Achtung, Unkraut!

12. Januar 2014 | Kategorie: RottMeyer

von Frank Meyer

Wir schreiben den 12. Januar. Aus den Medien wissen wir ja hinlänglich, dass in den kommenden Tagen eine Peitsche kommt, oder eine Walze. Irgend etwas mit Winter. Zumindest hieß er früher noch so. Zuvor gab es aber noch einen kleinen Spaziergang. Und siehe da…

Soweit ich gelesen habe, war der Januar zu warm. Mir war es recht, denn es blüht da draußen schon. Man muss nur etwas genauer hinschauen. Die meisten Leute werden ohnehin sagen, das ist bestimmt Unkraut. Auch in dieser Hinsicht gibt es Veränderungen im Nanny-Land, wo die Leute inzwischen vor Frost, vor Winter, vor Sonne, vor Kälte und allerhand anderen ganz seltsamen Phänomenen gewarnt werden… Man nennt es Wetter – und macht daraus eine Show.

Der Frost heißt nicht mehr Frost. Und Schnee ist heute zur Schneewalze geworden. Gerne werden Wetterphänomene mit etwas Monströsem vermengt. Dabei ist es nur Wetter.

Und dieses war in den letzten Tagen so mild, dass nicht nur Kirschen und Forsythien auf dem Schreibtisch blühen, sondern auch draußen die ersten Zeichen von neuem Leben zu erblicken sind. Hier eine kleine Fotostrecke vom Sonntag. Viel Spaß!

Die ersten Narzissen zeigen ihre Triebe

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genau hinschauen… Schneeglöckchen!

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Den Gänsen ist es zu kalt. Den Gänseblümchen nicht…IMG_4445

Kein Taliban, aber wer genau hinschaut – da blüht Enzian..

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Die Zaubernuss.. Die mag es immer ganz zeitig… Findet Verwendung in der Kosmetik

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Christrosen.. auch schon unterwegs, was aber völlig normal ist

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Hallo? Das sind Veilchen!

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Erster Pollenalarm.. Die Haselnuss blüht

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Die dürfen nicht fehlen – die Winterlinge.

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Herrlich duftend… der Schneeball…

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Reste aus dem Herbst – Bortsch… Kann man essen…

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Und auch die Stiefmütterchen wollen irgendwie schon…

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Hoppla! Das erste Schneeglöckchen!

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und die japanische Zierquitte

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nochmal Hamamelis… (nein, kein Kraut aus Arabien…)

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und noch ein Schneeglöckchen!

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Das ist kein Schneeglöckchen.. Hat jemand eine Ahnung?

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Das wars…

 

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10 Kommentare auf "Achtung, Unkraut!"

  1. bluestar sagt:

    Prima, Herr Meyer offenbart seine botanischen Kenntnisse und romantische Seite, zeigt uns was wirklich Freude im Herzen bring. Kann durchaus schon in den Bereich künstlerisch wertvoll eingeordnet werden. : )
    Alle Fotos am Sonntag selbst geschossen ???

  2. Lickneeson sagt:

    Nein, für mich ist das ein mittelschweres Hindenburg-Omen.Wenn renommierte Börsenkommentatoren sich derartigen Dingen widmen, kann der Crash nicht mehr fern sein.Ich geh mal die Hühner füttern.

    Komm, Put,Put,Put!

    • Frank Meyer sagt:

      Wer ständig ein Hindenburg-Omen sucht, ist wahrscheinlich selbst eins 🙂

      • ariel sagt:

        Hallo Herr Meyer,

        dass die Vegetation schon so weit und der Winter mild ist, liegt wahrscheinlich an dem entlaufenen, nach außen gedrungenen überaus „freundlichen Klima“ an den Finanzmärkten, das jetzt auch außerhalb der Börse die Blüten treiben lässt.

        Btw. bei dem unbekannten „Schneeglöckchen“ handelt es sich wahrscheinlich um eine Kerrie (Kerria japonica f. pleniflora). Und, der vermeintliche Schneeball erscheint mir eher als Zaubernuss. Kann mich da aber auch täuschen.

        Bitte machen Sie weiter so! Genieße sehr und amüsiere mich über ihre mit ironischen Spitzen bei Kommentaren, Interviews und Sendungen und auf N-TV.

  3. EuroTanic sagt:

    edit: gelöscht.

  4. Chris sagt:

    Hallo Frank

    Könnte es sein, daß es sich um nicht um den Viburnum, sondern um die Kreuzung Viburnum x bodnantense ‚Dawn‘ handelt? Ich habe unseren Garten so angelegt, daß an jedem Tag mindestens eine Pflanze blüht und duftet. Der Viburnum x bodnantense ‚Dawn‘ blüht regelmäßig ab November und hat größere Blüten als der Viburnum.

    Wie auch immer, die Blätter und das Holz beider Arten sind für den Menschen extrem giftig. Sie stinken bei Berührung, nur die Blüten duften nach Marzipan. Also möglichst nicht anfassen, kein Feuer wegen Raucherzeugung oder Spieße für Grillgut aus dem Holz herstellen.

    „Wirkung: Die orale Aufnahme von Pflanzenteilen führt zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Magen-Darm-Entzündungen. Zusätzlich sind Schwindel, Erregung, Bewusstseinsstörungen, Krämpfe, Arrhythmien und Atemnot erkennbar. Klinisch lässt sich eine Schädigung der Nieren und Blut im Urin nachweisen. Letale Vergiftungen wurden in der Literatur beschrieben.

    Maßnahmen: Die sofortige Verabreichung von medizinischer Kohle ist zu veranlassen. Falls Krämpfe erkennbar werden, können sie mit den üblichen Benzodiazepinen, wie Diazepam oder Midazolam, behoben werden. In dem sehr seltenen Fall, in dem so eine Durchbrechung des Krampfes nicht möglich ist, muss eine intravenöse Kurznarkose mit Relaxierung, Intubation und der anschließenden Beatmung durchgeführt werden. Bei den Rhythmusstörungen ist Lidocain wirksam. Die weiteren Maßnahmen erfolgen symptomatisch.“

    Grüße

    Chris

  5. Frank Meyer sagt:

    richtig, es ist die Dawn.
    Wow! Noch eine Botanikerin!
    Viele Grüße!

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