Alles verheizt bei der Kohle?

29. Juli 2014 | Kategorie: RottMeyer

von Bankhaus Rott

Kohle ist auf dem besten Wege das Erdöl als Energieträger vom ersten Platz zu verdrängen. Abseits des weltweiten Ausbaus der nicht fossilen Energieerzeugung steigt der Konsum Jahr für Jahr weiter an. Den Aktien der Kohleförderer hat dies bisher noch nicht geholfen...

Die im Stowe Coal Index zusammengefassten Unternehmen der Branche kamen in den letzten Jahren arg unter die Räder. Der Index hat sich seit 2011 mehr als halbiert, seit einigen Monaten zeigt sich jedoch eine Stabilisierung. Der dargestellte längerfristige Verlauf zeigt den Performance Index, die Dividenden sind in der Datenreihe enthalten.

     1

Das vergangene Jahr verbrachte der Index mit der Richtungssuche. Zählbares ist dabei bisher noch nicht herausgekommen.

2

Die längerfristige Schwankungsbreite des Index ist enorm, eine Eigenschaft, an die sich die Anlegerschar spätestens seit der Jahrtausendwende auch bei einigen anderen Aktienindizes gewöhnt haben sollte. In den letzten zehn Jahren folgten auf zwei Anstiege von mehreren hundert Prozent jeweils beachtliche Kursverluste.

Für Buy-and-Hold Anleger gab es natürlich auch schlechtere Vehikel, aber das ist ein geringer Trost, wenn die Geldanlage nicht nur zu Unterhaltungszwecken betrieben wird. Zu neuen Tiefs konnte sich der Index in den letzten Monaten immerhin nicht mehr durchringen, aber der nächste Bullenmarkt hat bisher noch nicht an die Tür geklopft.

Der von den Produzenten geförderte Rohstoff erfreut sich dennoch weltweiter Beliebtheit. Immerhin ein Viertel der globalen Stromerzeugung basiert auf Kohle, in den Vereinigten Staaten liegt die Quote trotz des ebenfalls auf Grund der gesunkenen Preise verwendeten Erdgases sogar bei 39%… (Seite 2)


 

Seiten: 1 2

Schlagworte: , , , , , , ,

Ein Kommentar auf "Alles verheizt bei der Kohle?"

  1. Skyjumper sagt:

    Ja, eigentlich wäre es an der Zeit sich diesen Teil des Energiesektors einmal genauer anzusehen. Leider gibt es aber gerade auch in diesem Sektor (wenn auch beileibe nicht nur hier) eine immer stärkere politische Komponente.
    Und die Politik ist mit gesunden wirtschaftlichen Verstand einfach nicht vorhersehbar und demnach ein nicht kalkulierbarer Risikofaktor.

Schreibe einen Kommentar

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben.