Alan Greenspans schockierende Offenbarung

22. November 2013 | Kategorie: RottMeyer

von Bill Bonner

Ich bin in Bezug auf Prognosen nicht gut. Ich tue so, als ob, aber ich kann das nicht. Und die Märkte sind wirklich manchmal verrückt, weil sie darauf reagieren, wie die Menschen agieren, und manchmal agieren die Menschen merkwürdig. Das stammt nicht von mir, sondern von Alan Greenspan, der in der „The Daily Show“ auftrat…

Was beschäftigt die Fed? QE zurückfahren, oder nicht, das ist die Frage. Und warum sollten Arbeitsmarktdaten das entscheiden? Wo sind Sie gewesen? Wissen Sie nicht, dass jeder auf seinem Stuhl sitzt und sich fragt, wann und wie die Fed mit ihrem massiven QE-Programm aufhören wird? Und hängt nicht die Zukunft der Zivilisation davon ab? Die Zivilisation ist wirklich in Gefahr – aber nicht auf die Art, wie Sie es vielleicht denken.

Auf der Suche nach Ärger

Ich habe versucht, Ihnen eine neue Art zu zeigen, wie man auf die Zivilisation schauen kann. Kurz gesagt: Ich habe versucht, es zivilisierter zu zeigen.

Was ist der Unterschied zwischen einer zivilisierten Gemeinschaft und einer barbarischen? Ich habe einen einfachen Test. Die zivilisierte Gemeinschaft hängt hauptsächlich von Kooperation und Übereinstimmung ab. Die unzivilisierte Gemeinschaft hängt stark von Gewalt und Brutalität ab.

Ein französischer Historiker führte das Wort „Zivilisation“ vor weniger als 300 Jahren ein. Seitdem gab es viele Diskussionen darüber, was es bedeutet. Es macht nur auf meine Weise Sinn, dieses Wort zu benutzen. Eine zivilisierte Gemeinschaft ist friedlich – eine barbarische nicht.

„OK, Bill“, sagen Sie vielleicht. „Ich stimme da zu. Aber was für einen Unterschied macht das schon? Was hat das mit den Arbeitsmarktdaten zu tun?“ Ich bin froh, dass Sie das gefragt haben.

Ich weiß aus bitterer Erfahrung, dass es eine undankbare Aufgabe ist, Volkswirtschaften dazu zwingen zu wollen, dass sie das tun, was man möchte. Die Märkte basieren auf freiem Austausch, Kooperation, Vertrauen und Handel. Wenn man sie zwingt, dann ist das so, als ob man Ärger haben möchte.

Sogar Alan Greenspan räumte ein, dass die Menschen manchmal ein bisschen „verrückt“ sein können. Das bedeutet, dass sie nicht kompatibel zu zentraler Planung sind, egal wie gut diese ist.

Aber dennoch bestehen Volkswirte darauf, dass sie eine Volkswirtschaft verbessern können, wenn man sie ans Werk lässt. Das stimmt gelegentlich. Normalerweise dann, wenn sie den Karren zuvor schon in den Dreck gefahren haben. Indem dann einige ihrer Programme zurückgenommen werden, könnte es der Wirtschaft besser gehen.

Ansonsten gibt es kein Beispiel in der Geschichte, wo sie erfolgreich mit Zwang etwas erreicht haben. Aber das hält die universitären Wirtschaftswissenschaftler nicht davon ab, es zu versuchen.

In Bezug auf QE gibt es diese Möglichkeiten:

QE ist nicht wichtig. Wenn das so ist, dann gäbe es keinen Grund, es zu behalten.
QE ist wichtig für die Wirtschaft. Wenn das so ist, dann sollte man es nicht abschaffen – egal, was die Arbeitsmarktdaten sagen.

Am wahrscheinlichsten hat QE wenig Auswirkungen auf die reale Wirtschaft. Deshalb sind die Daten vom Arbeitsmarkt enttäuschend. Aber es hat wahrscheinlich Auswirkungen auf die Finanzwirtschaft. Deshalb eilte der Dow Jones zuletzt von Rekordhoch zu Rekordhoch… (Seite 2)

 

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3 Kommentare auf "Alan Greenspans schockierende Offenbarung"

  1. wolfswurt sagt:

    Zitat:
    „Ich bin in Bezug auf Prognosen nicht gut. Ich tue so, als ob, aber ich kann das nicht. Und die Märkte sind wirklich manchmal verrückt, weil sie darauf reagieren, wie die Menschen agieren, und manchmal agieren die Menschen merkwürdig.“

    Schöner Lacher am Morgen.
    Da frag ich mich wer hier einen an der Pfanne hat: Grünspan oder die Marktteilnehmer, welche ihn Ende der 90ziger einem Heiland gleich anbeteten?

    Es ist schon verrückt, daß solche Gestalten das Weltgeschehen bestimmen.
    Ob ihrer Unfähigkeit sollte man rechtzeitig in Deckung gehen.

  2. bluestar sagt:

    @wolfswurt
    Beide Seiten haben massive Geistesstörungen. Die erbärmlichen Gestalten in Form von FED-Chefs, Friedensnobelpreisträger, Pastorenkinder etc. die das Weltgeschehen bestimmen ( wollen) und die Masse Menschen/ Marktteilnehmer die sie anbeten, wählen und/ oder ihnen vertrauen.
    Das Wort Markteilnehmer müsste allerdings durch Casinobesucher und Bürger durch Maßregelvollzugsinsasse ersetzt werden, denn einen Markt und eine freie, liberale Gesellschaft gibt es nicht mehr in einer Zeit wo der Staat und deren unfähige Gestalten alles zwangsregulieren, kontrollieren, bevormunden, abstrafen, umverteilen.

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