Achtung, Sie haben bitcoins!

6. April 2017 | Kategorie: RottMeyer

Während im Analogistan der europäischen Bankenwelt und in vielen Türmen der Regulierer noch geträumt wird, breiten sich die Cryptowährungen weiter aus. 

Besonders in Japan, dem zweitgrößten Markt für bitcoin-Transaktionen kommt langsam ein bisschen mehr Dynamik in den Cryptomarkt. Nach der regierungsseitigen Akzeptanz von bitcoin als „Form des Zahlungsmittels“ womit natürlich nicht die Gleichstellung mit der offiziellen Währung gemeint ist, öffnet sich die Tür zu einer noch breiteren Nutzung im Alltag. So findet sich folgender Artikel im Nikkei Asian Review:

Gerüchten zufolge sollen viele Europäer coloured coins übrigens noch immer für eine Art Schokolinsen halten. Das liegt an einer oft (noch) eindimensionalen Sichtweise der Blockchain. Das Konzept der Blockchain ermöglicht jedoch wesentlich mehr als nur die Schaffung digitaler Zahlungseinheiten. Diese Spielart ist im Grunde nur eine Randerscheinung, wenn auch eine nicht uninteressante.

Siehe auch: „Der Marsch der Cryptos„.

Nachtrag Mai 2017: „ICOs, bitcoin und Finanzen: Interview mit Reggie Middleton“

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3 Kommentare auf "Achtung, Sie haben bitcoins!"

  1. Diederich Heßling sagt:

    Den Befürwortern von Bitcoin & Co. empfehle ich die Lektüre des Buches „Black Out, Morgen ist es zu spät“. Und dann Monate später viel Spaß bei der Rekonstruktion der Einsen und Nullen…

  2. DonSarkasmo sagt:

    @Diederich Heßling
    Herr Hessling, ich habe ähnlich argumentiert, darauf hat mir das Bankhaus Rott mitgeteilt, dass bei Stromausfall die Bitcoins natürlich auch noch in Papierform zur Verfügung stehen. Ich frage mich allerdings, wer besser dran ist, der, der ein Silbermünzerl zum Bezahlen aus dem Börserl zieht oder der, der ein bedrucktes Papierstreiferl aus seinem Wallet holt …..
    Na ja, ich fürchte, wir werden das noch zu eigenen Lebzeiten feststellen dürfen.
    Ich bin da eher ein bißchen konservativ, ein alter Esel halt … (63 Jährchen auf dem Buckel)

  3. Bankhaus Rott sagt:

    Hallo Diederich Heßling und Don Sarkasmo,

    Sie haben insofern beide Recht, dass ohne Strom der Zahlungsverkehr mit einer Cryptowährung nicht funktionieren kann. Gleiches gilt natürlich für den gesamten elektronischen Zahlungsverkehr.

    Unser Argument bezieht sich darauf, dass Sie ihre gesammelten Coins der Cryptowährung mittels eines Papierfetzens, oder sogar aus dem Gedächtnis heraus, sobald der Strom wieder da ist an jedem Rechner der Welt wieder herstellen können. Es ist unabhängig vom Rechner, unabhängig davon ob es ihr ursprüngliches Wallet noch gibt und so weiter. Dem Nachteil des Digitalen, der Abhängigkeit der Nutzung von der Elektrizität und einem Netzwerk, steht der Vorteil der unbegrenzten Mobilität gegenüber. Sie haben nichts bei sich und doch eine Währung, ob man sie nun mag oder nicht, immer und überall dabei.

    Man muss die Idee nicht mögen aber faszinierend ist sie allemal. Und sei es nur für einen globalen digitalen Notgroschen – ohne Kontoführungsgebühr und problemlos ohne PC oder Telefon und auch ohne Strom aufzubewahren.

    Viel spannender als die Idee der Cryptowährungen finden wir aber das Potenzial, die Intermediärsfunktion der Finanzbranche und die entsprechenden Kosten so gut wie vollständig abzuschaffen.

    Ihnen und der gesamten Leserschaft ein schönes und gerne auch analoges Wochenende
    Bankhaus Rott

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