliminiert und jetzt gibt es allerorts kleine Stellschrauben und davor sitzt die Bürokratie.

    Das ist ein Punkt.

  15. Franz Weber sagt:

    Danke Herr Kreuzer für diesen so wertvollen Beitrag. Ich bin begeistert. Ich habe an der Uni Mannheit studiert (Dipl.Kfm.) und es war ein langer Weg (heute 58 Jahre alt) zu verstehen, was Sie schreiben. Was Ihren Artikel für mich zusätzlich so wertvoll macht, ist: Sie zeigen ja die Möglichkeit des Umdenkens auf, einen Teil der möglichen Lösung (die Allerdings da bin ich real von den Machthabenden in Politik und Grosskonzernen nicht beachtet werden wird, sie werden immer weitermachen). Gleichzeitig bietet auch das Schulsystem nicht die Möglichkeit hier weiterzukommen (stattdessen zB Gender-Kindersexualisierung). Wer heute „national“ fordert, wird von macher linker Masse als „Nazi“ beschimpft und verkennt, dass Globalisierung nichts als zerstörender Faschismus ist. Derzeit sieht es für mich zu 99% leider so aus „es muss erst ganz schlimm werden, bevor es besser werden kann“. Das bedeutet, das alte System muss unter Schmerzen sterben, weil es gibt Niemanden in der Lobbyführung, der die entscheidendenden Schritte gehen würde, die Sie beschreiben. Und auch das Volk befindet sich nach meiner Wahrnehmung zu 95 % in einem Konsumschlaf, meinend es geht immer so weiter und spricht man diese 95% an, sind sie nicht bereit sich Alternativen („wie Alternativlosigkeit des Euros, ebenfalls mit Volldampf auf den Abgrund“) wenigstens mal anzuhören, Manche werden gar richtig aggressiv. Ein Hauptproblem ist auch hier, dass „Menschen das Denken an den Staat abgegeben haben“, sie eben, wie Sie schreiben, Ihre Kontrolle im ganzen System, das sie nicht mehr überblicken, abgegeben haben, sie sind im wahrsten Sinne „des Denkens entwöhnt“, wozu ich auch die ideologisierten Menschen rechne (bis hin zur gewaltbereiten Linken). Ich möchte mit einem Zitat von Orwell aus Erinnerung schließen: „die Freiheit des Einzelnen ist daran erkennbar, Dinge sagen zu können, die Andere nicht hören wollen“. Kurzum: davon sind wir weit entfernt und entfernen uns immer weiter und das verhindert die Lösung, die doch so klar bei Ihnen rüberkommt. Die dahinterstehende medial eingeträufelte Ideologie verhindert das, es ist nur noch „Einheitsbrei in Harmonie zulässig“ und wer sich nicht anpasst, wird schnell bekämpft, bis hin (in wichtiger Position) bekämpft. Bsp. hier: „Nazikeule“… z.B. wer dezentrale Versorgung möchte… und gegen global ist… usw.

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